Es riecht nach frischem Holz und großer Aufbruchstimmung: Wenn die Tür zur neuen Schießhalle in Petersfehn aufgeht, scheint ein ganzer Verein einmal tief durchzuatmen. Hier, direkt am Sportplatz, blitzen die Zielscheiben, die Auswertung ist offen und modern, und im Gemeinschaftsraum klingt schon das leise Klacken der Dartpfeile – als wollte der Raum selbst sagen: Hier passiert Zukunft. Der Niedersächsische Schützenverein Petersfehn aus der Gemeinde Bad Zwischenahn im Landkreis Ammerland zeigt, wie Tradition und moderne Vereinsarbeit zusammenfinden. Präsident Sascha Hilmer und sein Vorgänger Elmar Schmidt erzählen von einem Weg, der nicht nur zu Pokalen führt, sondern vor allem zu einem Gefühl von Zusammenhalt. Das Interview wurde geführt von Redaktionsleiter Georg Mahn.
Zwischen Königstitel und Community: Warum Petersfehn auf „Wir“ setzt
Schützenverein, das ist für viele: grüne Uniformen, Marschmusik, Festumzüge und der hölzerne Vogel weit oben über dem Platz. Was oft fehlt in diesem Bild: das große Ziel dahinter, die gelebte Gemeinschaft. Petersfehn hält an Traditionen fest, ohne stur zu werden. „Wir sind ein Kann-Verein, kein Muss-Verein“, sagt Sascha Hilmer. Uniform gern, aber nicht zwingend. Luftgewehr oder Luftpistole, klar – doch daneben gibt es Blasrohrschießen, Dart und künftig Target Sprint als Sommerbiathlon-Variante, die Läufer und Neugierige gleichermaßen abholt. Der Verein denkt breiter, denn im ländlichen Raum konkurriert heute nicht nur Social Media mit Sport und Ehrenamt, sondern eine große Vielfalt an Angeboten. Die Antwort aus Petersfehn: Türen öffnen, niedrigschwellige Einstiege bieten, Neugier wecken.
Elmar Schmidt, über Jahrzehnte prägend für den Verein, beschreibt, wie wichtig dieser Schritt war. Die alte Schießhalle ließ den Wandel kaum zu. Also wurde neu gedacht – und vor allem neu gebaut. Am Ende steht ein Haus, das mehr ist als Raum für Sport: Es ist ein Treffpunkt, in dem Jugend und Alteingesessene zusammenkommen, Ideen ans Tageslicht tragen und das Vereinsleben sichtbar wird.
Neubau mit langem Atem: Wie aus Planung ein lebendiger Ort wird
Was wie ein Sprung nach vorn aussieht, ist in Wahrheit eine lange Strecke: Baubeginn war 2022, doch davor lagen neun Jahre Planung. Der erste Spatenstich im Umfeld des Sportplatzes datiert sogar auf 2017. Mitten im Ehrenamt, bei vollem Terminkalender, bedeutete das viele Sitzungen, viel Abwägen, viel Einbinden – denn im Verein gibt es keine Alleinentscheidungen. Dass die neue Halle heute so offen und transparent wirkt, ist kein Zufall. Ein Vereinsbüro, das es vorher nie gab. Eine gemeinsame Umkleide für Männlein und Weiblein, vollständig getrennt und funktional. Die Sportleitung überwacht die Auswertung im Überblick, Trainings sind organisiert, Abläufe klar. Das Herzstück: der 10-Meter-Schießstand für Luftdruckwaffen – ohne Kleinkaliber, bewusst modernisiert. Und dann der Gemeinschaftsraum: Gespräche, Limo oder Bier, Dart, kurze Wege zwischen Sport und Miteinander. Das neue Vereinsheim ist ein Haus der Bewegung und der Begegnung.
Blasrohrschießen: Inklusiv, erschwinglich und überraschend erfolgreich
Die Petersfehner setzen mit dem Blasrohrschießen auf eine Sportart, die viel kann. Sie ist inklusiv – Disziplinen für das Schießen aus dem Rollstuhl gehören dazu. Sie ist konzentriert, ruhig und doch physisch, denn Puste und Technik entscheiden über Präzision. Und sie ist erschwinglich: Eine komplette Ausrüstung liegt etwa bei 200 Euro, während klassische Schießsportgeräte schnell in den vierstelligen Bereich gehen. Wettkämpfe gibt es vom Kreis bis zur Deutschen Meisterschaft, die offiziell seit zwei Jahren ausgetragen wird. Petersfehn mischt bereits mit. Der Einstieg ist leicht, Erfolgserlebnisse stellen sich schnell ein, und das macht die Sportart besonders attraktiv für junge Menschen, für Neulinge und für alle, die mal etwas Neues versuchen wollen. Im Verein kümmert sich Sascha Hilmer federführend um diesen Bereich – Beweis dafür, wie neue Disziplinen Engagement auch innerhalb des Vorstands wecken.
