Ralf-Henry Focken von RHF Energiekontor zu Gast bei „Trude Kuh“

Wenn der Stromzähler unaufhörlich tickt, die Rechnungen immer dicker werden und der Tarifvertrag aussieht wie ein juristisches Labyrinth, fühlen sich viele Menschen allein gelassen. Energie war früher etwas Selbstverständliches: Stecker in die Dose, Licht an, fertig. Heute ist Energie ein Dschungel aus Paragrafen, Bonusversprechen, Laufzeiten und Kleingedrucktem – und wer sich nur auf bunte Online-Vergleichsportale verlässt, landet schnell in der Kostenfalle. Genau hier setzt einer an, der diesen Dschungel nicht nur kennt, sondern sich darin heimisch fühlt: Ralf-Henry Focken. Mit seinem Unternehmen RHF Energiekontor aus Wiesmoor bringt er Struktur in das Chaos aus Strom-, Gas- und Brennstofftarifen – und war dafür im „Trude Kuh“ TV-Studio bei Redaktionsleiter und Moderator Georg Mahn zu Gast.

Warum der Energiemarkt so unübersichtlich geworden ist

Energie war einmal eine relativ simple Angelegenheit: regionaler Versorger, ein Tarif, fertig. Mit der Liberalisierung des Marktes änderte sich das grundlegend. Seither drängen unzählige Anbieter auf den Markt, die alle mit Super-Duper-Preisen und Bestpreisgarantien locken. Inzwischen, so die Bundesnetzagentur, existieren rund 1400 Stromanbieter in Deutschland – eine Zahl, die auf den ersten Blick nach gesunder Konkurrenz klingt und nach günstigen Preisen für alle. In der Realität sieht es jedoch anders aus.

Focken erklärt im Gespräch, dass Vielfalt nicht automatisch Fairness bedeutet. Die berühmten Klauseln im Kleingedruckten setzen den Grenzen: Jede Region, jede Abnahmemenge, jede Besonderheit im Verbrauch beeinflusst den tatsächlichen Preis. Dazu kommen Bonusmodelle, die den ersten Blick vernebeln: Ein hoher Neukundenbonus lässt die jährlichen Gesamtkosten attraktiv aussehen, doch ohne diesen Bonus wäre der Tarif oft schlicht überteuert.

Viele Endverbraucher und Gewerbetreibende entscheiden daher entweder blind – oder sie verschieben die Entscheidung, weil sie sich überfordert fühlen. Vergleichsportale liefern zwar vermeintlich schnelle Orientierung, zeigen aber selten die ganze Wahrheit. Die Details in den Unterlagen, also Vertragsbedingungen, Preisbestandteile, Preisanpassungsklauseln und Laufzeiten, bleiben für Laien ein Buch mit sieben Siegeln. Genau hier setzt Fockens Rolle als Energiemakler an: Er übersetzt das Fachchinesisch in klare, verständliche Entscheidungen.

Vom Landwirt zum Energiemakler: ein ungewöhnlicher Weg

Ralf-Henry Focken ist kein Berater, der sich seine Zielgruppe theoretisch erarbeitet hat. Er kommt selbst aus der Landwirtschaft und kennt den Alltag von Landwirtinnen und Landwirten aus eigener Erfahrung. Genau deshalb hat er sich auf Gewerbekunden mit starkem Bezug zur Agrarwirtschaft spezialisiert: Molkereien, Obstbaubetriebe, Landmaschinenschlossereien, Landhandel, aber auch andere mittelständische Unternehmen gehören zu seinem Kernklientel.

Sein Weg in die Energiewelt war alles andere als geradlinig. Nach einer bewegenden Vita absolvierte er eine kaufmännische Ausbildung, wechselte den Job und lernte über eine Kollegin jemanden kennen, der bereits in der Energiewirtschaft tätig war. Ein Gespräch führte zum nächsten, ein Besuch folgte, und schließlich stolperte Focken – wie er selbst augenzwinkernd sagt – über Umwege in das Gewerk. Seine Affinität zu Zahlen und Analysen kam ihm dabei zugute, ebenso sein Verständnis für die Bedürfnisse von Betrieben, die mit Energie nicht nur ihre Maschinen, sondern ihre gesamte Wertschöpfung in Gang halten.

