André Heling und Bärbel Bartels vom Country Skipper Square Dance Club zu Gast bei „Trude Kuh“

Wenn ein Takt die Welt verbindet, beginnt die Geschichte oft weit vor der Gegenwart. Aus den Schrittfolgen europäischer Tänze und dem Lebensgefühl eines neuen Kontinents formte sich in Amerika eine Kultur, die den Einzelnen im besten Sinne verschwinden lässt: Square Dance. Vier Paare, ein gemeinsamer Rhythmus, klare Ansagen, ein Lächeln, das über jede Figur hinwegträgt. Im „Trude Kuh“ TV-Studio treffen Tradition und Gegenwart auf zwei Menschen, die diese Idee seit Jahrzehnten leben: Präsident André Heling und Vizepräsidentin Bärbel Bartels vom Country Skipper Square Dance Club aus Nienburg an der Weser. Mit ihnen spricht Redaktionsleiter Georg Mahn darüber, wie aus Schritten Gemeinschaft wird und aus einem Club eine Institution.

Vom ersten Tipp zur lebenslangen Leidenschaft

André Heling kam 1994 zum Square Dance, seit 1996 führt er den Verein als Präsident. Was ihn damals angezogen hat, ist bis heute der Kern: die Faszination für Figuren, die Präzision im Zusammenspiel und das Gefühl, Teil eines großen Ganzen zu sein. Außenstehende sehen zunächst ein freundliches Durcheinander, hören Gesangsfetzen und rhythmische Kommandos. Wer einsteigt, erkennt das System: Koordination, Regelwerk, Eleganz in Bewegung. Der Caller ruft die Figuren, die Paare setzen sie im Takt um – gewolltes Miteinander statt Zufall. Für Bärbel Bartels kam der Funke über ein Open House: einmal mittanzen, und schon war sie „Feuer und Flamme“. Zwischen Arbeitsplatz und Alltag wurde Square Dance für sie zur wohltuenden Therapie, bei der Kopf und Füße eins werden. Nach dem ersten Tipp fällt Anspannung ab, der Tag bekommt ein freundliches Finale. Auch 50 Kilometer Anfahrt pro Woche änderten daran nichts – manche Wege sind es wert.

Ein Club schreibt Geschichte: Von den „Bärentatzen“ zur Institution

Die Wurzeln des Country Skipper Square Dance Club reichen in den November 1990 zurück: 24 Gründungsmitglieder in der Gaststätte „Zu den Bärentatzen“ in Wietzen legten den Grundstein für den ersten Square Dance Club im Landkreis Nienburg/Weser. Früh prägten öffentliche Auftritte das Bild: 1991 die Gewerbeschau in Wietzen, die Damen in Siedlerkleidern, später die bunte, schwungvolle Pedico-Mode, Herren im langen Hemd und Jeans. Wie in jedem Sport gehört die passende Kleidung dazu, ob gekauft im spezialisierten Shop – beim Spargeltanz oft vor Ort – oder mit Liebe und Nadel selbst gefertigt. Bärbel näht fast alles selbst, veredelt Petticoats mit Pailletten und Details, die den Rock lebendig machen. Der Club gehört heute zu den bekannten Adressen der Region, wird angesprochen, wenn es um Square Dance geht und prägt mit Veranstaltungen wie dem Open-Air-Tanz zur 1000-Jahr-Feier Nienburgs die lokale Stadtkultur.

Regeln, Rhythmus und eine globale Sprache

Square Dance braucht vier Paare im Quadrat, den „Square“. Ein Caller steht leicht außerhalb, ruft Figuren, die standardisiert erlernt werden. 50 Figuren umfasst der Kurs – wer ihn besteht, kann weltweit mittanzen. Wettbewerbe gibt es nicht, dafür Tanzveranstaltungen, die die Szene zusammenschweißen. Ein Höhepunkt: die European Square Dance Convention 2018 in Amsterdam, bei der 2.600 Tänzerinnen und Tänzer aus Amerika, Japan, Russland, Australien, Schweden und vielen weiteren Ländern gemeinsam tanzten. Gemeinschaft statt Konkurrenz, getaktet von Musik und Stimme, ist das verbindende Element. Der Club trifft sich dienstags von 19:30 bis 21:30 Uhr, jeder kann reinschnuppern. Voraussetzungen? Lust auf Bewegung und Freude am Miteinander genügen.

