Wenn der Alltag plötzlich ein anderes Tempo vorgibt, wird jede Treppenstufe zum Gipfel und jeder Einkauf zum kleinen Marathon. Ein Unfall, eine Diagnose, ein unerwarteter Einschnitt – und auf einmal zählt jede Bewegung doppelt. Genau dort setzt Rehabilitationssport an: Er gibt Menschen das Vertrauen in den eigenen Körper zurück. Im Gespräch mit Redaktionsleiter Georg Mahn erzählen Tim Görtz, zweiter Vorsitzender und Gründungsmitglied von RehaSport Rhein-Ruhr e.V., und Jonas Knüttel aus der Geschäftsführung, wie ihr Verein seit 2009 Menschen durch gezieltes Training, viel Herz und gelebte Gemeinschaft wieder in Bewegung bringt. Das Interview wurde geführt in den Studios von „Trude Kuh“. Moderator: Georg Mahn.
Rehasport mit Haltung: Aus Überzeugung zum Verein
Tim Görtz studierte Sport und Deutsch und arbeitete damals im Fitnessstudio, als ihm auffiel, wie fragwürdig Rehasport mancherorts als bloßes Mittel zur Mitgliedergewinnung eingesetzt wurde. Die Idee: Rehasport konsequent in Vereinsform, gemeinnützig und menschenzentriert. 2009 wurde RehaSport Rhein-Ruhr e.V. gegründet – ohne großes Kapital, dafür mit viel persönlichem Einsatz von Familie und Freundeskreis. Heute steht ein starkes Team mit zwölf Trainerinnen und Trainern bereit, das jeden Monat knapp 3.500 Besuche von rund 2.000 Teilnehmenden betreut. Der Verein zeigt, dass Qualität und Nähe kein Schlagwort sein müssen, sondern gelebter Alltag sein können.
Training, das verbindet: Gemeinschaft als Kraftquelle
Jonas Knüttel, seit 2013 im Verein und seit 2016 in der Geschäftsführung, beschreibt das Besondere an der Arbeit: die Teilhabe am Leben. Viele Teilnehmende sind hochaltrig und finden in den Kursen ihr Wochenhighlight – etwa in der Hockergymnastik. Wenn eine 93-jährige Teilnehmerin mit Rollator bei Wind und Wetter erscheint, ist das mehr als Disziplin: Es ist Lebensmut. Doch die Kurse sind nur die eine Seite. Die andere ist die soziale Komponente. Ob Hochschulprofessor oder Seniorin – im Verein treffen sehr unterschiedliche Menschen auf Augenhöhe aufeinander. Aus Gruppen entstehen Freundschaften, gemeinsames Kaffeetrinken, Ausflüge, ja sogar Urlaube. In der Krebsnachsorge bietet RehaSport Rhein-Ruhr e.V. einen geschützten Raum, in dem Betroffene unter sich sind, zuhören, erzählen, lachen, weinen – und über Bewegung wieder Vertrauen fassen. Hier wächst ein Netzwerk, das über Trainingseinheiten hinaus trägt.
Vielfalt im Angebot: Orthopädie, Neurologie, Lunge und Krebsnachsorge
Die Struktur der Kurse ist breit und zugleich klar ausgerichtet. Hauptschwerpunkte liegen auf orthopädischen und neurologischen Erkrankungen, Lungenerkrankungen und Krebsnachsorge. Pro Woche laufen rund 100 Kurse, nach Leistungsstufen sortiert, damit jede Person den passenden Einstieg findet. Vor Beginn steht stets ein intensives Anamnesegespräch von etwa 30 Minuten, um die individuelle Lage zu verstehen und die richtige Kurszuordnung zu treffen. Anstatt isolierte Trainingspläne für ein einzelnes Gelenk zu schreiben, arbeitet das Team ganzheitlich am gesamten Stütz- und Bewegungsapparat: mobilisieren, stabilisieren, koordinieren. Denn wo es weh tut, liegt die Ursache oft nicht weit – aber eben manchmal woanders.
