Es ist ein Bild, das die Herzen von Millionen Menschen der 80er-Jahre höherschlagen ließ: der treue, gutmütige Bernhardiner Josef aus der Kultserie „Heidi“. Er war der heimliche Star, ein Symbol für Zuverlässigkeit, Gemütlichkeit und Herzlichkeit. Doch hinter diesem fast märchenhaften Bild verbirgt sich heute oft eine ernüchternde Realität. In einer Welt, die nach immer extremeren Merkmalen strebt, leiden diese sanften Riesen nur allzu oft unter den Folgen fehlerhafter Zucht. Schwere gesundheitliche Probleme, chronische Gelenkschmerzen und eine verkürzte Lebensdauer sind die traurige Konsequenz. Es braucht Menschen, die sich nicht vom äußeren Schein blenden lassen, sondern mit unermüdlichem Einsatz, medizinischen Kontrollen und tiefem Fachwissen für das Recht dieser Hunde auf ein gesundes, schmerzfreies Leben kämpfen. Sie geben diesen gutmütigen Riesen eine kraftvolle Stimme und stellen sicher, dass Gesundheit und Wesensstärke wieder über rein optische Extreme gestellt werden. Genau dieser verantwortungsvollen Aufgabe hat sich der St. Bernhards-Klub e.V. verschrieben. Im Gespräch mit Redaktionsleiter Georg Mahn in den TV-Studios von „Trude Kuh“ gaben die Präsidentin Ellen Waßmann und Zuchtbuchführerin Sandra Steller faszinierende Einblicke in ihre Arbeit und die Welt der Bernhardiner.
Vom Schoßhund zum Arbeitstier: Die wahre Natur des Bernhardiners
Die Leidenschaft für die majestätische Rasse wurde Ellen Waßmann quasi in die Wiege gelegt. Bereits ihr Vater war in den 1970er-Jahren Züchter, und sie erinnert sich noch gut an das Gefühl, als Kind mit einem so großen, geduldigen Hund auf dem Hof aufzuwachsen. Bei Sandra Steller war es eher Liebe auf den zweiten Blick. Ursprünglich aus der Jagdgebrauchshundeszene stammend, entdeckte sie die Rasse durch ihren Mann und ist seither nicht mehr davon wegzudenken. Begleitet wurden die beiden Damen von Lavendel, einer viereinhalbjährigen Hündin, die mit ihren 63 Kilogramm während des Interviews seelenruhig döste – ein perfektes Beispiel für die gelassene Art dieser Tiere. Doch der Verein warnt eindringlich: Der Bernhardiner ist kein Anfängerhund. Was als kleiner, putziger Welpe mit etwa 600 Gramm beginnt, wächst zu einem kräftigen Hund heran, der konsequente Erziehung und eine klare Führung benötigt. Viele Menschen unterschätzen die Verantwortung, die ein solches Tier mit sich bringt, und lassen sich zu sehr vom niedlichen Aussehen der Welpen leiten. Der Klub leistet hier wichtige Aufklärungsarbeit und betont, dass neben der Gelassenheit auch eine gewisse Sturheit zum Charakter des Bernhardiners gehören kann, die von Anfang an in die richtigen Bahnen gelenkt werden muss.
Der Kampf gegen Extremzucht und für ein gesundes Leben
Ein zentrales Anliegen des St. Bernhards-Klubs e.V. ist der Kampf gegen die Folgen vergangener Zuchtfehler. Ellen Waßmann erklärte, dass vor Jahrzehnten einem Schönheitsideal nachgeeifert wurde, das immer massigere, schwerere und imposantere Hunde hervorbrachte. Dies führte jedoch zu gravierenden Gesundheitsproblemen wie Hüftgelenks- und Ellenbogendysplasie, die für die Tiere extrem schmerzhaft sind. Seit etwa 30 bis 40 Jahren arbeitet der Verein intensiv daran, diesen Trend umzukehren und zum ursprünglichen Typ des agileren, leichteren Arbeitshundes zurückzukehren. Die Erfolge sind sichtbar: Die Hunde sind bewegungsfreudiger, haben weniger Gelenkprobleme und ihre Lebenserwartung steigt. Hunde mit 12, 13 oder sogar 14 Jahren sind keine Seltenheit mehr. Eine entscheidende Rolle spielt dabei die Zuchtbuchstelle, die Sandra Steller leitet. Sie beschreibt ihre Aufgabe als das bürokratische Kontrollzentrum und Herzstück des Vereins. Hier werden alle relevanten Daten erfasst – von Deck- und Wurfmeldungen über Ahnentafeln bis hin zu Gesundheitsdaten. Es ist strikt geregelt, dass nur mit Tieren gezüchtet werden darf, die keine gesundheitlichen Probleme aufweisen. Dieser lückenlose Datenaustausch, auch im internationalen Netzwerk der Weltunion der St. Bernhards Klubs, ist essenziell, um die Rasse nachhaltig gesund zu erhalten.
