Barbara Vieth von Hopehunter e.V. zu Gast bei „Trude Kuh“

Wenn Worte Bilder malen könnten, dann wäre dieses Interview eine Reise durch staubige Straßen, über grüne Ausläufe und hinein in Augen, die Geschichten erzählen. Hoffnung ist oft ein Jagdhund ohne Spur – das Shakespeare-Zitat, das Barbara Vieth begleitet, wirkt zunächst rätselhaft und wird dann zum leuchtenden Leitmotiv: weitergehen, auch wenn der Weg noch nicht sichtbar ist. Genau diese Haltung prägt die Arbeit des Vereins Hopehunter e.V. aus Essen. Gemeinsam mit dem bulgarischen Partner-Tierheim Animal SOS 2012 in Burgas schenkt der Verein Hunden und Katzen die Chance auf ein neues Leben. Die Aufzeichnung entstand in den TV-Studios von „Trude Kuh“, Redaktionsleiter Georg Mahn führte das Gespräch.

Wie Hopehunter hofft, jagt und findet

Was bedeutet „Jäger der Hoffnung“ für die erste Vorsitzende und Vereinsgründerin Barbara Vieth? Für sie ist es die Aufgabe, Tieren eine Stimme zu geben – gerade dort, wo sie leiser geworden ist oder gar nicht mehr gehört wird. Tiere seien rechtlich oft noch „Sachen“, sagt Vieth, und genau hier beginne der Einsatz: Missstände zeigen, Verantwortung übernehmen, Lebenswege ebnen. Schon als Kind suchte sie die Nähe zu Hunden, bat höflich um Erlaubnis zum Streicheln, wuchs mit Tieren auf und trug die Zuneigung in die Erwachsenenjahre. Mit der Rente kam mehr Zeit – mit der Zeit wuchs das Engagement. Der Satz, der sie begleitet, steht auch auf der Vereinsseite: „Der Weg zu meinem Herzen ist gepflastert mit Hundepfoten.“

Hopehunter arbeitet eng mit dem Tierheim Animal SOS 2012 in Burgas zusammen, rund zwölf Kilometer nordöstlich der Stadt. Dort zeigt sich, was gute Unterbringung bewirken kann. Ein großer Freilauf beherbergt 60 bis 70 verträgliche Hunde, rundherum stehen Häuschen für Tiere mit besonderen Bedürfnissen. Jedes dieser Häuschen hat einen eigenen Auslauf mit ungefähr 125 Quadratmetern Rasen. Die Struktur ist nicht nur funktional, sie ist ein Statement: artgerechtes Umfeld, Bewegung, Beobachtung, Kenntnis jedes einzelnen Tiers. Die Tierheimleiterin und ihr Team stemmen die Versorgung von etwa 200 Hunden und 30 Katzen, erkennen Krankheiten früh, kennen die Charaktere, beraten den Verein verlässlich.

Realität und Aufklärung: die doppelte Verantwortung

Auch wenn die Bedingungen in Burgas vergleichsweise gut sind, bleibt die Realität rau: Mütter mit Welpen werden ausgesetzt, Hunde an Schnellstraßen „entsorgt“. Der Unterschied zu Deutschland? Vieth sagt: leider nur geringfügig. Darum setzt Animal SOS 2012 mit Unterstützung von Hopehunter auf Aufklärungsarbeit – direkt in Schulen. Kinder lernen, wie Ausweise aussehen, was eine Aufnahme bedeutet, und vor allem: dass es sich immer um Lebewesen handelt. Der Verein beteiligt sich an Besuchen, erklärt Abläufe, vermittelt Werte. Tierschutz beginnt mit Wissen, wächst mit Empathie und trägt mit Verantwortung.

Öffentlichkeitsarbeit ist für Hopehunter unverzichtbar. Transparenz schafft Vertrauen. Der Verein war mehrfach in der Sendung „Tiere suchen ein Zuhause“ zu Gast, erfüllt alle rechtlichen Vorgaben für die Einfuhr und Vermittlung von Hunden, weist Strukturen klar nach und grenzt sich deutlich von unseriösen Akteuren ab. Spenden sind dabei das Lebenselixier der Arbeit. Das Sommerfest – in diesem Jahr am 31. Mai – bringt Adoptanten, Unterstützer und das Team zusammen. Tombola, Stände, Gespräche: Die Einnahmen fließen in Futter, medizinische Versorgung, Chips, Impfungen, Kastrationen, Klinikfahrten. Animal SOS 2012 ist ein privates Tierheim, das ausschließlich von Spenden lebt – jedes Ticket, jede Losnummer, jeder Euro zählt.

