Sarah Engelhardt von Mission Weltmut zu Gast bei „Trude Kuh“

Als die Studiotüren aufgehen und Buddy, der kleine Tierschutzhund aus Portugal, neugierig seine neue Umgebung erschnuppert, liegt plötzlich spürbare Ruhe im Raum. Es ist die besondere Art von Ruhe, die entsteht, wenn Vertrauen geboren wird – ganz unspektakulär durch Nähe, Berührung, einen Blick. Genau von dieser Art Stärke handelt das Gespräch: Kinder und Jugendliche, die nicht lauter, schneller oder härter werden sollen, sondern mutiger, empathischer und in sich gefestigt. In den TV-Studios von „Trude Kuh“ erzählt Sarah Engelhardt, Gründerin von Mission Weltmut aus Schopfheim, wie Prävention, Coaching und gelebter Respekt zu einem Schutzschirm werden. Ein Gespräch, geführt von Redaktionsleiter Georg Mahn, das danach klingt, als sei Zuhören manchmal das kräftigste Werkzeug.

Was Mobbing mit Kindern macht – und warum Prävention so dringend ist

Das Thema Mobbing brennt. Sarah beschreibt, wie sehr die Zahlen in den letzten Jahren gestiegen sind und verweist auf Befunde, nach denen in jeder Klasse mindestens ein betroffenes Kind sitzt, während jedes vierte Kind bereits Mobbing erlebt hat. Mobbing beginnt dabei nicht im Lehrbuch, sondern im Gefühl: Wenn ein Kind sich regelmäßig ausgeschlossen fühlt, wenn es nach zwei oder drei Zurückweisungen nicht mehr in den Pausenhof möchte, wenn die Angst den Schulweg schwer macht – dann entsteht ein Problem, das Folgen haben kann. Der Kern von Sarahs Botschaft: Prävention kam vielerorts zu spät. Schulen wurden früh kontaktiert, doch oft hieß es damals, Mobbing gebe es „bei uns nicht“. Heute ist klar, dass jede Lerngruppe soziale Dynamiken entwickelt, die Respekt und Umgang miteinander aktiv trainieren müssen. Präventionsarbeit ist kein Nice-to-have, sondern die Basisausstattung für ein gesundes Lernklima.

Wenn Stille laut wird: über Schulangst, Suizidgedanken und die Rolle von Buddy

Der schwerste Satz des Gesprächs kommt leise: Ja, auch Grundschulkinder äußern mittlerweile Suizidgedanken, bei Jugendlichen nehme sie das vermehrt wahr. Oft ist Angst das dominante Gefühl, verstärkt durch Ausgrenzung wegen Aussehen, Gewicht oder schlicht Anderssein. Wo ist die Grenze zwischen normalen Selbstzweifeln und toxischer Selbstablehnung? Für Sarah klingeln die Alarmglocken, sobald ein Kind darüber nachdenkt, nicht mehr leben zu wollen oder massiv an der eigenen Identität verzweifelt. Dann verweist sie an psychologische Fachstellen und Ärztinnen und Ärzte – und begleitet zugleich als Coach, damit niemand allein durch den Tunnel muss. Begleiter ist auch Buddy: Der Hund nimmt Kinder an, wie sie sind, baut sofort Vertrauen auf und beruhigt. Allein ihre Nähe macht junge Menschen oft zugänglicher. Buddy ist Sinnbild für zweite Chancen und dafür, dass Bindung wieder wachsen kann, wenn man sie zulässt.

Täter, Opfer, Tarnung: was hinter dem Impuls zu verletzen steckt

Der Blick auf „Täter“ fällt ungewohnt milde aus, ohne etwas zu beschönigen. Sarah geht von der Unschuld im Ursprung aus: Häufig versuchen Kinder und Jugendliche, eigene Unsicherheit zu tarnen, Zugehörigkeit zu erzwingen oder Angst zu überspielen. Wer sich unsicher fühlt, will manchmal, dass andere es auch tun – ein leider wirksamer Mechanismus. Dann trifft es oft eher stille Kinder, die keinen Widerstand leisten können oder noch nicht die Resilienz entwickelt haben. Mobbing ist vielgestaltig: Es kann von Einzelpersonen ausgehen oder komplexe Gruppendynamiken bilden. Für die Praxis heißt das, nicht nur auf Symptome zu reagieren, sondern Klassengemeinschaften als Ganzes zu stärken, Gesprächsräume zu öffnen und Respekt zum verbindlichen Standard zu machen.

