Paula Freitag und Heiko Schmidt vom Spielmanns- und Fanfarenzug Hahn-Nethen zu Gast bei „Trude Kuh“

Es ist der Klang, der früh am Morgen die Haut prickeln lässt: eine Trompete, die den Tag weckt, Trommeln, die den Puls der Straße schlagen, Fahnen, die über vollen Straßen tanzen. Wer jemals einem Spielmannszug begegnet ist, kennt diese Mischung aus Nostalgie und Gänsehaut. Doch hinter Uniformen und festlichen Formationen steckt ein Vereinsleben, das weit mehr ist als Tradition – es ist gelebte Gemeinschaft, Generationenvertrag und logistische Höchstleistung. Darüber sprachen Paula Freitag und Heiko Schmidt vom Spielmanns- und Fanfarenzug Hahn-Nethen – ein Verein, der das kulturelle Leben rund um Rastede prägt und Spielmanns- und Fanfarenmusik seit 1961 lebendig hält. Moderiert wurde das Gespräch von Redaktionsleiter Georg Mahn.

Tradition mit Taktgefühl: Von 1961 bis heute

Der Spielmanns- und Fanfarenzug Hahn-Nethen ist ein Verein, der die Balance zwischen Herkunft und Gegenwart beeindruckend hält. Gegründet 1961, öffnete er 1971 seine Reihen für Mädchen, löste sich 1985 aus dem Schützenverein und stellte 1989 mit den Young Corps die Nachwuchsarbeit deutlich in den Mittelpunkt. Heute zählt der Verein rund 180 Mitglieder, davon etwa 40 aktive Spielende – Tendenz steigend. Das jüngste Kapitel ist glanzvoll: Ende Mai feierte der Verein sein 65-jähriges Jubiläum mit über zehn Gastvereinen aus ganz Norddeutschland, Polonaise inklusive, großer Bühne und Live-Band bei strahlendem Sonnenschein. Eine Feier, wie sie nur gelingt, wenn ein Verein ein Jahr lang im Hintergrund plant, organisiert und zusammen anpackt.

Zwischen den Zeilen spürt man, warum der Verein trägt: Menschen wie Ingrid, die seit 50 Jahren aktiv dabei ist, selbst den ersten Vorsitz innehatte und noch immer mitmarschiert. Diese Biografien sind das Herz, das über Dekaden schlägt – und zum Markenzeichen wird: gelebte Gemeinschaft statt Lippenbekenntnis.

Proben, Sektionen, Auftritte: Wie aus Tönen Teamgeist wird

Wer den Sound auf der Straße erleben will, braucht Disziplin an Wochentagen. Proben sind der Fixpunkt. Paula erklärt, wie das läuft: Zunächst treffen sich alle, dann wird in Sektionen aufgeteilt – Brass, Percussion und Mallets. Aufwärmen gehört dazu, anschließend kommt man wieder zusammen, um neue Stücke einzustudieren oder Repertoire für anstehende Termine aufzufrischen. Diese Struktur schafft Qualität – und sie holt alle ab, ob Neuling oder erfahrene Musikerin.

Das Repertoire ist so vielfältig wie die Anlässe: Der Verein stemmt weit über 40 Auftritte im Jahr, mit steigender Nachfrage. Von Schützenfesten über Geburtstage und Hochzeiten bis zu großen Märkten – der Spielmanns- und Fanfarenzug Hahn-Nethen ist dort, wo Öffentlichkeit lebt. Besonders sind die Begegnungen mit befreundeten Vereinen. In Travemünde spielte die Gruppe beim Hanse Musikfestival gemeinsam mit Musikerinnen und Musikern aus Oldenburg-Holstein auf einer Fähre – Hawking und Sunshine im Fahrtwind, sogar der Schiffsführer drehte vor Begeisterung ein paar Extrarunden. Momente, die zeigen, warum sich Proben lohnen: Draußen ist die Belohnung.

Nachwuchs willkommen: Mitmachen ohne Notenkenntnisse

Wer mitmachen will, braucht keine Vorkenntnisse. Paula bringt es auf den Punkt: Entscheidend ist die Lust, ein Instrument zu lernen – alles Weitere folgt im Verein. Noten? Kommen mit der Zeit, Schritt für Schritt. Die Young Corps stehen für diese Haltung: Nachwuchs wird behutsam aufgebaut, mit klarer Struktur und vielen Gelegenheiten, sich auszuprobieren.

