Die Halle ist still wie vor einem Anpfiff, aber hier gibt es keinen Jubelrausch – noch nicht. Ein schwerer Ball mit kleinen Glocken rollt, prallt, klingt. Drei Spieler liegen in Spannung auf dem Boden, hören, fühlen, entscheiden im Bruchteil einer Sekunde. Ein Wurf, zwei Pflichtkontakte, dann die Wand aus Körper und Konzentration. Goalball ist keine Sportart der Schlagworte, sondern des gelebten Miteinanders. Wenn alle dieselben lichtundurchlässigen Masken tragen, zählt nicht das Sehvermögen, sondern Präzision, Timing und Teamgefühl. Im Gespräch im TV-Studio von „Trude Kuh“ erzählen Torsten Schroiff, Vorstand Finanzen, Co-Trainer und Ü40-Spieler, und Susanne Kersten, Vorstand Jugend und Spielerin des Rostocker Goalball Club Hansa e.V. – kurz RGC – von einer Welt, in der Inklusion nicht erklärt, sondern praktiziert wird. Moderiert wurde das Interview von Redaktionsleiter Georg Mahn.
Die klare Ehrlichkeit einer Sportart, die alle gleich macht
Goalball wurde 1976 in Toronto erstmals paralympisch gespielt und ist bis heute eine der konsequentesten inklusiven Sportarten. Denn die Gleichheit ist nicht verhandelbar: Im Training wie im Wettkampf werden zusätzlich zu den Masken die Augen mit Patches abgeklebt und mit Tape fixiert – jede Form von Restsehen ist ausgeschlossen. Das Spielfeld hat die Größe eines Volleyballfelds, die Tore sind neun Meter breit und 1,30 Meter hoch, die Teamzonen und die neutrale Zone sind taktil markiert. In Rostock steht Europas einzige Goalballhalle mit vormarkierten Linien im Terraflexboden – ein Alleinstellungsmerkmal, das Training auf höchstem Niveau ermöglicht. Die Ruhe im Spiel ist dabei nicht Beiwerk, sondern Voraussetzung. Nur wenn der Ball im Spiel ist, müssen Zuschauer absolut still sein, Handys ausgeschaltet. Jubel ist erlaubt – aber erst, wenn der Schiedsrichter pfeift.
RGC Hansa e.V.: Erfolge, die ein ganzes System tragen
Der Verein wurde 2014 gegründet und hat seitdem eine Titelsammlung, die selbst Großsportarten erblassen lässt: deutsche Meistertitel, Vizemeisterschaften, Champions-League-Medaillen, Vizeclubweltmeisterschaft und Auszeichnungen wie Sportler des Jahres in der Women Champions League. Aktuell hat sich das Team um Spieler wie John, der bei der Champions-League-Qualifikation zum wertvollsten Spieler gewählt wurde, für die Endrunde im September qualifiziert. Die Rostocker sind national mit Teams in der ersten und zweiten Bundesliga aktiv und international regelmäßig auf Turnieren unterwegs. Trotz dieser Bilanz bleibt Goalball gesellschaftlich oft unsichtbar. Während große Turniere anderer Sportarten Schlagzeilen machen, bekommen die Leistungen des Parasports häufig weniger Aufmerksamkeit. Umso wertvoller sind Unterstützer vor Ort: Die Stadt Rostock und die Oberbürgermeisterin stehen hinter dem Verein – persönliche Momente inklusive, wenn sogar im Portugal-Urlaub spontan auf der Tribüne angefeuert wird.
Familie als Fundament: Training, Teamgeist und Barrierefreiheit
Im RGC ist der Verein Familie – buchstäblich. Vom Kraftraum neben der Halle zu den Helfern am Spieltag, vom Kuchenverkauf bis zu Torrichtern: Alle packen an, ob Partner, Kinder, Großeltern. Die Trainer leisten Herzblutarbeit, allen voran Cheftrainer Mario – Ansprechpartner, Fahrer, Analyst, Seelsorger. Während andere schlafen, feilt er an Gegneranalysen und Spielplänen. Inklusion lebt der Club in der Trainingspraxis. Etwa die Hälfte der Sportler hat eine Sehbeeinträchtigung, die andere Hälfte sieht normal. Auf dem Feld sind alle gleich, draußen braucht es Umsicht: Wer nicht sieht, lernt anders, wird verbal angeleitet, bekommt Wege erklärt und Strukturen taktil vermittelt. Viele Berührungsängste lösen sich in der Begegnung, oft reicht die einfache Frage: „Kann ich dir helfen oder kommst du klar?“ Beeindruckend ist, wie schnell sich blinde und sehbeeinträchtigte Sportler in fremden Hallen und Hotels orientieren – während sehende Begleiter eher unsicher sind.
