Samtweiche Pfoten, ein leises Schnurren und ein gemütliches Zusammenrollen auf dem Sofa – so stellen sich viele Menschen das ideale Katzenleben vor. Katzen gelten als elegante, unabhängige und manchmal etwas geheimnisvolle Begleiter, die sich ihre Menschen selbst aussuchen. Doch dieses idyllische Bild hat oft wenig mit der Realität zu tun, die sich abseits warmer Wohnzimmer und gefüllter Futternäpfe abspielt. Unzählige streunende Katzen kämpfen täglich ums Überleben, leiden unter Hunger, Krankheiten und Verletzungen. Unkontrolliert vermehren sie sich im Verborgenen, bilden Kolonien, die oft unbemerkt bleiben, bis die Probleme überhandnehmen. Genau hier beginnt die unermüdliche Arbeit von Menschen, die nicht wegsehen, sondern Verantwortung übernehmen. Im Kreis Viersen, genauer gesagt in Nettetal, hat sich der Verein „Wir retten Katzen“ dieser Aufgabe verschrieben. Mit Herzblut und Engagement fangen die Ehrenamtlichen Streuner ein, lassen sie kastrieren, versorgen sie medizinisch und geben ihnen eine Chance auf ein besseres Leben. Über diese wichtige und oft unsichtbare Arbeit sprach Redaktionsleiter Georg Mahn in den TV-Studios von „Trude Kuh“ mit der ersten Vorsitzenden des Vereins, Heike Neuser.
Das unsichtbare Leid der Streunerkatzen
Viele Menschen sind sich des Ausmaßes des Problems gar nicht bewusst. Wenn Heike Neuser von schätzungsweise 8.000 bis 12.000 Streunerkatzen allein in der Region spricht, erntet sie oft ungläubige Blicke. „Die meisten sagen, das stimmt nicht, so schlimm ist das doch gar nicht“, berichtet die engagierte Tierschützerin. Das Problem sei, dass diese Tiere meist im Verborgenen leben und nicht wie in südlichen Ländern offen auf den Straßen sichtbar sind. Erst wenn die Population an einem Ort explodiert, werden die Anwohner aufmerksam und melden sich. Die Ursachen für diese hohe Zahl sind vielfältig. Zum einen tragen unkastrierte Freigängerkatzen von Privathaltern zur unkontrollierten Vermehrung bei, obwohl es mittlerweile eine Kastrationspflicht gibt. Ein unkastrierter Kater kann auf der Suche nach einer rolligen Katze bis zu zwölf Kilometer zurücklegen und findet oft nicht mehr nach Hause. Zum anderen sind es ausgesetzte Tiere und die Nachkommen von Katzen auf Bauernhöfen, wo aus Prinzip oft nicht kastriert wird. Eine einzige Katze kann pro Jahr drei bis vier Würfe mit jeweils vier bis sechs Kitten haben, die sich wiederum vermehren – eine exponentielle Entwicklung, die ohne Eingreifen kaum zu stoppen ist.
Von der Falle bis zur Vermittlung: Ein aufwendiger Prozess
Die Arbeit des Vereins „Wir retten Katzen“, der erst im vergangenen Jahr gegründet wurde, ist komplex und fordert rund um die Uhr Einsatz. Alles beginnt mit dem Einfangen der scheuen Tiere. Hierfür setzt der Verein moderne Lebendfallen ein, die per Kamera und Handy überwacht werden können. Sobald eine Katze in die Falle geht, wird diese aus der Ferne ausgelöst, um den Stress für das Tier so gering wie möglich zu halten. Schnell wird eine Decke über die Falle gelegt und die Katze in eine Transportbox umgesetzt. Anschließend geht es direkt zum Tierarzt. Dort werden die Tiere nicht nur kastriert und, wie im Kreis Viersen vorgeschrieben, gechipt, sondern ganzheitlich untersucht. Zähne, Ohren und der allgemeine Gesundheitszustand werden kontrolliert, und sie erhalten Mittel gegen Parasiten. Kranke Tiere verbleiben länger in der Obhut des Vereins, bis sie wieder gesund sind. Diese medizinische Versorgung ist seit der Erhöhung der Tierarztgebühren eine enorme finanzielle Belastung. Eine Kastration kostet zwischen 150 und 250 Euro, hinzu kommen Kosten für Chip, Medikamente und weitere Behandlungen. „Das ist echt schon Kohle“, betont Heike Neuser, die seit 13 Jahren im Tierschutz aktiv ist.
