Kay Kudinow und Heidi Nowak vom Rasteder Automobil-Club zu Gast bei „Trude Kuh“

Ein unscheinbarer Pylon, eine enge Parklücke, die sanfte Neigung einer Wippe. Was nach den ersten Fahrstunden klingt, ist in Wirklichkeit Motorsport in seiner reinsten Form. Es ist die Kunst, ein Fahrzeug präzise und geschickt durch einen Parcours zu manövrieren, wo nicht nur rohe Geschwindigkeit, sondern vor allem Kontrolle und Fahrzeugbeherrschung zählen. Diese Leidenschaft für Technik, das Gefühl für das Auto und den Nervenkitzel des Wettbewerbs verbindet der Rasteder Automobil-Club seit über einem halben Jahrhundert. Von den ersten Lenkversuchen sechsjähriger Kinder im Buggy-Kart über die eleganten Ausfahrten historischer Oldtimer bis hin zum Adrenalinrausch des internationalen Grasbahnrennens – der Verein schafft es, sportlichen Ehrgeiz, ehrenamtliches Engagement und wichtige Verkehrserziehung miteinander zu verknüpfen. Wie diese faszinierende Welt aus Benzin, Gemeinschaft und Präzision aussieht, darüber sprachen Kay Kudinow und Heidi Nowak, der erste Vorsitzende und die zweite Vorsitzende des Vereins, am 5. Oktober 2026 mit Redaktionsleiter Georg Mahn in den TV-Studios von „Trude Kuh“.

Mehr als nur ein Hobby: Ehrenamt als treibende Kraft

Was motiviert Menschen, unzählige Stunden ihrer Freizeit für einen Verein zu opfern? Für Kay Kudinow, seit 1982 im Verein aktiv und seit 2014 dessen erster Vorsitzender, ist die Antwort klar: Es ist der pure Spaß an der ehrenamtlichen Arbeit. Die Organisation von Veranstaltungen, der Umgang mit Teilnehmern und Helfern – all das schafft ein einzigartiges Gemeinschaftsgefühl. Heidi Nowak, seit 2014 zweite Vorsitzende, ergänzt diesen Gedanken. Sie fasziniert, wie Menschen zusammenkommen und ohne Bezahlung Großes bewegen. Wenn für das berühmte Grasbahnrennen eine Woche lang die Streckenbegrenzung aufgebaut wird, packen rund 100 Helfer mit an. Ihr Lohn? Kein Geld, sondern Essen, Trinken und das unbezahlbare Gefühl, Teil von etwas Besonderem zu sein. Dieser Zusammenhalt ist das Fundament des rund 330 Mitglieder starken Vereins, der bereits 1972 gegründet wurde. Ohne dieses Teamwork wäre ein Event wie das international bekannte Grasbahnrennen, für das während der Veranstaltung selbst rund 120 Ehrenamtliche im Einsatz sind, schlichtweg undenkbar.

Von der Fahrschule zum schnellsten Grasbahnrennen der Welt

Das Angebot des Rasteder Automobil-Clubs ist so vielfältig wie seine Mitglieder. Eine besondere Rolle spielt die Förderung von Fahranfängern und Jugendlichen. Beim sogenannten Parcours Racing können bereits 15-Jährige teilnehmen und grundlegende Fähigkeiten wie präzises Einparken, Wenden und Ausweichen trainieren. Heidi Nowak berichtet schmunzelnd, dass Fahrschullehrer oft beeindruckt sind, wie sicher ihre Schützlinge bereits am Steuer agieren. Das Training auf dem Fliegerhorst-Gelände spart so manche teure Fahrstunde. Doch die Nachwuchsförderung beginnt noch viel früher: Kinder zwischen sechs und zehn Jahren können im Buggy-Kart erste Erfahrungen sammeln. Als offizieller ADAC-Buggy-Stützpunkt lehrt der Verein den Jüngsten spielerisch, vorausschauend zu fahren, zu bremsen und das Fahrzeug zu kontrollieren. Am anderen Ende des Spektrums steht das große Aushängeschild des Vereins: das Grasbahnrennen im Rasteder Schlosspark. Bei der 60. Austragung trafen erneut internationale Spitzenfahrer auf tausende begeisterte Zuschauer. Das Besondere daran: Die 500-Kubikzentimeter-Motorräder haben keine Bremsen. Die Fahrer reduzieren die Geschwindigkeit allein durch Gaswegnahme – und das auf der schnellsten Grasbahn der Welt, wo Rundenrekorde bei über 143 km/h liegen.

Zwischen Nostalgie und Zukunftsvisionen

Neben dem rasanten Motorsport pflegt der Verein auch die Liebe zu vierrädrigen Klassikern. Bei Old- und Youngtimer-Rallyes geht es nicht um Höchstgeschwindigkeit, sondern um Geschicklichkeit und das präzise Abfahren einer vorgegebenen Route – stilecht mit Bordbuch und Karte statt modernem Navigationssystem. Die Zusammenarbeit mit anderen Vereinen, wie dem Old- und Youngtimer Club Rastede, ist dabei von großem Wert, da man sich gegenseitig unterstützt und Ressourcen bündelt. Doch auch ein so erfolgreicher Verein blickt mit Sorge auf die Entwicklung des Ehrenamts. Kay Kudinow bestätigt, dass es nach der Corona-Pandemie schwieriger geworden ist, Menschen für ein Engagement zu begeistern. Dennoch gelingt es dem Club weiterhin, genügend Helfer zu finden. Für die Zukunft wünscht er sich vor allem den weiteren Ausbau der Jugendarbeit im Motorradbereich, etwa durch Motorrad-Geschicklichkeitsturniere. Heidi Nowak betont den inklusiven Geist des Vereins: Jeder ist willkommen, unabhängig von Herkunft oder körperlichen Einschränkungen. Dieser offene und herzliche Umgang sei es, der den Verein so besonders mache und für stetigen Zulauf sorge.

Werde auch Du Teil der „Trude Kuh“ Gemeinschaft

Wir von „Trude Kuh“ sind immer wieder begeistert, welche beeindruckenden Geschichten und Persönlichkeiten hinter den Vereinen in unserer Region stecken. Das Gespräch mit Kay Kudinow und Heidi Nowak vom Rasteder Automobil-Club hat gezeigt, wie Leidenschaft für Technik und Motorsport Menschen zusammenbringt und gleichzeitig einen wertvollen Beitrag zur Verkehrssicherheit leistet. Wenn auch Du einen Verein hast, den Du gerne einmal bei uns im Interview vorstellen möchtest, dann zögere nicht, uns zu kontaktieren. In unserem TV-Studio von „Trude Kuh“ bieten wir die perfekte Bühne, um Euer Engagement einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Melde Dich einfach bei uns, wenn Du Deinen Verein im Interview vorstellen willst. Unsere Plattform „Trude Kuh“ erreicht über 14,5 Millionen Kontakte pro Monat und ist damit nicht nur für Vereine eine fantastische Möglichkeit, auf sich aufmerksam zu machen. Auch für Firmen ergeben sich hier exzellente Chancen, ihre Zielgruppe passgenau zu erreichen. Informiere Dich über unsere vielfältigen Werbemöglichkeiten für Unternehmen und profitiere von unserer enormen Reichweite, um Deine Marke oder Dein Produkt effektiv zu bewerben. Wir freuen uns darauf, von Dir zu hören und vielleicht schon bald Deine Geschichte zu erzählen oder eine erfolgreiche Werbepartnerschaft zu starten.