Heute ist er Energiemakler für Strom, Gas, fossile Brennstoffe und Diesel, und kennt die Märkte seit 2010. Er beobachtet die Preisentwicklungen, kennt typische Fallstricke und weiß, wie sich Tarife so zuschneiden lassen, dass sie zum individuellen Verbrauchsprofil eines Kunden passen. Gerade für landwirtschaftliche Betriebe ist das wichtig: Wer morgens und abends beim Melken hohe Lastspitzen hat, braucht andere Vertragsmodelle als ein Unternehmen mit konstantem Energiebedarf rund um die Uhr.

Tarife, Fallen und schwarze Schafe: worauf Unternehmen achten sollten

Im Interview schildert Focken ausführlich, woran Unternehmen erkennen, dass sie im falschen Tarif stecken. Der zu hohe Preis am Ende des Jahres ist dabei nur das sichtbarste Symptom. Kritisch sind vor allem Verträge, die in den Zeiten der Energiekrise oder kurz danach abgeschlossen wurden – oft zu extrem hohen Preisen und mit langen Laufzeiten. Focken berichtet von Fällen, in denen Kunden mit Hilfe eines kooperierenden Anwalts aus solchen Verträgen herausgeklagt wurden, weil die Konstruktion weder marktgerecht noch wettbewerbsfähig war.

Ein weiteres Problem sind Anbieter, die vor allem auf schnelle Provisionen aus sind. Verträge werden provisionsorientiert abgeschlossen, ohne Rücksicht darauf, ob sie zum Kunden passen. Genau dagegen positioniert sich Focken mit seinen eigenen Tarifpaketen wie RHF Safe Solo Plus für Gewerbe und entsprechenden Modellen für den Agrarbereich. Diese Pakete sind so aufgebaut, dass er unabhängig von Provisionszahlungen der Energieversorger bleibt. Sein Anspruch ist, dienstleistungsorientiert zu arbeiten, nicht provisionsgetrieben.

Bei der Beschaffung von Energie setzt Focken unter anderem auf Mischmodelle: 40 Prozent Festpreis, 40 Prozent Spotmarkt und PPA-Produkte (Power Purchase Agreements). Damit können Gewerbekunden von unterschiedlichen Marktphasen profitieren. Dabei gilt aber auch hier: Es braucht jemanden, der die Entwicklungen im Blick behält, die Lastgänge der Kunden analysiert und die jeweilige Strategie regelmäßig überprüft.

Seine Arbeitsweise beschreibt Focken so: Zunächst nimmt er Kontakt auf, lässt sich sämtliche Unterlagen schicken – von Jahresabrechnungen über bestehende Verträge bis hin zu Preisanpassungsschreiben. Fehlen Daten, holt er sich per Vollmacht die nötigen Informationen beim Netzbetreiber, etwa Lastgänge von leistungs- oder registrierenden Messkunden. Aus all dem entsteht eine Analyse, auf deren Basis er konkrete Angebote erstellt. Diese bespricht er mit dem Kunden – persönlich vor Ort oder, bei weiter entfernten Betrieben, per Online-Termin, beispielsweise in Österreich.

Wichtig ist ihm dabei, keine falschen Hoffnungen zu wecken. Kampfpreise und Fantasienamen bei Versorgern machen ihn misstrauisch. Wenn der Anbietername nach „Traumenergie“ klingt, stellen sich ihm, wie er sagt, die Nackenhaare auf. Sein Rat: Auf namhafte, verlässliche Versorger setzen und nicht auf den größten Bonus hereinfallen. Er selbst arbeitet bewusst mit ausgewählten Playern zusammen, die mit sauberen Marktpreisen agieren. Diese Auswahl ist Strategie, nicht Einschränkung: Lieber weniger, dafür verlässliche Partner, als maximale Vielfalt mit maximalem Risiko.

Orientierung in Zeiten von CO2-Steuer, Heizungsgesetz und Informationschaos

Die Energiedebatten der letzten Jahre – Stichwort Heizungsgesetz, CO2-Steuer und die politische Dauererregung rund um die Energiewende – haben viele Menschen noch mehr verunsichert. Focken erlebt im Alltag, dass selbst informierte Unternehmerinnen und Unternehmer irgendwann den Überblick verlieren. Die gesetzlichen Grundlagen, etwa rund um CO2-Kosten, wurden teilweise schon 2005 beschlossen, aber wirklich kommuniziert wurde das lange kaum. Nun überschlagen sich die Änderungen, und die Betriebe sollen „mal eben“ in kürzester Zeit reagieren.

