Gleich in den ersten Sekunden dieses Gesprächs liegt spürbar etwas in der Luft, das größer ist als jede Statistik: der leise Wunsch nach einem letzten Blick aufs Meer, die Straße der Kindheit, ein Lachen mit der Enkelin, ein Händedruck, der Frieden macht. Es sind kleine Ziele mit gewaltiger Wirkung – und wenn der Körper nicht mehr mitspielt, braucht es Menschen, die organisieren, begleiten und medizinische Sicherheit schaffen. Genau hier beginnt die Arbeit von Helping Angels Gotha. Vereinsvorsitzender Christian Piszczan-Korff und Außenstellenleiterin Katrin Leisenberg erzählen im Studio, wie aus Herzenswünschen letzte, lebensvolle Momente werden. Moderiert wurde das Gespräch von Redaktionsleiter Georg Mahn.
Wie aus Wünschen Wege werden: Die Idee hinter Helping Angels Gotha
2017 gründete Christian Piszczan-Korff den Verein, geboren aus der täglichen Erfahrung im Rettungsdienst und der Notfallseelsorge: Es gab viele kleine Wünsche – aber niemanden, der sie zuverlässig umsetzte. Heute stehen über 500 erfüllte Herzenswünsche auf der Habenseite, getragen von Ehrenamt, logistischer Finesse und viel Mitmenschlichkeit. Die Bandbreite reicht von der Ostsee bis zur Familienfeier, vom Konzertbesuch bis zum Abstecher in die alte Heimat. Es sind selten Weltreisen; es sind die viel zitierten kleinen Dinge, die sich am Ende als die größten erweisen.
Für Katrin Leisenberg ist genau das der Kern der Faszination. Seit 2023 leitet sie die Außenstelle in Kühlungsborn, nachdem sie 2019 durch eine Wunscherfüllung zum Verein fand. Sie beschreibt die Begleitungen als zutiefst berührend: Nähe entsteht, das Team wird Teil der Familie, Erinnerungen bekommen Raum, und aus dem vermeintlich Schweren wird ein Tag voll Lachen und Leichtigkeit. Hospizarbeit heißt für sie: nicht dem Leben mehr Tage, sondern den Tagen mehr Leben geben.
Kleine Wünsche, große Wirkung: Geschichten, die bleiben
Die Beispiele, die beide mitbringen, bleiben hängen. Eine Großmutter, liegend transportiert, wird zum Überraschungsgast auf der Hochzeit ihrer Enkelin unter freiem Himmel – ein leiser Auftritt mit großer Bedeutung. Ein ehemaliger Marinesoldat, dement, immer wieder in Gedanken bei „seinem“ Schiff, darf tatsächlich an Bord: Nach einem Anruf beim Verband der Seefahrt organisiert der Verein Zugang ins Militärgelände in Kiel. Der Moment, in dem der Mann das Deck erkennt und den Kapitän mustert, sagt mehr als tausend Worte. Solche Augenblicke lassen selbst Routiniers im Dienst „nah am Wasser bauen“, wie Piszczan-Korff offen zugibt.
Nicht nur symbolische Ziele werden möglich. Manche Wünsche sind logistisch anspruchsvoll: eine 9-tägige AIDA-Reise an den Nordkap mit einem 93-Jährigen, eine mehrtägige Fahrt an die Ostsee mit Strandmomenten, das Wiedersehen mit längst getrennten Familien. Aus mancher Erfüllung entsteht eine bleibende Verbindung; viele Angehörige bleiben in Kontakt, einige werden selbst Mitglieder. So wurde aus Katrin Leisenbergs erster Begegnung ein Ehrenamt – und später die regionale Verstärkung an der Küste.
Die Flotte der Herzenswünsche: Von der Trage zum rollenden Wohnzimmer
Wünsche brauchen Räder – und zwar die richtigen. Anfangs startete Helping Angels Gotha mit Mietfahrzeugen. Doch als ein Gast Sauerstoff brauchte und eine Panne eine Fahrt verhinderte, war klar: Es braucht eigene, zuverlässige Fahrzeuge mit medizinischem Standard. Der erste T5, später ein Ford Transit als Reserve, legten den Grundstein. Die persönliche Prägung zeigt sich in „Ramona“: benannt nach der ersten Wunscherfüllung, bewusst kein steriler Krankenwagen, sondern ein rollendes Wohnzimmer – mit Sitzen, Platz für Tragen und Rollstühle, Kühlschrank und stets an Bord befindlichem Equipment. Die Idee: Sicherheit gewährleisten, aber das Krankenhausgefühl draußen lassen.
Aktuell entsteht ein weiterer Meilenstein: ein sieben Meter langer Mercedes Sprinter als absolutes Unikat. Komplett verglast für Ausblick in alle Richtungen, mit einem neuen Elektro-Tragesystem bis 330 Kilo, Spezial-Rollstuhllösungen auch für schwere E-Rollis, maßgefertigten Schränken und sogar einem auseinandernehmbaren Strandrollstuhl an Bord. Ein Fahrzeug, das die Selbstbestimmung der Gäste ernst nimmt – sie sollen vorne sitzen, sehen, mitleben. Die Botschaft ist klar: Mobilität darf kein Luxus sein, schon gar nicht am Ende des Lebens.