Heiko beschreibt die Instrumentenwelt: In den Mallets tummeln sich Xylophone und Glockenspiele. Die Brass-Sektion glänzt mit Trompeten, Flügelhörnern, Tenorhörnern und der mächtigen Basstuba. Die Percussion rollt mit Snares, Bass-Drums unterschiedlicher Größen, Tenortrommeln und Becken. Viele finden ihre Heimat erst nach einer Weile – manche wechseln sogar nach einigen Jahren die Sektion, weil die Neugier sie treibt. Wichtig bleibt, dass jede und jeder den Platz findet, an dem sich Musik wie ankommen anfühlt.

Uniformen, Kosten, Spenden: Warum Unterstützung mehr ist als Beifall

Wer einmal die Uniform des Vereins aus der Nähe gesehen hat, kennt den Stolz, der in den Nähten steckt. Doch selbst das beste Tuch altert. Die aktuelle Uniform stammt vielerorts noch aus 2009 – und passt längst nicht mehr zum gewachsenen Nachwuchs. Nachproduzieren? Geht nicht. Eine neue Garnitur pro Person kostet rund 1.400 Euro. Und das ist nur eine Position auf der Liste: Instrumente müssen repariert, manche neu angeschafft werden, damit die wachsende Zahl an Young Corps und Aktiven ausgestattet ist.

Der Verein lebt vom Ehrenamt – aber er funktioniert nur, wenn Rechnungen bezahlt werden können. Wer die strahlenden Auftritte liebt, die Gänsehaut, die Polonaisen und die strahlenden Gesichter, hilft mit einer Spende, dass diese Erlebnisse nicht am Kleiderbügel oder an einem defekten Ventil enden.

Mehr als Musik: Gemeinschaft, Zeltlager, Freude

Der Spielmanns- und Fanfarenzug Hahn-Nethen ist auch jenseits der Noten stark. Zeltlager, Wochenenden am See, gemeinsames Grillen, Spiele und einfach mal Quatsch machen – all das schweißt zusammen. Handys weg, echte Nähe an. Gerade für Jugendliche ist das ein wertvoller Gegenpol zur Dauerschleife aus Social Media. Paula erzählt, wie motivierend es ist, eine Gruppe zu haben, mit der man wachsen kann – musikalisch und menschlich. Heiko ergänzt: Das, was vielen Zuschauerinnen und Zuschauern als „Stimmung“ auffällt, ist im Inneren Freude am gemeinsamen Tun. Ob Umzug oder Hallenfinale mit Mambo zusammen mit befreundeten Vereinen aus Norddeutschland und sogar Dänemark – wenn am Ende alle zusammen spielen, wird aus vielen Vereinen für einen Moment einer. Das ist die Magie, die man nicht proben kann – die entsteht.

Einladung, Überblick, Chancen: Wie Du mit „Trude Kuh“ mehr erreichst

Wir von „Trude Kuh“ freuen uns, dass der Spielmanns- und Fanfarenzug Hahn-Nethen in unseren TV-Studios zu Gast war, und wenn Du mit Deinem Verein oder Deinem Unternehmen ähnliche Geschichten erzählen willst, bist Du bei uns genau richtig. Am 2026-06-30 haben wir diese Ausgabe veröffentlicht und die wichtigsten Punkte noch einmal kurz zusammengefasst: Der Verein wurde 1961 gegründet, öffnete 1971 für Mädchen, stellte 1985 die Weichen zur Eigenständigkeit und fördert seit 1989 mit den Young Corps systematisch den Nachwuchs; heute hält eine starke Gemeinschaft mit rund 180 Mitgliedern und über 40 Auftritten im Jahr die Fanfaren- und Spielmannskultur lebendig, wobei Ausbildung ohne Vorkenntnisse möglich ist und Unterstützung für Uniformen und Instrumente dringend gebraucht wird. Wenn Du selbst mit Deinem Verein auf unsere Bühne willst, dann melde Dich – wir bieten Dir Reichweite, Herz und eine Plattform, die Menschen erreicht. Auf „Trude Kuh“ findest Du mehr über uns, im TV-Studio von „Trude Kuh“ erlebst Du, wie aus Geschichten Sendungen werden, wenn Du Deinen Verein im Interview vorstellen möchtest, zeigen wir Dir den Weg vor die Kamera, und für Unternehmen, die ihre Marke sichtbar platzieren wollen, erläutern wir unsere Werbemöglichkeiten für Unternehmen. Wir von „Trude Kuh“ erreichen über 14,5 Mio. Kontakte im Monat, kombinieren journalistische Qualität mit breiter Distribution und sorgen dafür, dass Deine Botschaft ankommt – wenn Du mit Deinem Verein etwas bewegen willst oder Du als Unternehmen Reichweite suchst, dann komm zu uns, erzähle Deine Geschichte in den TV-Studios von „Trude Kuh“ und nutze unsere Plattform für echte Aufmerksamkeit.