Wenn ein neues Leben beginnt, malen sich Eltern den ersten Atemzug in den schönsten Farben aus: ein kräftiger Schrei, winzige Finger, die sich um eine Hand legen, ein Herz, das gleichmäßig schlägt und Zukunft verspricht. Doch was, wenn genau dieses Herz zur ersten Hürde wird? Krankenhausflure, piepende Monitore, Worte, die niemand hören möchte – und Kinder, deren erster Kampf beginnt, bevor der erste Schritt getan ist. Etwa ein Prozent aller Kinder kommt mit einem Herzfehler zur Welt, über 7.000 pro Jahr in Deutschland. Es sind Momente, die Angst machen – und zugleich eine ungeahnte Solidarität freisetzen. Genau davon erzählten der erste Vorsitzende Jörg Rüterjans und Öffentlichkeitsarbeiter Stefan Behrends vom Niedersächsischen Verein Herzkinder Ostfriesland im Gespräch in den Studios von „Trude Kuh“, geführt von Redaktionsleiter Georg Mahn.
Warum dieser Verein entstand und was ihn trägt
Der Verein wurde 2007 gegründet – aus der Initiative betroffener Eltern und mit Unterstützung des Kinderkardiologen Carsten Willich in Aurich. In Ostfriesland gab es zuvor keinen Kinderkardiologen, die Nachfrage war überwältigend, der Bedarf offensichtlich. Rüterjans und Behrends, bereits zuvor gemeinsam ehrenamtlich engagiert, machten sich an die Gründung. Hinter der Organisation stehen echte Lebensgeschichten: Rüterjans’ Sohn Torben, als Zwilling mit bekanntem Herzfehler geboren, musste früh in München operiert werden. Nach langen Klinikmonaten und Jahren der Hoffnung starb Torben mit zehn Jahren. Behrends’ Sohn Hendrik kam mit einem schweren Herzfehler zur Welt, erst bei der Geburt erkannt; nach mehreren Operationen führte eine Komplikation zu schwersten Pflegebedürfnissen, Hendrik starb mit 21 Jahren. Aus solchen Erfahrungen entstand der Wille, andere Familien nicht allein zu lassen, Orientierung zu geben, Austausch zu ermöglichen und praktische Hilfe zu leisten.
Hilfe, die ankommt: Therapien, Austausch und gelebte Gemeinschaft
Die Arbeit des Vereins ist so bodenständig wie wirkungsvoll. Wo Krankenkassen Leistungen nicht übernehmen, springt der Verein ein: etwa bei Hippotherapie, die Kindern Stabilität, Freude und Fortschritte ermöglicht. Der Grundsatz ist klar: Geht es den Eltern besser, geht es auch den Kindern besser – und wo Eltern lachen, finden Kinder leichter ins Lachen. Hilfe zeigt sich auch in kreativen Lösungen, zum Beispiel beim E-Bike-Projekt: Ein Junge konnte beim Fahrradfahren nicht mithalten, Freunde distanzierten sich. Es gab keine kindertauglichen E-Bikes von der Stange, Händler winkten ab. Also besorgte der Verein die Teile, baute das Rad selbst zusammen und gab dem Kind nicht nur Mobilität, sondern soziale Teilhabe zurück. Solche Projekte sind mehr als Technik – sie sind Brücken in die Gemeinschaft.
Ebenso wichtig sind Wochenendseminare, Sommer- und Weihnachtsfeste, auf denen Familien zusammenkommen. Ältere Kinder zeigen jüngeren, dass Entwicklung möglich ist; man lacht, man weint, man teilt. Kinder dürfen Kinder sein, ohne Fragen nach Narben oder Einschränkungen – weil es alle betrifft und niemand ausschließt. Diese Begegnungen entlasten Eltern, schaffen Vertrauen und liefern Antworten, die in keiner Broschüre stehen.
Ganzheitlicher Blick: Geschwister, Schule, Zukunft und Aufklärung
Herzkrankheiten fokussieren oft das betroffene Kind, doch der Verein achtet bewusst auf die ganze Familie – inklusive der Geschwisterkinder, die als sogenannte Schattenkinder leicht übersehen werden. Krankenhausaufenthalte führen zu Lernlücken, Konzentrationsprobleme nach Eingriffen sind keine Seltenheit. Der Verein übernimmt Nachhilfekosten für Herzkinder und auch für Geschwister, denn Zukunft entsteht im Kopf, wenn körperliche Belastungen Grenzen setzen. Jugendliche stellen später andere Fragen: Ist der Herzfehler vererbbar? Wie sieht meine Berufsperspektive aus? Nimmt ein Arbeitgeber mich überhaupt? Hier setzt der Verein auf Aufklärung, Praxisnähe und den Abbau von Vorurteilen. Herzkinder sind nicht „ständig beim Arzt“, sondern in den meisten Bereichen einsatzfähig – vielleicht nicht in schwerer körperlicher Arbeit, aber sehr wohl im Büro, im Lager, in Organisation und Service. Praktikumsmöglichkeiten schaffen Selbstbewusstsein, nehmen Unternehmen die Angst und öffnen Türen. Der Verein übernimmt dabei auch Kosten und begleitet eng.
