Wer beim Wort Schützenverein zuerst an Uniformen, Festmärsche und Nostalgie denkt, liegt nicht völlig daneben – aber eben auch nur bei einem Teil des Bildes. Hinter den vertrauten Ritualen steckt heute ein dynamischer Mikrokosmos aus Konzentration, Disziplin und echter Gemeinschaft, die sich mit Tempo und Taktgefühl in eine Gegenwart bewegt, die schneller ist als je zuvor. In den Studios von „Trude Kuh“ erzählten der Sportleiter Friedrich Dagott und Rechnungsführer Rainer Ahlers vom Ohmsteder Schützenverein, wie ihr Verein Tradition bewahrt und gleichzeitig mutig neue Wege geht. Moderiert wurde das Gespräch von Redaktionsleiter Georg Mahn.
Tradition mit Tempo: Wie ein Verein sich neu erfindet
Rainer Ahlers weiß, wovon er spricht: Mit 13 trat er ein, 55 Jahre später ist er immer noch dabei. Was früher das Schützenfest als großer Magnet war, hat sich gewandelt. Heute steht das Sportliche im Vordergrund, die Tradition folgt – nicht verschwindend, sondern bewusst neu gerahmt. Friedrich Dagott beschreibt den Veränderungsdruck bei Jugendlichen offen: In einem Oldenburger Stadtteil mit „20 bis 25 Möglichkeiten“, jedes Wochenende etwas zu erleben, konkurrieren Vereine mit Freizeitangeboten, Social Media und Events. Der Ohmsteder Schützenverein antwortet nicht mit Klage, sondern mit kluger Vielfalt: Luftgewehr, Luftpistole, Lichtpunkt für die Jüngsten und als jüngstes Standbein das Blasrohrschießen. Das ist zugänglich, gesundheitsfördernd und überraschend präzise – und genau dieser Mix verleiht dem Verein spürbaren Schub.
Einstieg leicht gemacht: Lichtpunkt und Blasrohr öffnen Türen
Für Kinder unter 12 bietet Lichtpunktschießen einen sicheren Start: Ein Gewehr, das nur Licht auf einen Red Point sendet, völlig ungefährlich und ideal, um Zielgefühl zu entwickeln. Gesetzliche Regelungen sind im Verein gelebte Praxis: Luftgewehr und Luftpistole ab 12, Kleinkaliber je nach Disziplin erst deutlich später. Das Blasrohr hingegen senkt die Hürde, setzt auf Körpergefühl statt Kaliber – wer eine Kerze ausblasen kann, schafft die Grundvoraussetzung. Spannend sind die Bilder, die Dagott und Ahlers zeichnen: Ein Aluminiumrohr mit mindestens 1,21 Meter Länge, leicht und präzise; Kinder, die aufgelegt schießen und das Zielen lernen, Treffer setzen, Erfolge sammeln. Achtjährige wie Johanna kommen über Ferienpassaktionen, bleiben, wachsen, bringen Geschwister mit – so entfaltet sich organisch eine Familienbewegung, die den Sport trägt.
Ferienpass, Turniere, Talente: Wenn aus Neugier Leistung wird
Die Ferienpassaktionen in Zusammenarbeit mit der Stadt Oldenburg sind ein Motor. An Spitzentagen trainierten bis zu 20 Kinder, oft zwei Termine im Jahr – 2026 ist aus Zeitgründen einer geplant, konkret am 9. Juli. Der Erfolg ist messbar: Tom, heute Deutscher Vizemeister, und Klara, zweite im niedersächsischen Kids Cup, kamen über den Ferienpass. Rebecca ebenfalls. Hier ist der rote Faden: Niedrige Einstiegshürden, kluge Förderung, Freude am Besserwerden. Dagott erzählt, wie Talente wachsen, wenn man ihnen die richtigen Werkzeuge gibt – vom kurzen Rohr zum 1,60 Meter langen Blasrohr, ohne Leistungsbruch, dafür mit mehr Spaß und Präzision. Das setzt Bindung frei und schafft Perspektiven.
Der Verein denkt Veranstaltungen mit Herz und Humor: Das erste Ohmsteder Halloween-Blasrohr-Turnier im Oktober war organisatorisch eine Punktlandung und atmosphärisch ein Erlebnis. Mit Skeletten, Spinnennetzen und Verkleidungen entsteht ein „spooky“ Umfeld, das dennoch als Trainingsturnier wirkt. Die Folge: größerer Zulauf, Vereine aus der Region reisen an, und wer hier Spaß hat, steht wenig später bei der Deutschen Meisterschaft wieder am Stand – dann vorschriftsmäßig gekleidet, versteht sich.
