Gerhard Werner und Beate Bruns vom Shanty Chor Bad Zwischenahn zu Gast bei „Trude Kuh“

Das Rauschen der Wellen, der Wind in den Segeln und Stimmen, die von fernen Häfen, großen Abenteuern und der Sehnsucht nach Zuhause erzählen: Schon die ersten Takte eines Seemannsliedes öffnen ein Kopfkino aus Salzluft, hölzernen Planken und endlosen Horizonten. Einst gaben Shantys den Takt bei harter Arbeit an Bord, heute tragen sie Menschen über Generationen zusammen – als lebendige maritime Kultur, die man nicht nur hört, sondern fühlt. Genau diese Verbindung prägt den Shanty Chor Bad Zwischenahn im niedersächsischen Ammerland seit 1989. Im Gespräch in den TV-Studios von „Trude Kuh“ schildern der erste Vorsitzende Gerhard Werner und die zweite Vorsitzende Beate Bruns, was die „blauen Jungs vom Zwischenahner Meer“ antreibt: Freude am gemeinsamen Singen, spürbare Nähe zum Publikum und eine Tradition, die modern klingt, ohne ihre Wurzeln zu verlieren. Moderiert wurde der Talk von Redaktionsleiter Georg Mahn.

Vom Arbeitsgesang zum Publikumsmagneten

Die Faszination der Shantys liegt nicht allein in ihren Melodien, sondern in der Kraft vieler Stimmen, die zu einer werden. Der Chor greift die historische Funktion der Lieder als Rhythmusgeber auf und übersetzt sie in zeitgemäße Unterhaltung: Das Publikum soll mitmachen, mitsingen und sich mitreißen lassen. Gerhard Werner betont, dass das Repertoire gezielt so ausgewählt ist, dass es die Menschen dort abholt, wo ihre Erinnerungen und Emotionen liegen. So entsteht bei Konzerten diese besondere Stimmung, in der man die Musik im Raum, auf den Gesichtern und in der Gemeinschaft spürt.

Repertoire zwischen Tradition und Gegenwart

Traditionelle Shantys bilden das Rückgrat, dazu kommen bekannte Seemannslieder und maritime Schlager. Der Chor bedient außerdem moderne Titel, die den Seefahrtsgeist neu interpretieren: Santiano gehört ebenso ins Programm wie Stücke von Achim Reichel. Sogar Beatles-Songs werden maritim interpretiert, dazu eigene Medleys, die aus mehreren Stücken geschickt arrangiert sind und die Bandbreite des Genres zeigen. Wer den „Wellerman“-Boom um Nathan Evans erlebt hat, ahnt, dass Seemannslieder längst wieder bei jüngeren Zielgruppen landen. Der Shanty Chor Bad Zwischenahn greift diese Dynamik auf – ohne seine Identität zu verwässern.

Nähe zum Publikum: Blickkontakt statt Notenblatt

Beate Bruns spielt seit über 40 Jahren Akkordeon und kennt den Zauber des direkten Kontakts. Sie spielt ohne Notenblatt, schaut ins Publikum, fängt Reaktionen ein und sendet ein Lächeln zurück. Gerade bei älteren Zuhörerinnen und Zuhörern lösen manche Lieder Erinnerungen aus, manchmal auch Tränen. Diese emotionalen Momente sind kein Zufall, sondern Teil der Kultur, die der Chor pflegt: Musik als Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Fernweh und Heimatgefühl. Im Ensemble unterstützen sich alle gegenseitig, nicht nur musikalisch, sondern menschlich – vier Akkordeons sorgen für einen tragenden Klangteppich, auf dem die starken Stimmen sicher stehen.

