Simon Batta von Jugendcoaching e.V. zu Gast bei „Trude Kuh“

Ein einziger Moment kann ein ganzes Leben verändern. Eine falsche Entscheidung, ein schwieriges Umfeld oder das Gefühl, keine Perspektive zu haben – oft sind es diese unscheinbaren Weggabelungen, die junge Menschen auf Pfade führen, von denen eine Rückkehr fast unmöglich scheint. Doch genau dort, wo viele wegsehen, beginnt die Arbeit von Menschen, die zuhören, Vertrauen aufbauen und Jugendlichen zeigen, dass ihre Geschichte noch lange nicht zu Ende geschrieben ist. Hinter auffälligem Verhalten oder persönlichen Krisen verbergen sich oft junge Seelen, die nach Orientierung suchen und jemanden brauchen, der ihnen eine Hand reicht. Einer dieser Menschen ist Simon Batta vom Verein Jugendcoaching in Königswinter. Seine eigene, bewegte Lebensgeschichte ist der Motor für seine Mission, anderen jungen Menschen zu helfen. Über diesen Weg und die wertvolle Arbeit seines Vereins sprach er nun ausführlich im Interview mit Redaktionsleiter Georg Mahn in den TV-Studios von „Trude Kuh“.

Vom gefallenen Jungen zum Hoffnungsträger

Die persönliche Reise von Simon Batta begann früh und war alles andere als geradlinig. Bereits im Alter von acht Jahren fühlte er sich in seiner eigenen Familie ungeliebt und unsichtbar. Er suchte nach Liebe und Anerkennung auf der Straße und fand sie auf die falsche Weise: durch Straftaten, die erste Zigarette und Alkohol. Erschreckenderweise wurde sein Alkoholkonsum nach der Trennung seiner Eltern von seinem eigenen Vater gefördert, der ihm so Zeit und vermeintliche Zuwendung schenkte. Mit neun Jahren wurde Batta so in eine Spirale aus Kriminalität und Sucht gezogen. Er stahl auf Bestellung für seinen Vater und finanzierte damit seinen wachsenden Drogenkonsum. Sein erklärtes Ziel war es, Berufskrimineller zu werden, da er für sich keine andere Perspektive mehr sah. Mit 17 Jahren landete er schließlich im Gefängnis, ein Tiefpunkt, der jedoch auch einen Wendepunkt markierte. In einem anschließenden Bootcamp im Sauerland traf er erstmals auf Betreuer, die selbst ähnliche Erfahrungen mit Drogen und Gewalt gemacht hatten. Hier konnte er sich zum ersten Mal öffnen und verstehen, in welcher Lage er sich befand.

Der steinige Weg zurück ins Leben

Nach dem Bootcamp schien es zunächst bergauf zu gehen. Batta fand einen Job und führte ein scheinbar gefestigtes Leben. Doch der Rucksack seiner Vergangenheit, gefüllt mit unverarbeiteten Traumata, war noch immer auf seinen Schultern. Ein Schicksalsschlag, der Jobverlust, ließ ihn erneut straucheln. Er rutschte in eine schwere Depression und zurück in den Drogenkonsum. Völlig am Ende und ohne Mittel, seine Sucht zu finanzieren, sah er nur noch einen Ausweg: den Suizid. In einem Akt der Verzweiflung fuhr er mit seinem Auto gegen einen Baum. Wie durch ein Wunder überlebte er den Unfall und wachte danach mit einer neuen Erkenntnis auf. Zum ersten Mal in seinem Leben holte er sich aus eigenem Antrieb Hilfe. Dieser entscheidende Schritt, die Verantwortung für sich selbst zu übernehmen, markierte den Beginn seiner Heilung. Seit dem 22. Juli 2016, also seit nunmehr zehn Jahren, ist Simon Batta clean. Aus seinen schmerzhaften Erfahrungen schöpfte er die Motivation, anderen zu helfen, und gründete 2019 den Verein Jugendcoaching.

Individuelle Hilfe statt Gießkannenprinzip

Die Arbeit des Vereins Jugendcoaching basiert auf Battas eigener Erkenntnis: Standardisierte Methoden helfen nicht jedem. Viele Jugendhilfeeinrichtungen arbeiten nach dem Gießkannenprinzip, doch junge Menschen spüren schnell, wenn ein Konzept nicht zu ihnen passt. Batta setzt daher auf individuelle Betreuung. Sein Ansatz ist es, das Gegenüber erst einmal kennenzulernen und dessen tatsächliche Bedürfnisse zu verstehen. Etwa 70 bis 80 Prozent der Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 14 und 23 Jahren, die zum Verein kommen, haben einen Hintergrund mit Sucht- oder Kriminalitätserfahrungen. Wenn Simon Batta ihnen seine eigene Geschichte erzählt, bricht er das Eis. Seine entwaffnende Offenheit nimmt den Klienten die Scham und die Angst, bewertet zu werden. Es entsteht eine Vertrauensbasis auf Augenhöhe, weil sie spüren: Dieser Mann weiß wirklich, wie es sich anfühlt, ganz unten zu sein. Der Verein bietet neben Coachings auch Präventionsarbeit und erlebnispädagogische Angebote. Um die Arbeit weiter zu professionalisieren, wird derzeit eine alte Scheune ausgebaut, um beheizte Beratungs- und neue Fitnessräume zu schaffen, wofür der Verein auf Spenden angewiesen ist.

Wie auch Du Teil unserer Community werden kannst

Das eindrucksvolle Gespräch mit Simon Batta zeigt, wie aus tiefsten Krisen neue Stärke erwachsen kann und wie wichtig Engagement für junge Menschen ist. Wir von „Trude Kuh“ finden solche Geschichten inspirierend und möchten ihnen eine Bühne geben. Das Interview hat deutlich gemacht, dass der Verein Jugendcoaching e.V. jungen Menschen hilft, wieder Vertrauen in sich und ihre Zukunft zu fassen, indem er individuelle Wege aus der Krise aufzeigt. Wenn auch Du einen Verein oder eine Organisation vertrittst, die eine solche wertvolle Arbeit leistet, dann melde Dich bei uns! Stellt Euren Verein im Interview vorstellen und nutzt unsere Reichweite, um Eure Botschaft zu verbreiten. Wir bieten Euch die Möglichkeit, Euer Projekt in unserem modernen TV-Studio von „Trude Kuh“ einem breiten Publikum zu präsentieren. Unser Portal „Trude Kuh“ erreicht über 14,5 Millionen Kontakte im Monat – eine enorme Chance, auf Euer Anliegen aufmerksam zu machen und Unterstützung zu finden. Aber nicht nur Vereine sind bei uns an der richtigen Adresse. Diese Reichweite bietet auch für Firmen ein gewaltiges Potenzial. Wenn Du für Dein Unternehmen wirksame und sympathische Werbung schalten möchtest, informiere Dich über unsere vielfältigen Werbemöglichkeiten für Unternehmen. Ob als Verein, der Gutes tut, oder als Unternehmen, das eine große Zielgruppe erreichen will – werdet Teil unserer wachsenden Community. Wir freuen uns darauf, von Dir zu hören und gemeinsam etwas zu bewegen.