Gabriele Lenkeit von Katzenhaus Gnoien zu Gast bei „Trude Kuh“

Es beginnt mit einem vertrauten Bild: das sanfte Schnurren am Abend, die neugierigen Augen in der Küche am Morgen, die tapsigen Pfoten, die einem Faden nachjagen. Doch hinter dieser warmen Alltagsidylle liegt eine andere Wirklichkeit – eine, in der Katzen ohne Zuhause in Kleingartensiedlungen auftauchen, abmagern, krank werden und oft übersehen bleiben. Genau dort setzt die Arbeit des Vereins Katzenhaus Gnoien an. In den Studios von „Trude Kuh“ erzählt die erste Vorsitzende Gabriele Lenkeit von jenen Tieren, die niemand mehr sieht, und von einem Team, das sie zurück ins Leben holt. Moderiert wurde das Gespräch von Redaktionsleiter Georg Mahn.

Wenn die Idylle brüchig wird: Streunerkatzen zwischen Kleingarten und kalter Realität

Im Landkreis Rostock, rund um das Kleingartengebiet an der Warbel, hat Katzenhaus Gnoien einen Ort geschaffen, an dem Hilfe mehr ist als ein Versprechen. Dort wird gefüttert, gepflegt, kastriert, gechippt und medizinisch versorgt. Viele der Tiere waren einmal zuhause – später landeten sie draußen, tauchten in Anlagen auf, verschwanden, kamen ein anderes Mal gezeichnet von Hunger und Parasiten wieder. Manche sind scheu, andere suchen trotz allem Nähe. Für das Team um Gabriele Lenkeit ist klar: Wegsehen ist keine Option.

Besonders in Kleingartenanlagen zeigt sich das Problem strukturell. Menschen verbringen den Sommer mit Hühnern, Hund, Katze. Im Herbst gehen Hund und Menschen heim, die Hühner werden geschlachtet – die Katze bleibt zurück, soll Mäuse fangen und „irgendwie durchkommen“. Oft klappt das nicht. Was bleibt, sind Tiere in Not und Ehrenamtliche, die einspringen.

Alltag zwischen Futterstellen und Krankenstation: Wie Katzenhaus GNOIEN arbeitet

Der Tag im Verein beginnt früh. Erst werden Futterstellen abgefahren – die Katzen kennen längst das Auto und kommen aus Büschen und Verschlägen, wenn die vertrauten Schritte näherkommen. Danach geht es ins Katzenhaus: füttern, putzen, behandeln. Eine eigene Krankenstation fängt vieles ab – von Parasiten über Verletzungen bis zu Brüchen. Ein gebrochenes Bein ist dort kein Grund zum Aufgeben, sondern ein Fall für Tierärztinnen und Tierärzte, für Verbände, Zeit, Geduld. Die Tierarztkosten sind durch Gebührenerhöhungen deutlich gestiegen, und neben Futter sind genau diese Ausgaben die größten Posten, die Spenden notwendig machen.

Insgesamt betreut Katzenhaus GNOIEN durch das Haus und Patenschaften hinweg rund 40 bis 100 Tiere gleichzeitig. Dabei kommen die Fälle aus allen Richtungen: Meldungen von Passanten, Hinweise aus Ordnungsämtern, Funde an Straßen, Beiträge in sozialen Medien. Manchmal lässt sich ein Besitzer über eine Chipnummer finden – häufig aber bleibt das Tier in der Obhut des Vereins, bis es wieder gesund ist und eine neue Chance bekommt.

Zwischen Trauma und Vertrauen: Was die Tiere emotional tragen

Nicht jede Katze, die zurückgelassen wurde, findet emotional schnell zurück in ein normales Leben. Manche lassen sich „wieder hinbiegen“, wie Gabriele Lenkeit pragmatisch und zugleich einfühlsam beschreibt; andere behalten Narben, die länger bleiben. Wer draußen auf den Menschen wartet, der nie wiederkommt, erlebt eine Form des Verlusts, die sich ins Verhalten einschreibt. Wird ein Tier außerdem verjagt, verletzt oder verängstigt, wird aus dem Alarm ein Dauerzustand. Hier greift die stille, geduldige Arbeit: geregelte Abläufe, verlässliche Fütterung, behutsame Nähe, ein sicherer Rückzugsort. So kann Vertrauen wachsen.

Vermittlung mit Verantwortung: Warum Zeit hier der Schlüssel ist

Katzenhaus GNOIEN vermittelt – aber nicht um jeden Preis und nie als Spontanentscheidung. Interessenten lernen die Katze kennen, der Verein lernt die Menschen kennen, es gibt mehrere Besuche, eine Vorkontrolle zuhause und viel Beratung. Denn eine Katze kann bis zu zwei Jahrzehnte Teil der Familie sein – das muss passen. Schwerer vermittelbar sind Tiere mit chronischen Krankheiten, hohem Alter oder sichtbaren Einschränkungen. Für diese Fälle bietet der Verein Patenschaften an: Wer keine Katze aufnehmen kann, unterstützt so gezielt ein Tier bei Futter und Tierarztkosten. Das ist konkrete Hilfe, die spürbar ankommt.

