Nadja Frey und Martina Fischer von Tierarche Mitling Mark zu Gast bei „Trude Kuh“

Die Sonne über Westoverledingen kriecht behutsam über die Weiden, irgendwo wiehern Ponys, Lamas schauen neugierig über den Zaun, und das Rascheln im Stroh mischt sich mit dem leisen Schnarren von Enten. Es sind Bilder, die nach Heimat riechen und nach einem Ort, an dem Verletzlichkeit ein Zuhause hat. Doch hinter dieser Idylle stehen Geschichten von Tieren, die ihr Glück erst spät fanden: ausgesetzt, vernachlässigt, auf der roten Liste bedrohter Haustierrassen — und trotzdem hoffnungsvoll. Genau diese Hoffnung ist das Herz von Tierarche Mitling Mark, einem Zufluchtsort im niedersächsischen Landkreis Leer, wo Verantwortung nicht als Wort, sondern als tägliche Praxis gelebt wird. Darüber sprachen Leiterin Nadja Frey und Eventplanerin Martina Fischer im „Trude Kuh“ TV-Studio — das Interview führte Redaktionsleiter Georg Mahn.

Vom Ponyhof zur Arche: Eine klare Haltung statt Kompromisse

Als Nadja Frey „kurz vor Corona“ den entscheidenden Schritt wagte, war das Ergebnis eines Entwicklungsprozesses bereits spürbar. Aus dem anfänglichen Ponyhof wurde zunächst eine Nutztierarche — und schon bald die Erkenntnis: Das sind wir nicht. Denn Nutztierarche heißt züchten, vermarkten, mitunter schlachten. Diese Realität kollidierte mit der inneren Haltung des Teams. Auch die Öffentlichkeit missverstand den Begriff, plötzlich tauchten 20 Hähne über Nacht hinter dem Zaun auf, Kaninchen wurden im Karton abgegeben, eine junge Katze im Graben ausgesetzt. Nadja Frey und ihr Team entschieden sich konsequent für Tierschutz: Rettung statt Verwertung, Zuhause statt Verwahrung.

Bunt, lebendig, nie langweilig: Tiere mit Geschichte, Mut und Melone

Was auf dem Hof geschieht, ist im besten Sinne ein Kaleidoskop der Vielfalt. Lamas wie Mausi und Susi, eine fröhliche Entenschar aus Lauf- und Landenten, die tierische WG aus Huhn Chickeria, Kaninchen und Meerschweinchen, Esel und Ziegen — und dann ist da Lola, das Kunekune-Schwein, eine vom Aussterben bedrohte Rasse. Einst ein Scheidungsopfer, heute eine souveräne Melonenliebhaberin. Viele Tiere kamen auf Anfrage, oft aus Notlagen. Manche Geschichten sind dokumentiert, andere bleiben ein Rätsel, das man aus Verhalten und Blicken liest. Die Haltung dahinter bleibt gleich: Es geht um Lebensqualität, um Rücksicht, um die Würde jedes einzelnen Tieres.

Mobilität als Würde: Socki, Fietje und die Sache mit dem Rollstuhl

Besonders eindrücklich sind die Fälle, in denen technische Einfälle Leben verändern. Socki, der kleine Hund mit maßgeschneidertem Rollstuhl, jagt im Bergab-Drift die Lebensfreude zurück. Eine gelähmte Ziege erhielt ebenfalls ein Fahrgerät — robust und pragmatisch aus einem alten Hunde-Shopper umgebaut, mit Flex, Maßband und Tennisüberzug als Schutz. Denn industrielle Lösungen scheitern oft an Gewichtslimits. Hier zeigt sich die Hands-on-Philosophie des Hofs: zweckmäßig, kostengünstig, kreativ. Fietje, die winzige Ziege aus dem Milchbetrieb, überlebte dank nächtlicher Mini-Mahlzeiten im Zwei-Stunden-Takt. Solche Einsätze sind intensiv, aber der Lohn ist spürbar. Nadja beschreibt das Gefühl, wenn Socki lacht, als Kraftquelle. Es ist der Kreislauf aus Geben und Bekommen, ohne den diese Arbeit nicht möglich wäre.

