Es gibt Sätze, die ein ganzes Leben verändern können. Für die britische Ärztin Cicely Saunders war es der Wunsch eines sterbenden Patienten: „Ich möchte ein Fenster in deinem Haus sein.“ Dieser Satz, ausgesprochen von einem Überlebenden des Warschauer Ghettos, wurde zum Zündfunken für eine weltweite Bewegung. Er inspirierte die damalige Krankenschwester dazu, Medizin zu studieren und fast 20 Jahre später, im Jahr 1967, das erste moderne Hospiz zu gründen. Eine Vision, die anfangs auf Skepsis stieß, heute aber als Grundpfeiler der Palliativmedizin gilt und unzähligen Menschen Würde und Halt in ihrer letzten Lebensphase schenkt. Diese tiefe Menschlichkeit und Nächstenliebe ist auch das Herzstück der Arbeit des ambulanten Hospiz- und Palliativbetreuungsdienstes für Erwachsene und Kinder vom Malteser Hilfsdienst Alfhausen. Im Gespräch mit Redaktionsleiter Georg Mahn gaben die leitende Hospizkoordinatorin Christa Wübben und ihre Stellvertreterin Inge Hengemühle in den TV-Studios von „Trude Kuh“ einen bewegenden Einblick in ihre wichtige Tätigkeit.
Zwischen Scham, Dankbarkeit und der Lust am Leben
Die Konfrontation mit dem eigenen Lebensende ist für viele Menschen ein Tabuthema, das von Angst und Unsicherheit geprägt ist. Inge Hengemühle, die selbst aus persönlichen Erfahrungen zur Hospizarbeit fand, kennt diese anfängliche Scheu. „Wenn man sagt, man arbeitet im Hospizdienst, kommt oft die Frage: Wie kannst du das nur machen?“, berichtet sie. Manche Betroffene schämen sich sogar so sehr, dass sie bitten, das Auto des Dienstes außer Sichtweite der Nachbarn zu parken. Doch diese anfängliche Zurückhaltung weicht fast immer einer tiefen Dankbarkeit. Die Erfahrung zeigt, dass es oft nicht nur der sterbende Mensch selbst ist, der Unterstützung braucht, sondern das gesamte Familiensystem. Die Angehörigen sind oft unsicher, fühlen sich überfordert und benötigen einen Ansprechpartner für ihre eigenen Sorgen und Ängste. Christa Wübben, die seit 2015 im Dienst tätig ist, beschreibt die ersten Begegnungen als ein behutsames Herantasten: „Jedes Mal ist es eine ganz neue Situation. Wir machen die Tür auf, fragen ‚Was brauchen Sie?‘ und lassen die Menschen einfach erzählen.“ Interessanterweise führt die intensive Auseinandersetzung mit dem Tod bei den Begleitern selbst zu einer gesteigerten Lebensfreude. „Die Auseinandersetzung mit Sterben und Tod erhöht auch die Lust am Leben“, erklärt Hengemühle. Man lerne, die kleinen Momente intensiver zu genießen und entwickle ein neues Bewusstsein für die Schönheit des Alltags.
Dem Willen des Sterbenden eine Stimme geben
Ein zentraler Aspekt der ambulanten Hospizarbeit ist es, dem Willen des Betroffenen bis zuletzt Geltung zu verschaffen. Der größte Wunsch ist es für die meisten, in der vertrauten, häuslichen Umgebung bleiben zu können. Dies erfordert ein starkes Netzwerk aus regionalen Pflegediensten, Ärzten und natürlich den ehrenamtlichen Helfern. Oftmals glauben Angehörige in ihrer Sorge, es besser zu wissen, und drängen auf eine stationäre Unterbringung. Hier versuchen die Koordinatorinnen sensibel zu vermitteln und den Fokus wieder auf die Wünsche des sterbenden Menschen zu lenken. „Wir versuchen, die Angehörigen mitzunehmen und ihnen zu erklären, worauf es ankommt“, so Wübben. Es geht darum, gemeinsam Lösungen zu finden, die die Selbstbestimmung wahren und gleichzeitig die Familie entlasten. In den Gesprächen kommen oft unerfüllte Lebensträume oder verpasste Gelegenheiten zur Sprache. Die Kunst besteht dann darin, den Blick auf das Positive zu lenken, auf das, was im Leben erreicht wurde, und die Medaille von der anderen Seite zu betrachten, ohne die Gefühle des Gegenübers zu schmälern. Dieser sensible Dialog hilft dabei, Frieden mit dem eigenen Lebensweg zu finden.
