Ulrike Söntgen und Thomas Jasinski von Tapfere Pfoten e.V., Hilfe für Hunde in Not zu Gast bei „Trude Kuh“

Ein Hund, der ausgelassen über eine Wiese rennt, dem Ball hinterherjagt, der Schwanz ein fröhlich wedelnder Propeller. Zu Hause wartet ein weiches Körbchen, eine streichelnde Hand und die beruhigende Gewissheit, geliebt zu werden. Für viele Vierbeiner ist dieses Bild der Inbegriff von Glück, doch für unzählige andere bleibt es ein unerreichbarer Traum. Sie leben auf der Straße, geplagt von Hunger, Krankheit und Einsamkeit, jeden Tag ein unerbittlicher Kampf ums Überleben. Genau hier, wo die Hoffnung schwindet, braucht es Menschen, die nicht wegschauen. Menschen, die ihre Herzen und Hände öffnen, um diesen Tieren eine zweite Chance zu schenken. Dieser noblen Aufgabe hat sich der Verein Tapfere Pfoten e.V. aus Hohenfels in der Vulkaneifel verschrieben. Mit unermüdlichem Einsatz retten sie Hunde aus dem bulgarischen Ausland, versorgen sie medizinisch und suchen ein liebevolles Für-immer-Zuhause. Über diese emotionale und herausfordernde Arbeit sprach Redaktionsleiter Georg Mahn in den TV-Studios von „Trude Kuh“ mit Ulrike Söntgen, der zweiten Vorsitzenden, und dem Kassenwart Thomas Jasinski.

Von der Straße ins sichere Shelter: Der harte Alltag im Tierschutz

Die Zustände, unter denen die Hunde in Bulgarien gefunden werden, sind oft herzzerreißend. Wie Ulrike Söntgen im Gespräch schildert, ist der Tierschutz dort nicht mit den deutschen Standards vergleichbar. Viele der rund 300 Tiere, die im Vereinsshelter in Pomorie auf ihre Vermittlung warten, kommen in einem erbärmlichen Zustand an. „Sie sind sehr viel und sehr oft krank, sind ausgehungert, nicht sozialisiert, kennen nichts und müssen erstmal durch uns gepäppelt werden“, erklärt sie. Dieses Aufpäppeln ist eine der wichtigsten Aufgaben und eine, die den Helfern besonders ans Herz geht. Thomas Jasinski, der durch seine eigene Tierschutzhündin Odilia im Jahr 2023 zum Verein kam, beschreibt die Verwandlung als zutiefst erfüllend. Zu sehen, wie ein gequälter Straßenhund nach medizinischer Behandlung aufblüht und wieder unbeschwert sein kann, zaubere den Helfern „glückliche Augen“. Für ihn war es eine bewusste Entscheidung, nicht nur dem eigenen Hund ein schönes Zuhause zu geben, sondern sich aktiv für das Wohl vieler anderer einzusetzen. Auch für Ulrike Söntgen ist die Arbeit mehr als nur ein Ehrenamt; sie ist eine persönliche Erfüllung. „Jedes Tier, was wir retten, das ist auch immer so ein Pünktchen im Herzen, was wieder einen strahlen lässt“, sagt sie sichtlich bewegt.

Ein Wandel im Denken: Die Früchte jahrelanger Aufklärungsarbeit

Die Arbeit des Vereins beschränkt sich nicht nur auf die reine Rettung und Versorgung der Tiere. Ein ebenso wichtiger Pfeiler ist die Öffentlichkeits- und Aufklärungsarbeit vor Ort in Bulgarien. Als der Verein vor einigen Jahren seine Tätigkeit aufnahm, war Tierschutz in der Region noch verpönt und das Shelter kaum bekannt. Heute, viele Jahre später, hat sich das Blatt gewendet. „Heute kommen die Leute und bringen uns Hunde oder weisen uns drauf hin, da ist jemand, rettet den“, berichtet Ulrike Söntgen stolz. Dieser Wandel im Denken der lokalen Bevölkerung sei ein riesengroßer Erfolg. Thomas Jasinski ergänzt, dass Hunde dort oft immer noch als Ware und nicht als Haustiere betrachtet werden. Doch der Fortschritt, dass die Menschen nun Hilfe suchen, anstatt die Tiere ihrem Schicksal zu überlassen, ist ein entscheidender Schritt. Auch in Deutschland stößt der Verein auf geteilte Reaktionen. Während viele die Arbeit bewundern, stellen andere die Frage, warum man sich im Ausland engagiere, wenn es auch in Deutschland Not gibt. Ulrike Söntgens Antwort darauf ist klar und bestimmt: „Die Hunde dort in Bulgarien haben nur unsere Stimme und nicht sonst niemand.“ Diese Verantwortung treibt die Helfer an, auch wenn die Konfrontation mit dem Leid der Tiere immer wieder an die Substanz geht.

