Ein dumpfer Bass fährt durch den Körper, die Gitarren reißen an den Nervenenden, und plötzlich fühlt sich ein kleiner Park in Stapelmoor an wie der Nabel der Welt. Rock, Punk, Metal und Hardcore werden hier jedes Jahr zu einem sozialen Kitt, der Fremde in Freunde verwandelt, Grenzen verschiebt und einen Ort schafft, an dem Zugehörigkeit keine Eintrittskarte braucht. Genau diese Magie ist es, die das Free for All Festival seit zwei Jahrzehnten antreibt: Newcomer neben Szenegrößen, internationale Acts im Schulterschluss mit regionaler Leidenschaft, zwei Bühnen, 3000 Fans und eine Crew, die ehrenamtlich das Unmögliche möglich macht. Darüber sprachen Andreas Huisinga, Gründer und erster Vorsitzender des Free for All E. V., und Manuel Nikolaus, zweiter Vorsitzender, im Gespräch mit Redaktionsleiter Georg Mahn in den Studios von „Trude Kuh“.
Von der Bratwurst-Idee zum Festival mit zwei Bühnen
Was 2006 aus einem geselligen Abend mit Bier, Bratwurst und einem einfachen Gedanken entstand – „Warum jedes Mal 200 Kilometer nach Hamburg fahren? Lass es doch bei uns im Dorf machen.“ – ist heute ein Festival mit klarer Haltung: laut, ehrenamtlich und offen für alle. Nach dem ersten Gang ins Rathaus ging vieles schnörkellos seinen Lauf, und der Rest ist gelebte Kulturgeschichte in Ostfriesland. Die Maxime ist bis heute dieselbe: Musik und Jugendkultur fördern, Zugänge schaffen, bezahlbar bleiben. Dass dieses Ideal trägt, beweist die Entwicklung eindrucksvoll – von fehlender Umzäunung im ersten Jahr bis zu einem professionellen Setup mit Security-Blick und Crew-Herz, das dennoch die Menschlichkeit und das Mitfeiern nie aus dem Blick verliert.
Planung im Vorlauf: Booking, Logistik, Sicherheit
Hinter der Bühne tickt ein präzises Uhrwerk. Buchen beginnt anderthalb Jahre vor dem Event, Reisepläne werden sortiert, Hotels abgeklärt, Tourbusse koordiniert, Strom bereitgestellt, Abholungen organisiert, Taxis bestellt – alles neben regulären Jobs, alles ehrenamtlich. Der Sicherheitsaspekt ist für Andreas, der aus der Sicherheitsbranche kommt, mehr als Randnotiz: Geländesicherheit, ausreichend sanitäre Anlagen und ein Wohlfühlfaktor, der die Crowd durch Crowdsurfing, Wall of Death und kollektive Ekstase sicher trägt. Klar ist auch: Nach Corona sind die Kosten um 40 bis 50 Prozent gestiegen. Trotzdem bleibt die Verantwortung, das Festival zugänglich zu halten, ungebrochen. Die Crew im Bühnengraben hebt, schützt, feiert mit – keine abgehobene Security, sondern wache Augen mit Herz.
Dorf, Vereine, Familie: Die Free-for-All-DNA
Das Free for All ist längst mehr als ein Musiktag. Es ist Dorffest, Generationenprojekt und soziales Netz in einem. Kinder helfen in der Aufbauwoche, ältere Unterstützer kommen mit Traktoren, Steine werden bewegt, Bühnen gebaut – ein Miteinander, das am Ende eine Familie bildet, die einmal im Jahr eine Woche lang größer wird: Leipzig, Frankfurt, egal woher – alle sind willkommen. Die Zusammenarbeit mit örtlichen Vereinen, Feuerwehr und Sportclub ist elementar. Der Verein zählt rund 70 Mitglieder, etwa 20 gehören zum ehrenamtlichen Kern. Jeder macht, was er am besten kann: Aufbau planen, Technik koordinieren, Abläufe steuern. So werden Ressourcen sinnvoll gebündelt, Talente sinnvoll eingesetzt und die Last auf viele Schultern verteilt.
