Es ist ein Szenario, das den meisten von uns einen kalten Schauer über den Rücken jagt: Ein geliebter Mensch, vielleicht ein Kind, das sich im Trubel verlaufen hat, oder ein dementer Großvater, der orientierungslos das Altenheim verlassen hat, ist plötzlich verschwunden. In diesen Momenten, in denen jede Sekunde zählt, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Während Polizeisirenen und Helikopter oft die Bilder in unseren Köpfen dominieren, findet die entscheidende Arbeit manchmal ganz leise statt, getragen von feuchten Nasen und unbändiger Konzentration. Genau hier beginnt die Mission der ehrenamtlichen Helden vom Verein Personensuchhunde Rheinland-Pfalz. Sie rücken aus, wenn moderne Technik an ihre Grenzen stößt, und setzen auf die wohl älteste und zuverlässigste Suchmethode der Welt: den außergewöhnlichen Geruchssinn ihrer speziell ausgebildeten Hunde. Im Interview mit Redaktionsleiter Georg Mahn in den TV-Studios von „Trude Kuh“ gab Jacqueline Wolff, die zweite Vorsitzende des Vereins, gemeinsam mit ihrem treuen Partner Odin, einem Australian-Shepherd-Labrador-Mix, faszinierende Einblicke in ihre lebensrettende Arbeit.
Mantrailing und Flächensuche: Zwei Disziplinen, ein Ziel
Wenn die Alarmierung über das Smartphone eingeht, muss alles ganz schnell gehen. Wie Jacqueline Wolff beschreibt, ist das Auto immer fertig gepackt, die Einsatzkleidung liegt bereit, und binnen Minuten muss die Entscheidung fallen, ob man verfügbar ist. Der Verein spezialisiert sich auf das sogenannte Mantrailing. Im Gegensatz zur Flächensuche, bei der Hunde ein bestimmtes Areal allgemein nach menschlichem Geruch absuchen, wie es beispielsweise in Katastrophengebieten der Fall ist, konzentriert sich ein Mantrailer wie Odin auf eine ganz spezifische individuelle Geruchsspur. Er bekommt einen Geruchsartikel der vermissten Person, etwa ein getragenes Kleidungsstück, und verfolgt diese eine Spur quer durch städtische Gebiete oder ländliche Gegenden. Die Einsätze sind vielfältig und oft emotional belastend. Überwiegend werden die Teams zu vermissten älteren Menschen, oft mit Demenz, Kindern oder auch suizidgefährdeten Personen gerufen. Die Verantwortung ist immens, doch das Ziel, einen Menschen sicher zurück zu seiner Familie zu bringen, treibt die ehrenamtlichen Helfer immer wieder an.
Drei Jahre Ausbildung für das perfekte Team
Ein einsatzfähiges Mensch-Hund-Team entsteht nicht über Nacht. Rund drei Jahre dauert die intensive Ausbildung zum Mantrailer, erklärte Jacqueline Wolff. Dabei lernt nicht nur der Hund, seiner Nase zu vertrauen und Spuren zu folgen, sondern vor allem auch der Mensch. Der Hundeführer muss die Körpersprache seines Tieres exakt lesen können, das richtige Leinenhandling beherrschen und verschiedene Szenarien trainieren. Dazu gehört auch das sogenannte Negativ, bei dem der Hund anzeigt, dass eine Spur endet, weil die Person beispielsweise in ein Auto oder einen Bus gestiegen ist. Um diese Fähigkeiten zu schärfen, wird mindestens einmal pro Woche trainiert. Das Training findet nicht nur im Freien statt, sondern auch in Gebäuden, auf unterschiedlichen Untergründen wie Rampen oder Treppen und sogar in Bällebädern, um die Hunde an verschiedenste Umgebungen und Gerüche zu gewöhnen. Diese enge Zusammenarbeit schafft eine außergewöhnlich tiefe Bindung. Odin, so Wolff, sei extrem auf sie fixiert und spüre sofort, wenn ein Einsatz bevorsteht. Allein das Anziehen der speziellen Einsatzkleidung versetzt ihn in einen freudigen, arbeitsbereiten Zustand, denn für den Hund ist die anstrengende Suche letztlich ein hochkonzentriertes Spiel mit der größten Belohnung am Ende: dem erfolgreichen Fund.
Ein Ehrenamt, das auf Unterstützung angewiesen ist
Ein weit verbreiteter Irrtum ist, dass die Personensuchhunde-Staffeln eine staatliche Behörde sind. Tatsächlich arbeiten die Mitglieder des Vereins Personensuchhunde Rheinland-Pfalz rein ehrenamtlich und ihre Einsätze sind für die Angehörigen und alarmierenden Stellen kostenlos. Um die wichtige Arbeit leisten zu können, ist der Verein dringend auf Spenden angewiesen. Die Kosten sind vielfältig und summieren sich schnell. Dazu gehören spezielle Einsatzkleidung, Equipment zur Sicherung von Geruchsträgern wie Zip-Tüten und Einweggläser, Verbrauchsmaterialien und natürlich auch die Belohnungen für die Hunde. Allein bis zum 11. Mai 2026 wurde der Verein bereits zu 19 Einsätzen gerufen, nach 43 Einsätzen im gesamten Vorjahr. Diese Zahlen verdeutlichen den hohen Bedarf. Jacqueline Wolff betont, wie wichtig es ist, die Öffentlichkeit über ihre Arbeit aufzuklären und Vorurteile abzubauen. Viele Menschen bewundern das Engagement, wissen aber oft nicht, welch intensives Training und welche finanziellen Hürden dahinterstecken. Die persönliche Motivation für Wolff liegt in der Zusammenarbeit mit ihrem Hund und dem tiefen Wunsch, Menschen in Not zu helfen und verzweifelten Angehörigen ihre Liebsten zurückzubringen.
Werde auch Du ein Teil unserer Community
Wir von „Trude Kuh“ sind immer wieder tief beeindruckt von dem Engagement, das Menschen wie Jacqueline Wolff und ihre Mitstreiter vom Verein Personensuchhunde Rheinland-Pfalz zeigen. Dieses Interview hat einmal mehr verdeutlicht, wie wichtig ehrenamtliche Arbeit für unsere Gesellschaft ist. Wenn Du ebenfalls in einem Verein aktiv bist und Eure wertvolle Arbeit einem großen Publikum vorstellen möchtest, dann melde Dich bei uns. Wir bieten Euch die perfekte Bühne in unserem TV-Studio von „Trude Kuh“, um Eure Geschichte zu erzählen. Das Gespräch mit Jacqueline Wolff ist nur ein Beispiel dafür, wie wir spannenden Themen und Organisationen eine Plattform geben. Alle unsere Interviews und Berichte findest Du natürlich auf unserer Webseite „Trude Kuh“. Wenn Du also Interesse hast, Deinen Verein im Interview vorstellen zu lassen, zögere nicht, uns zu kontaktieren. Aber nicht nur Vereine finden bei uns Gehör. Mit über 14,5 Millionen Kontakten im Monat sind wir auch für Unternehmen ein starker Partner. Wenn Du das enorme Potenzial unserer Reichweite für Deine Marke nutzen möchtest, informieren wir Dich gerne über unsere vielfältigen Werbemöglichkeiten für Unternehmen. Erreiche eine breite und interessierte Zielgruppe und platziere Deine Botschaft in einem sympathischen und professionellen Umfeld. Wir freuen uns darauf, von Dir zu hören und vielleicht schon bald Deine Geschichte zu erzählen oder Dein Unternehmen erfolgreich zu bewerben.


