Manchmal beginnt eine große Veränderung nicht im Blitzlichtgewitter, sondern auf hallenblauen Matten zwischen Klettenbällen, Kletterkästen und einem Besenstiel, der auf einmal zur Hantel mutiert. Wenn ein Kind merkt: Ich kann das. Aus Unsicherheit wird Stolz, aus wackeligen Sprüngen ein Doppelhüpfer, aus Schüchternheit ein Lächeln im Teamkreis. Solche Momente sind klein – und doch groß genug, um Lebenswege anzuschieben. Bei der TSG Angermünde in der Uckermark entstehen sie Woche für Woche: in der Nachwuchsarbeit, im Gewichtheben, bei Mini Athletics. Genau darüber sprechen Daniela Friedland, Trainerin und Verantwortliche für die Nachwuchsarbeit, und Jörg Springborn, Haupttrainer Gewichtheben. Moderiert wurde das Gespräch von Redaktionsleiter Georg Mahn.
Wie eine Abteilung vor dem Aus zur Nachwuchsmaschine wurde
Ende 2024 stand die Gewichtheberabteilung der TSG Angermünde faktisch vor dem Aus. Kein Trainer mehr, leere Perspektive, viel Unsicherheit. Dann folgte die Kehrtwende. Eltern meldeten sich, darunter Daniela Friedland und ihr Mann, Jörg Springborn wurde angerufen – und sagte zu. Er hatte zuvor bereits eine schulische AG betreut und immer wieder ausgeholfen. Jetzt war der Moment, Verantwortung zu übernehmen. Aus der Not entstand ein Team, das sich nicht nur organisierte, sondern Herz zeigte. Daniela beschreibt, wie ihr Sohn Anfang 2024 mit dem Gewichtheben begann und die Begeisterung die Familie ansteckte. Seitdem schlägt ihr Herz für den Verein – und die Zahlen belegen die Dynamik: Innerhalb eines Jahres wuchs die Gewichtheben-Sparte von etwa 30 auf rund 90 Mitglieder, viele davon Kinder und Jugendliche.
Training mit Besenstiel, Pokalen und dem Gefühl, dazuzugehören
Wer bei Gewichtheben nur an massive Scheiben denkt, unterschätzt die Kunst dahinter. Techniken werden spielerisch gelernt, oft mit einem simplen Besenstiel. Bewegungsvorbereitung, Athletik und ein ausgeprägtes Technikverständnis prägen das Training. Kinder kommen mit Freude in die Halle, üben zu Hause, fiebern Wettkämpfen entgegen und bringen Pokale mit – Erlebnisse, die Selbstbewusstsein spürbar wachsen lassen. Jörg betont den doppelten Kern des Sports: In der Gruppe entsteht ein Wir-Gefühl, auf der Heberbühne trägt dennoch jede und jeder Verantwortung für den eigenen Versuch. Siegerpose und Fehlversuch gehören gleichermaßen dazu. Wichtig ist, wie das Team reagiert: trösten, aufrichten, weitermachen. So lernen Kinder früh, Niederlagen einzuordnen und an Rückschlägen zu reifen – Fähigkeiten, die weit über den Sport hinaus wirken.
Mini Athletics: Hüpfen lernen, Selbstvertrauen finden
Die TSG Angermünde beginnt bereits mit Vierjährigen in den Mini Athletics. Zu früh? Daniela widerspricht – und erklärt, was die Jüngsten lernen: soziales Miteinander, Motorik, Mut. Parcours, Balancieren, Koordination, gemeinsames Lachen über den ersten beidbeinigen Hüpfer. Vieles, was früher selbstverständlich war, muss heute aktiv geübt werden. Die TSG schafft dafür Räume, in denen Kinder sicher scheitern und großartig gelingen dürfen. Das Ergebnis sind strahlende Gesichter – und eine Basis, auf der späteres Technik- und Krafttraining überhaupt erst sinnvoll wird.
