Sarah Pöhlmann vom Verein zur Förderung des Voltigiersports in Holte-Spangen zu Gast bei „Trude Kuh“

Ein Pferd setzt den Takt, Huf für Huf, wie ein Metronom. Kinder und Jugendliche verschmelzen mit seinem Rhythmus, balancieren, springen, drehen, als seien Körper, Tier und Musik ein einziger Fluss. Voltigieren wirkt wie pure Leichtigkeit – doch hinter der eleganten Harmonie verbirgt sich ein Sport, der Disziplin, Technik, Mut und Vertrauen verlangt. Genau darüber spricht die erste Vorsitzende des Vereins zur Förderung des Voltigiersports in Holte-Spangen im niedersächsischen Landkreis Cuxhaven, Sarah Pöhlmann, im „Trude Kuh“ TV-Studio. Sie erzählt von Teamgeist, Ehrenamt und großen Zielen, vom Alltag zwischen improvisierten Trainingsplätzen und der Vision einer eigenen Reithalle. Das Interview führte Redaktionsleiter Georg Mahn.

Warum Voltigieren Kinder stark macht

Für Sarah Pöhlmann begann die Faszination früh: Mit vier Jahren stand sie auf dem Pferd, begleitet von Longenführer oder Longenführerin, im Vertrauen auf das Tier und das Team um sie herum. Voltigieren ist für sie kein Sportgerätetraining, sondern eine Gemeinschaftsleistung: Pferd, Mensch und Musik bilden eine Einheit – und dabei entstehen Freundschaften, die über Jahrzehnte tragen. Was zunächst leicht aussieht, offenbart bei näherem Hinsehen enorme Vielseitigkeit. Pflicht und Kür im Wettkampf fordern Technik und Ausdruck, die Übungen verlangen Motorik und Körperkontrolle, die Musik bietet den Rahmen für Kreativität. Wer das unterschätzt, lernt beim Ausprobieren schnell, dass schon das sichere Knien auf dem galoppierenden Pferd eine Herausforderung ist – und dass der Weg zum eleganten Abgang nicht nur Mut, sondern auch Übung und Vertrauen erfordert. Kinder wachsen daran sichtbar: Aus den ersten zögerlichen Bewegungen wird nach einigen Trainings ein selbstbewusster Sprung, der stolz macht und die persönliche Entwicklung spürbar beschleunigt.

Gemeinschaft, Kreativität und Verantwortung

Im Verein zur Förderung des Voltigiersports in Holte-Spangen verbinden sich sportliche Arbeit und gelebte Gemeinschaft. Rund 50 bis 60 Kinder voltigieren jede Woche in sechs Gruppen, von den Minis mit vier oder fünf Jahren bis zu den Jugendlichen. Zehn Kinder trainieren jeweils zusammen, erleben Wettkämpfe und lernen, wofür sie üben. Kreativität gehört dazu: Die „Volti-Kids“ bemalen Hufeisen, präsentieren sich auf Straßen- und Dorffesten, veranstalten ein Lichterfest und bauen Steckenpferd-Laternen. Ein gesponserter Bock vom Ortsvorsteher und einem Tischler zeigt, wie lokales Engagement die Trainingsarbeit stärkt. Gleichzeitig ist der Förderverein aktiv, um Mittel zu akquirieren, die den besonderen Bedarf der Sparte decken: Trainingsmaterialien, Verschleißteile und Infrastruktur kosten Geld, doch sie sind die Voraussetzung, den Sport zugänglich zu halten.

Verantwortung endet nicht am Rand des Zirkelkreises. Die Teams übernehmen Pferdekunde, Putzen, Waschen, Boxen machen und lernen, rücksichtsvoll zu turnen. Kinder erfahren früh, warum ein sanftes Abrollen dem Rücken des Pferdes guttut und wie ihr eigenes Verhalten das Wohl des tierischen Partners beeinflusst. Auch Ängste dürfen sein: Das Hufeauskratzen kostet am Anfang Überwindung, der Abstieg aus großer Kinderperspektive wirkt hoch. Mit Zuspruch, Geduld und klaren Abläufen wächst das Zutrauen. Und wichtig: Voltigieren bleibt offen für alle. Talent hilft, doch der Kern ist Gemeinschaft – niemand wird ausgeschlossen, Probetrainings stehen bereit.