Schützenfest im Juli: Höhepunkt, Schaufenster, Kraftprobe
Vom Schützenfest zu Schützenfest – so beschreibt Elmar Schmidt das Jahresgefühl in Petersfehn. Ende Juli ist das Ereignis des Jahres, für Kinder wie für Erwachsene, und davor liegt viel Arbeit. Monatliche Treffen, Buntmacher mit eigenen Aufgaben, Bogenschützen mit eigenem Gelände und Netzwerkhalle, Turniere, Programm, Koordination. Ein Schützenfest ist mehr als Tradition: Es ist das große Schaufenster, in dem der Verein seine Sportarten zeigt, die Gemeinschaft feiert und die anderen Vereine im Dorf mit einbindet. Denn Petersfehn versteht sich als Plattform. Transparenz und Beteiligung sind nicht nur Worte – sie beginnen mit einem offenen Ohr und setzen sich fort in Angeboten, die das Dorf zusammenbringen, sei es der wiederbelebte Dorfkampf oder die Präsentation von Bogenschießen und Blasrohrschießen vor Ort.
Nachwuchs, Ehrenamt, Finanzierung: Warum Offenheit alles verändert
Wer die neue Halle betritt, merkt schnell: Nachwuchsgewinnung ist hier keine Schlagzeile, sondern Praxis. Probetrainings sind willkommen, die Sportleitung nimmt sich Zeit, unterbricht notfalls sogar kurz den Trainingsbetrieb, um Frischlinge an die Hand zu nehmen. Der Verein plant regionale Blasrohrturniere, denkt gemeinsam mit dem Oldenburger Schützenbund über Meisterschaften in Petersfehn nach und öffnet für Target Sprint die Flächen des Sportzentrums. All das passiert nicht ohne Ehrenamt. „Ohne Ehrenamt ging da gar nichts“, sagt Elmar Schmidt. Beitragseinzahlungen helfen, doch erst Menschen, die Ideen entwickeln, anpacken und außerhalb ihrer Arbeitszeit Verantwortung übernehmen, machen den Verein lebendig.
Gleichzeitig gilt: Ohne Geld bleibt vieles Wunsch. Die Ausstattung kostet, Jugendarbeit braucht Mittel, Veranstaltungen benötigen verlässliche Budgets. Spenden sind daher ausdrücklich willkommen – sie sichern die vielen kleinen und großen Schritte, die aus einem lebendigen Vereinsjahr eine verlässliche Zukunft machen.
Einladung, Mitmachen, Werben: Dein Verein ins TV – Deine Marke ins Rampenlicht
Wir von „Trude Kuh“ haben den Niedersächsischen Schützenverein Petersfehn mit Präsident Sascha Hilmer und Ex-Präsident Elmar Schmidt im TV-Studio empfangen und mit ihnen über die neue Schießhalle am Sportplatz, die inklusiven und bezahlbaren Chancen im Blasrohrschießen, die Planungskraft hinter dem großen Schützenfest im Juli, die Bedeutung des Ehrenamts und die klare Öffnung für Nachwuchs gesprochen. Wenn Du mit Deinem Verein ähnliche Themen bewegst – Tradition weiterdenken, Gemeinschaft stärken, junge Leute begeistern, neue Sportarten mutig ausprobieren – dann melde Dich bei uns. Wir stellen Deinen Verein gerne in den TV-Studios von „Trude Kuh“ vor, denn unsere Reichweite liegt bei über 14,5 Mio. Kontakten im Monat und bietet damit enorme Werbemöglichkeiten für Unternehmen, von regional bis national. Schau auf unserer Seite vorbei unter „Trude Kuh“, lerne unser TV-Studio von „Trude Kuh“ kennen, buche Dein Format unter Verein im Interview vorstellen oder informiere Dich über unsere Werbemöglichkeiten für Unternehmen. Wir von „Trude Kuh“ geben Deiner Geschichte eine Bühne, wenn auch Du Deinen Verein präsentieren oder als Unternehmen starke, reichweitenstarke Werbung platzieren willst, dann sag uns Bescheid – wir freuen uns auf Dich und Deine Ideen.


