Tiergnadenhof Krümelranch Alpen e.V. zu Gast bei „Trude Kuh“

Wenn ein Pferd morgens die Nüstern hebt und mit diesem leisen, warmen Schnauben die Menschen begrüßt, dann schmilzt selbst der härteste Alltag. Genau solche Momente sind es, die den Tiergnadenhof Krümelranch Alpen e.V. im Kreis Wesel tragen – ein Ort, an dem Vertrauen langsam wächst, Fell wieder glänzt und gebrochene Geschichten eine zweite Chance bekommen. Doch bevor aus Atemnot wieder freies Luftholen wird und aus Furcht wieder Nähe, stehen Schmerzen, Pflege und sehr viel Arbeit. Darüber sprach Redaktionsleiter Georg Mahn mit der zweiten Vorsitzenden Jaqueline Lippe und Unterstützerin Nicole – aufgezeichnet in den „Trude Kuh“ TV-Studios.

Wo Nähe beginnt: Warum die Krümelranch Tiere nicht aufgibt

Viele Menschen lieben Tiere. Sie bleiben am Zaun stehen, streicheln den freundlichen Hund, lächeln Schafe auf dem Deich an. Doch jenseits dieser heiteren Begegnungen gibt es die andere Seite: Tiere werden krank, alt oder „unbequem“, verlieren ihren Nutzen im Alltag mancher Besitzer. Dann braucht es Orte wie den Tiergnadenhof Krümelranch Alpen e.V., wo nicht die Nützlichkeit zählt, sondern das Bedürfnis. Hier werden Pferde, Ponys, Hunde und Katzen aufgenommen, die sonst niemand mehr wollte – nicht als Restposten, sondern als Wesen, die Fürsorge verdienen.

Jaqueline Lippe ist in diese Arbeit hineingewachsen. Ihre Mutter gründete den Gnadenhof, als Jaqueline selbst noch sehr jung war. Aus der Familiengeschichte wurde eine Haltung: Jedes Tier bekommt gleich viel Liebe, medizinische Sorgfalt und Zeit. Es ist eine Entscheidung gegen Gleichgültigkeit und für Verantwortung. Wenn Pferde im desolaten Zustand ankommen – unterernährt, verängstigt, mit Haut- und Parasitenproblemen – beginnt ein langer Weg: von der ersten Blutuntersuchung bis zur richtigen Mineralstoffversorgung, vom Hufschmied bis zur Zahnsanierung, von Wurmkuren bis zur Atemtherapie. Der Hof macht es möglich, nicht, weil es leicht ist, sondern weil es richtig ist.

Arbeit im Takt der Bedürfnisse: Ein Tag auf dem Gnadenhof

26 Pferde, 16 Hunde, 15 Katzen und weitere Tiere strukturieren den Alltag auf der Krümelranch – und ein Tag hat deutlich mehr als die sprichwörtlichen 24 Stunden. Morgens wird gefüttert, dann folgen Ausläufe, Misten, Futterportionen für mittags und abends, Reinholen, Rausbringen, Pflegemaßnahmen, und am Ende wieder Vorbereitung für den nächsten Morgen. Dazwischen der eigene Haushalt, Betreuung und medizinische Checks. Vieles ist Routinenarbeit, doch nichts ist Routine: Bei Atemproblemen wird inhaliert, teils mit selbstgebauten Geräten, deren Idee eine Followerin lieferte und die Jaquelines Schwiegersohn realisierte. Denn neben der Zeit sind es die Kosten, die schwer wiegen: Tierärzte, Spezialfutter, Diagnostik, Infrastruktur. Das Team versucht vieles selbst zu stemmen – eine wachsende Herausforderung angesichts steigender Rechnungen.

Die Krümelranch arbeitet mit klarer Diagnostik und konsequenter Therapie. Parasitenbefall, etwa Haarlinge, entsteht häufig, wenn das Immunsystem geschwächt ist. Die Tiere leiden, kratzen sich teils blutig, werden nervös. Hier helfen Tierarztmittel, allen voran Butox, das über den Rücken aufgetragen und nach zehn Tagen wiederholt wird. Es ist ein Beispiel für einen respektvollen Umgang mit Leid: schnell, fachkundig, ohne großes Aufheben, aber mit der nötigen Ernsthaftigkeit. Ebenso wichtig ist die Fütterung: alle zwei Stunden, abwechslungsreich, hochwertig. Die Futterkammer, so sagen die beiden, sei besser ausgestattet als in manchem Reitstall – denn hier ist Füttern nicht Luxus, sondern Lebensrettung.