Sicher, inklusiv, bezahlbar: Das System hinter dem Sport
Sicherheit ist im Blasrohr Standard. Die Pfeile bestehen aus zurechtgeschnittenen Stricknadeln, mit 3D-gedruckten Konen verbunden, leicht instand zu halten, kostengünstig herzustellen und zu reparieren. Ein verfehlter Schuss gegen die Stahlwand? Ein Fall für feines Schmirgelpapier. Die Verschleißkosten sind niedrig – anders als beim Luftgewehr, wo Ausrüstung schnell im vierstelligen Bereich liegt. Dieses Kostenargument ist nicht nur betriebswirtschaftlich relevant; es öffnet den Sport für Familien und entlastet den Verein.
Zum System gehört auch Inklusion. Über die Oldenburger Firma Zentegra trainierte der Verein über 10 bis 15 Wochen mit psychisch gehandicapten Menschen. Ergebnis: Spaß, Teilhabe, ein Mitglied blieb. Die Infrastruktur wurde konsequent verbessert: Neue, rollstuhlgerechte Sanitäranlagen, Rampen, nahezu vollständige Barrierefreiheit – nur ein Kabeltunnel am Luftgewehrstand erfordert kurze Hilfe. Das Prinzip: Möglich machen statt ausschließen.
Königsschießen und Kader: Moderne Formate, gelebte Gleichberechtigung
Trotz sportlicher Neuaufstellung bleibt Kerntradition erhalten. Das Königsschießen am 9. Mai ist ein fester Termin, modern interpretiert. Der Verein schießt geschlechterübergreifend aus, eine „Unisex“-Krone statt getrennte Titel – die Tradition atmet Gegenwart, ohne ihren Charakter zu verlieren. Parallel zur Basisförderung läuft die Zusammenarbeit mit dem Oldenburger Schützenbund: Im Luftgewehrbereich über Trainerlizenzen und Kaderstrukturen, im Blasrohr entsteht eine junge Förderarchitektur, die konsequent auf Nachwuchs setzt. Die Rechnung geht auf: Wo Luftgewehrvereine oft über Mitgliederschwund klagen, verzeichnet der Ohmsteder Schützenverein Zuwachs durch Blasrohr.
Ehrenamt bleibt Herausforderung – und Chance. Ahlers beschreibt es pragmatisch: Reibungslos lief es nicht immer, Rechnungsführer ist er „auch deshalb so lange“. Doch durch die neue Sparte kamen Menschen, die aus anderen Sportarten ausscheiden und im Blasrohr eine gemeinsame, generationenübergreifende Heimat finden – inklusive Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Der Schlüssel: mit der Zeit gehen, Neues wagen, Kosten im Blick behalten. Ein Blasrohr statt eines teuren Vereinsgewehrs – zehn komplette Ausrüstungen für den Preis eines Gewehrs sind ein Argument, das in vielen Kassen gehört wird.
Einladung, Reichweite und Mehrwert: Warum Dein Verein ins TV-Studio gehört
Wir von „Trude Kuh“ haben Friedrich Dagott und Rainer Ahlers vom Ohmsteder Schützenverein eingeladen, weil ihre Geschichte zeigt, wie lebendig Tradition sein kann, wenn man sie mit Mut und Herz weiterdenkt: Ferienpassaktionen mit bis zu 20 Kindern am Tag, ein niedrigschwelliger Einstieg über Lichtpunkt und Blasrohr, echte Erfolge wie der Deutsche Vizetitel für Tom und Platz zwei im Kids Cup für Klara, dazu gelebte Inklusion mit Zentegra, fast vollständige Barrierefreiheit und ein modernes Königsschießen mit geschlechterübergreifender Krone. Wenn Du Deinen Verein, Deine Abteilung oder Dein Unternehmen mit einem sympathischen, professionellen TV-Feature sichtbar machen willst, komm zu uns ins TV-Studio: Auf unserer Seite „Trude Kuh“ findest Du alles über Reichweite und Formate, lernst das TV-Studio von „Trude Kuh“ kennen und kannst direkt Dein Format buchen. Wenn Du als Verein Deine Arbeit, Deine Erfolge und Deinen Nachwuchs vorstellen möchtest, nutze den schnellen Weg über Verein im Interview vorstellen – und wenn Du als Unternehmen die enorme Sichtbarkeit für Deine Marke nutzen willst, informiere Dich zu unseren Werbemöglichkeiten für Unternehmen. Wir von „Trude Kuh“ erreichen über 14,5 Mio. Kontakte im Monat und bieten Dir starke Platzierungen, kreative Formate und Kampagnen mit Wirkung; wenn auch Du Deinen Verein oder Dein Business im besten Licht zeigen willst, melde Dich bei uns und wir machen aus Deiner Geschichte ein TV-Erlebnis mit Reichweite.