Focken sieht das Kernproblem im mangelnden Informationsfluss. Politik und Behörden vermitteln nach seiner Einschätzung zu wenig Orientierung. Sein Ansatz ist daher, die Kunden buchstäblich an die Hand zu nehmen und sie auf dieser Reise durch das Energierecht und die Preiswelt zu begleiten. Dazu gehört auch, auf versteckte Chancen hinzuweisen: So empfiehlt er Gewerbetreibenden dringend, mit ihrem Steuerberater zu sprechen, weil sie sich die Stromsteuer für das Jahr 2024 noch bis Ende des Jahres geltend machen können. Dieser Hinweis ist so etwas wie sein kleines Vorab-Giveaway im Interview – ein konkreter Tipp, der bares Geld wert sein kann.

Mit offenen Karten spielt er auch, wenn es um die Risiken im Markt geht. Es gibt nach seiner Erfahrung zahlreiche schwarze Schafe unter den Energieanbietern. Man müsse nur Anwälte oder Betroffene in Ländern wie Griechenland fragen, um zu hören, welche Probleme manche Versorger bereits verursacht haben. Umso wichtiger sei es, einen persönlichen Ansprechpartner zu haben, der nicht nur Verträge vermittelt, sondern auch im Streitfall an der Seite des Kunden steht. Focken beschreibt sich dabei mit einem Augenzwinkern als den Mann, der dem Versorger „die Hammelbeine langzieht“, wenn dieser sich nicht so verhält, wie es dem Vertrag und dem Kundeninteresse entspricht. Zu diesem Zweck arbeitet er mit spezialisierten Kanzleien zusammen und versteht seinen USP ganz klar: Er ist für den Kunden da, nicht für die Provision.

Deine Chance bei „Trude Kuh“: Verein vorstellen und Werbepotenzial nutzen

Wir von „Trude Kuh“ erleben in solchen Gesprächen mit Gästen wie Ralf-Henry Focken von RHF Energiekontor immer wieder, wie wertvoll ehrliche Einblicke in komplexe Themen sind, und wenn Du jetzt beim Zuschauen oder Lesen merkst, dass Du mit Deinem Verein, Deinem Unternehmen oder Deinem Projekt ebenfalls etwas zu sagen hast, dann laden wir Dich herzlich ein, Kontakt mit uns aufzunehmen. Auf unserer Website „Trude Kuh“ findest Du einen kompakten Überblick darüber, wer wir sind, welche Formate wir produzieren und warum unsere „Möglichmacher“ immer Menschen sind, die Dinge voranbringen – so wie Focken, der im Interview erklärt hat, wie er Unternehmen, landwirtschaftliche Betriebe und Gewerbekunden durch den Tarifdschungel führt, aus teuren Altverträgen heraushilft, Lastgänge analysiert, CO2-Themen einordnet und ganz bewusst auf dienstleistungsorientierte Modelle statt auf Provisionsjagd setzt. Wenn Du selbst einmal mit Deinem Verein oder Deiner Initiative im TV-Studio von „Trude Kuh“ stehen möchtest, um zu zeigen, was Ihr leistet, welche Herausforderungen Ihr meistert oder wie Ihr – ähnlich wie RHF Energiekontor im Energiebereich – Orientierung in Eurem Bereich bietet, kannst Du Dich ganz einfach über unsere Seite Verein im Interview vorstellen melden, und wir prüfen gemeinsam, wie wir Deine Geschichte in ein spannendes TV-Format bringen. Darüber hinaus bist Du bei uns genau richtig, wenn Du als Unternehmer oder Marketingverantwortlicher nach einem starken Umfeld für Deine Botschaft suchst, denn wir erreichen mit unseren Formaten über 14,5 Millionen Kontakte im Monat und bieten damit ideale Werbemöglichkeiten für Unternehmen, die ihre Marke mit hochwertigem Content und glaubwürdigen Geschichten verbinden wollen, sodass Du Deine Zielgruppe dort abholen kannst, wo sie sich wirklich informiert und unterhalten fühlen möchte – kurz gesagt: Wenn Du etwas bewegen, Reichweite aufbauen und Dein Thema im besten Licht präsentieren willst, dann bist Du bei uns im TV-Studio von „Trude Kuh“ genau richtig.