Noch bevor die Kameras ganz warmgelaufen sind, liegt ein leiser, beinahe feierlicher Ton in der Luft: Es geht um mehr als Achtsamkeitsfloskeln und Aromakerzen. Es geht um das, was Menschen im Lärm des Alltags immer öfter verlieren: die Fähigkeit, sich selbst zu spüren. Der Verein LichtQuelle aus Ganderkesee bringt in einer verunsicherten, rastlosen Zeit genau dafür Raum und Methode zusammen – ehrlich, unaufgeregt und manchmal unbequem. Zwischen philosophischem Tiefgang und sehr praktischen Übungen erzählen Frederike Meyer, Projektleiterin, und Vorständin Susanne Bolling, wie man vom Durchhalten ins Fühlen findet, von der Ablenkung in die Präsenz. Moderiert wurde das Gespräch von Redaktionsleiter Georg Mahn.
Platon hätte an diesem Gespräch vermutlich Freude gehabt, denn die Idee vom Menschen als Zusammenspiel aus Körper, Geist und Seele steht unausgesprochen im Raum. Während draußen die Welt immer schneller dreht, versucht LichtQuelle genau das Tempo herauszunehmen. Nicht als Wellnesspaket, eher als Einladung zu einer mutigen Innenreise. Es geht dabei nicht um das nächste Hobby gegen innere Leere, sondern um Stille, ehrliche Selbstbegegnung und darum, die eigenen Signale wieder zu hören.
Wofür „LichtQuelle“ steht: Freude als Kompass
„Licht in die Welt bringen“ klingt groß, bekommt im Gespräch aber eine überraschend bodenständige Bedeutung. Susanne Bolling macht klar: Licht ist Freude – nicht die aufgesetzte, sondern die tiefe, die entsteht, wenn Menschen sich selbst ernst nehmen. Viele kommen mit einem Kopf voller Nachrichten, einem Handy voller Benachrichtigungen und der unausgesprochenen Hoffnung, ein Tee, ein Spruch oder ein schneller Trick könnte es richten. Bei LichtQuelle beginnt es anders: erst der Lärm raus, dann das Fühlen rein. Wer permanent im Außen hängt, kann die innere Stimme kaum hören. Genau deshalb führt der Verein die Leute Schritt für Schritt dorthin, wo die eigene Wahrnehmung beginnt.
Die Frage nach Ursachen – Kindheit, Medien, Leistungsdruck – darf auftauchen, soll aber nicht fesseln. Denn die Fixierung auf das Warum hält oft nur vom Jetzt ab. Die LichtQuelle-Perspektive: Was fühle ich im Moment? Was brauche ich jetzt? Diese radikale Gegenwärtigkeit entzieht sich dem Argumentieren und tritt ins Erleben. Dazu braucht es kein „Muss“. Wer kommt, soll nicht funktionieren, sondern testen, spüren, wieder verwerfen und neu probieren.
Skepsis willkommen: Vom Stereotyp zur eigenen Erfahrung
Die beiden wissen, dass ein Verein mit Meditation, Mantren und Qi Gong bei rationalen Geistern schnell Schubladen aufgehen lässt. Batikhosen, Räucherstäbchen, esoterischer Nebel – die Klischees sind bekannt. Frederike Meyer bricht sie freundlich und klar: Skepsis darf da sein. Wichtig ist nur die Frage, ob sie wirklich dient. Wer merkt, dass die Mauer zwar vertraut, aber nicht hilfreich ist, darf sie probeweise einen Spalt öffnen. Es geht nicht um Glauben, sondern um Erleben: Was macht Singen mit mir? Was verändert Tanzen? Was bleibt nach 20 Minuten Stille?
Besonders spannend wird es dort, wo Menschen „eigentlich“ alles haben – Partner, Haus, gesunde Kinder – und trotzdem unglücklich sind. Bei LichtQuelle gilt: Mit ihnen stimmt nichts „nicht“. Im Gegenteil, die Ehrlichkeit, diese Diskrepanz zu benennen, verdient Respekt. Manchmal ist es der Moment, an dem ein eingeübter Lebensentwurf nicht mehr trägt. Dies anzuerkennen, tut weh, aber es ist ein Anfang. Veränderung ist selten ein Wochenendprojekt, eher ein Weg, der durch eine Krise führt, nicht daran vorbei. Genau hier zeigen Räume wie bei LichtQuelle ihren Wert.
Vom Kopf in den Körper: Methoden zwischen Stille, Stimme und Bewegung
Der Verein arbeitet bewusst mit einer Palette aus stillen und kreativen Formaten. Reine Meditation gilt intern als Königsweg – kraftvoll, aber anspruchsvoll. Darum wird sie oft mit Gesprächsrunden kombiniert, in denen Erlebtes Worte finden darf, ohne sich darin zu verlieren. Dazu kommt das Mantren-Singen: Es verbindet Freude und Konzentration, öffnet das Herz, nimmt der Stimme die Scham und schenkt Präsenz. Viele Menschen haben gelernt, dass sie „nicht singen können“. Wenn sie trotzdem ihren Ton finden, entsteht spürbar Selbstvertrauen.