Vermittlung mit Herz, System und Nachsorge

Hopehunter vermittelt nicht auf Zuruf, sondern mit Verfahren, das Sicherheit gibt. Interessenten werden besucht, es gibt eine Vorkontrolle und einen fünfseitigen Fragebogen. Danach entscheidet das Team, ob ein Hund für das Zuhause geeignet ist. Die Probezeit beträgt 14 Tage – ohne Kosten und mit offener Kommunikation. Funktioniert es, folgt der Schutzvertrag. Passt es noch nicht, wird die Pflegestelle fortgeführt und der Hund weiter beworben. Begleitend richtet der Verein WhatsApp-Gruppen für Ankünfte ein, führt Nachkontrollen durch und hält den Kontakt. Eine Hundetrainerin und eine Tierpsychologin sind Teil des Teams. Selbst nach Jahren bleibt die Unterstützung bestehen – wenn sich Lebensumstände ändern, hilft der Verein bei der Neuvermittlung.

Auch Pflegestellen sind ein zentraler Baustein. Die Anforderungen? Sorgfalt, Geduld, Beobachtung, enge Rücksprache mit dem Team. Kosten für Tierarzt, Steuern und Versicherung übernimmt der Verein. Pflegestellen bringen Hunde ins neue Leben, lehren Routinen, lesen Signale, begleiten Eingewöhnung. Hopehunter erklärt das „Worst Case“-Szenario offen: Unsauberkeit, Zerstörungsdrang, Unsicherheit – all das kann vorkommen. Wer sich darauf einstellt, hilft nachhaltig. Wer einen Hund „trotz“ besonderer Optik liebt, verdient ihn wirklich. Eine Geschichte bleibt haften: Mary, schwer abgemagert, mit abgeschnittenen Ohren, wurde oft abgelehnt – bis ein Adoptant, der schon zwei Hunde von Hopehunter hat, sagte: „Mary ist meine.“ Heute lebt sie mit den anderen beiden zusammen. Glück ist manchmal schlicht: ankommen dürfen.

Warum Hoffnung nie aufgibt

Emotional wird es, wenn Hunde mit schweren Geschichten nach Deutschland kommen. Tränen fließen, sagt Vieth, weil sich eine Tür öffnet. Ein fast blinder Hund – zunächst mit Prognose „vielleicht ein halbes Jahr“ – lebt nach eineinhalb Jahren bei der Adoptantin auf, entwickelt sich gut. Die Lehre ist klar: Man darf niemanden aufgeben. Das Team von Hopehunter hält zusammen, teilt Fälle, Erfahrungen und Lösungen. Junge Mitglieder bringen knappe Freizeit ein, Ältere Erfahrung und Ruhe. Wünsche für die Zukunft? Ein Wandel in der Denkweise der Menschen, mehr Unterstützung in jeder Form – spenden, pflegen, adoptieren, erzählen, teilen.

Deine Einladung in unser TV-Studio und zu mehr Reichweite

Wir von „Trude Kuh“ fassen für Dich gern zusammen: Hopehunter e.V. aus Essen arbeitet seit 2014 mit dem privaten Tierheim Animal SOS 2012 in Burgas zusammen, vermittelt mit Vorkontrollen und Probezeiten, begleitet durch Trainerin und Tierpsychologin, setzt auf Aufklärung in Schulen und finanziert Futter sowie medizinische Versorgung über Spenden und Aktionen wie das Sommerfest am 31. Mai 2026; wenn Du Deinen Verein vorstellen möchtest oder als Unternehmen starke Reichweite suchst, dann melde Dich bei uns, denn „Trude Kuh“ erreicht über 14,5 Mio. Kontakte im Monat und bietet Dir vielfältige Möglichkeiten für Sichtbarkeit und Kampagnen, vom ausführlichen Feature bis zur punktgenauen Platzierung – auf unserer Seite „Trude Kuh“ findest Du alle Infos, einen Blick ins TV-Studio von „Trude Kuh“, die direkte Option, Deinen Verein im Interview vorstellen zu lassen und konkrete Werbemöglichkeiten für Unternehmen; wir freuen uns, wenn Du Kontakt aufnimmst und gemeinsam mit uns Reichweite in Wirkung verwandelst.