Ehrenamt als Rückgrat – und die Sache mit dem Druck

Wer im Tierschutz arbeitet, tut das meist freiwillig – mit Freizeit, Privatwagen, eigenem Geld. Gleichzeitig gibt es Situationen, in denen Helferinnen und Helfer unter Druck gesetzt werden: „Holt die Katze ab, sonst entsorgen wir sie.“ In solchen Momenten braucht es klare Haltung und einen langen Atem. Katzenhaus GNOIEN hilft, wo es möglich ist – doch wenn Kapazitäten fehlen, muss gemeinsam nach Alternativen gesucht werden. Wer ein Tier nicht mehr halten kann, darf es nicht aussetzen. Es gibt Tierheime, Tierschutzvereine, Veterinärämter – immer Wege, die der Verantwortung gerecht werden.

Sichtbar werden: Sommerfest, Publikum, Akzeptanz

Sichtbarkeit ist für einen Verein mehr als ein Imagefaktor: Sie befriedet Konflikte, schafft Vertrauen und öffnet Türen. Das Sommerfest – in diesem Jahr im strömenden Regen – zeigte Katzen, Menschen und Aufgaben so, wie sie sind. „Kastriert, gesund, gut genährt, parasitenfrei“ – diese Stichworte sind für Gabriele Lenkeit nicht nur ein Qualitätsversprechen, sondern eine Einladung an die Nachbarschaft, hinzusehen und mitzumachen. Helfen heißt hier oft: Katzenklos reinigen, Zimmer putzen, Fahrten zum Tierarzt – weniger Streicheln, mehr Verantwortung. Wer bleibt, weiß das und wächst daran.

Kreative Fundraising-Ideen: Ein Kalender voller Freundschaften

Neben Spenden setzt Katzenhaus Gnoien auf charmante Aktionen. Besonders beliebt: der Vereinskalender. Das aktuelle Motivthema „Katzenfreundschaften“ zeigt Paare und Gruppen, die sich im Katzenhaus gefunden haben – Momente von Zuneigung und Ruhe, die ohne Hilfe nie möglich gewesen wären. Der Kalender kostet 10 Euro, das Porto ist gesponsert. Bestellt wird unkompliziert per Überweisung oder PayPal – mit dem Verwendungszweck „Ein Kalender, 10 Euro“. Eine kleine Geste, die Großes bewirken kann.

Haltung und Hoffnung: Was sich der Verein wünscht

Am Ende steht ein einfacher Wunsch: mehr Freundlichkeit gegenüber Tieren – und zwar gegenüber allen. Dazu viele gute Zuhause für die Schützlinge und Gesundheit für die, die bleiben. Realistisch betrachtet bedeutet das: verlässliche Spenden, engagierte Ehrenamtliche, faire Zusammenarbeit mit Behörden, Tierärztinnen und Tierärzten sowie ein Netzwerk an Menschen, die sich nicht erpressen lassen und Verantwortung leben.

Einladung an Dich: Mit „Trude Kuh“ Reichweite nutzen, Vereine stärken, Unternehmen sichtbar machen

Wir von „Trude Kuh“ laden Dich ein, diese Geschichte weiterzutragen: Wenn Dich die Arbeit von Katzenhaus Gnoien berührt hat, wenn Du Tiere liebst, Verantwortung schätzt oder selbst mit deinem Verein etwas zu sagen hast, dann melde Dich bei uns. In unserem „Trude Kuh“ Netzwerk erreichen wir monatlich über 14,5 Millionen Kontakte – das ist die Bühne, auf der Themen wie Tierschutz, Ehrenamt und starke Initiativen die Aufmerksamkeit bekommen, die sie verdienen. Du möchtest Deinen Verein im TV präsentieren? Dann komm ins TV-Studio von „Trude Kuh“ und stell Deine Arbeit vor – wir unterstützen Dich bei Story, Aufzeichnung und Verbreitung. Wenn Du mit Deinem Verein wie Katzenhaus Gnoien neue Mitglieder, Spenderinnen und Spender oder Helfer gewinnen willst, bieten wir Dir Formate, die wirken. Und falls Du als Unternehmen auf der Suche nach smarten, wirksamen Kampagnen bist, die Herz und Reichweite verbinden, dann zeigen wir Dir gerne unsere Werbemöglichkeiten für Unternehmen – ideal, um Deine Marke im passenden Umfeld zu platzieren. Du willst direkt anfragen, Deinen Verein vorstellen oder eine Idee pitchen? Hier entlang: Verein im Interview vorstellen. Wir bei „Trude Kuh“ bringen gute Geschichten auf die große Bühne – wenn Du etwas bewegen willst, sind wir an Deiner Seite.