Ein neues Zuhause und die unschätzbare Hilfe von Ehrenamtlichen
Der Idealfall ist die Vermittlung der Katzen in ein liebevolles Zuhause. Besonders Kitten, die auf Pflegestellen großgezogen werden, haben gute Chancen. Sie werden erst ab der zwölften Woche abgegeben, immer im Doppelpack, um eine artgerechte Sozialisierung zu gewährleisten. Bis dahin sind sie bereits mehrfach geimpft und gechipt. Für die spätere Kastration erhalten die neuen Besitzer einen Gutschein, dessen Einlösung der Verein kontrolliert. Doch nicht alle Katzen sind vermittelbar. Für jene, die zu wild oder scheu sind, um sich an ein Leben im Haus zu gewöhnen, hat der Verein ein über 2.000 Quadratmeter großes Waldgrundstück gepachtet. Dort leben derzeit rund 20 Katzen, die an Futterstellen versorgt und über Kameras beobachtet werden, um ihren Gesundheitszustand im Auge zu behalten. All diese Arbeit wäre ohne die rund 15 ehrenamtlichen Mitglieder und die Unterstützung durch Pflegestellen nicht möglich. Eine Pflegestelle zu sein, bedeutet, ein separates Zimmer zur Verfügung zu haben, um eigene Haustiere vor eventuellen Krankheiten zu schützen. Der Verein stellt die gesamte Ausstattung und kommt für Futterkosten auf. Heike Neuser betont, wie wichtig jede einzelne Pflegestelle ist: „Jede Pflegestelle bedeutet für uns, dass wir weitere Tiere von der Straße holen können.“ Es erfordert Geduld und Liebe, das Vertrauen eines scheuen Tieres zu gewinnen, aber der Lohn ist unbezahlbar, wie sie aus eigener Erfahrung weiß. Erst kürzlich konnte eine anfangs sehr kranke und wilde Katze erfolgreich aufgepäppelt und in ein festes Zuhause vermittelt werden. „Das ist das Schönste, was man haben kann“, sagt sie strahlend.
Werde auch Du Teil unserer Gemeinschaft
Wir von „Trude Kuh“ sind tief beeindruckt von der leidenschaftlichen Arbeit, die Heike Neuser und der Verein „Wir retten Katzen“ leisten. Es zeigt, wie viel Einzelne mit Engagement und Herzblut für den Tierschutz direkt vor unserer Haustür bewirken können. Solche Geschichten verdienen eine Bühne, und genau das bieten wir hier in unserem TV-Studio von „Trude Kuh“. Wenn auch Du in einem Verein aktiv bist und Eure wichtige Arbeit einem breiten Publikum vorstellen möchtest, dann zögere nicht, Dich bei uns zu melden. Wir geben Euch die Plattform, die Ihr verdient. Besuche einfach unsere Seite, um Deinen Verein im Interview vorstellen zu können. Wir glauben an die Kraft der Gemeinschaft und daran, Gutes sichtbar zu machen. Die Plattform „Trude Kuh“ erreicht über 14,5 Millionen Kontakte im Monat und bietet damit nicht nur Vereinen eine enorme Reichweite. Auch für Unternehmen eröffnen sich hier spannende Möglichkeiten. Wenn Du Dein Unternehmen einer großen und interessierten Zielgruppe präsentieren möchtest, informiere Dich über unsere vielfältigen Werbemöglichkeiten für Unternehmen. Lass uns gemeinsam Geschichten erzählen, die bewegen, und Projekte unterstützen, die unsere Welt ein kleines bisschen besser machen. Wir freuen uns darauf, von Dir zu hören und vielleicht schon bald gemeinsam mit Dir vor der Kamera zu stehen.


