Hannelore Karg-Vitzthum und Ingrid Kornmann vom Bayerischen Tierschutzverein Hersbruck und Umgebung e. V. zu Gast bei „Trude Kuh“

Manchmal sind es Augen, die ganze Geschichten erzählen können. Geschichten von Einsamkeit, von Verlassenwerden, von schlechten Erfahrungen, die sich tief in eine Seele eingeprägt haben. Wenn einem Tier aus dem Heim ein neues Zuhause geschenkt werden soll, sind es oft genau diese Blicke, die einen festhalten, ohne dass ein Wort gesprochen wird. Doch was neue Besitzer dabei oft nicht sehen, ist die ganze Tiefe der Geschichte dahinter. Eine Tierseele leidet, wenn sie ausgesetzt wird oder das Vertrauen in den Menschen verliert. In einem Tierheim geht es deshalb nie nur darum, dass Tiere auf ein neues Zuhause warten. Es geht darum, dass hier Schicksale aufgefangen und Geschichten zurechtgerückt werden, die irgendwo aus dem Gleichgewicht geraten sind. Genau dieser herausfordernden Aufgabe stellt sich der Bayerische Tierschutzverein Hersbruck und Umgebung e. V. im fränkischen Landkreis Nürnberger Land. Die Ehrenamtlichen packen an, schaffen Perspektiven und sorgen mit Leidenschaft dafür, dass die Welt vieler kleiner Wesen wieder eine lebenswerte wird. Über diese wertvolle Arbeit sprach Redaktionsleiter Georg Mahn in den TV-Studios von „Trude Kuh“ mit Hannelore Karg-Vitzthum und Ingrid Kornmann.

Tierschutz als Herzenssache: Mehr als nur ein Ehrenamt

Für Hannelore Karg-Vitzthum, seit 2016 im Verein aktiv, und Ingrid Kornmann, die 2023 dazustieß, ist die Arbeit im Tierschutz weit mehr als nur ein Hobby. Es ist eine Berufung, angetrieben von der tiefen Dankbarkeit der Tiere. „Du merkst, sie merken, wenn du sie nicht alleine lässt, egal in welcher Situation“, erklärt Hannelore Karg-Vitzthum ihre Motivation. Für sie geht es nicht nur darum, das Leben der Tiere besser zu machen, sondern auch um Aufklärung in der Bevölkerung. Ingrid Kornmann wollte ebenfalls aktiv werden, anstatt nur über das Thema nachzudenken. Sie beschreibt die Momente, wenn ausgesetzte, orientierungslose Tiere gefunden werden, als zutiefst berührend. Die Dankbarkeit in den Augen der Tiere, die spüren, dass jemand für sie da ist, sei unbezahlbar. Oftmals ist die Vorgeschichte der Tiere ungewiss. Ob es der eineinhalbjährige Schäferhund-Mix ist, der plötzlich herrenlos umherirrt, oder ein Hund mit serbischem Chip, der an einem Rastplatz aufgefunden wird – das Team versucht, die Puzzleteile zusammenzusetzen, doch häufig bleibt das Schicksal der Tiere im Dunkeln. Die Arbeit ist anspruchsvoll und emotional fordernd, denn sie reicht von der nächtlichen Erstversorgung verletzter Fundtiere bis zur Aufzucht mutterloser Welpen – eine Realität, die 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche Engagement erfordert.