Ehrenamt als Kraftquelle und die Symbolik des Lichts
Die wertvolle Arbeit des Hospizdienstes wäre ohne das Engagement von Ehrenamtlichen undenkbar. Um Menschen für diese anspruchsvolle Aufgabe zu gewinnen und sie nicht alleine zu lassen, bietet der Malteser Hilfsdienst Alfhausen umfassende Vorbereitungskurse an. „Man bekommt bei uns Rüstzeug mit und wird immer weiter begleitet“, betont Christa Wübben. Dabei müsse nicht jeder direkt in die Begleitung gehen; auch Talente für Öffentlichkeitsarbeit oder kreative Tätigkeiten sind willkommen. Ein schönes Beispiel für die Gemeinschaft ist das „Kraftfrühstück“, ein offenes Angebot für Trauernde, das aus der Idee entstand, einen unkomplizierten Rahmen für Austausch und Beisammensein zu schaffen. Als Symbol ihrer Arbeit brachten die beiden Gäste eine Kerze mit, die einen Sonnenaufgang zeigt. Dieses Motiv, ursprünglich von einer Künstlerin aus Ankum gemalt, die selbst vom Dienst begleitet wurde, steht für die Philosophie des Vereins: „Wir sehen das Leben bis zuletzt tatsächlich als Leben, was mit Lebensqualität gefüllt ist. Es ist nicht der Untergang, sondern der Aufgang“, erklärt Wübben eindrücklich. Dieses Licht und diese Hoffnung wollen sie an die Menschen weitergeben, die sie auf ihrem letzten Weg begleiten.
Ihr Verein bei uns im TV-Studio oder Ihre Werbung bei „Trude Kuh“?
Das Gespräch mit Christa Wübben und Inge Hengemühle hat wieder einmal eindrucksvoll gezeigt, welch wertvolle Arbeit Vereine wie der Malteser Hilfsdienst Alfhausen in unserer Gesellschaft leisten. Sie schenken Menschen in den schwierigsten Momenten des Lebens Halt, Würde und das Gefühl, nicht allein zu sein. Wir von „Trude Kuh“ möchten genau solchen Organisationen eine Bühne geben. Wenn auch Du Teil eines Vereins bist und Eure Geschichte und Euer Engagement einem breiten Publikum vorstellen möchtest, dann zögere nicht, uns zu kontaktieren. Wir laden Euch herzlich ein, bei uns im TV-Studio von „Trude Kuh“ über Eure Arbeit zu sprechen. Nutzt die Chance, neue Mitglieder zu gewinnen, auf Eure Anliegen aufmerksam zu machen und vielleicht sogar neue ehrenamtliche Helfer zu begeistern. Alles, was Du dafür tun musst, ist, Dich über unser Formular für einen Interviewtermin zu bewerben. Dort kannst Du Deinen Verein im Interview vorstellen. Aber nicht nur Vereine finden bei uns eine reichweitenstarke Plattform. Mit über 14,5 Millionen Kontakten im Monat bietet „Trude Kuh“ auch für Unternehmen ein enormes Potenzial. Wenn Sie als Unternehmer nach effektiven Wegen suchen, Ihre Zielgruppe zu erreichen und Ihre Marke positiv zu positionieren, dann sind Sie bei uns genau richtig. Entdecken Sie unsere vielfältigen Werbemöglichkeiten für Unternehmen und profitieren Sie von unserer großen und loyalen Zuschauerschaft. Wir freuen uns darauf, von Dir oder Ihnen zu hören!


