Es gibt Sätze, die ein ganzes Leben in seinen Grundfesten erschüttern. Die drei Worte „Sie haben Krebs“ lassen den Atem stocken. Doch was geschieht, wenn es vier Worte sind, die eine Welt zusammenbrechen lassen? „Ihr Kind hat Krebs.“ Ein Satz, der Eltern in einen Abgrund aus Angst, Ohnmacht und Verzweiflung stürzt. Der Wunsch, aus diesem Albtraum zu erwachen, wird übermächtig, doch die Realität ist unerbittlich. Der Alltag wird zu einem Spagat zwischen Krankenhaus, Schule und dem verzweifelten Versuch, ein Stück Normalität zu bewahren. In diesen Momenten der totalen Überforderung, wenn eine Familie an ihre Grenzen stößt, treten Menschen auf den Plan, die nicht wegschauen. Menschen, die Halt geben, zuhören und Perspektiven schaffen. Genau dafür steht der Verein Kolibri Hilfe für krebskranke Kinder Deutschland. In den TV-Studios von „Trude Kuh“ sprach Andreas Landgraf, zweiter Vorstand des Vereins, über diese unschätzbar wertvolle Arbeit und seine ganz persönlichen Erfahrungen mit Redaktionsleiter Georg Mahn.
Wenn die Diagnose das Leben verändert
Für Andreas Landgraf ist die Arbeit im Verein mehr als nur ein Ehrenamt – sie ist eine Herzensangelegenheit, geboren aus der eigenen schmerzhaften Erfahrung. Im Jahr 2011 traf seine Familie die Diagnose wie ein Blitzschlag: Sein damals 16-jähriger Sohn Justin erkrankte an Blutkrebs. An diesen Moment könne er sich noch erinnern, als sei es gestern gewesen. „Das vergisst man nie“, erklärte Landgraf im Gespräch. Er habe rund drei Wochen gebraucht, um zu realisieren, dass dies kein böser Traum sei, aus dem er morgens einfach wieder aufwacht. Die Ohnmacht sei überwältigend. Als Elternteil leide man doppelt, da man nicht nur mit der eigenen Angst kämpfen, sondern auch für das Kind stark sein müsse. Sein Sohn, heute 31 und gesund, habe sich im Internet über die Krankheit informiert und sei dabei auch auf die Schattenseiten und schlimmsten Prognosen gestoßen. Ihn aufzufangen und gleichzeitig die eigene Fassung zu bewahren, sei eine immense Herausforderung gewesen. Die zweijährige Therapie war ein ständiges Auf und Ab, geprägt von den schweren Nebenwirkungen der Chemotherapie, die von Aggression über tiefe Traurigkeit bis hin zu kurzen Momenten der Fröhlichkeit reichten.
Zwischen Isolation und dem Wunsch nach Normalität
Eine Krebsdiagnose innerhalb einer Familie führt oft zu einer tiefgreifenden Isolation. Andreas Landgraf beschreibt die Klinik als eine Art „Bubble“, in der die Zeit stillsteht, während sich die Welt draußen unaufhaltsam weiterdreht. Innerhalb dieser Blase entstehen oft enge Freundschaften zwischen betroffenen Familien, die ein ähnliches Schicksal teilen. Doch außerhalb der Klinikmauern erleben viele Familien, wie sich Freunde und Nachbarn zurückziehen – nicht aus bösem Willen, sondern aus Unsicherheit und der Unfähigkeit, mit der Situation umzugehen. Dabei sei gerade in dieser Zeit die soziale Zuwendung von außen enorm wichtig. Der Verein Kolibri setzt genau hier an. Er schafft Momente der Normalität und der Freude, die den zermürbenden Klinikalltag durchbrechen. Ob bei gemeinsamen Koch-Events, Musikveranstaltungen oder einem Sommerfest, wie es erst am 14. Juni 2026 stattfand – diese Aktionen erlauben es den Kindern und ihren Familien, für ein paar Stunden die Krankheit zu vergessen und einfach nur zu leben. Auch die Erfüllung von Herzenswünschen spielt eine zentrale Rolle. Oft sind es für Außenstehende profane Dinge wie ein Tablet, ein Smartphone oder eine Spielekonsole, die für die Kinder jedoch die Welt bedeuten, da sie ihnen helfen, den Kontakt zur Außenwelt zu halten und ein Stück Lebensfreude zurückzugewinnen.
Bildung als Brücke zurück ins Leben
Ein herausragendes Projekt des Vereins sind die Lernroboter, die 2018 ins Leben gerufen wurden. Als die Mutter eines erkrankten Schülers aus Schwerin nach einer Möglichkeit suchte, ihrem Sohn die Teilnahme am Unterricht zu ermöglichen, wurde der Verein aktiv. Er schaffte einen Roboter an, der anstelle des Kindes im Klassenzimmer sitzt und vom Krankenhaus oder von zu Hause aus gesteuert werden kann. So bleibt das Kind Teil der Klassengemeinschaft, bekommt den Unterrichtsstoff mit und verliert nicht den sozialen Anschluss. „Die Kinder gehen lange nicht in den Unterricht und verlieren wirklich den kompletten Zusammenhalt ihres sozialen Systems“, betonte Landgraf. Mittlerweile besitzt der Verein 40 dieser Roboter, die vollständig über Spenden finanziert werden. Dieses Projekt ermöglicht es den Kindern, schulisch am Ball zu bleiben und nach ihrer Genesung ohne den zusätzlichen psychologischen Druck, eine Klasse wiederholen zu müssen, direkt wieder in ihrem alten Klassenverband anzuknüpfen. Es ist ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie der Verein nicht nur im Hier und Jetzt hilft, sondern auch nachhaltig Brücken für die Zukunft der Kinder baut. Andreas Landgrafs Engagement ist dabei die direkte Folge seiner eigenen Erfahrung: Er wollte die Unterstützung schaffen, die er sich damals für seine eigene Familie gewünscht hätte.
Werde Teil unserer Gemeinschaft und mache einen Unterschied
Wir von „Trude Kuh“ waren tief bewegt von dem Gespräch mit Andreas Landgraf und der unglaublich wichtigen Arbeit, die der Verein Kolibri Hilfe für krebskranke Kinder Deutschland leistet. Es sind Geschichten wie diese, die zeigen, wie viel Kraft und Hoffnung aus Engagement und Mitgefühl erwachsen können. Vielleicht engagierst auch Du Dich in einem Verein, der eine besondere Geschichte zu erzählen hat, oder leitest ein Unternehmen, das sich für soziale Projekte starkmacht. Wenn auch Du Deinen Verein vorstellen möchtest, melde Dich gerne bei uns. In unserem TV-Studio von „Trude Kuh“ bieten wir die perfekte Plattform, um Eure Botschaft zu verbreiten und ein breites Publikum zu erreichen. Mit über 14,5 Millionen Kontakten im Monat ist „Trude Kuh“ eine starke Stimme in der Medienlandschaft. Dies eröffnet auch fantastische Werbemöglichkeiten für Unternehmen, die ihre Marke in einem positiven und reichweitenstarken Umfeld präsentieren wollen. Wenn Du also Interesse hast, Deinen Verein im Interview vorstellen zu lassen oder das Werbepotenzial unserer Plattform nutzen möchtest, dann besuche uns auf unserer Webseite. Auf „Trude Kuh“ findest Du alle Informationen, die Du benötigst, um mit uns in Kontakt zu treten. Lasst uns gemeinsam Gutes tun und inspirierende Geschichten sichtbar machen. Wir freuen uns darauf, von Dir zu hören und vielleicht schon bald gemeinsam vor der Kamera zu stehen.