Der Weg ins neue Glück: Ein Zuhause für immer

Wenn ein Hund im Shelter in Pomorie aufgepäppelt und medizinisch versorgt ist, beginnt der nächste entscheidende Schritt: die Vermittlung. Über die Vereins-Homepage und soziale Medien werden die Tiere mit Fotos und Beschreibungen vorgestellt. Interessenten können sich dann bewerben und werden einem gründlichen Prüfprozess unterzogen. Thomas Jasinski betont die Wichtigkeit dieses Schrittes: „Es sind immer noch Lebewesen, die wir vermitteln, Lebewesen, die 14, 15 Jahre einen begleiten.“ Man müsse sicherstellen, dass der Hund zum neuen Zuhause passt, damit er für immer in seiner Familie bleiben kann. Doch trotz aller Sorgfalt kommt es vor, dass eine Vermittlung nicht funktioniert. In solchen Fällen steht der Verein den Familien beratend zur Seite oder sucht nach einer Notpflegestelle. Solche Pflegestellen, die bundesweit dringend gesucht werden, sind eine unschätzbare Hilfe, da sie den Hunden den Übergang ins neue Leben erleichtern. Die emotionalsten Momente sind jedoch die, wenn die Hunde nach ihrer Reise in Deutschland ankommen und an ihre neuen Familien übergeben werden. „Das sind schon die Highlights des Monats, wenn man die Hunde aus dem Transporter holen kann, an die Familien übergeben kann, die Tränchen fließen und wir uns freuen“, schwärmt Thomas Jasinski. Diese Momente geben die nötige Energie und Motivation, um weiterzumachen.

Werde Teil unserer Gemeinschaft und mache einen Unterschied

Wir von „Trude Kuh“ sind immer wieder tief beeindruckt von dem Engagement, das Menschen wie Ulrike Söntgen und Thomas Jasinski für eine bessere Welt aufbringen. Das Gespräch mit den Vertretern von Tapfere Pfoten e.V. hat uns einmal mehr gezeigt, wie viel Herzblut und Leidenschaft in der ehrenamtlichen Arbeit steckt und wie jeder einzelne Beitrag, ob groß oder klein, Leben verändern kann. Die Rettung, Pflege und Vermittlung von Hunden aus dem Ausland ist eine gewaltige Aufgabe, die nicht nur unermüdlichen persönlichen Einsatz, sondern auch erhebliche finanzielle Mittel erfordert. Allein die Tierarztkosten belaufen sich auf rund 150.000 Euro pro Jahr. Wenn auch Du von dieser wichtigen Arbeit berührt bist und den Verein unterstützen möchtest, sei es durch eine Spende, die Übernahme einer Pflegestelle oder vielleicht sogar durch die Adoption eines Hundes, findest Du alle Informationen auf der Webseite des Vereins. Vielleicht möchtest auch Du Deinen Verein oder Dein Projekt einem großen Publikum vorstellen? Dann bist Du bei uns genau richtig. Melde Dich bei uns, wenn Du Deinen Verein im Interview vorstellen möchtest, direkt hier bei uns im professionellen TV-Studio von „Trude Kuh“. Unsere Plattform, „Trude Kuh“, erreicht über 14,5 Millionen Kontakte im Monat und bietet damit eine fantastische Bühne für gute Zwecke. Diese Reichweite ist natürlich auch für Unternehmen hochinteressant. Wir bieten vielfältige Werbemöglichkeiten für Unternehmen, um Deine Botschaft zielgerichtet und sympathisch zu platzieren. Sprich uns einfach an und lass uns gemeinsam schauen, wie wir Deine Geschichte erzählen oder Dein Unternehmen ins Rampenlicht rücken können.