Spargeltanz: Das Nienburger Special mit Ausstrahlung

Nienburg steht für Spargel – und seit dem 26. Mai 2013 auch für den Spargeltanz, das jährliche Special des Clubs. Bis zu 160 Tänzerinnen und Tänzer reisen an, oft ist lange vor dem Termin „sold out“. Es gibt ein großes Spargelbuffet, einen Open-Air-Tanz, früher auf dem Marktplatz, wo Passanten stehen bleiben und staunen. Die Stimmung trägt dabei maßgeblich der Caller, der die Tanzfläche in Bewegung hält. 2026 führt Sönke Wills aus Hamburg mit einer Musikauswahl quer durch Genres – von Schlager über Chart-Hits bis zu Klassikern –, die wirklich jeden abholt. Wer nur schauen will, bleibt selten sitzen. Mode gehört dazu: Petticoats, farbenfrohe Röcke, Accessoires, die das Flair verstärken. Ein Shop ist regelmäßig vor Ort, doch die Individualität entsteht oft an der heimischen Nähmaschine. So wird aus einem Special ein Erlebnis, das Tänzerinnen und Tänzer ebenso wie die Stadtgesellschaft verbindet.

Zwischen Ehrenamt, Nachwuchs und der Zukunft des Tanzes

Wie viele Vereine spürt auch der Country Skipper Square Dance Club die Herausforderung, Menschen für Engagement zu gewinnen. Verantwortung kostet Zeit, doch ohne sie fehlt die tragende Struktur. Bärbel lobt Andrés Einsatz, der gefühlt rund um die Uhr für den Club lebt. Das Ehrenamt trägt, wenn Leidenschaft und Teamgeist zusammenkommen. Nach Corona hat Square Dance in Deutschland teils an Dynamik verloren, während Line Dance boomt. Umso wichtiger sind Initiativen wie „Deutschland tanzt Square Dance“, die die Szene sichtbarer machen und neue Mitglieder gewinnen. Der Wunsch für die kommenden Jahre ist klar: mehr Bekanntheit, neue Mitglieder, Kontinuität. Denn Square Dance ist eine internationale Sprache der Kultur, die Brücken baut – zwischen Generationen, Städten, Ländern. Wer einmal den „Virus“ eingefangen hat, findet überall Anschluss, neue Freunde und einen verlässlichen Takt, der den Alltag leichter macht.

Deine Einladung: Mit uns tanzen, zeigen, werben

Wir von „Trude Kuh“ haben André Heling und Bärbel Bartels heute dafür gefeiert, dass Square Dance Gemeinschaft spürbar macht, dass der Country Skipper Square Dance Club seit 1990 Menschen verbindet und mit dem Spargeltanz jedes Jahr ein echtes Highlight setzt, und wenn Du Deinen Verein im TV-Studio zeigen willst, Dich über unsere Reichweite von über 14,5 Mio. Kontakten im Monat informieren möchtest oder Ideen hast, wie wir gemeinsam Deine Marke sichtbar machen, dann freuen wir uns auf Dich; schau gerne auf „Trude Kuh“ vorbei, entdecke das TV-Studio von „Trude Kuh“, nutze „Open House“-Momente wie der Club in Nienburg es vorlebt und reiche Deine Story über Verein im Interview vorstellen ein, und wenn Du als Unternehmen die Energie, Vielfalt und Begeisterung unserer Formate für Dich nutzen willst, findest Du alle Infos zu Platzierungen, Formaten und Zielgruppen bei Werbemöglichkeiten für Unternehmen; gemeinsam machen wir Kultur und Vereinsleben sichtbar – und geben Deiner Botschaft genau den Takt, den sie verdient.