Dr. Wiebke Endres von Lehrerinnen und Lehrer ohne Grenzen zu Gast bei „Trude Kuh“

Es ist ein stilles, aber machtvolles Statement, das in der Welt des humanitären Engagements sofort Bilder und Emotionen hervorruft: „ohne Grenzen“. Man denkt an Ärzte, die in Krisengebieten Leben retten, an Reporter, die unter Einsatz ihres Lebens von dort berichten. Es ist ein Synonym für bedingungslose Hilfe, die sich nicht von Landesgrenzen, Herkunft oder Ideologien aufhalten lässt. Ein klares Bekenntnis zum Weltbürgertum, ganz im Sinne Immanuel Kants. Doch was, wenn die mächtigste Waffe zur Veränderung der Welt, wie Nelson Mandela einst sagte, die Bildung ist? Dann braucht es mehr als nur medizinische Versorgung oder Berichterstattung. Es braucht Menschen, die dieses Recht auf Bildung für jedes Kind weltweit durchsetzen. Genau diese Mission hat sich der niedersächsische Verein „Lehrerinnen und Lehrer ohne Grenzen“ aus Wilhelmshaven auf die Fahne geschrieben. Unter dem Motto „Wir bewegen Bildung weltweit“ schaffen sie ein beeindruckendes Netzwerk aus Schulprojekten. Wie diese wichtige Arbeit in der Praxis aussieht und welche Herausforderungen dabei zu meistern sind, darüber sprach die erste Vorsitzende des Vereins, Wiebke Endres, nun mit Redaktionsleiter Georg Mahn in den TV-Studios von „Trude Kuh“.

Von einer Geburtstagsidee zum globalen Netzwerk

Die Analogie zu den großen Vorbildern wie „Ärzte ohne Grenzen“ ist kein Zufall, sondern bewusste Inspiration. Wiebke Endres, selbst promovierte Lehrerin für die MINT-Fächer, trug die Idee für einen Verein, der Bildung grenzenlos denkt, bereits zehn Jahre mit sich herum. Doch wie es im Leben oft so ist, kamen immer wieder andere Dinge dazwischen. Der entscheidende Impuls kam dann im September 2021 auf eine eher ungewöhnliche Weise: Sie wünschte sich die Vereinsgründung von ihren Freunden zum Geburtstag. Was wie eine charmante Anekdote klingt, war der Startschuss für eine bemerkenswerte Entwicklung. In den wenigen Jahren seit der Gründung – die Idee reifte bereits seit 2011 – ist ein Netzwerk von 18 Projekten in Entwicklungs- und Schwellenländern in Afrika, Asien und Südamerika entstanden. Der Name hilft dabei, Türen zu öffnen und engagierte Menschen zu finden, die den Verein stetig wachsen lassen. Die Organisation hat sich professionalisiert, mittlerweile gibt es sogar einen Schwesterverein in der Schweiz und einen übergreifenden Dachverband, um die einheitlichen Ziele und Werte der Arbeit langfristig zu sichern und die Schlagkraft weiter zu erhöhen.

Bildung ist nicht gleich Bildung: Die Realität vor Ort

Wer an Schule denkt, hat oft ein klares Bild vor Augen: ein festes Gebäude, Tische, Stühle, Tafeln und Lehrmaterial. Die Realität in vielen Projektregionen von „Lehrerinnen und Lehrer ohne Grenzen“ sieht jedoch dramatisch anders aus. Wiebke Endres schildert erschütternde Bedingungen. In einer Schule im Hochland von Äthiopien beispielsweise saßen die Kinder auf dem nackten Sandboden, was durch Sandmilben zu ständigen Hautentzündungen führte. Die erste, grundlegende Maßnahme des Vereins war hier, in Schulbänke zu investieren. Es fehlt oft am Allernötigsten: an sauberen Schulgebäuden, an sanitären Einrichtungen und vor allem an sauberem Trinkwasser. Ein Brunnenbauprojekt in Ghana, finanziert durch eine Aktion deutscher Schüler, zeigt, wie elementar die Bedürfnisse sind. Ohne Zugang zu Wasser und Hygiene werden Schulen schnell selbst zur Gesundheitsgefahr. Diese Zustände im 21. Jahrhundert sind alarmierend, wenn man bedenkt, dass laut UN-Schätzungen rund 245 Millionen Kinder noch immer keinen Zugang zu elementarer Grundbildung haben – ein verbrieftes Menschenrecht, das millionenfach gebrochen wird.