Auftritte, Proben und Verlässlichkeit

Rund 20 Auftritte im Jahr stehen auf dem Programm. In der Wandelhalle in Bad Zwischenahn gibt es vier Saisonkonzerte – Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter – häufig mit rund 300 Gästen und oft ausverkauft. Zusätzlich ist der Chor regelmäßig zum Frühschoppen engagiert. Highlights sind große maritime Veranstaltungen wie der Hamburger Hafengeburtstag oder die Sail in Bremerhaven, Einladungen führen etwa nach Greifswald. Es gibt internationale Kontakte, unter anderem in die polnische Partnerstadt Gullochow, wo der Chor bereits zum Erntedankfest sang. Hinter all dem steckt ein zuverlässiger Apparat: Dienstags wird konzentriert, aber locker geprobt, neue Sänger werden ohne Vorsingen aufgenommen, bekommen einen Paten und wachsen Schritt für Schritt hinein. Verabredete Konzerte sind Verträge mit Gegenleistungen, Verlässlichkeit ist oberstes Prinzip. Deshalb wünscht sich Werner 30 bis 35 Sänger, um mit rund 25 sicher auftreten zu können, selbst wenn einige terminlich verhindert sind.

Tradition mit Haltung

Der Chor besteht aktuell aus 18 Sängern und 9 Musikerinnen und Musikern. Die „blauen Jungs“ sind als Bild und Satzung verankert: Es werden keine weiblichen Sänger aufgenommen, aber ausdrücklich Musikerinnen. Das hat seinen Ursprung in der Tradition der Shantys an Bord, die historisch von Männern gesungen wurden, stellt gleichzeitig sicher, dass Frauen als Musikerinnen integral Teil des Klangkörpers sind. Im Ergebnis steht ein klarer, homogener Chorklang auf einem vielseitigen, tragenden Instrumentalfundament.

Mitgliedergewinnung: Begeisterung schlägt Bequemlichkeit

Wie viele Vereine spürt auch der Shanty Chor, dass ehrenamtliches Engagement mit Zeitaufwand verbunden ist. Wöchentliche Proben, variable Auftrittsfrequenz – das ist eine Verpflichtung, aber eine, die reich belohnt. Denn nach zwei Stunden Musik geht es allen besser, sagt Bruns. Wer maritime Musik liebt, findet hier eine Gemeinschaft, die trägt. Die Programme entstehen aus Vorschlägen der Shanty-Kameraden, geprüft auf Notenmaterial und Machbarkeit. So kommt frischer Wind ins Repertoire, ohne den Kurs zu verlieren. Werner wünscht sich neue Sänger und Musiker, Kontinuität und ein Vereinsjubiläum, das die 50 Jahre ins Ziel bringt.

Einladung, Zusammenfassung und Chancen für Vereine und Unternehmen

Wir von „Trude Kuh“ haben den Shanty Chor Bad Zwischenahn ins TV-Studio eingeladen, um die besondere Kraft maritimer Musik, die Nähe zum Publikum, die Verlässlichkeit hinter rund 20 Konzerten im Jahr und die Mischung aus traditionellen Shantys, maritimen Schlagern, Santiano, Achim Reichel, Beatles-Interpretationen und eigenen Medleys zu zeigen; wenn Du mit Deinem Verein eine starke Geschichte und Herzblut mitbringst, dann stell Deinen Verein gerne bei uns vor im „Trude Kuh“ Format und direkt im TV-Studio von „Trude Kuh“, wo wir in jährlich über 1.000 Sendungen Menschen zusammenbringen und mit Projekten wie Trudes Familienhafen Familien unterstützen, die durch die Erkrankung eines Kindes vor großen emotionalen, zeitlichen und finanziellen Herausforderungen stehen, und wenn Du Deinen Verein im Interview präsentieren willst, dann nutze den Weg über Verein im Interview vorstellen, denn wir erreichen monatlich über 14,5 Mio. Kontakte und bieten damit starke Reichweite für Deine Inhalte; und wenn Du als Unternehmen die emotionale Kraft dieser Geschichten für Deine Marke nutzen möchtest, dann findest Du bei uns vielseitige Werbemöglichkeiten für Unternehmen, die Deine Kampagnen sichtbar und wirksam machen – wir von „Trude Kuh“ erzählen Deine Geschichte, geben Dir Bühne, Reichweite und mediale Begleitung und freuen uns, wenn auch Du demnächst in unseren Studios anlegst und wir gemeinsam Kurs auf Deine Ziele nehmen.