Als der Jahreswechsel noch in der Luft knistert und gute Vorsätze im Kopf der Menschen tanzen, erzählt ein Gespräch von Wünschen, die kleiner klingen und doch ungeheuer groß sind. Ein Fischbrötchen an der Nordsee, das Rauschen der Elbe, einmal noch ins Stadion, einmal noch ins Theater, einmal noch die eigene Wohnung betreten. Es sind Momente, die stärker sind als Schmerz und Diagnose, ermöglicht von Menschen, die handeln, schenken, begleiten. Im „Trude Kuh“ TV-Studio sprechen Koordinator Jan Gelhaus und Wunscherfüllerin Annegret Kettelmann von Malteser Herzenswunsch darüber, wie sie schwer erkrankten oder stark eingeschränkten Menschen Herzenswünsche erfüllen – ehrenamtlich, medizinisch begleitet, professionell organisiert und vor allem mit viel Herz. Moderiert wurde das Interview von Redaktionsleiter Georg Mahn.
Normalität als größter Wunsch: Einmal Meer, einmal Heimat, einmal Nähe
Wenn man an Wünsche denkt, erscheinen schnell große Bilder: Luxus, Fernreisen, spektakuläre Anschaffungen. Im Alltag von Malteser Herzenswunsch ist es oft das Gegenteil. Jan Gelhaus beschreibt, wie vermeintlich kleine Dinge zu großen Ereignissen werden: noch einmal das Meer sehen, ein Fischbrötchen an der Nordsee, die Rückkehr in die eigenen vier Wände nach langen Krankenhaus- oder Pflegeheimaufenthalten. Diese Normalität, das Gewohnte im eigenen Umfeld, ist für viele der eigentliche Sehnsuchtsort.
Ein eindrückliches Beispiel ist die Fahrt eines Herrn im Elektrorollstuhl nach Wittenberge an der Elbe: Der Elberadweg verläuft über das Grundstück seiner Eltern, er selbst war nie dort. Keine Angehörigen konnten ihn begleiten. Das Team machte es möglich, der Mann fuhr, bis der Akku leer war, und wurde anschließend sicher zurückgebracht. Neben solchen Wegen der Erinnerung erfüllt das Team auch besondere Mobilitätswünsche, wie der von Mia, die einen speziellen Buggy benötigte, um wieder am Leben außerhalb der eigenen vier Wände teilhaben zu können. Nicht der Besitz, sondern die Möglichkeit, wieder da sein zu dürfen, wo das Herz schlägt – das ist die Magie dieser Einsätze.
Barrierefreiheit und Sicherheit: Die unsichtbaren Hürden hinter jeder Fahrt
Wo „barrierefrei“ draufsteht, ist oft nur Teilschutz drin – und selten für Tragen, Pflegerollstühle oder große Elektrorollstühle ausgelegt. Jan Gelhaus beschreibt, wie die Teams hinter den Kulissen Hindernisse ausräumen: Zugänge prüfen, Wege planen, Plätze anpassen, damit aus einem Wunsch ein sicherer, machbarer Moment wird. Die Begleitungen sind professionell organisiert. Viele Ehrenamtliche kommen aus Rettungsdienst und Krankenpflege, dazu Quereinsteiger mit großem Herz und Führerschein. Alle absolvieren eine Basisschulung und vertiefen sich in regelmäßigen Gruppenabenden in relevante Themen, von medizinischer Handhabung bis zur Gesprächsführung mit Gästen und Angehörigen.
Die Teamzusammenstellung erfolgt bewusst und achtsam. Ein Beispiel berührt: Die Begleitung einer Großmutter zur Beerdigung ihrer sechsjährigen Enkelin. Hier wählte Gelhaus eine Wunscherfüllerin ohne eigene Kinder – nicht aus Distanz, sondern aus Verantwortung, damit die emotionale Last tragbar bleibt und die Begleitung professionell gelingen kann. Wo Beatmung oder komplexe Geräte nötig sind, fahren entsprechend geschulte Ehrenamtliche mit. Sicherheit, Würde und Fürsorge gehen Hand in Hand – erst dadurch wird das Wünschen angstfrei.
Zwischen Trost und Freude: Emotionen, Austausch und die Kraft der Gemeinschaft
Annegret Kettelmann erzählt von einem Mann, der auf der Trage die Beerdigung seiner Ehefrau begleiten konnte. Ein Wunsch voller Schmerz und Sinn, erfüllt mit Respekt, Ruhe und Nähe. Solche Erlebnisse gehen unter die Haut – und sie bleiben. Damit Erlebnisse nicht zur Last werden, pflegt das Team einen engen Austausch: mindestens jährliche Treffen mit allen Beteiligten, bei vielen Gruppen sogar alle vier Wochen. Nach jeder Fahrt wird besprochen, was gut lief, was schwierig war, wie man mit Trauer, Unsicherheit, Stille umgeht. Das schützt, stärkt, bildet Erfahrung und hält die Freude lebendig.
