Sigrid Renken und Klaus Renken von Cornea-Help e.V. zu Gast bei „Trude Kuh“

Das Leuchten der Morgensonne, die vertrauten Gesichter der eigenen Kinder oder das farbenfrohe Treiben auf den Straßen: Für die meisten Menschen ist das funktionierende Augenlicht eine unhinterfragte Selbstverständlichkeit. Wenn jedoch die Hornhaut des Auges durch Verletzungen oder schwere Erkrankungen trübt, versinkt diese lebendige Welt schleichend in tiefer Dunkelheit. In vielen westlichen Ländern genügt in solchen Fällen ein hochspezialisierter medizinischer Routineeingriff, um das Sehvermögen vollständig wiederherzustellen. In strukturschwachen Regionen Afrikas hingegen bedeutet eine solche Diagnose häufig das abrupte Ende von Bildung, beruflicher Existenz und gesellschaftlicher Teilhabe, da weder Geld noch Spezialkliniken vor Ort vorhanden sind. Dass ein einzelner menschlicher Funke und eine gehörige Portion ostfriesischer Tatkraft ausreichen, um diese scheinbar unüberwindbare Grenze einzureißen, beweist der Verein Cornea-Help e.V. aus Wiesmoor. Zu Gast im TV-Studio sprachen die Vereinsverantwortlichen über emotionale Schicksale, logistische Meisterleistungen und die unbändige Freude, das verlorene Augenlicht zurückzuschenken, moderiert von Redaktionsleiter Georg Mahn.

Von Monrovia bis Indien: Wie eine Notfunkstation den Grundstein legte

Die bewegende Historie des Vereins nahm ihren Anfang im Jahr 2008 in Westafrika. Klaus Renken war damals beruflich in zahlreichen afrikanischen Krisenregionen unterwegs, um lebenswichtige Notfunkstationen nach Bürgerkriegen aufzubauen und instand zu halten. Vor Ort bemerkte er, dass einer der unverzichtbaren einheimischen Funker namens Josef zunehmend erblindete und seine Arbeit kaum noch bewältigen konnte. Eine Untersuchung auf dem im Hafen von Monrovia liegenden Hospitalschiff der Organisation Mercy Ships brachte schnell die ernüchternde Gewissheit: Josef benötigte dringend eine neue Augenhornhaut, doch ein solcher Eingriff war auf dem gesamten afrikanischen Kontinent damals nicht umsetzbar. Klaus Renken ließ dieser Umstand keine Ruhe. Nach einem wegweisenden Kontakt zur Deutschen Blindenhilfe in Kenia gelang es ihm, eine Spezialklinik in Indien ausfindig zu machen, die sich zu der Operation bereit erklärte. Mithilfe einer großzügigen Kostenübernahme durch den heimischen Lions Club in Wiesmoor reiste Josef nach Indien, wo ihm erfolgreich eine gespendete Hornhaut transplantiert wurde. Auf dem Rückflug fasste Klaus Renken den lebensverändernden Entschluss, genau dafür eine Hilfsorganisation zu gründen. Zwar riet ihm seine Ehefrau Sigrid Renken mit Blick auf den immensen bürokratischen und organisatorischen Aufwand zunächst scherzhaft ab, doch der gemeinsame Entdeckergeist siegte und legte das Fundament für eine beispiellose Erfolgsgeschichte.

Präzisionsarbeit zwischen US-Augenbanken und afrikanischen OP-Sälen

Aus dem anfänglichen Einzelfall entwickelte sich rasch ein professionelles Netzwerk, das bis heute 304 Menschen das Augenlicht gerettet hat. Die medizinische Realität dahinter ist von komplexer Logistik und feinster handwerklicher Präzision geprägt. Da Spendergewebe strengen Qualitätskriterien unterliegt und stets exakt auf die individuellen Anforderungen der Augenärzte abgestimmt werden muss, kooperiert der Verein eng mit einer spezialisierten Agentur in den USA, die Zugriff auf mehr als 30 dortige Augenbanken hat. Per temperaturgeführtem Expressversand gelangen die Transplantate in Spezialbehältern nach Afrika. Der Eingriff selbst ist eine fast blutlose Millimeterarbeit, bei der das Spendergewebe mit 18 mikroskopisch feinen Stichen fixiert wird. Rund zweitausend Dollar fallen insgesamt pro Patient an, inklusive der Kosten für das Gewebe, den Operateur sowie die intensive, mindestens ein Jahr dauernde Nachsorge mit speziellen Augentropfen. Für die mittellosen Betroffenen, die vor Verzweiflung nicht selten den Gang zu traditionellen Heilern wagen und deren Zustand sich durch ungeeignete Pflanzenauflagen oft noch verschlimmert, übernimmt Cornea-Help e.V. sämtliche Kosten. Wenn am Tag nach der Operation im Beisein des ostfriesischen Ehepaars die Augenklappen fallen und die Patienten zum ersten Mal wieder klar sehen können, fließen regelmäßig Tränen der puren Erleichterung und Dankbarkeit.

Starkes Ehrenamt mit Weitblick für nachhaltige Synergien

Mittlerweile zählt die Gemeinschaft knapp über einhundert engagierte Mitglieder. Klaus Renken, der in afrikanischen Kliniken von dankbaren Patienten und diplomatischen Vertretern respektvoll als Doktor Klaus betitelt wird, denkt trotz unermüdlicher Leidenschaft auch an die Zukunft des Lebenswerks. Um die zeitintensive Betreuung der Online-Auftritte, die Administration und das über vier Jahrzehnte aufgebaute Netzwerk langfristig abzusichern, wünscht sich der Vorstand tatkräftige Verstärkung durch jüngere Ehrenamtliche. Ebenso steht Cornea-Help e.V. Kooperationen mit größeren Hilfsorganisationen offen gegenüber, um wertvolle Synergien zu schaffen und künftig noch mehr erblindeten Menschen eine zweite Chance auf ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Frei nach dem Motto, dass es nichts Gutes gibt, außer man tut es, setzt das Team aus Ostfriesland Tag für Tag alles daran, Licht in die dunkelsten Ecken der Welt zu tragen.

Großes Engagement sichtbar machen bei „Trude Kuh“

Wir von „Trude Kuh“ sind immer wieder tief beeindruckt, welche herausragenden Initiativen durch couragierte Menschen wie Sigrid und Klaus Renken entstehen, die mit Cornea-Help e.V. mittellosen Menschen in Afrika durch Hornhauttransplantationen ihr Augenlicht zurückgeben. Wenn auch Du Dich in einem gemeinnützigen Projekt engagierst, ein bewegendes Anliegen vertrittst oder Deinen Verein im Interview vorstellen möchtest, bieten wir Dir die ideale Bühne dafür. Besuche uns einfach direkt im modernen TV-Studio von „Trude Kuh“, damit wir Deine Geschichte einem breiten Publikum näherbringen können. Mit über 14,5 Millionen Kontakten im Monat erreichen wir eine enorme Zuschauerschaft und bieten zugleich exzellente Werbemöglichkeiten für Unternehmen, die regionale Sichtbarkeit und reichweitenstarke Markenpräsenz schätzen. Schau gerne auf unserer offiziellen Plattform „Trude Kuh“ vorbei, nimm Kontakt mit uns auf und lass uns gemeinsam spannende Themen ins Rampenlicht rücken.