Prävention, die wirkt: Trittsicherheit und Sturzprophylaxe
Rehasport ist nicht nur Reaktion, sondern auch Vorsorge. Besonders gefragt sind Kurse zur Sturzprophylaxe und Trittsicherheit. Wer früh beginnt, hält das Risiko für Stürze signifikant niedrig. Der Verein setzt darauf, Menschen schon mit Mitte 60 für sichere Bewegung zu begeistern, statt erst mit 80 zu starten. Viele Teilnehmende kommen mit ärztlicher Verordnung und haben zuvor wenig bis gar nichts mit Sport zu tun gehabt. Sie erleben, wie gut Bewegung funktioniert, wie sich Alltagsschritte leichter anfühlen, wie Belastbarkeit zurückkehrt. Wer sein Leben lang Handball oder andere Sportarten betrieben hat, bleibt meist ohnehin verbunden – die große Mehrheit entdeckt hier den Sport ganz neu und findet Freude daran.
Zusammenarbeit für Qualität: Ärzte, Trainer, Standorte
Gute Reha ist Teamarbeit. RehaSport Rhein-Ruhr e.V. hält den Austausch mit Ärztinnen und Ärzten, bespricht Fälle intern und sorgt dafür, dass alle Trainerinnen und Trainer genau wissen, worauf es bei einzelnen Teilnehmenden ankommt. Dabei bleibt das Vorgehen durchgängig: Ganzheitlich, statt punktuell. Die typische Verordnung umfasst 50 Einheiten über 18 Monate, die sinnvoll und umfassend genutzt werden. Der Verein ist an mehreren Standorten aktiv: in Oberhausen, Bottrop und am Niederrhein in Ginderich bei Wesel. Das Angebot bleibt überall im Kern gleich – die Haltung ebenso: zuhören, begleiten, stärken.
Ehrenamt mit Herz: Warum Vereinsarbeit mehr ist als Kursplanung
Neben den Kursen lebt RehaSport Rhein-Ruhr e.V. von einem enorm starken Ehrenamt. Ausflüge, Feiern, Aufbau und Abbau – überall ist Engagement spürbar. Das Umfeld zieht mit, ohne groß gefragt werden zu müssen. Gleichzeitig bringt die wachsende Größe administrative Herausforderungen mit sich. Verwaltungsthemen, Abrechnungsstellen, Umstellungen – all das ist komplexer geworden. Und doch bleibt der Kern unverändert: Der Verein arbeitet gemeinnützig und will als solcher wahrgenommen werden. Das ist kein kommerzielles Fitnesskonzept, sondern eine soziale Infrastruktur, die Gesundheit, Selbstbestimmung und menschliche Nähe zusammenbringt.
Dankbarkeit als Grundsound: Was Menschen zurückgeben
Auf die Frage, was Teilnehmende wohl als Tenor nennen würden, antwortet Jonas Knüttel: Dankbarkeit. Dankbarkeit dafür, dass es Raum und Zeit für Bewegung gibt. Dankbarkeit für soziale Kontakte, für ein Umfeld, das versteht und mitträgt. Am Ende steht oft ein Stück gewonnene Lebensqualität und Selbstständigkeit, ein Alltag, der wieder machbar erscheint. Rehasport zeigt, wie sehr der Körper und die Gemeinschaft zusammenspielen – und wie wichtig es ist, beides zu pflegen.
Einladung an Dich: Wir von „Trude Kuh“ öffnen Türen – für Vereine und Unternehmen
Wir von „Trude Kuh“ fassen für Dich das Wichtigste zusammen: RehaSport Rhein-Ruhr e.V. begleitet Menschen seit 2009 mit ganzheitlichem Training in Orthopädie, Neurologie, Lungenerkrankungen und Krebsnachsorge, sorgt mit intensiven Anamnesen für die richtige Kurswahl, baut Präventionsangebote wie Trittsicherheit aus, schafft mit Ausflügen und Netzwerken echte Gemeinschaft und hält engen Austausch zwischen Ärzten und Trainerteams – kurz: ein Verein, der Bewegung, Teilhabe und Dankbarkeit verbindet. Wenn Du Deinen Verein im TV-Studio vorstellen möchtest, melde Dich bei uns: Wir bieten Dir eine Bühne, starke Reichweite und professionelle Umsetzung. „Trude Kuh“ erreicht über 14,5 Mio. Kontakte im Monat und eröffnet Dir damit echte Werbemöglichkeiten für Unternehmen. Schau auf „Trude Kuh“ vorbei, lerne unser TV-Studio von „Trude Kuh“ kennen und nutze die Chance, Deinen Verein im Interview vorstellen zu lassen – wir freuen uns auf Dich, denn wir von „Trude Kuh“ machen Geschichten sichtbar und geben ihnen Reichweite; wenn auch Du Deine Botschaft groß machen willst, dann komm zu uns.