Zwischen Tierarztkosten und Kinderzirkus: Wie Engagement finanzierbar wird

Wer 150 Tiere versorgt, kennt die finanziellen Realitäten. Tierärztliche Einsätze, Reform-bedingte Gebührensprünge, Futter, Unterkünfte — alles summiert sich. Deshalb baut Tierarche Mitling Mark auf eigene Projekte: Ein Kinderzirkus mit trickfreudigen Tierpersönlichkeiten wie Lenya, die dadurch ihr Misstrauen ablegte, sorgt über kleine Kursgebühren, Eintritt und Kuchenverkauf für Einnahmen, mit denen Tierarztkosten für Gnadentiere gedeckt werden. Hinzu kommt öffentliche Präsenz: Social-Media-Kanäle, Jahrespläne mit Ständen auf Flohmärkten und Sommerfesten, regionale Besonderheiten von Heuballenschieben bis Waschzuberrennen. Sichtbarkeit schafft Aufmerksamkeit, Aufmerksamkeit ermöglicht Hilfe.

Runimals: Elf Tage, drei Hunde, ein Shetty und 150 Kilometer Aufmerksamkeit

Ab dem 4. Mai startet Nadja Frey mit der Initiative Runimals: ein Rundkurs durch Ostfriesland, 11 Tage, rund 150 Kilometer, 10 Stationen. Begleitet wird sie von drei Hunden und dem Shetlandpony Justus, das einen kleinen Planwagen zieht — Gepäck, Pausenplatz, Mitfahrgelegenheit, falls Pfoten müde werden. Geplant ist die Tour bis ins Detail, mit Übernachtungen im Zelt, auf Privatgrundstücken, Reiterhöfen. Die Ziele: Aufmerksamkeit für Tierschutz, Spenden für die Tierarztkasse und eine Zeit, die gleichzeitig Arbeit und Urlaub ist. Auch „Trude“ fährt mit — Social-Media-Updates über Tagesetappen inklusive. Die Strecken sind klug gewählt: zwischen 7 und 16 Kilometer täglich, ausreichend Trainingsvorlauf, damit es Freude bleibt statt Erschöpfung. Am Ende soll die positive Resonanz ebenso groß sein wie der konkrete Nutzen.

Vernunft, Grenzen, Entscheidungen: Jeder Fall zählt

Die Arbeit auf der Arche kennt Grenzen: Kapazitäten, Zeit, Kraft, Geld. Das Team entscheidet im Familienrat — Kriegsrat, wie Nadja sagt — für jeden Einzelfall: Können wir dieses Tier noch aufnehmen? Ist Hilfe realistisch? Gibt es Spendenzusagen? Die Antwort ist nie leicht, denn hinter jeder Anfrage steht ein Schicksal. Doch die klare Linie hält die Organisation tragfähig. Jeder Erfolg, jedes gerettete Tier zählt. Auch wenn man nicht alle retten kann, ist die Summe der einzelnen Glücksmomente groß genug, um weiterzumachen.

Einladung, Zusammenfassung und Kontakt

Wir von „Trude Kuh“ freuen uns, euch diese besondere Geschichte aus den „Trude Kuh“ TV-Studios präsentieren zu dürfen: Nadja Frey und Martina Fischer von Tierarche Mitling Mark haben gezeigt, wie aus einem Ponyhof eine echte Arche wurde, warum sie das Prinzip Rettung statt Verwertung leben, wie sie Tiere mit Handicap — von Socki bis zur gelähmten Ziege — mobil machen, warum finanzielle Herausforderungen durch kreative Formate wie Kinderzirkus, Flohmärkte und Runimals abgefedert werden, und weshalb Sichtbarkeit im Land essenziell ist. Wenn Du mit Deinem Verein ähnliche Themen bewegen willst, melde Dich bei uns: Wir von „Trude Kuh“ stellen Deinen Verein im TV-Studio vor und helfen Dir, Deine Botschaft zu verbreiten. Mit über 14,5 Mio. Kontakten im Monat bieten wir enorme Reichweite und starke Werbemöglichkeiten für Unternehmen — von authentischen Studio-Features bis zu crossmedialen Kampagnen. Schau gern bei „Trude Kuh“ vorbei unter „Trude Kuh“, entdecke das TV-Studio von „Trude Kuh“, nutze die Chance, Deinen Verein im Interview vorstellen zu lassen und informiere Dich über unsere Werbemöglichkeiten für Unternehmen — wir bringen Dich sichtbar nach vorn. Wenn Du Herz für Tiere oder eine starke Idee hast, sprich uns an: Wir von „Trude Kuh“ machen die Bühne frei, erzählen Deine Geschichte und schaffen Reichweite, damit Du Unterstützer gewinnst und Unternehmen ihre Kampagnen wirksam platzieren können.