Emotion und Haltung: Warum diese Arbeit mehr als Pflege ist

Man spürt, wie sehr Jaqueline die Tiere meint, wenn sie von ihnen spricht. Ihr eigenes Pferd, 26 Jahre Begleiter, ist im Oktober gegangen. Die Trauer ist frisch, doch die Haltung klar: Jedes Tier bekommt gleich viel Liebe, die alten wie die neuen, die kranken wie die traumatisierten. Viele Pferde haben durch Menschen Aggressionen oder Angst entwickelt; auf dem Hof lernen sie wieder Vertrauen. Es ist körperlich fordernd, emotional tief – und am Ende lohnend. Denn die Dankbarkeit der Tiere ist spürbar, und oft ist ein Blick mehr wert als jedes Wort.

Was ein Gnadenhof sonst noch braucht: Öffentlichkeit, Verständnis, Unterstützung. Die Krümelranch lebt eine transparente Kultur. Zwischen 15 und 20 Videos pro Tag zeigen Alltag, Therapie, Fütterung. Besucher sind (außer sonntags) willkommen, helfen beim Misten, sehen, wie Arbeit und Zuwendung ineinander greifen. Wer vor 13 Uhr kommt, bekommt gern eine Mistgabel in die Hand – Hilfe ist nicht nur Spende, sondern auch Tat. Und Hilfe ist nötig: Das Scheunendach ist marode, der nächste Winter könnte kritisch werden. Es wird telefoniert, recherchiert, verhandelt, vielleicht lässt sich das Objekt kaufen, wenn die Bank mitspielt. Die Lage ist offen, die Verantwortung groß.

Eine Community als Rückgrat: Die „Krümelfamilie“

Ohne die „Krümelfamilie“ wäre vieles nicht möglich. Tanja Regenfuss und Ulrike Obermeier kommen als Teil einer Unterstützergruppe für ein ganzes Wochenende. Andere sind „Wiederholungstäterinnen“, die immer wieder mit anpacken: Bettina Müller, Bettina Kösters – und viele mehr. Sie sichern Futtervorräte, entlasten in heiklen Phasen, und sie bilden das, was jeder Gnadenhof braucht: einen Kreis von Menschen, die mittragen. Die Krümelranch zeigt, dass Tierschutz Öffentlichkeit braucht, Nähe zur Community, verlässliche Präsenz. Hier werden Menschen nicht nur Zuschauer, sondern Teil einer Haltung.

Jaqueline beschreibt ihr persönliches Warum simpel und stark: Diese Arbeit gibt Kraft, weil die Tiere sie zurückgeben. Wenn Pferde morgens „grinsen“, weil die Frau mit dem Futter kommt, dann ist das der Moment, in dem die Mühen leichter werden. Für die Zukunft wünscht sie sich Gesundheit für die Tiere und lange, gute Zeiten auf dem Hof. Dafür braucht es Menschen, die sagen: Wir unterstützen diese Arbeit. Manche tun es mit Spenden, andere mit Tat, manche mit Kontakten, wieder andere mit Ideen. Jeder Beitrag zählt.

Einladung: Wir von „Trude Kuh“ – Deine Bühne für Vereine und starke Marken

Wir von „Trude Kuh“ haben das Gespräch am 2026-03-09 12:23:58 aufgezeichnet und zeigen Dir, wie ein Verein mit Herz und Haltung Tieren ein besseres Leben schenkt: vom Alltag zwischen Füttern, Misten und medizinischer Pflege über die Behandlung von Parasiten bis zur großen Rolle der Community – kurz gesagt, auf der Krümelranch geht es um Verantwortung, Transparenz und echte zweite Chancen. Wenn Du mit Deinem Verein ähnlich viel zu erzählen hast, melde Dich gern bei uns: Wir stellen Dich im „Trude Kuh“ Netzwerk vor und laden Dich in das TV-Studio von „Trude Kuh“ ein, wo wir Deine Arbeit sichtbar machen. Du willst Deinen Verein im Interview präsentieren? Dann nutze jetzt unsere Möglichkeit, Deinen Verein im Interview vorstellen zu lassen – direkt, authentisch, reichweitenstark. Und wenn Du als Unternehmen nach wirkungsvollen Touchpoints suchst: „Trude Kuh“ erzielt über 14,5 Mio. Kontakte im Monat, bietet also echte Reichweite und skalierbare Formate; informiere Dich über unsere Werbemöglichkeiten für Unternehmen, damit Deine Marke genau dort ankommt, wo Menschen aufmerksam zuhören. Wir freuen uns auf Dich – ob mit Stallstiefeln oder im Business-Outfit.