Mitgliederboom dank Kitas, Schulen und Klinkenputzen
Wachstum fällt nicht vom Himmel. Daniela hat eine klare Vorstellung von aktiver Vereinsarbeit: Flyer, die in Kitas ausgehängt werden, Gespräche in Schulen, persönliche Ansprache in der Stadt, präsente Social-Media-Kanäle, eine frisch überarbeitete Website. Das alles erzeugt Sichtbarkeit – und Selbstläufer. Denn je mehr Kinder Spaß haben, desto mehr Eltern reden darüber, desto schneller füllen sich die Trainingsgruppen. Gleichzeitig bleibt das Team realistisch: Alles ist Ehrenamt, Kapazitäten müssen mitwachsen. Trainerlizenzen, Helferinnen und Helfer, klare Strukturen – all das gehört zur Erfolgsgeschichte. Und die ist vielfältig: Die TSG Angermünde steht seit 1966 für Boxen, Gewichtheben, Gymnastik, Schach und Volleyball, verbindet Generationen und ist für viele ein Stück Heimat geworden.
Zwischen harter Einheit und „väterlicher Rolle“: Was gute Trainer ausmacht
Jörg beschreibt seine Aufgabe als Balanceakt: fordernd sein, ohne zu überfordern. Kinder sollen für den Sport brennen, aber auch lernen, dass Fortschritt in Wellen kommt – mal bergauf, mal Stillstand, mal Tal. Genau dafür braucht es Trainer, die zugleich führen und zuhören, die Technik erklären und Trost spenden, die Ziele setzen und Freude kultivieren. Die TSG setzt auf Eignungstests, Gespräche mit Eltern und individuelle Förderung. Nicht alle Kinder werden Gewichtheberinnen oder Gewichtheber – und das ist in Ordnung. Wichtig ist, dass sie bleiben, sich bewegen, Gemeinschaft erleben. Aus Breite wächst Spitze: Einige werden später vielleicht zur Landesstützpunktarbeit aufschließen, andere bleiben im Verein und tragen die Kultur weiter.
Große Träume, klare Schritte: Vom Nachwuchs zur Bundesligavision
Aus der geretteten Abteilung ist binnen kurzer Zeit ein engagiertes Nachwuchszentrum geworden, das Pläne schmiedet. Daniela und ihr Mann Stefan träumen davon, langfristig ein eigenes Bundesliga-Mega-Team aufzubauen. Visionen allein reichen nicht, deshalb denkt der Verein in Etappen: Nachwuchs sichern, Trainerbasis erweitern, Wettkampferfahrung sammeln, lokale Präsenz ausbauen – beispielsweise beim Stadtfest oder Kinderfest in Angermünde. All das kostet Zeit und, ja, „Kohle“, wie es im Gespräch augenzwinkernd heißt. Spenden bleiben das Rückgrat vieler Projekte. Wer investiert, unterstützt nicht nur Medaillenambitionen, sondern stärkt vor allem Kinder, Jugendliche und eine lebendige Stadtgesellschaft.
Einladung: Dein Verein, Deine Bühne – und starke Reichweite für Deine Botschaft
Wir von „Trude Kuh“ laden Dich ein: Wenn Dich die Geschichte der TSG Angermünde berührt hat, wenn Du die Mischung aus Ehrenamt, Nachwuchsförderung, Besenstiel-Technik und echter Vereinsliebe genauso inspirierend findest wie wir, dann melde Dich bei uns und stell Deinen Verein in unseren TV-Studios vor. In unserem Gespräch mit Daniela Friedland und Jörg Springborn ging es um einen beeindruckenden Turnaround Ende 2024, ein Trainingskonzept, das Kinder ab vier Jahren mit Mini Athletics abholt, um ein Vereinswachstum durch Kitas, Schulen und Social Media, um Gemeinschaft auf und neben der Heberbühne, um Eignungstests, Elternarbeit, Pokale, Rückschläge und große Träume wie ein Bundesliga-Mega-Team – kurz: um all das, was einen Sportverein zu einem Ort macht, an dem Kinder körperlich und menschlich wachsen. Wenn Du Deinen Verein sichtbar machen willst, haben wir die Bühne und die Reichweite: „Trude Kuh“ erzielt über 14,5 Mio. Kontakte im Monat, das TV-Studio liefert die passende Kulisse, und unsere Formate bieten Dir viele Möglichkeiten, Deine Themen zu platzieren – ob als Verein oder als Unternehmen, das zielgerichtete Werbung schalten möchte. Schau gern auf unserer Website vorbei unter „Trude Kuh“, erfahre alles über das TV-Studio von „Trude Kuh“, nutze die Chance, Deinen Verein im Interview vorstellen zu lassen, oder informiere Dich über die Werbemöglichkeiten für Unternehmen; wenn Du mit Deiner Mannschaft, Deinem Projekt oder Deiner Marke Herzen erreichen willst, dann lass uns sprechen – wir freuen uns auf Dich.


