Wenn ein Kinderlachen den Raum füllt, vergisst man für einen Augenblick die Schwerkraft der Welt. Doch hinter dieser leichten Melodie stehen oft Geschichten, die schwer tragen: fehlende Mahlzeiten, unzugängliche Medizin, der Verlust von Geborgenheit. Genau dort, wo Armut, Krankheit und Perspektivlosigkeit den Alltag prägen, hat sich in Ouagadougou in Burkina Faso ein belastbares Netzwerk der Hoffnung entwickelt. Aus der Vision der Hamburgerin Kathrin Rohde entstand 1995 der Verein AMPO – und aus der Vision wurde Mission. Heute, mehr als drei Jahrzehnte später, beschreibt Johann Vosteen, Vorstandsvorsitzender von AMPO International, im Gespräch in den Studios von „Trude Kuh“ eindrücklich, wie Hilfe zur Selbsthilfe zu einem selbsttragenden Motor für Bildung, Gesundheit und Chancen geworden ist. Moderiert wurde das Gespräch von Redaktionsleiter Georg Mahn.
AMPO: Eine Vision wird zum verlässlichen System der Hilfe
Alles begann mit einem Stück Land auf einer ehemaligen Müllkippe, das der Staat einer engagierten Frau überließ. Was nach einem unmöglichen Start klingt, ist heute ein geordneter, lebendiger Ort mit einem Jungen- und einem Mädchen-Waisenhaus, jeweils mit rund 55 Kindern. Vosteen zeichnet die Entwicklung nach: Kinder mit harten Schicksalen – Eltern im Gefängnis, verstorben, zerbrochene Familien – finden hier Betreuung, Struktur und den Weg zur Schule, deren Gebühren der Verein übernimmt. Der Alltag ist schlicht, die Stadt drumherum dynamisch: Ouagadougou wächst rasant, getrieben von Landflucht und der Suche nach Arbeit und Sicherheit. In diesem Spannungsfeld hält AMPO den Fokus: Bildung und Integration, Mut und Verantwortung für ein selbstbestimmtes Leben.
Das medizinische Rückgrat bildet eine Krankenstation, die im Land bekannt ist. Dort zahlen Patientinnen und Patienten einen symbolischen Betrag, damit Hilfe realistisch erreichbar bleibt. Lange Schlangen vor der Tür sprechen von Vertrauen in die Versorgung. Was AMPO besonders macht, ist die klare Haltung: Afrika den Afrikanern. Die Leitung liegt bei lokalen Direktorinnen und Direktoren, darunter Leontine für die Krankenstation und ein burkinischer Generaldirektor für die Gesamtkoordination. Der deutsche Vorstand arbeitet ehrenamtlich, drei festangestellte Mitarbeiterinnen in Berlin tragen die Geschäftsstelle. Wöchentliche Abstimmungen per Videocall sorgen dafür, dass Lösungen schnell, passend und vor Ort getragen sind.
Rollstühle, Ausbildung, Perspektiven: Hilfe, die Kreise zieht
Das Prinzip Hilfe zur Selbsthilfe zeigt sich exemplarisch in der Rollstuhlwerkstatt, deren Direktor selbst beinamputiert ist. Das Team, allesamt auf Rollstühle angewiesen, schweißt robuste Dreiradmodelle mit Handantrieb, zugeschnitten auf die holprigen Straßen des Landes. Wer Bedarf hat, kann sich bewerben; die Übergabe der Rollstühle ist ein Moment greifbarer Veränderung. So entstehen aus einem Werkstattprojekt Mobilität, Würde und gesellschaftliche Teilhabe.
Parallel wächst AMPO in die Breite der Lebenswege hinein. Eine landwirtschaftliche Ausbildungsstätte, unterstützt unter anderem von der Doktor Elvira Engel Stiftung aus Luxemburg, bildet Jugendliche in Biolandbau, Viehzucht und Pflanzenbau aus. Unter einem jahrhundertealten Baum, der zum sinnbildlichen Zentrum geworden ist, lernen junge Menschen praxisnah, erhalten ein kleines Startpaket und tragen Wissen zurück in ihre Dörfer. Dieses Kreislaufmodell setzt genau dort an, wo Perspektiven fehlen: Es schafft Wissen, Einkommen und lokale Stabilität – und es entspricht der Grundphilosophie, Menschen so zu befähigen, dass das Gute nicht verloren geht.