Comeback nach Corona und Blick nach vorn
Der Neustart nach der Pandemie kam mit Rückenwind aus dem Rathaus und einer mobilisierten alten Crew. „Maske runter, Gitarre rauf“ – so beschreibt Manuel den Moment, in dem wieder Musik statt Stillstand herrschte. Das Feedback war überwältigend, die Helfer kamen schnell zurück, die Motivation stieg. Für die Zukunft wünscht sich Andreas etwas scheinbar Einfaches, aber entscheidend Schwieriges: Gesundheit und Zusammenhalt in der Crew, Spaß statt Stress, und die Gewissheit, dass die „Truth“ – die Truppe – in guten wie schlechten Zeiten Familie bleibt. Die Maschinerie läuft, die Vorbereitungen für das Festival am 10.07.2027 sind bereits im Gang, etwa 500 Tickets sind im Vorverkauf weg, und die Bühne wartet auf den nächsten Gänsehautmoment, wenn tausend Hände hochgehen und ein Park erneut zum Hafen für harte Musik wird.
Visionen, die tragen: Kultur und soziale Verantwortung
Visionen sind das Fundament jeder Bewegung. Beim Free for All E. V. hieß das: Musik und Jugendkultur nach Stapelmoor bringen, regionales Talent heben und internationale Acts an die Ems locken – mit klarer Haltung, niedrigem Eintritt und offener Tür. In den Studios von „Trude Kuh“ wurde deutlich, wie sehr solche Visionen Menschen bewegen und wie sie zugleich an andere Orte weiterstrahlen. Aus über 1000 Produktionen pro Jahr kennt „Trude Kuh“ die Geschichten hinter der Bühne und die Realität vor der Haustür: Wenn ein Kind schwer erkrankt, geraten Familien nicht nur emotional, sondern oft auch finanziell unter monumentalen Druck. Aus dieser Erkenntnis entstand der Familienhafen – eine Initiative, die betroffenen Familien eine Woche kostenfreien Urlaub an einem geschützten Ort ermöglicht, mit Austausch unter Gleichgesinnten und dem Ziel, für kurze Zeit einen echten Hafen zu bieten. Dort wie hier gilt: Nicht lang schnacken, machen. Visionen werden erst zur Wirklichkeit, wenn jemand den ersten Stein legt.
Deine Einladung und unser Angebot bei „Trude Kuh“
Wir von „Trude Kuh“ laden Dich herzlich ein: Wenn Du Deinen Verein, Deine Initiative oder Dein Unternehmen vorstellen möchtest, melde Dich bei uns – im TV-Studio von „Trude Kuh“ geben wir Deiner Geschichte eine Bühne und zeigen, wie aus Ideen Wirkung entsteht. Am 30.09.2026 haben Andreas Huisinga und Manuel Nikolaus vom Free for All E. V. eindrucksvoll beschrieben, wie ihr Festival seit 2006 gewachsen ist, warum ehrenamtliche Crew-Arbeit der Herzschlag hinter zwei Bühnen und 3000 Gästen ist, wie aufwendiges Booking und Sicherheit zusammenkommen und weshalb die Zusammenarbeit mit Dorfverein, Feuerwehr und Sportclub das Event erst zu dem macht, was es ist: laut, familiär, einzigartig. Wenn Du Deinen Verein im Interview vorstellen willst, findest Du alle Infos bei „Trude Kuh“ unter „Trude Kuh“, mehr über unser Produktionsumfeld im TV-Studio von „Trude Kuh“, und wenn Du direkt mit Deiner Organisation zu uns kommen möchtest, geht es hier entlang: Verein im Interview vorstellen. Für Unternehmen ist „Trude Kuh“ mit über 14,5 Mio. Kontakten im Monat ein starker Partner für Reichweite und Markenaufbau – wie und wo Du Deine Kampagne platzierst, erfährst Du unter Werbemöglichkeiten für Unternehmen. Wir von „Trude Kuh“ machen aus guten Ideen sichtbare Geschichten – wenn auch Du Deine


