Mario Roggow von Dein Festmahl zu Gast bei „Trude Kuh“

Die Festtage riechen nach Rotkohl, Gänsebraten und Kerzenwachs – ein Klangteppich aus Lachen und Gläserklirren liegt über dem Wohnzimmer. Für viele bedeutet Weihnachten ein sicherer Ort, ein gedeckter Tisch, eine Umarmung mehr als gewöhnlich. Doch genau in dieser warmen Kulisse stellt sich die nüchterne Gegenrealität scharf: Menschen, die keinen Tisch haben, an den sie sich setzen könnten, deren Alltag mehr mit Kälte als mit Kerzenlicht zu tun hat. Aus diesem Spannungsbogen erwuchs in Bremen 2016/2017 eine Idee, die heute zu einem starken Zeichen der Würde geworden ist: Dein Festmahl. Der Verein lädt Obdachlose und bedürftige Menschen zu einem großen, festlichen Abend ein – nicht als Bittsteller, sondern als Gäste. Einer der Köpfe dahinter, Gründungsmitglied und Ideengeber Mario Roggow, war im „Trude Kuh“ TV-Studio zu Besuch und sprach mit Redaktionsleiter Georg Mahn über den Anfang, das Herz und die Haltung dieses besonderen Projekts. Moderation: Georg Mahn.

Vom Zufall zur Vision: Wie Dein Festmahl entstand

Ausgerechnet ein Soundcheck brachte den Stein ins Rollen. Als der Schlagerstar Semino Rossi nach einem Auftritt in der Messe Bremen feststellte, „hier ist doch viel Platz – wollen wir nicht mal was fürs Herz machen?“, pflanzte er den Keim einer Idee, die sich hartnäckig wieder meldete. Mehrere Begegnungen später war klar: Es braucht kein weiteres Event der Showeffekte, sondern einen Abend, der Menschen in Not auf Augenhöhe begegnet. Die Inspiration, unter anderem durch Frank Zanders Weihnachtsessen in Berlin, verband sich in Bremen mit einem entscheidenden Perspektivwechsel: Nicht nur Obdachlose, sondern alle Bedürftigen sollten eingeladen sein. So entstand Dein Festmahl als inklusives, herzliches Format, das Jahr für Jahr tausenden Menschen Wärme, Aufmerksamkeit und Gemeinschaft schenkt.

Würde in Aktion: Gast sein statt geduldet werden

Wer zu Dein Festmahl kommt, erlebt einen professionell organisierten Festabend mit allem, was dazugehört. Es gibt Gans, Rotkohl und Klöße, es wird serviert, nicht geschaufelt; Menschen werden bedient und begleitet, auch von prominenten Helfern, die sich nicht hinter Backstage-Türen verschanzen, sondern anpacken, Tische decken, mitessen und zuhören. Dazu kommen praktische Angebote, die im Alltag vieler weit hinter dem Notwendigen zurückfallen: Friseur, Arzt, Tierarzt, Optiker – niedrigschwellig, zugewandt und respektvoll. Ein Film, den Mario Roggow im Studio zeigte, fasste die Atmosphäre zusammen: Glück und Freude, ein besonderer Tag, echtes Miteinander. Dass dieser Abend mehr ist als ein Menü, wurde für Roggow in einem Gänsehautmoment sichtbar: Eine ältere Dame sagte ihm, sie habe gut gegessen, sei freundlich behandelt worden, Geschenke seien schön gewesen – doch vor allem habe sie sich zum ersten Mal seit Jahren wieder wertgeschätzt gefühlt. Genau hier liegt der Kern: Menschen werden nicht nur aus physischer, sondern auch aus sozialer Kälte geholt.

Lernen, was zählt: Zuhören, vernetzen, besser werden

Dein Festmahl verstand von Anfang an, dass ein guter Abend nicht beim Dessert endet. Gleich der erste Durchgang lehrte die Organisatoren, dass Zeitpläne und Lebensrealitäten zusammengehören: Viele Gäste verließen früh, weil sie ihren Schlafplatz sichern mussten. Seitdem wird nach jeder Veranstaltung mit Gästen und Helfern gesprochen, um Verbesserungen zu finden. Die Berührungsängste, die manche zu Beginn spüren, weichen durch echte Begegnungen: Bedürftigkeit hat viele Gesichter, vom Mann im Bahnhofsschrank-Anzug bis zur Familie, die eine medizinische Untersuchung braucht. Diese Geschichten entstehen, weil man fragt und zuhört. Das Team wählt seine prominenten Unterstützer bewusst aus: Wer nur für Social-Media-Reels kommt, ist fehl am Platz. Gefordert ist Augenhöhe, nicht Inszenierung, und die meisten kommen wieder – Rock, Pop, Schlager, Comedy, Sport. In Bremen sind Fußballidole wie Ailton oder Nelson Valdez genauso Teil des Abends wie Künstlerinnen und Künstler aus der Musik.

