Es beginnt mit einem leisen Klicken am Supermarktregal, wenn die Hand nicht zur Lieblingsmarke greift, sondern zur günstigsten Dose. Es setzt sich fort im Portemonnaie, das sich zu schnell leert, und mündet in einer Frage, die weh tut: Reicht es noch für das Tierfutter? Wer hier zögert, fühlt oft Scham, und doch ist genau diese Zäsur für viele Haustierhalterinnen und -halter Realität. In Ostfriesland, genauer in Ostrhauderfehn, sind Menschen unterwegs, die diese Scham entkräften wollen – mit Futter, mit Ohr und Organisation. Die erste Vorsitzende Silke van Rüschen und Kassenwart sowie dritter Vorsitzender Jörg van Rüschen von Fehnlicht Futterausgabe erzählen im Gespräch davon, wie Hilfe konkret wird, wenn die Not plötzlich leise im Alltag sitzt. Moderator des Gesprächs in den Studios von „Trude Kuh“ ist Redaktionsleiter Georg Mahn.
Wenn Hilfe leise und mobil wird
Fehnlicht Futterausgabe arbeitet dort, wo der Alltag eng wird: am Telefon, an der Haustür, am Kofferraum. Der Verein hat keine festen Ausgabezeiten; wer in Bedrängnis gerät, darf anrufen, wenn es wirklich eng wird. Diese Flexibilität hat einen klaren Grund: Würde schützen. Niemand soll von außen sehen, ob jemand bringt oder holt. Das Team hat sein Fahrzeug so gepackt, dass schnelle Hilfe möglich ist: Katzen- und Hundefutter, Streu, Transportboxen – sogar für die unvorhergesehenen Momente, wenn eine Katze verletzt am Straßenrand liegt.
Der Bedarf ist da, und er schwankt. Manche melden sich alle drei bis vier Wochen, andere nur einmal, bis der Job zurück ist oder die Rente wieder reicht. Wer langfristig Hilfe braucht, muss seine Bedürftigkeit belegen – nicht, um Hürden aufzubauen, sondern weil ein Verein Satzungen und Gewissen hat. Die erste Not wird immer gelindert, doch für regelmäßige Unterstützung braucht es Nachweise. Vertrauen ist dafür der Schlüssel, sagen Silke und Jörg, und Vertrauen entsteht, wenn Hilfe nicht beschämt, sondern stärkt.
Schicksale, Statuten und die stille Grenze
Wer zu Fehnlicht Futterausgabe kommt, erzählt oft – oder gar nicht. Manche mögen sich nicht „nackig machen“, wie Silke es nennt, andere teilen ihre Geschichte in Fragmenten: Krankheit, Jobverlust, teurere Wohnung, gekürzte Rente, ein Partner, der fehlt. Das Leben, eben. Die Helfenden lernen, zwischen den Zeilen zu lesen. Sie wissen auch: Am Ende entscheidet häufig das Geld, ob aus Mitgefühl konkrete Hilfe wird. Acht Katzen zur Kastration können für einen kleinen Verein Summen bedeuten, die er allein nicht stemmen kann.
Fehnlicht Futterausgabe versucht, die Lücken zu schließen, die entstehen, wenn Tiere in Not geraten und die Besitzerinnen und Besitzer nicht mehr weiterwissen. Tierarztkosten für Floh- und Wurmkur, Futter, Streu – die Kette der Folgekosten endet nie. Gleichzeitig bleibt der Anspruch, die Würde der Menschen zu wahren und die Tiere sicher zu versorgen. Deshalb ist das Team auch in der Erstversorgung aktiv: Lebendfallen, Wildkamera, Zusammenarbeit mit Tierheimen und Gemeinden für Streunerkatzen – Hilfe dort, wo sie gebraucht wird, ohne Grenzen zu überschreiten.
Von Molly, Piet und der Realität zwischen Flohmarkt und Tierarzt
Geschichten geben Zahlen ein Gesicht. Da ist Molly, die wohl ein „Entscheidungsopfer“ wurde und mit zehn Jahren zu Fehnlicht Futterausgabe kam. Silke wollte sie eigentlich vermitteln und hielt emotional Abstand – ein halbes Jahr lang. Doch manchmal entscheidet das Leben anders: Molly blieb. „Pflegestellenversager“, sagt Silke mit einem Lächeln, das rührt und zeigt, wie nah Hilfe am Herzen stattfindet. Da ist Piet, und da ist selbst eine Ratte, für die zum Abschied 56 Euro beim Tierarzt bezahlt werden. „Hau mit der Schippe drauf“ – solche Sätze prallen ab, wenn Verantwortung nicht trennt zwischen Klischee und Kreatur.
