Das Meer erzählt Geschichten von Aufbruch und Heimkehr, von rauhem Wind, langen Wegen und dem Gefühl, sich aufeinander verlassen zu können. Wer hinausfährt, der weiß, allein kommt man nicht weit. Es braucht eine Mannschaft, Kameradschaft und manchmal auch ein Lied, das den Takt vorgibt, wenn die See unruhig wird. Genau dieses Gefühl trägt die Marinekameradschaft Göttingen bis heute weiter. Seit 1902 verbindet sie Menschen, die sich der Marine und der Seefahrt verbunden fühlen. Seit 1974 gehört auch ein Shanty-Chor dazu, dessen Lieder von Fernweh, Arbeit, Abschied und Wiedersehen erzählen. Doch was bedeutet Kameradschaft heute noch in einer schnelllebigen, digitalen Welt? Wie schafft es ein Verein, eine über 120 Jahre alte Tradition lebendig zu halten und warum berühren die Lieder vom Meer auch Generationen später noch die Herzen der Menschen im Binnenland? Über diese und viele weitere Themen sprach Redaktionsleiter Georg Mahn in den TV-Studios von „Trude Kuh“ mit Holger Quentin, dem 1. Vorsitzenden der Marinekameradschaft Göttingen, und Dieter Jäkel, dem Manager des dazugehörigen Shanty-Chores.
Mehr als nur ein Verein: Eine Gemeinschaft mit Tradition seit 1902
Für den Vorsitzenden Holger Quentin, der selbst bereits im 19. Jahr die Geschicke des Vereins leitet, ist die Marinekameradschaft Göttingen weit mehr als nur ein Hobby. Ursprünglich wollte er, wie er sympathisch zugibt, eigentlich nur im Shanty-Chor singen. Seine Leidenschaft für die Seemannslieder wurde bereits während seiner Bundeswehrzeit auf Sylt geweckt. Doch aus dem Wunsch zu singen wurde schnell mehr. Quentin wurde in den Vorstand gewählt und übernahm die Verantwortung für einen Verein, der in der Universitätsstadt Göttingen eine besondere Stellung einnimmt. Anders als in kleineren, traditioneller geprägten Städten sei die Wahrnehmung einer Marinekameradschaft hier eine andere. Umso wichtiger ist es ihm, den Kontakt zur Marine zu pflegen und die maritimen Traditionen hochzuhalten. Dieter Jäkel, der seit 2011 dabei ist und seit 2014 den Chor managt, fand nach seiner beruflichen Laufbahn den Weg zum Verein. Ein normaler Gesangsverein kam für ihn nicht infrage. Es war die maritime Welt mit ihren lustigen, aber auch melancholischen Texten, die ihn faszinierte. Rückblickend bedauert er nur, nicht schon früher den Weg zur Kameradschaft gefunden zu haben – ein schöneres Kompliment kann man einer Gemeinschaft wohl kaum machen.
Handgemachte Musik, die Herzen berührt
Der Shanty-Chor ist das musikalische Herzstück des Vereins. Mit rund 25 Auftritten im Jahr bringen die Sänger, begleitet von ihrer Band, die Lieder von der Küste direkt zu den Menschen in der Region. Besonders berührend sind die Auftritte in Seniorenheimen. Holger Quentin beschreibt eindrücklich, wie die Musik bei den älteren Menschen ankommt. Selbst wenn der Körper nicht mehr mitmachen kann, leuchten die Augen. Es sind Momente, in denen die Zuhörer für eine Stunde die Welt um sich herum vergessen können. Dieter Jäkel ergänzt, dass er anfangs unsicher war, ob die Botschaft wirklich ankommt. Gespräche mit dem Pflegepersonal bestätigten ihm jedoch, wie tief die Musik die Seelen der Bewohner berührt. Sie fühlen sich für einen Moment nicht abgeschoben, sondern wertgeschätzt und unterhalten. Das ist es, was die Auftritte so besonders macht: Es ist live, es ist authentisch und es ist handgemacht. Da kann auch mal ein Ton danebengehen, was dem Charme aber keinen Abbruch tut. Gerade diese ehrliche, unverfälschte Art der Darbietung macht die Musik so greifbar und menschlich.
Kulinarik, Gemeinschaft und Zukunftspläne
Neben der Musik pflegt die Marinekameradschaft Göttingen auch die Geselligkeit und kulinarische Traditionen. Feste wie das jährliche Schlachteessen mit leckerer Eichsfelder Wurst oder das traditionelle Labskaus-Essen, zubereitet nach altem Seemannsrezept, sind feste Größen im Vereinskalender und stärken den Zusammenhalt. Hier kommen die Mitglieder zusammen, tauschen sich aus und genießen die Gemeinschaft. Für die Zukunft hat sich der Verein viel vorgenommen. Ein großes Jubiläum steht an: 2025 feiert die Kameradschaft ihr 125-jähriges Bestehen. Die Planungen dafür laufen bereits auf Hochtouren. Geplant ist unter anderem ein großes Shanty-Chor-Festival in der Festhalle Krone. Ein großer Wunsch von Holger Quentin ist es, wieder eine offizielle Partnerschaft mit einem Schiff der Deutschen Marine aufzubauen. Dieter Jäkel wünscht sich vor allem jüngere Mitglieder für den Chor, denn das Potenzial sei da. Eine erfreuliche Entwicklung gibt es bereits: Bald werden auch drei Frauen den Chor stimmlich und optisch bereichern, was zeigt, dass der Verein offen für neue Wege ist, um die Tradition in die Zukunft zu führen.
Werde auch Du Teil unserer großen Gemeinschaft
Das Gespräch mit Holger Quentin und Dieter Jäkel hat eindrucksvoll gezeigt, wie wertvoll Vereine für unsere Gesellschaft sind und wie Musik Menschen über Generationen hinweg verbindet. Die Marinekameradschaft Göttingen ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie Tradition mit Leben gefüllt und weitergetragen wird. Wenn auch Du einen Verein oder eine Organisation hast, die Du gerne vorstellen möchtest, dann melde Dich bei uns! Nutze die Chance und präsentiere Deine Geschichte in unserem professionellen TV-Studio von „Trude Kuh“. Wir von „Trude Kuh“ bieten Dir eine Plattform, um Deine Botschaft zu verbreiten und neue Mitglieder oder Unterstützer zu gewinnen. Mit einer Reichweite von über 14,5 Millionen Kontakten im Monat sind wir der ideale Partner, um Deiner Sache Gehör zu verschaffen. Besuche einfach unsere Webseite und informiere Dich, wie Du Deinen Verein im Interview vorstellen kannst. Aber nicht nur Vereine sind bei uns herzlich willkommen. Unsere hohe Reichweite bietet auch für Unternehmen exzellente Möglichkeiten. Wenn Du nach effektiven Wegen suchst, Deine Marke oder Deine Produkte einem breiten Publikum zu präsentieren, dann wirf einen Blick auf unsere vielfältigen Werbemöglichkeiten für Unternehmen. Ob klassische Spots, Sponsorings oder individuelle Kooperationen – wir finden die passende Lösung für Deinen Erfolg. Werde Teil der großen Gemeinschaft von „Trude Kuh“ und lass uns gemeinsam Geschichten erzählen, die bewegen. Wir freuen uns darauf, von Dir zu hören und vielleicht schon bald mit Dir vor der Kamera zu stehen.