Zur Ganzheitlichkeit zählt zudem rechtliche Beratung. Wenn Kinder erwachsen werden, stehen Fragen an, die am Anfang selten präsent sind: Schwerbehindertenausweis, Fördermöglichkeiten, Erbrecht bei mehreren Kindern – hier hilft der Verein mit Fachleuten, Wissen und Erfahrung, die über zwei Jahrzehnte gewachsen sind.
Familieninsel Ostfriesland: Ein Projekt für Zusammenführung, Erholung und Sicherheit
Ein Leuchtturmprojekt ist die geplante Familieninsel Ostfriesland am Großen Meer in Südbrookmerland. Hintergrund: Familienorientierte Reha für mehrere Wochen ist großartig, aber mit langen Wartezeiten von einem Jahr und mehr oft zu spät. Nach Operationen kommen Kinder früher nach Hause, teils mit Monitor, Mütter sind in der Klinik, Väter zu Hause – die Belastung steigt, Konflikte sind vorprogrammiert. Die Familieninsel soll schnell helfen: vier bis sechs Wohnungen, finanziert durch Spenden, mit vor Ort abrufbaren Angeboten von Kinderkardiologie bis Psychologie, und mit Infrastruktur für gemeinsame Erlebnisse wie Segeln oder Surfen. Ziel ist die Zusammenführung von Familien, Erholung ohne Hürden und Sicherheit in Reichweite, damit die nächsten Schritte gelingen. Wenn alles läuft, soll zum 20-jährigen Vereinsjubiläum die Grundsteinlegung gefeiert werden – ein starkes Signal für Zukunft und Zusammenhalt.
Warum Spenden entscheidend sind – und was sie bewirken
Vereinsarbeit kostet Zeit, Herz und Geld. Vieles, was Familien brauchen, liegt außerhalb des Kassenkatalogs: Therapien, Hilfsmittel, Nachhilfe, Mobilität, Begegnungen. Der Verein hilft auch in akuter Not, wenn Rechnungen nicht warten, aber das Leben im Krankenhaus jeden Euro bindet. Früher reichte ein Anruf bei Versorgern, heute sind die Wege komplexer – und genau hier fängt Verantwortung an. Rüterjans und Behrends leben den Verein, mit Vorstandssitzungen, Abendstunden im Büro und einem Team, das Rückgrat und Reichweite sichert. Doch jedes neue Mitglied, jede Spende, jede geöffnete Tür in einem Unternehmen ist ein Multiplikator, der Kindergesichter zum Leuchten bringt und Familien atmen lässt. Der größte Wunsch? Nicht Wachstum um jeden Preis, sondern mehr Unterstützung für die, die es brauchen – und neue Familien, die den Weg in die Gemeinschaft finden.
Deine Einladung: Mehr erfahren, mitmachen, vorstellen und werben
Wir von „Trude Kuh“ laden Dich ein, diese berührende und gleichzeitig kraftvolle Geschichte mitzunehmen: Der Niedersächsische Verein Herzkinder Ostfriesland begleitet seit 2007 Familien mit herzkranken Kindern, finanziert dringend benötigte Therapien, schafft soziale Teilhabe mit Projekten wie dem E-Bike für Kinder, stärkt Geschwister durch Nachhilfe, baut Vorurteile bei Arbeitgebern ab, organisiert Sommer- und Weihnachtsfeste für Austausch und Entlastung und treibt mit der Familieninsel Ostfriesland ein einzigartiges Projekt voran, das Familien schnell zusammenführt und sicher begleitet. Wenn Du selbst einen Verein vorstellen möchtest, melde Dich bei uns – wir nehmen Dich mit ins TV-Studio von „Trude Kuh“, denn wir erzielen über 14,5 Mio. Kontakte im Monat und bieten damit starke Sichtbarkeit und echte Werbemöglichkeiten für Unternehmen. Lerne uns kennen über „Trude Kuh“ unter „Trude Kuh“, schau Dir unser Studio an unter TV-Studio von „Trude Kuh“, gib Deinem Verein Stimme und Reichweite mit Verein im Interview vorstellen und entdecke unser Portfolio für Partner unter Werbemöglichkeiten für Unternehmen. Wir von „Trude Kuh“ erzählen Deine Geschichte mit Herz und Haltung – wenn auch Du Deinen Verein sichtbar machen willst oder als Unternehmen die richtige Bühne für Deine Marke suchst, dann lass uns sprechen und gemeinsam Wirkung entfalten.


