Franka Thun und Kathi Heuvels vom Tierschutzverein Friesoythe und Umgebung e.V. zu Gast bei „Trude Kuh“

Die Stille zwischen zwei Atemzügen, das leise Scharren kleiner Pfoten, ein Blick, der nichts verlangt außer Nähe – Tiere schreiben unsichtbare Geschichten in den Alltag der Menschen. Und doch sind es oft die Momente des Bruchs, die im Gedächtnis bleiben: Wenn Lifestyle plötzlich wichtiger wird als Loyalität, wenn ein Wohnzimmer nicht mehr zum Leben eines Vierbeiners passt, wenn aus Verantwortung Gleichgültigkeit wird. Das sind die Risse, durch die Tiere fallen. Im niedersächsischen Saterland stemmt sich der Tierschutzverein Friesoythe und Umgebung e.V. gegen genau dieses Fallen. Hier wird aufgenommen, versorgt, aufgepäppelt, vermittelt – und aufgeklärt. Darüber sprachen Tierheimleiterin Franka Thun und Schriftführerin Kathi Heuvels, die mit viel Herz und Humor von ihrer Arbeit berichteten. Mit im Studio: Dackel Spike, frisch operiert und dennoch unerschrocken charmant. Moderiert wurde das Gespräch von Redaktionsleiter Georg Mahn.

Ein Verein, der hinfasst, wenn andere wegsehen

Der Tierschutzverein Friesoythe und Umgebung e.V., gegründet 1988, kennt den Alltag zwischen Notfall und Neuanfang. Franka Thun, staatlich geprüfte Tierpflegerin, hat in Sedelsberg die Leitung übernommen – mit einer Hingabe, die nicht um fünf Uhr Feierabend macht. Sie nimmt operierte Dackel mit nach Hause, zieht verwaiste Kitten groß und schafft Platz, wenn scheinbar keiner mehr da ist. In diesem Jahr traf es das Team doppelt: Erst mussten 17 Dackel untergebracht werden, darunter Spike mit einem angeborenen Wachstumsfehler, der operativ behoben werden konnte. Kurz darauf kamen 61 Kaninchen auf einen Schlag. Hundezwinger wurden umgebaut, Katzenzimmer zu Kaninchenstuben, Abläufe neu sortiert – pragmatisch, schnell, verantwortungsvoll. Man hört es in jeder Erzählung: Dieser Verein ist da, wenn es darauf ankommt.

Social Media als Lebensader der Vermittlung

Kathi Heuvels ist 2022 ins Team gekommen – über Social Media, wo heute viel Vermittlung beginnt. Denn gesehen werden ist die halbe Chance auf ein Zuhause. Ein guter Tierpfleger, tolle Fotos und authentische Einblicke in den Alltag der Tiere bewirken, dass Menschen sich verlieben und schneller den Mut fassen, einen Schützling aufzunehmen. Social Media ist mehr als ein Schaufenster: Es ist die Brücke zwischen Tierheim und Publikum, Informationskanal, Spendenmotor und Einfallstor für Ehrenamt. Kathi organisiert zudem Spendenaktionen, betreut Mitglieder, baut die Website neu und gestaltet Patenschaften mit Bronze-, Silber- und Goldstufen inklusive exklusiver Infos und Treffen. So wird Unterstützung erlebbar, persönlich und nachhaltig.

Training, Pflege und Geduld: Der Weg zum Vertrauen

Nicht jedes Tier kommt gesund oder sozialisiert im Tierheim an. Manche sind ängstlich, manche haben schlechte Erfahrungen gemacht, manche sind medizinisch angeschlagen. Der Verein setzt auf Bodenarbeit in Hundeschulen, auf Alltagstraining und behutsame Annäherung. Vertrauen wächst nicht auf Knopfdruck – und genau das erklärt Franka in der Vermittlung immer wieder: Tiere sind keine fertigen Produkte „to go“. Sie brauchen Kennenlernphasen, Zeit, wiederholte Besuche, klare Strukturen. Wenn Menschen das verstehen, wird aus dem ersten Funken echte Bindung. Dazu gehört Aufklärung über Zuchttrends, die vermeintlich „passende“ Sofatiere begünstigen: zu kleine Rassen, extreme Farbgebungen, mit Folgen wie Taubheit, Hautproblemen und Allergien. Wer Tiere nimmt, wie sie sind, nimmt ihnen oft Leid.