Künstlerische Zugänge – Malen, Tanzen – wirken wie Brücken vom Denken ins Verkörpern. Frederike beschreibt, wie sie nach dem Singen anders nach Hause geht: wärmer, strahlender, zugewandter. Bewegung bringt Erkenntnisse in den Körper, wo sie nachhaltiger werden. Das alles ersetzt kein Leben – es durchdringt es. Wer sich selbst an die erste Stelle stellt, wird nach ihrer Erfahrung nicht egoistischer, sondern liebevoller. Präsenz ist keine Kälte, sondern die ehrlichste Form von Aufmerksamkeit.
Zeichen setzen: Gebetsfahnen, die wehen – und wirken
Ein Bild aus der Praxis bleibt hängen: tibetische Gebetsfahnen, die am Vereinshaus – dem Moin Zentrum – flattern. Darauf stehen Sätze, die das Herz erreichen sollen. Die Idee: Wenn Worte im Wind schwingen, tragen sie gute Energie in die Umgebung und zurück zu den Schreibenden. Ein poetisches Ritual, das etwas Konkretes benennt: Haltung. Wer heilsame Sätze schreibt, trainiert nicht Magie, sondern Ausrichtung. Es ist die Kunst, den Blick bewusst zu lenken und das, was gut tut, sichtbar zu machen.
Projekt „Tierheim im Einklang“: Wenn Stress aus Tierkörpern weicht
Ein Highlight ist das von Frederike initiierte Projekt „Tierheim im Einklang“. Die Grundannahme ist schlicht und klug: Tiere erleben Stress – durch Herkunft, Verlust, Krankheit. Wer sie betreut, erlebt ebenfalls Druck. LichtQuelle schult Mitarbeitende im Umgang mit innerer Ruhe, Vertrauen und Stressresilienz und zeigt Körpermethoden, die Angst im Tier lösen helfen. Das Ergebnis: Tiere zeigen sich wieder, werden vermittelbarer, entspannen sichtbar. Parallel lernen Menschen, im Sturm ruhig zu bleiben. So entsteht ein Kreislauf des Gelingens: weniger Stress, mehr Vertrauen, bessere Vermittlung.
Diese Brücke vom Menschen zum Tier erzählt viel über den Verein. Es geht nie um die perfekte Methode, sondern um stimmige Verbindungen. Manchmal reicht ein anderer Blick, eine feinere Hand, ein ruhiger Atem – und Verhalten verändert sich. Dass Katzen unter Stress Haare lassen, wirkt plötzlich wie ein Sinnbild: Auch bei Menschen fällt unter Druck oft etwas aus. Mit Ruhe und Zuwendung wächst es nach.
Kein Fünfjahresplan: Eine Botschaft, die im Moment beginnt
Auf die große Zukunftsfrage reagiert Susanne Bolling mit einem Gegenentwurf: lieber im Moment leben als in Szenarien. Ideen kommen, wenn sie reif sind – so wie „Tierheim im Einklang“. Ihre Botschaft ist dennoch eindeutig: Es lohnt sich für jeden, sich auf den Weg zu machen. Das Potenzial, Freude zu entdecken und zu leben, liegt in jedem Menschen. Der Verein hält die Schwelle bewusst niedrig, Angebote bleiben bezahlbar, und doch braucht es Unterstützung – auch finanziell. Rund hundert Menschen nutzen monatlich die Formate. Damit Räume offen bleiben, braucht es Engagement, Spenden und Mitmachen.
Wer sich überfordert fühlt von digitalem Dauerfeuer, wer die eigene Spur wiederfinden will, wer keine Ratgeber mehr sammeln, sondern Erfahrungen machen möchte: Für all das schafft LichtQuelle Gelegenheiten. Ohne Heilsversprechen, aber mit zugewandter Begleitung.
Deine Einladung: Wir von „Trude Kuh“, Du und die nächsten Schritte
Wir von „Trude Kuh“ haben Frederike Meyer und Susanne Bolling in unseren Studios erlebt und für Dich die Essenz mitgenommen: Es geht um echte Ruhe statt schneller Tricks, um Mantren, Meditation, Gespräch und kreative Wege, um das Projekt „Tierheim im Einklang“ und um die tröstliche Einsicht, dass Veränderung zwar Kraft kostet, aber Wärme freisetzt. Wenn Du Deinen Verein, Dein Projekt oder Deine Initiative im TV-Studio sichtbar machen möchtest, melde Dich – wir bieten Dir Reichweite, Bühne und ein Format, das Dich wirken lässt. Du findest alles über uns bei „Trude Kuh“, Eindrücke und Buchungsinfos zum TV-Studio von „Trude Kuh“, die unkomplizierte Anfrage, um Deinen Verein im Interview vorstellen zu lassen, und für Unternehmen unsere leistungsstarken Werbemöglichkeiten für Unternehmen. Wir erreichen über 14,5 Mio. Kontakte pro Monat – das heißt für Dich: enorme Sichtbarkeit, lebendige Geschichten und messbare Effekte. Wenn Du eine gute Sache hast, wenn Du Menschen inspirieren willst, wenn Du Mitarbeitende gewinnen, Spenden erhöhen oder Kundinnen und Kunden begeistern möchtest, dann komm zu uns – wir von „Trude Kuh“ öffnen Dir die Tür, stellen die Kameras scharf und sorgen dafür, dass Deine Botschaft dort ankommt, wo sie wirken soll.


