Es beginnt mit einem kleinen weißen Ball, der über die Platte tanzt, mal schnell, mal präzise, immer herausfordernd. Für manche ist Tischtennis ein sportliches Vergnügen, für andere ein Weg zurück ins Vertrauen zum eigenen Körper – besonders, wenn eine Diagnose wie Parkinson das Leben plötzlich aus der Bahn wirft. Im „Trude Kuh“ TV-Studio erzählt Anke Leidenberger, Initiatorin der PingPongPowerfrauen, wie Spieltrieb, Gemeinschaft und hartnäckige Hoffnung aus einer stillen Auseinandersetzung mit der Krankheit eine hörbare, sichtbare Bewegung gemacht haben. Moderiert wurde das Gespräch von Redaktionsleiter Georg Mahn.
Wenn der Ball Sicherheit zurückspielt: Warum Tischtennis bei Parkinson wirkt
Parkinson greift in den Takt des Körpers ein, lässt Bewegungen stocken, Gleichgewicht wanken, Konzentration und Motivation leiden. Der Botenstoff Dopamin, der im gesunden Zustand Bewegungen, Aufmerksamkeit und Antrieb mitsteuert, ist im Mangel – und der Alltag gerät aus dem Gleichgewicht. Gerade hier setzt Tischtennis an: Jeder Ballwechsel fordert Reaktion, Koordination, Aufmerksamkeit und Balance. Dieses fein abgestimmte Zusammenspiel aktiviert, trainiert und stabilisiert. Der Sport lenkt vom Symptomdenken ab, fordert den Kopf heraus und führt zu kleinen, regelmäßigen Erfolgsmomenten, die wiederum Selbstvertrauen stärken.
Anke Leidenberger kam über eine Fügung zum Schläger: Eine Freundin schickte sie 2022 zu Ping Pong Parkinson – und schon nach dem ersten Training war klar, Tischtennis ist ansteckend, im besten Sinne. Seitdem hält das Spiel die Krankheit in Schach, die Ablenkung überlistet den Körper, und die spürbaren Verbesserungen motivieren, dran zu bleiben. Aus persönlicher Erfahrung wurde eine Mission: Frauen mit Parkinson zusammenzubringen, ihnen Sichtbarkeit zu geben und die Unterschiede in Diagnostik, Behandlung und Lebensrealität ins Licht zu rücken.
„Nicht der alte zitternde Mann“: Parkinson braucht ein weibliches Gesicht
Das Bild von Parkinson als Männerkrankheit sitzt tief. Für Frauen bedeutet das oft lange Umwege zur richtigen Diagnose. Anke beschreibt, wie frühe Symptome – vom nicht mitschwingenden Arm über brennende Hände bis zur extremen Erschöpfung – zunächst in ganz andere Richtungen gedeutet wurden: MS-Verdacht, Hirntumor, Geburtstrauma, Stress, Zeckenbiss, Rheuma. Erst später kam die klare Diagnose, ein Schock, aber auch eine Erleichterung: Endlich wusste sie, womit sie es zu tun hat, und konnte handeln.
Im März starteten die PingPongPowerfrauen mit einem Frauenturnier, 50 Teilnehmerinnen aus ganz Deutschland, viele in Pink, viele mit langen Wegen, noch mehr mit ähnlichen Geschichten. Die Wanderausstellung, die echte Alltagsheldinnen zeigt und ihre Statements transportiert, macht Mut und schafft Präsenz. Sie steht bei Bundesligaspielen, Fachkongressen und in Fußgängerzonen – die Roll-ups sind schnell aufgebaut und unübersehbar. Denn es geht um Frauen, um ihre Körper, ihre Lebensrollen, ihre Hormonlagen, ihre Care-Arbeit in Familien, ihre Partnerschaften. Sichtbar werden bedeutet verstanden werden.
Roadtrip durch Deutschland und ein WM-Höhepunkt: Vernetzung, die trägt
Die Initiative ist 2024 mit einem ambitionierten Roadtrip gestartet: 16 Landeshauptstädte in 16 Tagen. Vor Ort verbinden sich Sport, Austausch und Aufklärung. „Nobody fights alone“ ist mehr als ein Spruch – es ist gelebte Praxis. Aufgeben kann man bei der Post, sagen sie mit Humor, und folgen dem Motto „Challenge accepted“. Die Turniere – gemischte und neue Ladies Cups – bieten neben der Platte Raum fürs Gespräch, für die Fragen, die im Alltag oft unbeantwortet bleiben, und für das, was die Gemeinschaft stärker macht.
