Es ist ein Bild, das Ruhe und Beständigkeit ausstrahlt: Ein kleines Stück Land, sorgfältig gepflegt, mit blühenden Beeten, reifenden Tomaten und dem Duft von frisch gemähtem Gras. Für viele ist der eigene Kleingarten ein Rückzugsort, ein zweites Zuhause, in dem Generationen zusammenkommen und man dem hektischen Alltag entfliehen kann. Doch hinter dieser Idylle steckt weit mehr als nur das Umgraben von Erde. Es braucht Gemeinschaft, Organisation und leidenschaftliches Ehrenamt, um aus einzelnen Parzellen eine lebendige Nachbarschaft zu formen. Längst hat das Kleingärtnertum sein einstiges Image der Spießigkeit abgelegt und steht heute für einen Ort der Sicherheit, der Orientierung und der persönlichen Balance in einer zunehmend komplexen Welt. Genau diese Werte verkörpert der Kleingärtnerverein Jever in der Kolonie Siabbenmoor. Wie wertvoll grüne Oasen sind und wie Natur, Zusammenarbeit und Ehrenamt Hand in Hand gehen, darüber sprach Redaktionsleiter Georg Mahn in den Studios von „Trude Kuh“ mit dem ersten Vorsitzenden Thomas Regling und dem zweiten Vorsitzenden Christian Fortkamp.
Mehr als nur ein Hobby: Ein Ruhepol für alle Generationen
Was macht die Faszination eines Kleingartens heute aus? Für Christian Fortkamp, seit 2017 im Verein und seit 2023 zweiter Vorsitzender, ist die Antwort klar. Im stressigen Arbeitsalltag bietet der Garten einen unschätzbaren Raum, um zur Ruhe zu kommen, den eigenen Gedanken nachzuhängen und einfach die Seele baumeln zu lassen. Es ist der perfekte Ausgleich zur medialen Reizüberflutung und dem digitalen Dauerdruck, ein Aspekt, der besonders für die jüngere Generation und deren Fokus auf eine gesunde Work-Life-Balance immer wichtiger wird. Thomas Regling, seit diesem Jahr erster Vorsitzender, ist von Beruf Gärtner. Man könnte meinen, er hätte genug von der Natur, doch auch für ihn ist die eigene Parzelle ein unverzichtbarer Ruhepol. Er schätzt es besonders, sein Fachwissen an Laien weiterzugeben und die Begeisterung für das Gärtnern zu wecken. Diese generationenübergreifende Anziehungskraft zeigt sich auch in der Mitgliederstruktur des Vereins: Von 18 bis 80 Jahren ist jede Altersgruppe vertreten, geeint durch die Freude, mit den eigenen Händen etwas zu schaffen und die Natur unmittelbar zu spüren.
Individualität und Gemeinschaft auf 2,8 Hektar
Die Anlage des Kleingärtnervereins Jever erstreckt sich über beachtliche 2,8 Hektar und beherbergt 41 Parzellen. Keine gleicht der anderen, wie Thomas Regling betont. Jede Parzelle spiegelt den Charakter ihres Pächters wider. Manche spezialisieren sich auf den Gemüsebau mit Kartoffeln oder anderen Sorten, andere legen prachtvolle Staudenbeete an, während wieder andere auf Hochbeete oder eine großzügige Rasenfläche setzen. Diese Vielfalt ist gewollt und wird gefördert, denn die Mitglieder inspirieren sich gegenseitig. Der Verein ist kein abgeschlossener Bereich, sondern von 7 bis 19 Uhr öffentlich zugänglich. Spaziergänger sind eingeladen, sich die Gärten anzusehen und Anregungen für das eigene Zuhause mitzunehmen. Die Parzellen selbst variieren in der Größe von 300 bis 500 Quadratmetern, und eine Laube mit bis zu 24 Quadratmetern ist erlaubt. Gelegentliches Übernachten, beispielsweise am Wochenende, ist ebenfalls möglich und wird von vielen Mitgliedern als willkommene Auszeit vom Alltag genutzt.
Von der Obstwiese zum Mehrgenerationengarten
Der Kleingärtnerverein Jever ist mehr als die Summe seiner Gärten. Gemeinschaft wird hier großgeschrieben. Es gibt eine große Obstwiese mit alten Apfel- und Birnensorten, deren Früchte nicht nur von Mitgliedern, sondern auch von Gästen und Anwohnern geerntet werden dürfen. Projekte wie die Anlage einer Benjeshecke werden in Gemeinschaftsarbeit umgesetzt. Jeder Pächter leistet 12 Arbeitsstunden pro Jahr für die Pflege der Gemeinschaftsanlagen. Das Vereinsleben wird durch Feste wie das jährliche Sommerfest bereichert, das mit einem Flohmarkt und kulinarischen Angeboten auch die Öffentlichkeit anlockt. Das große Ziel für die Zukunft ist die Schaffung eines Mehrgenerationengartens. Dieses ambitionierte Projekt soll ab dem kommenden Jahr umgesetzt werden und Menschen aller Altersgruppen, vom Kindergartenkind bis zum Senior, die Natur näherbringen. Hier sollen sie nicht nur erklärt bekommen, wie etwas wächst, sondern selbst Hand anlegen dürfen – ein klares Zeichen gegen die digitale Entfremdung und für das Erleben echter, greifbarer Prozesse. Um solch große Projekte zu finanzieren, ist der Verein auf Spenden und Unterstützung angewiesen.
Werde auch Du Teil unserer Community
Das Gespräch mit Thomas Regling und Christian Fortkamp vom Kleingärtnerverein Jever hat eindrucksvoll gezeigt, wie moderne Vereinsarbeit aussehen kann: nachhaltig, gemeinschaftlich und ein echter Mehrwert für die ganze Region. Wir von „Trude Kuh“ finden das großartig und möchten auch Dir die Chance geben, Deine Geschichte zu erzählen. Wenn Du ebenfalls in einem Verein oder einer Organisation aktiv bist und diese gerne einem großen Publikum vorstellen möchtest, dann melde Dich bei uns! Nutze die Gelegenheit und präsentiere Deinen Verein im Interview vorstellen in unserem professionellen TV-Studio von „Trude Kuh“. Wir bieten die perfekte Plattform, um Eure Botschaft zu verbreiten. Doch nicht nur Vereine sind bei uns an der richtigen Adresse. Unser Angebot richtet sich auch gezielt an Unternehmen, die eine außergewöhnliche Reichweite erzielen möchten. Mit über 14,5 Millionen Kontakten pro Monat bietet „Trude Kuh“ ein enormes Werbepotenzial. Wenn Du Dein Unternehmen aufmerksamkeitsstark positionieren und Deine Zielgruppe effektiv erreichen willst, solltest Du Dir unsere vielfältigen Werbemöglichkeiten für Unternehmen ansehen. Entdecke die vielfältigen Möglichkeiten, die unsere Plattform bietet, und werde Teil der stetig wachsenden Community von „Trude Kuh“. Wir freuen uns darauf, von Dir zu hören und gemeinsam spannende Projekte zu realisieren.


