Andrea und Michael Sparacio von Pfötchenglück-Gifhorn e.V. zu Gast bei „Trude Kuh“

Ein voller Napf, ein warmes Zuhause und ein Mensch, der am Ende des Tages wartet. Was für viele Tierbesitzer eine Selbstverständlichkeit ist, wird für andere zur Zerreißprobe, wenn das Geld am Monatsende knapp wird. Plötzlich steht eine Frage im Raum, die sich niemand stellen möchte: Wie soll ich mein geliebtes Haustier noch versorgen? Wer sein Tier liebt, gibt es nicht einfach weg, nur weil das Leben steinig wird. Doch oft wird klar, dass es ohne Hilfe von außen nicht weitergeht. Genau hier beginnt die unschätzbare Arbeit von Ehrenamtlichen. Sie schauen nicht weg, sondern packen an – mit Futter, Unterstützung und einem offenen Ohr. In Gifhorn, Niedersachsen, geht dieser Gedanke sogar noch einen Schritt weiter. Dort finden nicht nur Menschen in Not Hilfe für ihre tierischen Begleiter, sondern auch Tiere, die ihr Zuhause verloren haben, einen sicheren Lebenshof. Hinter dem Verein Pfötchenglück-Gifhorn e.V. stehen Andrea und Michael Sparacio, die mit unendlichem Engagement und Herzblut Tieren und Menschen gleichermaßen zur Seite stehen. Im Gespräch mit Redaktionsleiter Georg Mahn in den TV-Studios von „Trude Kuh“ gaben sie bewegende Einblicke in ihre Arbeit.

Vom Hundespielplatz zum Lebenshof für Nutztiere

Alles begann im Jahr 2021 mit einer recht einfachen Idee, wie Michael Sparacio, der erste Vorsitzende des Vereins, mit einem Schmunzeln erzählt. Ursprünglich war ein Spielplatz für kleine Hunderassen geplant. Doch mit der Wiese kam die Frage: Wie hält man das Gras kurz? Statt eines lauten Benzinrasenmähers kam der Gedanke auf, Schafe als natürliche Rasenpfleger einzusetzen. Und da Schafe Herdentiere sind, mussten es natürlich mindestens zwei sein. Aus dieser pragmatischen Überlegung entwickelte sich schnell eine Herzensangelegenheit. Warum nicht Tieren ein Zuhause geben, die es dringend benötigen? Andrea Sparacio war von Anfang an Feuer und Flamme für das Projekt, das bald eine beeindruckende Eigendynamik entwickelte. Heute erstreckt sich der Lebenshof über ein Areal von fast 10.000 Quadratmetern und beheimatet über 50 Tiere. Der Fokus liegt dabei klar auf sogenannten Nutztieren. Schafe, Ziegen, Esel, Hühner, Hähne und seit Neuestem auch zwei Shetlandponys haben hier einen sicheren Hafen gefunden. Die Geschichten hinter den Tieren sind vielfältig und oft emotional. Viele stammen von Besitzern, die sich aufgrund von Krankheit oder anderen schweren Schicksalsschlägen nicht mehr um sie kümmern konnten. Andere Tiere werden in Zusammenarbeit mit dem Veterinäramt aus schlechter Haltung gerettet und auf dem Hof liebevoll wieder aufgepäppelt.

Die Tiertafel: Hilfe, die ankommt und berührt

Neben dem Lebenshof rief der Verein 2023 ein weiteres wichtiges Projekt ins Leben: die Tiertafel. Die Resonanz war überwältigend und zeigte, wie groß der Bedarf tatsächlich ist. Michael Sparacio beschreibt die Begegnungen an der Ausgabestelle als zutiefst emotional. Menschen kommen mit Tränen in den Augen, nehmen die Helfer in den Arm und bedanken sich für die Unterstützung, die es ihnen ermöglicht, ihre tierischen Sozialpartner zu behalten. Andrea Sparacio erklärt, dass viele anfangs eine hohe Hemmschwelle überwinden müssen. Das Gefühl der Scham, die eigene Bedürftigkeit nachweisen zu müssen, sei groß. Doch der Verein begegnet jedem ohne Vorurteile, denn ein Schicksalsschlag kann jeden treffen. Um auch Menschen zu erreichen, die nicht mobil sind, gibt es seit Kurzem eine mobile Tiertafel. Mit einem großen Anhänger fahren die Ehrenamtlichen feste Sammelstellen an und verteilen dort Futterspenden. Die Finanzierung dieser Hilfe ist eine ständige Herausforderung. Das Futter für die Tiertafel wird ausschließlich über Spenden von Herstellern und Händlern organisiert. Der Betrieb des Lebenshofs hingegen wird zu rund 80 Prozent aus der eigenen Tasche der Gründer finanziert, was die enorme persönliche Hingabe unterstreicht.

Mehr als nur Tierschutz: Therapeutische Momente und Bildungsarbeit

Die Arbeit von Pfötchenglück-Gifhorn e.V. geht weit über die reine Versorgung von Tieren hinaus. Sie schafft magische Momente der Begegnung zwischen Mensch und Tier mit nachweislich therapeutischer Wirkung. So besucht beispielsweise eine Kindertrauergruppe den Hof. Andrea Sparacio beobachtet, wie anfangs zurückhaltende und misstrauische Kinder im Kontakt mit den Tieren aufblühen und für eine Weile ihre Trauer vergessen können. Alle 14 Tage besucht sie zudem mit ihren kleinen Shih-Tzu-Hunden ein Hospiz. Dort schenken die Tiere den Gästen Ruhe und Trost in einer Weise, wie es Menschen oft nicht vermögen. Sie erzählt die berührende Geschichte eines Mannes, der durch das Streicheln des Hundes Brownie seine innere Aufregung verlor und eine tiefe Ruhe fand. Diese Momente, so Andrea, sind der wahre Antrieb für ihre Arbeit. Der Verein engagiert sich zudem in der Bildungsarbeit, etwa durch Schulprojekte wie „Verantwortung“ mit der IGS Gifhorn, bei dem Schülerinnen und Schüler für 90 Minuten pro Woche aktiv auf dem Hof mitarbeiten und so wertvolle soziale Kompetenzen erlernen.

Werde Teil einer wunderbaren Gemeinschaft

Wir von „Trude Kuh“ sind tief beeindruckt von der Arbeit, die Andrea und Michael Sparacio mit ihrem Verein Pfötchenglück-Gifhorn e.V. leisten. Wenn auch Du einen Verein führst, der eine solch wichtige Aufgabe erfüllt, dann möchten wir Dir eine Bühne bieten. Melde Dich bei uns und stelle Deinen Verein im Interview vorstellen in unserem professionellen TV-Studio von „Trude Kuh“. Wir glauben fest daran, dass solche Geschichten gehört werden müssen. Das Gespräch mit Andrea und Michael hat uns einmal mehr gezeigt, wie viel Gutes durch ehrenamtliches Engagement bewegt werden kann, sei es im Tierschutz, in der sozialen Arbeit oder im Sport. Auf unserer Plattform „Trude Kuh“ findest Du viele weitere inspirierende Geschichten und Informationen. Für Unternehmen bieten wir zudem vielfältige Werbemöglichkeiten für Unternehmen, um von unserer enormen Reichweite mit über 14,5 Millionen Kontakten im Monat zu profitieren und gleichzeitig wertvolle Initiativen zu unterstützen. Es ist eine Win-Win-Situation: Du erreichst eine große Zielgruppe und zeigst gleichzeitig soziales Engagement. Wir freuen uns darauf, von Dir zu hören und gemeinsam Gutes zu tun.