Öffentlichkeitsarbeit ist für Fehnlicht Futterausgabe kein Beiwerk, sondern Lebensader. Stände auf Märkten, Gespräche mit Passanten, Präsenz zeigen, um Spenden und neue Mitglieder zu gewinnen – all das sichert, dass Hilfe nicht auf halber Strecke stehen bleibt. Als Silke mit Beinbruch ausfiel, lag vieles brach. Nun ist sie zurück, und die Wintermärkte rücken näher. Sichtbar sein heißt hier: handlungsfähig bleiben.
Drei Baustellen, ein Auto und die Frage nach dem „Wie“
Futter fliegt nicht in Tonnen vom Himmel. Große Produzenten unterstützen selten großzügig, sagen Silke und Jörg offen. Also kauft der Verein vieles selbst – aus Spenden, die kommen, wenn die Öffentlichkeit zuhört. Parallel stemmen sie laufende Kosten: Versicherungen, Material, vor allem das Vereinsfahrzeug. Neulich qualmte es, zuerst hieß es „nur“ Glühkerzen, dann wurden es die Injektoren – 1.700 Euro. Der TÜV steht ohnehin an. Ohne Auto keine Mobilität, ohne Mobilität keine Hilfe.
Aus all dem kristallisieren sich drei größte Baustellen: mobil bleiben, Tierarztkosten abfedern, Futter sichern. Wer schrauben kann und Zeit spendet, hilft ebenso wie jemand, der Futter in den Kofferraum stellt oder die Praxisrechnung mitträgt. Das sind die Stellschrauben, an denen Solidarität greifbar wird.
Zwischen „Nein“ und Nachtschicht im Kopf
Hilfe hat Grenzen, besonders, wenn ein kleines Team viel auffängt. Ja, sagt Silke, es gibt Momente, in denen sie „Nein“ sagen müssen. Diese Neins tun weh, so sehr, dass die Nacht unruhig wird und der Kopf weiter nach Lösungen sucht. Dann fühlt sich Fundraising an wie Betteln – „wie mit der Dose auf der Straße“ – und doch ist genau diese Offenheit ehrlich. Jörg blickt derweil als Kassenwart auf die Zahlen und wünscht sich, dass staatliche Unterstützung leichter zugänglich wäre. Während Anträge dauern, müssen Menschen und Tiere versorgt werden. Also spart der Verein, rechnet, verschiebt, priorisiert. Ziel bleibt, so vielen wie möglich zu helfen – zuverlässig, respektvoll, schnell.
Einladung, Überblick und echte Chancen: So machst Du mit
Wir von „Trude Kuh“ haben in unserem TV-Studio die engagierte Arbeit von Fehnlicht Futterausgabe aus Ostrhauderfehn erlebbar gemacht: Tiere, die eine zweite Chance bekommen, Menschen, die sich trauen, Hilfe anzunehmen, ein Team, das mobil, diskret und pragmatisch unterstützt – mit Futter, Tierarztzuschüssen und beherzter Ersthilfe bei Streunern, organisiert von der ersten Vorsitzenden Silke van Rüschen und Kassenwart Jörg van Rüschen. Wenn Du einen Verein leitest oder Teil einer Initiative bist und Deine Geschichte ebenfalls im TV-Studio von „Trude Kuh“ erzählen möchtest, melde Dich gern bei uns – wir sind für Dich da. Wir von „Trude Kuh“ erreichen über 14,5 Mio. Kontakte im Monat und bieten damit starke Werbemöglichkeiten für Unternehmen, die ihre Marke sichtbar machen wollen, ohne Umwege und mitten in die Zielgruppen hinein. Wenn Du mehr über uns erfahren willst, schau auf unserer Seite vorbei und entdecke, was wir gemeinsam bewegen können: Von der Vorstellung Deines Vereins über eine emotionale Story im TV-Format bis hin zu passgenauen Kampagnen für Deine Marke – wir unterstützen Dich mit Bühne, Reichweite und professioneller Produktion. Du findest alle Infos rund um „Trude Kuh“, Einblicke in unser „Trude Kuh“ Programm und die Möglichkeiten, direkt im TV-Studio von „Trude Kuh“ mitzuwirken. Wenn Du Deinen Verein im Interview vorstellen möchtest, machen wir den Termin unkompliziert klar, bereiten gemeinsam Inhalte vor und kümmern uns um die Produktion. Und falls Du als Unternehmen nach starker Sichtbarkeit suchst, zeigen wir Dir gern unsere Werbemöglichkeiten für Unternehmen – von Spot bis Sponsoring, von Social bis Studio – damit Deine Botschaft dort ankommt, wo sie wirken soll. Schreib uns, ruf uns an, komm vorbei – wir freuen uns auf Deine Geschichte und auf Partnerschaften, die Reichweite in Wirkung verwandeln.