Ehrenamt, das trägt: Menschen, Mittel und Mitwirkung
Hinter Technik stehen Menschen. Über 140 Mitglieder zählt der Verein – „positiv Verrückte“, wie Katrin sagt, die ihre Freizeit schenken und dadurch Zeit verschenken. Zugleich ist Transparenz Teil des Konzepts: Für die Gäste sind die Wunscherfüllungen kostenfrei. Finanziert wird alles – vom Sprit bis zu Hotel und Flug – aus Spenden und Förderungen. Piszczan-Korff betont: Niemand soll am Lebensende wegen Geldfragen zögern. Damit das so bleibt, braucht es Rückenwind: Ehrenamtliche aus ganz verschiedenen Bereichen, Spenderinnen und Spender, Unternehmen, die Partnerschaften eingehen.
Bemerkenswert ist, wie oft die Gesellschaft mitzieht: Ob Zugang zu Schiffen oder Begegnungen mit Künstlern – mit offener Anfrage und klarer Mission finden sich Türen, die sonst verschlossen bleiben. Udo-Lindenberg-Fans erinnern sich an eine gelungene Wunschvermittlung via Radiojump; solche Geschichten zeigen, wie viel möglich ist, wenn Menschen verstehen, worum es geht.
Mehr als Wunschfahrten: Erste Hilfe für die Jüngsten
Neben den Fahrten betreibt Helping Angels Gotha ein Herzensprojekt, das schon vor der Vereinsgründung begann: Erste-Hilfe-Kurse für Vorschulkinder und Grundschulen. Spielerisch lernen die Kleinsten, was die 112 ist, wie die stabile Seitenlage funktioniert, wie man einen Verband anlegt oder bei Nasenbluten richtig reagiert. Rund 60 Einrichtungen pro Jahr werden inzwischen abgedeckt – auch in Kühlungsborn. Viele Kinder konnten danach bereits konkret helfen. Dafür braucht es noch mehr Ehrenamtliche, denn alles läuft ohne Bezahlung. Wer hier investiert, investiert in eine Kultur der Hilfe, die früh beginnt.
Außenstelle Kühlungsborn: Nähe schafft Möglichkeiten
Die Außenstelle in Kühlungsborn stärkt den Verein gleich doppelt: Sie bringt das Netzwerk in den Norden, verkürzt Wege an Ost- und Nordsee und erweitert den Kreis der Unterstützer. In kurzer Zeit entstanden dort über 20 zusätzliche Mitglieder, Unternehmen bieten Hilfe an, und die „Ramona“ ist an der Küste stationiert – bereit für Strandmomente, Familienbesuche und spontane Herzensprojekte. So können Wunschfahrten schneller realisiert werden, auch wenn Anfragen – wie so oft – sehr kurzfristig kommen. Die Bitte des Vereins: lieber früher melden, damit Organisatorisches und medizinische Abklärung in Ruhe gelingen.
Einladung an Dich: Gemeinsam Herzenswünsche erfüllen und Reichweite nutzen
Wir von „Trude Kuh“ durften mit Helping Angels Gotha eine berührende Reise durch echte Herzenswünsche erleben: von der Überraschung auf einer Hochzeit über die Rückkehr auf ein Marineschiff bis hin zur großen Nordkap-Tour – stets getragen von professioneller Begleitung, medizinischer Sicherheit, liebevoll ausgebauten Wünsche-Bussen und einem starken Ehrenamt. Wenn Du selbst in einem Verein aktiv bist oder ein soziales Projekt betreust, melde Dich bei uns: Wir stellen Euch gerne in den TV-Studios von „Trude Kuh“ vor, zeigen, was Euch antreibt, und wie Ihr Menschen berührt. Gleichzeitig bieten wir mit über 14,5 Mio. Kontakten pro Monat eine Bühne, die Reichweite in Aufmerksamkeit verwandelt – für Vereine, Initiativen und Unternehmen. Schau auf unsere Startseite unter „Trude Kuh“, erfahre, wie unsere Produktion funktioniert, und wie Du Dein Projekt ins Rampenlicht bringst. Wenn Du hinter die Kulissen blicken willst, findest Du hier alles zum TV-Studio von „Trude Kuh“. Du möchtest Deinen Verein in einem Interview vorstellen? Dann geht es hier entlang: Verein im Interview vorstellen. Und wenn Du als Unternehmen Markenbekanntheit aufbauen, Kampagnen mit starken Stories verbinden oder Produkte in einem relevanten Umfeld platzieren willst, informiere Dich über unsere Werbemöglichkeiten für Unternehmen. Wir von „Trude Kuh“ geben Geschichten ein Gesicht, bringen gute Ideen auf Sendung und vernetzen Projekte mit Menschen, die etwas bewegen wollen – wenn auch Du ein Anliegen hast, das gesehen werden soll, dann lass uns sprechen und gemeinsam Reichweite in Wirkung verwandeln.