Zwischen Vorurteilen und finanziellen Hürden: Der harte Alltag im Tierheim

Der Tierschutzverein kämpft nicht nur um das Wohl der Tiere, sondern auch gegen hartnäckige Vorurteile in der Gesellschaft. Hannelore Karg-Vitzthum berichtet von der falschen Annahme, Tiere im Tierheim hätten ihr Leben verwirkt, würden keine Liebe erfahren oder seien in kleinen Zwingern eingesperrt. „Die bräuchten nur mal eine Zeit lang bei uns mithelfen“, kontert sie diese Klischees. Besonders haltlos sei die Behauptung, alte oder kranke Tiere würden nicht mehr vermittelt oder gar eingeschläfert. Die Realität sieht anders aus: Für jedes Tier wird ein passendes Zuhause gesucht. Das bedeutet aber auch, verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen. Einem achtzigjährigen Menschen könne man keinen energiegeladenen Welpen anvertrauen, und ein 75-Kilo-Hund wie ein Sarplaninac passe schlichtweg nicht in eine kleine Stadtwohnung. Die Vermittlung ist ein sorgfältiger Prozess, bei dem Mensch und Tier zusammenpassen müssen, inklusive der Klärung, was im Notfall mit dem Tier geschieht. Neben diesen gesellschaftlichen Herausforderungen ist die Finanzierung die größte Hürde. Der Verein ist zuständig für 21 Gemeinden im Nürnberger Land und der Oberpfalz und finanziert sich hauptsächlich über Spenden und Mitgliedsbeiträge. „Weder Stadt noch Staat zahlt irgendwas dazu, dass wir das machen“, stellt Karg-Vitzthum klar. Tierarztkosten, Futter, Instandhaltung der Anlage und Fahrzeuge – alles muss der Verein selbst stemmen. Ein Hund wie der junge Pepe, der eine Hüft-Operation für geschätzte 12.000 Euro benötigt, zeigt die immensen finanziellen Belastungen, mit denen die Tierschützer täglich konfrontiert sind.

Ein Blick in die Zukunft und die Kraft des Engagements

Trotz aller Schwierigkeiten blicken die beiden Ehrenamtlichen hoffnungsvoll in die Zukunft. Ihr größter Wunsch ist ein Wandel im Denken der Menschen und die Möglichkeit, sich zu vergrößern, um noch mehr Tieren in Not helfen zu können. Der Verein, dessen Wurzeln bis in die Jahre 1957 (Tierschutzverein Hersbruck und Umgebung) und 1993 (tierischen Action) zurückreichen, beweist täglich, dass mit Engagement, Ehrenamt und finanzieller Unterstützung viel bewegt werden kann. Aktionen wie das Hundeschwimmen im örtlichen Freibad, bei dem der Erlös dem Tierheim zugutekommt, oder Informationsstände bei Veranstaltungen sind wichtige Bausteine, um auf die Arbeit aufmerksam zu machen und Gelder zu generieren. Für Ingrid Kornmann ist die Arbeit eine erfüllende Aufgabe geworden, die ihr täglich neue Energie gibt. Die Dankbarkeit der Tiere, die durch die Hilfe des Vereins eine zweite Chance auf ein glückliches Leben bekommen, ist für sie der größte Lohn. Die Freude, wenn ein Tier erfolgreich in ein liebevolles Zuhause vermittelt wird, überwiegt den Schmerz des Abschieds. Es ist dieser Kreislauf aus Rettung, Pflege und Vermittlung, der die Ehrenamtlichen antreibt und zeigt, wie wertvoll ihre unermüdliche Arbeit ist.

Werde auch Du Teil der „Trude Kuh“ Community!

Wir von „Trude Kuh“ waren tief beeindruckt von dem unermüdlichen Einsatz, den Hannelore Karg-Vitzthum, Ingrid Kornmann und das gesamte Team des Bayerischen Tierschutzvereins Hersbruck und Umgebung e. V. für Tiere in Not leisten. Das Gespräch hat uns einmal mehr gezeigt, wie wichtig ehrenamtliches Engagement ist und welche emotionalen und finanziellen Herausforderungen damit verbunden sind. Möchtest auch Du die wichtige Arbeit dieses Vereins unterstützen, findest Du alle Informationen direkt auf deren Webseite. Wenn auch Du Teil eines Vereins oder einer Organisation bist, die eine ebenso wichtige Botschaft hat, dann melde Dich bei uns! Wir bieten Dir die Plattform, Deinen Verein im Interview vorstellen zu können. Unser professionelles TV-Studio von „Trude Kuh“ steht bereit, um Deine Geschichte zu erzählen und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Reichweite, die wir Dir bieten können, ist enorm: Mit über 14,5 Millionen Kontakten im Monat ist „Trude Kuh“ die ideale Bühne, um auf Dein Anliegen aufmerksam zu machen. Dies gilt selbstverständlich auch für Unternehmen. Wenn Du nach effektiven Wegen suchst, Deine Marke oder Dein Produkt einem großen und interessierten Publikum zu präsentieren, solltest Du unsere vielfältigen Werbemöglichkeiten für Unternehmen prüfen. Wir bieten maßgeschneiderte Konzepte, um Deine Werbebotschaft authentisch und wirkungsvoll zu platzieren. Nutze die Chance, Teil unserer wachsenden Community zu werden und Deine Ziele mit unserer Unterstützung zu erreichen.