Wenn aus Helfen Gemeinschaft wird

Die größte Kraft liegt im Netzwerk. Engagierte Mitglieder übernehmen Pflegestellen, besonders für Kitten. Andere Tierheime helfen aus, wenn Kapazitäten knapp sind. Ehrenamtliche gehen Gassi, kuscheln Katzen, betreiben Infostände, führen Vor- und Nachkontrollen durch. Jede Hand zählt. Der Jugendtierschutz hat einen festen Platz im Verein: Mit einer Tierschutzlehrerin lernen Kinder in einem Jahreskurs Hund, Katze, Kaninchen und ein Sondertier – dieses Jahr der Hamster – kennen und erwerben einen Haustierführerschein. So wächst eine Generation heran, die Tiere versteht, respektiert und schützt. Öffentlichkeitsarbeit sorgt dafür, dass diese Haltung Gehör findet: vom „Hundekino“ mit Spaziergang, Übungen und Scheunenfilm bis zum liebevoll gestalteten Kalender mit Menschen und Schützlingen, der Aufmerksamkeit und Spenden bringt.

Harte Realität, klare Haltung

Manchmal hat Verantwortung einen ganz konkreten Preis: Arztrechnungen, Futter, Ausstattung, Medizin. Und manchmal hat sie eine harte Geschichte, wie die Kitten im Karton, im Feld abgestellt und nur durch aufmerksame Spaziergänger gerettet. Der Verein wünscht sich mehr Sensibilität, weniger Egoismus, mehr Blick für das, was neben uns lebt. Aufklärung hilft: Viele handeln nicht aus Böswilligkeit, sondern Unwissenheit. Wenn erklärt wird, warum kaputte Knochen kein Designmerkmal sind, sondern Leid bedeuten, dann kippen Haltungen. Das Team im Tierheim hält zusammen, arbeitet gemütlich und kollegial – und bleibt freundlich, auch wenn Interessenten ungeduldig werden. Denn am Ende zählt das Wohl des Tieres und die Passung der neuen Heimat.

Deine Einladung in die Welt des Tierschutzes bei „Trude Kuh“

Wir von „Trude Kuh“ freuen uns den Tierschutzverein Friesoythe und Umgebung e.V. im TV-Studio begrüßt zu haben, um gemeinsam über Verantwortung, Vermittlung, Ehrenamt und echte Tierliebe zu sprechen; wenn Du einen Verein führst oder in einem Team wirkst, das sich für Menschen, Tiere oder gute Ideen stark macht, dann laden wir Dich ein, Dich bei uns zu melden und Deinen Verein im TV-Studio von „Trude Kuh“ vorzustellen, denn wir erreichen über 14,5 Mio. Kontakte im Monat und bieten damit starke Reichweite und echte Werbemöglichkeiten für Unternehmen; informiere Dich über uns und unsere Formate direkt hier: „Trude Kuh“, entdecke das TV-Studio von „Trude Kuh“, erfahre, wie Du Deinen Verein im Interview vorstellen kannst, und falls Du als Firma Sichtbarkeit suchst, sieh Dir unsere Werbemöglichkeiten für Unternehmen an; kurz zusammengefasst: Es ging im Gespräch um die Rettung und Vermittlung von 17 Dackeln und 61 Kaninchen, um Spikes Operation und die Folgen fragwürdiger Zuchttrends, um Social Media als Vermittlungshelfer, um Jugendtierschutz, Patenschaften, Pflegestellen und Ehrenamt – und um die klare Einladung an Dich, Teil dieser starken Community zu werden, denn wenn auch Du Deine Geschichte erzählen oder Deine Marke sichtbar machen willst, dann mach den nächsten Schritt und komm zu uns ins Studio, wir freuen uns auf Dich.