Ein abgebrochener Ast, der wieder austreibt. Eine Pflanze, die sich nach langer Dürre wieder aufrichtet. Es ist die stille Kraft einer zweiten Chance, die nicht ungeschehen macht, was war, sondern verändert, was kommt. Auch Tiere tragen ihre Vergangenheit mit sich, und manchmal sind die Spuren von Vernachlässigung oder Misshandlung tief in ihre Seelen gebrannt. Für genau diese Tiere gibt es den Gnadenhof Saale Wittgenstein e.V. in Sachsen-Anhalt. Hier finden gerettete, beschlagnahmte und oft traumatisierte Seelen mehr als nur Futter und einen sicheren Schlafplatz. Sie erhalten Zeit, Geduld und die Gewissheit, angekommen zu sein. Über diesen Ort, an dem Heilung beginnt und Vertrauen neu wachsen kann, sprach Redaktionsleiter Georg Mahn in den TV-Studios von „Trude Kuh“ mit Daniela Eldem, Vorstandsmitglied und Gründerin des Vereins, sowie Jenny Kiesewetter, die als Trainerin den Tieren ihre Würde zurückgibt.
Vom lebenden Hummer zur Lebensaufgabe Tierschutz
Für Daniela Eldem begann der Weg in den Tierschutz mit einem prägenden Erlebnis, das sie bis heute nicht loslässt. Im Alter von etwa 17 Jahren, während ihrer Ausbildung zur Restaurantfachfrau, wurde sie Zeugin, wie ein Küchenchef einen lebenden Hummer in kochendes Wasser werfen wollte. Entsetzt legte sie den gesamten Betrieb lahm, bis der Koch von seinem Vorhaben abließ. Dieser Moment wurde zum Funken, der ihr Engagement entfachte. Tierschutz, so erklärt sie, bedeutet für sie, den Stimmlosen eine Stimme zu geben. Tiere kommunizieren ständig, doch viele Menschen übersehen oder missverstehen ihre Signale. Es ist ihr persönliches Anliegen, diese Wahrnehmung zu schärfen und zu zeigen, wie wichtig es ist, für die Rechte und das Wohl der Tiere einzustehen. Der Gnadenhof ist die konsequente Umsetzung dieser Überzeugung, ein Ort, an dem die Bedürfnisse der Tiere im Mittelpunkt stehen und nicht ihr Nutzen für den Menschen.
Schorsch, Elfriede und der ganz normale Wahnsinn auf dem Hof
Auf dem Gnadenhof Saale Wittgenstein e.V. leben über 80 Tiere, darunter Schweine, Schafe, Ponys, Hunde, Katzen und Geflügel. Die meisten von ihnen stammen aus Beschlagnahmungen und haben eine schwere Vergangenheit. Jenny Kiesewetter, die als Trainerin eng mit den Tieren arbeitet, berichtet von dem tiefen Misstrauen, das viele Neuankömmlinge anfangs zeigen. Doch mit Geduld, Respekt und gezielter Beschäftigung gelingt es ihr, die Herzen der Tiere zu erreichen. Ein Ganter, der anfangs scheu war, lässt sich nun streicheln, und selbst die Hähne laufen ihr freudig entgegen. Besonders ins Herz geschlossen haben die beiden Tierschützerinnen die Schweine Schorsch und Elfriede. Elfriede wurde vor dem Schlachter gerettet, während Schorsch eine Privatabgabe ist. Jenny beschreibt Schweine als hochsensible und emotionale Tiere, die Hunden im Charakter ähneln. Sie stupst einen penetrant mit der Nase an, wenn sie gekrault werden will, und Schorsch, eine echte „Drama Queen“, brüllt lauthals, wenn er nicht die gewünschte Aufmerksamkeit bekommt. Tagsüber leben die Tiere in einer großen Gemeinschaft, was viel Beobachtungsgabe erfordert, nachts hat jedes seine eigene Box. Die Arbeit auf dem Hof ist jedoch weit mehr als nur Füttern und Streicheln. Zäune müssen repariert, Ställe ausgebessert und unvorhergesehene Probleme wie ein eingestürzter Balken über dem Heulager gelöst werden. Es ist eine unermüdliche Aufgabe, die von Leidenschaft und dem Credo getragen wird: Keiner darf verloren gehen.
Ein Lernort für Kinder und die Herausforderungen des Tierschutzes
Der Gnadenhof ist nicht nur ein Zufluchtsort für Tiere, sondern auch eine Begegnungsstätte für Menschen, insbesondere für Kinder. Mit Projekten wie „Kinder helfen Tieren“ oder „Rescue Kids News“ möchte der Verein junge Menschen für den Tierschutz begeistern. Sie lernen, Verantwortung zu übernehmen, indem sie beim Ausmisten und Füttern helfen und den respektvollen Umgang mit den Tieren üben. Jenny Kiesewetter beobachtet immer wieder, wie Kinder ihre anfängliche Angst vor großen Tieren wie dem Kaltblut Gustav überwinden, sobald sie die Körpersprache verstehen und erkennen, dass das Tier ihre Hilfe braucht. Dieser pädagogische Ansatz schafft ein tiefes Verständnis für die Bedürfnisse anderer Lebewesen. Gleichzeitig steht der Verein vor enormen finanziellen Herausforderungen. Gestiegene Tierarztkosten, hohe Futterpreise und eine allgemeine Spenden-Zurückhaltung aufgrund wirtschaftlicher Unsicherheiten machen die Arbeit schwer. Daniela Eldem und Jenny Kiesewetter müssen lernen, auch mal „Nein“ zu sagen, wenn die Kapazitäten erschöpft sind, denn die Verantwortung für die bereits aufgenommenen Tiere hat oberste Priorität. Für die Zukunft wünschen sie sich, dass der Tierschutz einen höheren Stellenwert in der Gesellschaft erhält und Menschen bewusster mit Tieren und tierischen Produkten umgehen.
Werde auch Du Teil der „Trude Kuh“ Gemeinschaft
Wir von „Trude Kuh“ waren tief beeindruckt von der leidenschaftlichen Arbeit, die Daniela Eldem und Jenny Kiesewetter für den Gnadenhof Saale Wittgenstein e.V. leisten. Ihre Geschichte zeigt, wie viel man mit Engagement und Herzblut für Tiere in Not erreichen kann. Wenn auch Du einen Verein führst, der eine solche wichtige Aufgabe erfüllt, dann nutze die Chance und bewirb Dich bei uns, um Deinen Verein im Interview vorstellen zu können. Wir bieten Dir und Deinem Projekt eine Bühne in unserem professionellen TV-Studio von „Trude Kuh“, um Eure Botschaft einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Vielleicht möchtest Du aber auch die enorme Reichweite von „Trude Kuh“ für Dein Unternehmen nutzen? Mit über 14,5 Millionen Kontakten im Monat bieten wir vielfältige und effektive Werbemöglichkeiten für Unternehmen, die ihre Zielgruppe punktgenau erreichen wollen. Ob Du nun einen Verein ins Rampenlicht rücken oder Deine Firma erfolgreich bewerben möchtest – entdecke die vielfältigen Möglichkeiten, die Dir „Trude Kuh“ bietet, und werde Teil unserer wachsenden Gemeinschaft. Wir freuen uns darauf, von Dir zu hören und gemeinsam Großes zu bewegen!