Hilfe zur Selbsthilfe und die besondere Rolle der Frau

Die Arbeit des Vereins geht weit über die reine Bereitstellung von Infrastruktur hinaus. Das Kernanliegen ist die Hilfe zur Selbsthilfe, um den Kindern und Jugendlichen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Situation von Mädchen und Frauen. „Bildungsarmut ist weiblich“, stellt Wiebke Endres traurig fest. In vielen Teilen der Welt wird ihnen der Zugang zu Bildung systematisch verwehrt. Afghanistan ist hierfür ein besonders erschreckendes Beispiel, wo Frauen entrechtet werden und der Besuch einer Schule lebensgefährlich sein kann. Einige der vom Verein unterstützten Mädchenschulen dort agieren im Geheimen. Doch auch subtilere Probleme wie die sogenannte „Periodenarmut“ verhindern den Schulbesuch. Wenn Mädchen sich keine Hygieneartikel leisten können, bleiben sie während ihrer Menstruation dem Unterricht fern oder prostituieren sich sogar, um das nötige Geld aufzutreiben. Der Verein setzt genau hier an und schafft durch Aufklärung und Unterstützung neue Perspektiven. Durch die enge Vernetzung der deutschen Partnerschulen mit den Projekten vor Ort entsteht ein wertvoller Austausch auf Augenhöhe. Deutsche Schülerinnen und Schüler erleben durch digitale Treffen die Lebensrealität Gleichaltriger in Peru oder Ghana und entwickeln ein Bewusstsein dafür, dass Werte wie Demokratie und Gleichberechtigung keine Selbstverständlichkeit sind.

Wie auch Du Gutes tun und Dein Unternehmen sichtbar machen kannst

Wir von „Trude Kuh“ waren tief beeindruckt von dem Engagement und der Leidenschaft, mit der Wiebke Endres und ihr Verein „Lehrerinnen und Lehrer ohne Grenzen“ für das Recht auf Bildung kämpfen. Die vorgestellten Projekte zeigen eindrücklich, dass Hilfe oft schon bei den grundlegendsten Dingen wie einer Schulbank oder einem Brunnen beginnt und doch eine weltverändernde Kraft entfalten kann. Das Interview hat uns wieder einmal vor Augen geführt, wie viele Menschen sich ehrenamtlich für eine bessere Welt einsetzen. Wenn auch Du Teil eines Vereins bist und eine ebenso spannende Geschichte zu erzählen hast, dann melde Dich bei uns! Wir bieten Dir die Möglichkeit, Deinen Verein im Interview vorstellen zu können, und zwar direkt hier bei uns im professionellen TV-Studio von „Trude Kuh“. Wir möchten diesen wertvollen Geschichten eine Bühne geben. Gleichzeitig bietet unsere Plattform ein enormes Potenzial für Firmen. Mit über 14,5 Millionen Kontakten im Monat ist „Trude Kuh“ ein starker Partner für Deine Unternehmenskommunikation. Nutze unsere Reichweite, um Deine Marke, Deine Produkte oder Deine Dienstleistungen einem breiten Publikum zu präsentieren. Wir haben vielfältige Werbemöglichkeiten für Unternehmen, die wir passgenau auf Deine Ziele zuschneiden können. Informiere Dich einfach auf unserer Webseite und entdecke, was alles möglich ist. Wir freuen uns darauf, von Dir zu hören und vielleicht schon bald gemeinsam mit Dir ein spannendes Projekt umzusetzen. Alle Informationen zu unseren Angeboten und zum heutigen Interview findest Du natürlich auch direkt auf unserer Startseite bei „Trude Kuh“.