Reichweite schaffen: Multiplikatoren statt Listen

Wie erreicht man überhaupt die Menschen, für die der Abend gedacht ist? Eine zentrale Adressliste gibt es nicht, also arbeitet der Verein über Multiplikatoren: Tafel, Caritas, Suppenengel und weitere Einrichtungen informieren ihr Klientel, verteilen Flyer und Bändchen für die Anreise mit Bus und Bahn. Die Zusammenarbeit mit Partnern wie der Messe Bremen sichert die passende Location. Hinter den Kulissen koordinieren 250 Helferinnen und Helfer einen komplexen Ablauf – und zwar ehrenamtlich. Digitale Tools helfen bei der Planung: Wer nur freitags beim Aufbau kann oder am Veranstaltungstag zu bestimmten Zeiten unterstützen möchte, wird gezielt eingeplant. So entsteht Verlässlichkeit, trotz der Herausforderung, dass ein fokussiertes Ein-Tages-Ehrenamt eine andere Verbindlichkeit erfordert als regelmäßige Arbeit über das Jahr hinweg.

Finanzierung mit Haltung: Spenden, Mitmachen, Mundpropaganda

Dein Festmahl ist vollständig ehrenamtlich organisiert und spendenfinanziert. Steigende Kosten machen das jährliche Fundraising zur Daueraufgabe. Die Strategie ist schlicht, aber wirkungsvoll: erzählen und erleben lassen. Firmen werden eingeladen, ihre Weihnachtsfeier in Hilfe zu verwandeln – erst mitarbeiten, dann spenden. Wer einmal vor Ort war, versteht nicht nur, wofür gespendet wird, sondern wofür man eintritt. Helfen ist ansteckend: Friseurinnen und Friseure öffnen ihre Läden inzwischen monatlich für Obdachlose; Schulklassen reisen an, Sportvereine melden sich. Das größte Learning der vergangenen Jahre ist für Roggow klar: Es gibt genug Menschen, die helfen wollen – man muss sie nur erreichen und die Hürde klein halten. Das Projekt wirkt über Bremen hinaus: Mannheim hat 2025 sein erstes Festmahl ausgerichtet und macht weiter. Oft reicht ein Satz, um ins Tun zu kommen: „Wir machen es, weil wir es können.“

Einladung, Reichweite und was Du davon hast

Wir von „Trude Kuh“ haben Mario Roggow und Dein Festmahl am 2026-03-02 in den TV-Studios von „Trude Kuh“ erlebt und laden Dich ein, Dir das Projekt näher anzuschauen: Ein Abend mit Gans, Rotkohl und Klößen, mit Friseur, Arzt und echten Gesprächen, getragen von rund 250 Ehrenamtlichen und prominenten Helfern, die nicht posieren, sondern mit anpacken; gelernt wurde, Zeitpläne an Lebensrealitäten zu rücken, durch Partner wie Messe Bremen und Multiplikatoren wie Tafel und Caritas zu erreichen und die Finanzierung über Spenden, Firmenengagement und persönliches Erleben zu sichern; das Zehnjährige steht als Beweis dafür, dass Respekt und Gemeinschaft wirken und dass Initiativen längst in Städte wie Mannheim weitertragen. Wenn Du mit Deinem Verein oder Deiner Organisation eine Idee hast, die Menschen berührt, melde Dich bei uns – wir stellen Dich gern in den TV-Studios von „Trude Kuh“ vor und zeigen, wie Engagement Sichtbarkeit bekommt. „Trude Kuh“ erzielt über 14,5 Mio. Kontakte im Monat und bietet damit starke Werbeflächen für Unternehmen, die echte Wirkung suchen. Schau auf unserer Website vorbei und erfahre mehr über uns unter „Trude Kuh“, entdecke das TV-Studio von „Trude Kuh“, nutze die Möglichkeit, Deinen Verein im Interview vorzustellen und informiere Dich über unsere Werbemöglichkeiten für Unternehmen. Wir von „Trude Kuh“ öffnen Bühne und Kamera für Projekte wie Dein Festmahl – wenn auch Du Menschen, Ideen oder Produkte sichtbar machen willst, dann komm zu uns, wir helfen Dir dabei, Dein Anliegen emotional und professionell zu präsentieren.