Der Weg führt zur Weltmeisterschaft in Hannover, wo alle 50 Roll-ups gemeinsam zu sehen sein werden. Zuvor macht die Ausstellung Station in Berlin, mit einer eigenen Vernissage bei der Parkinsonstiftung. Ziel ist, Forschung und Medizin stärker auf weibliche Perspektiven zu lenken: Wechseljahre, Hormone, geschlechtsspezifische Behandlung – Themen, die in der Praxis entscheidend sind. Vernetzung hilft genauso den Angehörigen: Wenn das Sofa verlassen und die Platte betreten wird, entstehen neue Routinen, Beziehungen und Selbstbilder. Für Familien bedeutet das Entlastung durch verstanden werden, und für Betroffene das Gefühl, wieder zu blühen.
Klischees abbauen, Potenziale zeigen: Was die Gesellschaft lernen kann
Die größten Irrtümer? Dass Parkinson vor allem Männer trifft und dass Zittern das einzige Symptom ist. Gleichgewichtsverlust, Taumeln, stockende Bewegungen – vieles wird in der Öffentlichkeit falsch gedeutet, bis hin zur Verwechslung mit Alkoholproblemen. Die PingPongPowerfrauen kontern mit Aufklärung, Humor und Haltung. Sie erzählen von der Kraft der kleinen Schritte, vom Mut, sich zu zeigen, und von der Wirkung regelmäßiger Bewegung. Und sie zeigen, dass eine Diagnose den Menschen nicht definiert. Sport stiftet Gemeinschaft, Zugehörigkeit, Ziele – und macht sichtbar, was noch möglich ist.
Ein weiterer Aspekt: Netzwerke, die tragen. Ob im Verein, bei Turnieren oder in persönlichen Runden – das Miteinander auf Augenhöhe ist heilsam. Wer sich nicht erklären muss, findet schneller Vertrauen. Gleichzeitig warnt Anke davor, andere Lebensbereiche zu vernachlässigen: Familie, Freundschaften, das ganze Umfeld muss mitgenommen werden. Wenn Welten sich treffen – etwa wenn die eigene Mutter ein Turnier besucht – sieht sie, wie viel Lebendigkeit entsteht, wie das frühere Ich wieder durchscheint. Genau hier entfaltet sich die Energie, die Ehrenamt und Vereinsarbeit antreibt: Willenskraft, Sichtbarkeit, Veränderungsfreude.
Deine Einladung: Mitmachen, sichtbar werden und Reichweite nutzen
Wir von „Trude Kuh“ fassen für Dich kurz zusammen: Anke Leidenberger zeigt mit den PingPongPowerfrauen, wie Tischtennis Frauen mit Parkinson stärkt, sichtbarer macht und vernetzt, mit Roadtrip, Ladies Cups und einer Wanderausstellung, die echte Geschichten erzählt und Forschung für weibliche Perspektiven einfordert; wenn Du mit Deinem Verein oder Unternehmen ebenfalls Sichtbarkeit, Community und Wirkung suchst, dann komm ins TV-Studio von „Trude Kuh“, nutze unsere Reichweite von über 14,5 Mio. Kontakten im Monat und sprich mit uns über Formate, Interviews und Kampagnen, die zu Dir passen. Wir von „Trude Kuh“ unterstützen Dich dabei, Deinen Verein im Interview vorzustellen, Deinen Impact zu zeigen und Deine Botschaften in starke Geschichten zu verwandeln. Wenn Du neugierig bist, wie unsere Produktionen funktionieren, schau auf „Trude Kuh“ vorbei und entdecke unser TV-Studio von „Trude Kuh“ als Bühne für Deine Themen; wenn Du als Verein Deine Arbeit präsentieren möchtest, findest Du hier alles für ein überzeugendes Feature: Verein im Interview vorstellen, und wenn Du als Unternehmen die enorme Reichweite für Markenaufbau, Produkteinführungen oder Employer Branding nutzen willst, informiere Dich zu unseren Werbemöglichkeiten für Unternehmen – wir beraten Dich persönlich, entwickeln gemeinsam mit Dir das passende Konzept und bringen Deine Botschaft ins Gespräch; melde Dich, wenn Du mit uns Deine Geschichte erzählen willst, wenn Du Reichweite und Herz verbinden möchtest, und wenn Du Teil einer Community sein willst, die Menschen bewegt.