Überraschend ist auch die Resonanz aus dem Umfeld. Kettelmann berichtet, wie Außenstehende zunächst nur die traurige Seite sehen – Krankheit, Abschiede, Einschränkungen. Doch wer die andere Perspektive zulässt, erkennt, dass hier die schöne Seite des Lebens überwiegt: Mitgefühl, Erfüllung, Augenblicke, die wieder strahlen. Beeindruckend ist zudem die Bereitschaft vieler Ehrenamtlicher, Urlaub zu nehmen, um eine Fahrt zu begleiten. Wo Netzwerke wirken, werden Türen geöffnet: Ein VIP-Platz bei „König der Löwen“ in Hamburg, Stühle demontiert für die Fahrtrage, ein sechzehnjähriger, beatmeter Jugendlicher, der trotz Sterbenskrankheit das Musical erleben konnte. Wenn Wünsche Menschen erreichen, erreichen Menschen mehr, als man für möglich hält.
Niedrige Hürden, offene Ohren: Wer darf sich melden und wie läuft es ab?
Es braucht keine letzten Wünsche und keine Sterbenskrankheit, um sich bei Malteser Herzenswunsch zu melden. Jeder, der durch schwere Erkrankung oder von Geburt an bestehende Einschränkung einen Wunsch nicht eigenständig erfüllen kann, darf Kontakt aufnehmen – unverbindlich, ohne Scham. Ein Anruf oder eine E-Mail genügt. Häufig kommen Anfragen über Pflegekräfte, die ihre Gäste gut kennen. Manchmal melden sich Angehörige, manchmal die Betroffenen selbst. Das Team hört zu, prüft, plant, erfüllt – mit Augenmaß und Herz.
Finanziell ist der Dienst stabil. Das Spendenaufkommen sei stark, sagt Gelhaus, und habe sogar ermöglicht, den Kreis der Begleitbaren im Jahr 2023 zu erweitern. So wurden Einsätze wie die Fahrt eines eingefleischten Bayern-Fans ins Stadion möglich, liegend transportiert, begleitet von seiner Pflegerin. Die Bilder aus diesem Tag sprechen Bände: Freude, die Funken schlägt. Genau solche Momente sind das beste Argument, die Initiative weiter zu unterstützen – und den eigenen Wunsch auszusprechen, statt ihn zu verschweigen.
Deine Einladung: Mehr Wünsche, mehr Mitmachen, mehr Reichweite für gute Ideen
Wir von „Trude Kuh“ freuen uns, Malteser Herzenswunsch vorgestellt zu haben, und laden Dich ein, es uns gleichzutun: Wenn Du einen Verein, eine Initiative oder Dein Unternehmen im TV-Studio von „Trude Kuh“ präsentieren möchtest, melde Dich bei uns. Die wichtigsten Punkte aus dem Gespräch kurz für Dich: Herzenswünsche sind oft normale Dinge, die enorme Wirkung entfalten, die Begleitungen sind professionell und sicher, Barrierefreiheit wird aktiv ermöglicht, das Team tauscht sich eng aus und schafft Platz für Emotionen, und dank starker Spenden ist Vieles machbar. Wenn Du einen Wunsch für jemanden kennst, der ihn allein nicht erreichen kann, oder wenn Du als Verein Deine Arbeit zeigen willst, dann nutze unsere Plattform – wir bieten Dir Sichtbarkeit, Reichweite und ein herzliches Team, das Dich durch die Produktion führt. Du findest mehr über „Trude Kuh“ unter „Trude Kuh“, Einblicke in das TV-Studio von „Trude Kuh“, die Möglichkeit, Deinen Verein im Interview vorstellen zu lassen, und umfassende Werbemöglichkeiten für Unternehmen, die zu Deiner Marke und Deinen Zielen passen. Wir von „Trude Kuh“ erzielen monatlich über 14,5 Mio. Kontakte – wenn Du Deine Reichweite ausbauen, fundiertes Storytelling nutzen und starke Sichtbarkeit mit sympathischer TV-Präsenz verbinden willst, dann sind wir Dein Weg ins Publikum. Melde Dich, wenn Du einen Verein vorstellen möchtest oder mit Deinem Unternehmen die Chancen intelligenter Werbung im TV-Umfeld und digitalem Publishing nutzen willst; gemeinsam schaffen wir Inhalte, die berühren, Themen, die Menschen mitnehmen, und Kampagnen, die wirken.