Digitaler Druck: Chatfenster, Kommentare und die Illusion von Anonymität

Der Alltag verläuft heute zwischen Schulweg und Bildschirm. Unter Nicknames und in Spiele-Chats fallen Sätze, die im echten Leben vielleicht nicht gesagt würden. Sarah arbeitet ständig mit Fällen, in denen Kinder Online-Plattformen nutzen, ohne die Tiefe der Risiken zu verstehen. Viele Eltern kennen die Chatfunktionen in Games nicht oder unterschätzen die Wucht von Kommentarketten. Ihr Rat ist überraschend simpel und gleichzeitig anstrengend: im Gespräch bleiben, auf Augenhöhe, altersgerecht aufklären, weder pauschal verbieten noch blind freigeben. Es braucht Eltern, die wissen, was ihre Kinder spielen, welche Interaktionen möglich sind und welche Inhalte sie erreichen. Das kostet Zeit, ist aber elementar – und kann früh den Unterschied zwischen einem verletzenden Kommentar und einer echten Abwärtsspirale machen.

Mission Weltmut: drei Säulen für mehr innere Stärke

Mission Weltmut steht auf drei stabilen Pfeilern, die miteinander verzahnt sind. Erstens die Präventionsarbeit in Schulen und Vereinen sowie das Coaching von Familien, Kindern und Jugendlichen – individuell, alltagsnah, umsetzbar. Zweitens „True Before Kids“, ein Konzept, das Sarah zusammen mit Steffi in Ostfriesland anbieten möchte, nachdem beide schon über Jahre kooperieren. Drittens der Tierschutz: Buddy kam aus Portugal und zeigt, dass zweite Chancen nicht nur möglich sind, sondern heilsam. Damit wird Mission Weltmut zu einem praktischen System aus Haltung, Methode und Begleitung. Und es wächst: Die Familie zieht im nächsten Jahr nach Ostfriesland, Richtung Aurich. Dort soll ein Ort entstehen, an dem Prävention groß gedacht, Mut vernetzt und mit vielen Verbündeten gelebt wird.

Schule, Alltag, Umsetzung: was heute zählt

In der schulischen Realität melden sich Lehrkräfte oft mit dem Wunsch nach einem Konzept für Respekt und Ordnung, bevor Mobbing als soziales Problem benannt wird. Sarahs Einstieg ist dann klar und beruhigend zugleich: Mobbing gibt es in jeder Klasse, es ist kein Stigma einer Schule, sondern eine Aufgabe für alle. Daraus folgt die Struktur der Arbeit: Klassen stark machen, Regeln für den Umgang etablieren, Kinder befähigen, Grenzen zu erkennen und Konflikte respektvoll zu lösen. Und im Alltag der Familien? Erwartungen sind hoch, Zeit ist knapp, Belastungen groß. Gerade deshalb müssen Lösungen umsetzbar sein. Trainerinnen und Coaches begleiten, statt moralische Forderungen zu erheben. Es geht um kleine Schritte: ein gutes Gespräch, ein Erfolgserlebnis, das Gefühl, ernst genommen zu werden. Daraus wächst innere Stärke – nicht über Nacht, aber nachhaltig.

Deine Einladung: gemeinsam Mut vernetzen und Chancen nutzen

Wir von „Trude Kuh“ freuen uns, wenn Du Mission Weltmut, die Arbeit von Sarah Engelhardt und Buddy sowie die diskutierten Themen rund um Prävention, Respekt, digitale Herausforderungen und echte Gesprächsräume mitnimmst: Kinder und Jugendliche brauchen verlässliche Begleitung, starke Gemeinschaften und klare Grenzen, und wenn Du mit Deinem Verein oder Unternehmen ähnliche Werte lebst, dann melde Dich gerne bei uns. Wir von „Trude Kuh“ laden Dich ein, Dein Projekt im TV-Studio vorzustellen, denn mit über 14,5 Mio. Kontakten im Monat bieten wir enorme Reichweite und damit echte Werbemöglichkeiten für Unternehmen – vom regionalen Handwerksbetrieb bis zur bundesweiten Marke. Wenn Du Dich über uns informieren möchtest, findest Du alle Details auf „Trude Kuh“; wenn Du Dir anschauen willst, wie Präsentationen bei uns aussehen, sieh Dich im TV-Studio von „Trude Kuh“ um; wenn Du Deinen Verein im Interview vorstellen möchtest, erreichst Du uns direkt über unsere Kontaktseite; und wenn Du an Werbemöglichkeiten für Unternehmen interessiert bist, beraten wir Dich zu Formaten, Zielgruppen und Wirkung. Wir von „Trude Kuh“ bringen starke Geschichten auf die Bühne – wenn auch Du Deine Initiative sichtbar machen willst oder als Unternehmen Reichweite suchst, dann komm ins TV-Studio von „Trude Kuh“ und nutze unsere Plattform für Deine Ziele.