Zwischen Wetterfront und Zukunftsplan: die eigene Reithalle

So stark die Gemeinschaft ist, so deutlich sind die infrastrukturellen Grenzen. Der Reit und Fahrverein heute sparen, kurz RFV, besitzt keinen eigenen Grund und Boden; die Voltigiersparte trainiert oft draußen. In der Küstenregion Cuxhaven ist Wind und Wetter verlässlich unberechenbar – Turniere auf dem echten Pferd sind so kaum durchführbar. Bisweilen weicht man im Winter in Turnhallen aus und arbeitet am Holzpferd, doch das ist nicht der Kern des Sports. Die Lösung liegt klar vor Augen: eine eigene Reithalle. Grund und Boden sind dank der Familie Stelling gesichert; Hufeisen erhält der Verein dort sogar kostenfrei, was Ausgaben senkt. Es fehlt das Geld für den Bau, geschätzt zwischen 250.000 und 300.000 Euro. Der Förderverein sammelt Spenden und arbeitet an Förderanträgen, für die ein eigener Eigenanteil nötig ist. Gelingt es, rund 40 Prozent Eigenmittel zu mobilisieren, lassen sich Fördertöpfe aktivieren, die das Projekt tragfähig machen. Realistisch wird über die Anträge im nächsten Jahr entschieden, sodass die Teams wohl noch zwei Winter in den Nachbarort ausweichen müssen – mit all der Logistik von Anhängern, Transporten und Hallenzeiten. Die Hoffnung: 2028 den Start in der eigenen Halle zu feiern. Geplant ist dabei mehr als eine Sportstätte: eine Begegnungsstätte Holte-Spangen, die dem Ort und weiteren Vereinen wetterunabhängige Veranstaltungen ermöglicht.

Sport, der verbindet: Teamgeist, Wettbewerb und regionale Nähe

Die Kreismeisterschaft in Fredenberg zeigt, wie leistungsorientiert Voltigieren sein kann: Pflicht und frei gestaltete Kür zur Musik, dynamische und statische Elemente, die Präzision und Ausdruck verlangen. Gleichzeitig bleibt das Miteinander zentral: Die höheren Teams setzen gezielt auf kleinere Turnerinnen und Turner für Hebefiguren und choreografische Spannungen, während die Jüngeren Perspektiven nach oben entwickeln. Nach außen trägt der Förderverein seine Arbeit über Festivitäten, Sommerfeste und Auftritte. In diesem Jahr findet das große Sommerfest am 29. August statt; interessierte Familien können Trainingszeiten auf der Vereins-Homepage einsehen oder über Instagram Kontakt aufnehmen. Wer möchte, erlebt den Förderverein außerdem auf Straßenfesten – etwa in Sahlenburg am kommenden Wochenende. Die Botschaft: Gemeinschaft macht Spaß, stärkt, verbindet und öffnet Türen in einen Sport, der Motorik, Verantwortung und Kreativität gleichermaßen schult.

Einladung: Dein Verein im TV-Studio und starke Reichweite für Unternehmen

Wir von „Trude Kuh“ freuen uns, Dir genau diese Geschichte näherzubringen: ein Förderverein, der Voltigieren für Kinder und Jugendliche ermöglicht, der mit Kreativität, Ehrenamt und Mut eine eigene Reithalle anstrebt und der zeigt, wie Teamgeist und Verantwortung den Sport prägen; wenn Du mit Deinem Verein ebenfalls eine Bühne suchst, melde Dich gerne bei uns, denn wir zeichnen Interviews im TV-Studio von „Trude Kuh“ auf und bieten zusätzlich echte Reichweite, weil „Trude Kuh“ über 14,5 Mio. Kontakt im Monat erzielt und damit vielfältige Werbemöglichkeiten für Unternehmen schafft, sodass Du Deinen Verein vorstellen oder Deine Firma sichtbar platzieren kannst; auf unserer Seite findest Du alle Informationen zu „Trude Kuh“ unter „Trude Kuh“, Eindrücke und Buchungsmöglichkeiten zum TV-Studio von „Trude Kuh“, den direkten Weg, Deinen Verein im Interview vorzustellen und transparente Informationen zu den Werbemöglichkeiten für Unternehmen, damit Du die wichtigsten Inhalte dieses Interviews – vom Gemeinschaftsgedanken über die Trainingsarbeit bis zur Reithallen-Vision – kompakt mitnimmst und zugleich erfährst, wie wir Dein Projekt ins Rampenlicht holen; wenn Du also Dein Vereinsleben zeigen oder als Unternehmen die enorme Reichweite nutzen willst, dann lass uns sprechen – wir machen es leicht, sympathisch und wirkungsvoll.