Ein sanfter Riese mit vielfältigen Talenten
Das Image des faul in der Ecke liegenden Hundes wird dem Bernhardiner bei Weitem nicht gerecht. Historisch gesehen war er ein unverzichtbarer Helfer in den Alpen, der nicht nur Menschen rettete, sondern auch Wagen zog und auf den Bauernhöfen im Tal vielfältige Aufgaben übernahm. Dieses Erbe als Arbeitstier wird heute wiederbelebt. Im Interview wurden Aufnahmen vom Zugtraining gezeigt, bei dem die Hunde Bollerwagen oder Schlitten ziehen – ein großer Spaß für die ganze Familie. Doch die Talente des Bernhardiners reichen noch weiter. Seine sanftmütige und anpassungsfähige Art macht ihn zu einem idealen Partner in der pädagogischen und therapeutischen Arbeit. Sandra Steller berichtete aus eigener Erfahrung, wie feinfühlig ihre Hunde mit ihrem Mann umgehen, der seit einem Unfall im Rollstuhl sitzt. Sie spüren die Einschränkung und passen ihr Verhalten an. Diese Fähigkeit wird auch in der Arbeit mit Kindern genutzt. Ein Vereinsmitglied arbeitet mit ihren beiden Bernhardinern in einer Schule, wo die Hunde den Kindern Stabilität geben und sie lehren, Verantwortung zu übernehmen. Auch in Altenheimen und Krankenhäusern werden sie erfolgreich eingesetzt, um Patienten zu helfen. Der Verein will dieses positive und vielseitige Bild des Bernhardiners stärker in die Öffentlichkeit tragen und zeigen, dass diese Rasse weit mehr ist als nur ein gemütlicher Familienhund.
Werde Teil unserer Community und präsentiere Deinen Verein!
Die Geschichte von Ellen Waßmann, Sandra Steller und ihrem Engagement für den St. Bernhards-Klub e.V. hat uns tief beeindruckt und wieder einmal gezeigt, wie wichtig ehrenamtliche Arbeit ist. Wir von „Trude Kuh“ finden, dass solche Geschichten eine große Bühne verdienen. Das heutige Gespräch hat verdeutlicht, wie der Verein erfolgreich das Image des Bernhardiners korrigiert und sich für die Gesundheit und das Wohlergehen der Tiere einsetzt. Wenn auch Du in einem Verein aktiv bist und eine spannende Geschichte zu erzählen hast, dann melde Dich bei uns! Vielleicht möchtest Du Deinen Verein im Interview vorstellen und Deine Leidenschaft mit einem großen Publikum teilen. Unser modernes TV-Studio von „Trude Kuh“ bietet dafür den perfekten Rahmen. Wir möchten aber nicht nur Vereinen eine Plattform geben, sondern auch Unternehmen auf die vielfältigen Möglichkeiten aufmerksam machen, die unsere Reichweite bietet. Mit über 14,5 Millionen Kontakten pro Monat ist „Trude Kuh“ ein starker Partner für Deine Markenbotschaft. Entdecke die effektiven Werbemöglichkeiten für Unternehmen und erreiche eine breite und interessierte Zielgruppe. Ob Du nun einen Verein ins Rampenlicht rücken oder Dein Unternehmen erfolgreich bewerben möchtest – wir freuen uns darauf, von Dir zu hören und gemeinsam Großes zu bewegen. Besuche unsere Webseite, informiere Dich über die vielfältigen Optionen und nimm Kontakt mit uns auf.