Transparenz, Übergabe, Stabilität: AMPO im Wandel
Kathrin Rohde, Gründerin und bis heute prägende Kraft, lebt die Projekte mit Leidenschaft vor Ort und sieht sich längst als Teil Burkinas. Mit 78 Jahren ist sie mitten im Generationswechsel: Die Verantwortung liegt zunehmend bei den lokalen Teams und dem deutschen Vorstand, der die Geschichte weiterträgt und die Strukturen stabilisiert. Hier braucht es Planbarkeit – und die hängt an verlässlicher Finanzierung.
Der jährliche Bedarf ist hoch; Krisen anderswo verschieben die globale Aufmerksamkeit. AMPO begegnet dem mit Transparenz: Direktoren prüfen Fälle vor Ort, reisen in Dörfer, um Biografien zu verifizieren und Familien nach Möglichkeit zusammenzuhalten, statt sie zu trennen. Das Ziel ist ganzheitlich: Waisenhaus, Lehrküche, Wohnheime für Auszubildende, medizinische Hilfe und Ausbildung – Lösungen greifen ineinander. Und sie zeigen Wirkung über Grenzen hinweg: Drei ehemalige Waisenkinder lernen in Kiel für die Altenpflege, weitere junge Menschen ziehen beruflich in Hotellerie oder Elektrotechnik nach Schleswig-Holstein. Perspektiven werden zu Brücken, getragen von Sprache, Ausbildung und Motivation.
Aus Geschichten werden Wege: Warum Menschen AMPO vertrauen
Das Interview zeichnet persönliche Momente nach, die die Dimension der Hilfe spürbar machen. Etwa die Begegnung mit einer Familie, in der ein Junge drei Jahre lang mit offenem Schienbein lebte, bevor eine Operation Laufhilfen möglich machte. Solche Einzelschicksale verlangen Pragmatismus, Empathie und Ressourcen. Vosteen beschreibt, wie die Arbeit ihn selbst verändert hat: Er kam über einen Zufall und Freundschaft mit einem Geflüchteten zu AMPO, half beim Aufbau eines Geschäfts in Ouagadougou – und erkannte, dass die Reise selbst zum Ziel wird, wenn sie Sinn stiftet.
Doch Sinn allein trägt kein System. AMPO arbeitet wie ein kleines Unternehmen mit einem Volumen von rund 1,3 Millionen Euro, braucht Partner, Stifterinnen und Unterstützer, die das verlässliche Ankommen von Mitteln garantieren. Eine Stiftung mit Anlagevermögen bringt Stabilität über Erträge, doch für Zukunftssicherheit braucht es mehr: Firmen, die Wirksamkeit sehen, Menschen, die an das Gute glauben und Verantwortung teilen. Denn die Stadt wächst, Grundstücke wie Tontenga verändern sich, Strukturen müssen angepasst und erweitert werden. Wer in die nächsten 30 Jahre schaut, erkennt eine klare Linie: Transparenz schafft Vertrauen, Vertrauen schafft Planbarkeit, Planbarkeit schafft Zukunft.
Deine Einladung: Mit AMPO helfen, mit „Trude Kuh“ sichtbar werden
Wir von „Trude Kuh“ haben Johann Vosteen und AMPO International in unseren Studios erlebt – und wenn Du mit Deinem Verein ähnliche Geschichten von Mut, Bildung und medizinischer Hilfe teilst oder als Unternehmen soziale Wirkung mit klarem Werbehebel verbinden willst, dann melde Dich bei uns. In Kürze: AMPO entstand 1995 aus der Vision von Kathrin Rohde, versorgt heute Kinder in Waisenhäusern, unterstützt jährlich rund 1.500 bedürftige Schulkinder, betreibt eine Krankenstation mit symbolischer Gebühr, stärkt durch lokale Leitung das Prinzip „Afrika den Afrikanern“, fördert Ausbildung in Biolandbau und baut mit Projekten wie der Rollstuhlwerkstatt echte Selbständigkeit auf. Wenn Du mehr über uns erfahren möchtest, klick Dich zu „Trude Kuh“, sieh Dir unser TV-Studio von „Trude Kuh“ an, nutze die Möglichkeit, Deinen Verein im Interview vorstellen zu lassen, und informiere Dich über die vielfältigen Werbemöglichkeiten für Unternehmen. Wir von „Trude Kuh“ erreichen über 14,5 Mio. Kontakte im Monat – das bedeutet für Dich maximale Sichtbarkeit für gute Zwecke und starke Kampagnen. Wenn Du einen Verein leitest und sichtbar werden willst oder als Unternehmen nach wirksamer Platzierung suchst, dann komm ins TV-Studio von „Trude Kuh“ und lass uns gemeinsam zeigen, dass das Gute nicht verloren geht.


