Wenn die Halle tobt, Pokale glänzen und Beats durch die Lautsprecher jagen, denken viele an Sport als Bühne für Rekorde. Doch jenseits von Höher, schneller, weiter spielt sich eine andere, stillere und oft mutigere Geschichte ab: Menschen, die mit oder ohne Behinderung täglich mit dem eigenen Körper ringen, die Bewegung neu lernen, neu deuten und dabei Gemeinschaft finden. Genau dieses Wir-Gefühl ist beim Behinderten und Versehrtensportverein Nürnberg mehr als ein Motto – es ist gelebte Praxis. In den Studios von „Trude Kuh“ erzählen Britta Hutzler, stellvertretende Vorsitzende im Fachbereich Sport, und ihr Mann Lothar Hutzler, zuständig für Mitgliederverwaltung und Betreuung, wie ihr Verein Inklusion zur sportlichen Heimat macht, mit Geduld statt Leistungsdruck und mit Angeboten, die Teilhabe ermöglichen und den Körper nicht bewerten, sondern stärken. Moderiert wurde das Gespräch von Redaktionsleiter Georg Mahn.
Inklusion als gelebter Alltag: Angebote, die verbinden
Was ist die DNA des Vereins? Britta Hutzler bringt es auf den Punkt: inklusive Bewegung, Miteinander und Freude an der Bewegung. Lothar Hutzler ergänzt, dass die Vermischung aus Menschen mit und ohne Behinderung das Wesen des Vereins prägt. Es geht nicht um Schubladen, sondern um gemeinsames Sporttreiben – vom ersten Hallo bis zum herzhaften Lachen nach der letzten Übung. Die Sportstätten sind über ganz Nürnberg verteilt, von Altenfurt bis Buchenbühl, sodass möglichst viele Menschen wohnortnah Zugang finden. Diese Struktur schafft Nähe und Vielfalt, fordert aber auch organisatorische Energie, gerade wenn Wasserflächen benötigt werden.
Tradition mit Zukunft: Von Tischtennis bis Wassergymnastik
Der Verein hat historische Wurzeln: Gegründet im September 1953 von 33 Kriegsgeschädigten, gehören Tischtennis und Schwimmen seit jeher zum Kern. Bis heute hat Tischtennis einen starken Stellenwert, mit etwa 40 aktiven Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Noch größer ist die Nachfrage im Wasser: Schwimmen und Wassergymnastik sind die Renner, doch genau dort ist es besonders schwer, Wasserzeiten zu bekommen. In Nürnberg ist das buchstäblich ein Kampf um jede freie Bahn, in enger Abstimmung mit der Stadt. Britta Hutzler ist seit rund 2015 „richtig dicke dabei“ – und weit darüber hinaus. Ihre Arbeit im Element Wasser wurde vom Behinderten- und Rehabilitationssportverband Bayern mit der Ehrenmedaille für besondere Verdienste um den Sport in Bayern gewürdigt. Für Britta war das ein Gänsehautmoment und eine seltene, umso wichtigere Wertschätzung für Ehrenamt.
Ein Gelände, das Begegnung schafft: Feste, Spiele und ein echtes Wir
Sport ist nicht alles – Begegnung macht den Unterschied. Das Vereinsgelände ist zentraler Treffpunkt: Wintergrillen, Weihnachtsfeiern und vor allem das große Kinder- und Spielefest im Mai. Rund 100 Kinder verwandeln dann das Gelände in einen Parcours der Freude: Tischtennis, Entenangeln, Boccia, Stockschießen, Minigolf auf der Stockbahn – was das Wetter zulässt, wird zum Erlebnisspielplatz. Ein schönes Detail aus dem Vereinsalltag: Am Ende des Fests mussten Kinder erst wieder den Eltern zugeordnet werden, so frei und fröhlich waren sie auf dem gesamten Areal unterwegs. „Meine Gruppe sagt: Wir gehören immer zusammen“, erzählt Britta. Ob ein neues Kind eine Behinderung hat oder nicht, spielt keine Rolle – es zählt der gemeinsame Spaß. Tief gelebte Inklusion funktioniert hier ohne großen Auftritt, dafür mit spürbarer Wärme.
Teilhabe praktisch: Mitmachen ausdrücklich erwünscht
Wer sich unsicher fühlt, ob er oder sie im Verein richtig ist, soll einfach kommen und ausprobieren. „Bei uns ist jeder sofort Mitglied – ob schon angemeldet oder im Schnuppern“, sagt Britta. Das nimmt Druck und baut Barrieren ab. Der Verein bietet spezifische Angebote, auch für blinde Menschen. Dabei gilt ein Satz, der trocken klingt und doch so treffend ist: „Der Sehende ist im Weg.“ Denn wer nicht sehen kann, kennt seinen Raum nach zwei, drei Runden und bewegt sich sicher – der Sehende steht dann oft dort, wo er gar nicht sein sollte. Es ist dieser humorvolle, respektvolle Umgang, der die Atmosphäre im Verein prägt.
Investitionen in die Zukunft: Warum Spenden den Sport ermöglichen
Inklusion braucht Räume – und diese Räume brauchen Pflege. Teile der Außenanlage sind in die Jahre gekommen, der grüne Sportboden ist rissig und muss dringend erneuert werden, damit Gymnastik, Lenkball, Tischtennis, Basketball und mehr weiterhin sicher stattfinden können. Die Beschattung der rund 120 Quadratmeter großen Fläche wird angesichts heißerer Sommer immer wichtiger. Für die flexible Beschattung kalkuliert der Verein mit etwa 20.000 Euro, der spezialisierte Sportboden schlägt mit rund 35.000 Euro zu Buche. Für einen Verein mit knapp 400 Mitgliedern ist das eine Herausforderung. Deshalb sind Spenden essenziell, um attraktiv zu bleiben und Neuzugänge zu gewinnen. Es geht um mehr als Infrastruktur – es geht um Teilhabe und verlässliche Gemeinschaft.
Einladung an Dich: Mitmachen, vorstellen, werben – im TV-Studio von „Trude Kuh“
Wir von „Trude Kuh“ lieben solche Geschichten, in denen aus Sport echte Begegnung wird und Inklusion ganz selbstverständlich gelebt wird. Wenn Du einen Verein wie den Behinderten und Versehrtensportverein Nürnberg kennst oder selbst Teil eines engagierten Teams bist, dann melde Dich bei uns – wir stellen Euch gern in unseren TV-Studios vor und schaffen Sichtbarkeit für Eure Arbeit. Du findest alles über „Trude Kuh“ unter „Trude Kuh“, erfährst mehr zu unserem Produktionsort im TV-Studio von „Trude Kuh“ und kannst direkt anfragen, um Deinen Verein im Interview vorstellen zu lassen. Für Unternehmen gilt: Mit über 14,5 Mio. Kontakten im Monat bieten wir enorme Reichweiten und maßgeschneiderte Formate, um Eure Marke sichtbar zu machen – informiere Dich jetzt über unsere Werbemöglichkeiten für Unternehmen. Kurz zusammengefasst: Inklusiver Sport funktioniert, wenn Menschen Räume schaffen, Barrieren abbauen und Angebote mit Herz und Kompetenz gestalten; der Behinderten und Versehrtensportverein Nürnberg zeigt das täglich mit Wasserangeboten, Tischtennis, Festen und einer offenen Haltung gegenüber allen, die mitmachen möchten. Wenn auch Du Deinen Verein im TV-Studio vorstellen willst oder als Unternehmen starke Reichweite suchst, dann schreib uns – wir freuen uns auf Dich.