Spielprinzip, Intensität und Nachwuchs
Goalball ist kontaktfrei, die drei Spieler eines Teams verteidigen und werfen den rund 1,2 Kilogramm schweren Klingelball in zweimal zwölf Minuten Spielzeit. Der Ball muss vor dem Übergang zur gegnerischen Seite zweimal aufkommen – erst in der eigenen Teamzone, dann in der neutralen Zone. Orientierung entsteht über Geräusche, Körperlage und klare Kommandos. Für Neulinge fühlt sich das Anlegen der Maske an wie ein Schalter: Der Alltag wird ausgeblendet, die Ohren übernehmen, Bewegungen werden hörbar. Der Nachwuchs kommt, wenn er die Sportart erlebt – die Herausforderung ist, ihn dorthin zu bringen, denn Goalball ist noch vielen unbekannt. Umso wichtiger sind offene Trainings, Sichtbarkeit und niedrigschwellige Angebote.
Finanzierung, Ziele und ein großer Wunsch
Leistungssport kostet. Der RGC reist national mit Neunsitzern, zahlt Hotelübernachtungen, organisiert Bundesliga- und internationale Einsätze – von Barcelona bis zu Clubweltmeisterschaften. Der Anspruch ist klar: Sportlerinnen und Sportler zahlen nichts drauf, der Verein trägt die Kosten. Dafür braucht es Spenden, Förderungen und Partner. Gleichzeitig verfolgt der RGC ein großes Ziel: die Rückkehr zum Bundesstützpunkt-Status. Obwohl der Club einen Großteil der Nationalmannschaft stellt, sind durch politische Entscheidungen Fördergelder entfallen. Die Rostocker wollen den Status zurück – als Anerkennung ihrer Arbeit und zur Sicherung ihrer Trainingsbedingungen. Und natürlich geht der Blick nach vorn: Champions League für die Ladies im August, strategische Trainingsplanung, Urlaubszeiten nach Turnierkalender – der Verein lebt Leistung und Gemeinschaft.
Deine Einladung: Mitmachen, vorstellen, werben – bei „Trude Kuh“
Wir von „Trude Kuh“ freuen uns, wenn Du Dich vom Herzblut des RGC Hansa e.V. inspirieren lässt: Goalball steht für echte Inklusion, absolute Gleichheit auf dem Feld und beeindruckende Erfolge seit 2014, vom deutschen Meistertitel bis zu Champions-League-Medaillen, getragen von einer Vereinsfamilie, die zusammen Training, Reisen und Turniere stemmt und dabei Nachwuchs fördert und große Ziele wie den Bundesstützpunkt-Status verfolgt. Wenn Du Deinen Verein im TV-Studio von „Trude Kuh“ vorstellen möchtest, melde Dich gerne bei uns, denn wir erzielen über 14,5 Mio. Kontakt im Monat und bieten damit starke Reichweiten für Vereine und vielfältige Werbemöglichkeiten für Unternehmen. Alle Infos findest Du auf der Seite von „Trude Kuh“, einen Blick hinter die Kulissen bekommst Du im TV-Studio von „Trude Kuh“, Deinen Verein im Interview vorstellen kannst Du ganz einfach über unsere Kontaktstrecke, und wenn Du als Unternehmen Reichweite und zielgenaue Platzierungen suchst, entdeckst Du hier unsere Werbemöglichkeiten für Unternehmen. Wir von „Trude Kuh“ geben Deinem Thema Bühne und Herz – wenn auch Du Deinen Verein zeigen oder Deine Marke clever platzieren willst, dann komm zu uns ins Studio, wir freuen uns auf Dich.


