Wenn ein Mensch vermisst wird, bleibt für die Angehörigen die Zeit stehen. Ein Handy, das stumm bleibt, quälend langsame Stunden zwischen Hoffen und Bangen. Jeder Waldweg, jede Wiese und jeder Feldrand könnte die entscheidende Spur bergen. In diesen Momenten der Verzweiflung, wenn technische Hilfsmittel an ihre Grenzen stoßen, treten ganz besondere Spezialisten auf den Plan: Rettungshunde. Mit vier Pfoten auf dem Boden und einer feinen Nase in der Luft nehmen sie eine Fährte auf und schenken Hoffnung, wo kaum noch welche ist. Hinter jedem dieser Einsätze stehen unzählige Stunden ehrenamtlichen Engagements und Menschen, die bereit sind, bei Wind und Wetter alles stehen und liegen zu lassen. Genau diesem besonderen Engagement widmet sich die Rettungshundestaffel Rheinland aus Krefeld. Um über ihre wichtige Arbeit zu sprechen, begrüßte Redaktionsleiter Georg Mahn am 26. Juni 2026 die erste Vorsitzende Janine Wolf und die Ausbildungsleiterin Sandra Breitenbücher in den TV-Studios von „Trude Kuh“.
Vom persönlichen Antrieb zur Vereinsgründung
Die Rettungshundestaffel Rheinland wurde erst im Jahr 2021 ins Leben gerufen, doch die Motivation dahinter ist tief verwurzelt. Janine Wolf, die erste Vorsitzende, ist bereits seit einem Jahrzehnt in der Rettungshundearbeit aktiv. In früheren Vereinen sammelte sie wertvolle Erfahrungen und erkannte, wie wichtig die Unterstützung für Angehörige in Ausnahmesituationen ist. Dieser Antrieb, gepaart mit eigenen Visionen und dem Wunsch, etwas Neues zu bewegen, führte schließlich zur Gründung eines eigenen Vereins. Es ging ihr darum, frischen Wind in die ehrenamtliche Arbeit zu bringen und Menschen in Not noch gezielter helfen zu können. Für Sandra Breitenbücher, die seit 2025 als Ausbildungsleiterin dabei ist, liegt die Faszination in der einzigartigen Verbindung von Mensch und Tier. Die Sucharbeit sei für die Hunde ein anspruchsvolles Spiel, das sie mit Begeisterung ausführen. Diese spielerische Auslastung mit dem Wissen zu kombinieren, im Ernstfall Leben retten zu können, macht für sie die besondere Leidenschaft dieser Aufgabe aus.
Das A und O: Vielseitiges Training für Mensch und Hund
Ein Rettungshundeteam besteht immer aus zwei Partnern, die voneinander lernen müssen. Doch wer hat den größeren Lernbedarf? Sandra Breitenbücher gibt eine überraschende Antwort: Während die Hunde das Suchen relativ schnell erlernen, liegt der anspruchsvollere Teil oft beim Menschen. Der Hundeführer muss lernen, die Körpersprache seines Tieres zu deuten, Witterungsbedingungen einzuschätzen, GPS-Koordinaten zu lesen und den Hund strategisch durch ein Suchgebiet zu lenken. Um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein, ist ein vielseitiges Training essenziell. Die Hunde müssen unterschiedlichste Untergründe, Umgebungen und Geräuschkulissen kennenlernen. Ob in verlassenen Gebäuden, dichten Wäldern oder, wie auf Trainingsbildern zu sehen, sogar in einem stillgelegten Bergwerk in Recklinghausen – die Vielfalt der Trainingsorte ist entscheidend für den späteren Einsatzerfolg. Grundsätzlich gibt es zwei Hauptdisziplinen: das Mantrailing, bei dem der Hund einer spezifischen Geruchsspur einer Person folgt, und die Flächensuche, bei der Hunde frei nach menschlichem Geruch allgemein suchen, etwa nach verirrten Spaziergängern oder bei Unglücksfällen. Dabei ist die Rasse des Hundes zweitrangig. Wichtig ist, dass der Hund motivierbar, sozialverträglich und spielfreudig ist, denn die gesamte Ausbildung basiert auf positiver Bestärkung.
Ehrenamt mit Herz und die Herausforderung der Realität
Die Arbeit der Rettungshundestaffel Rheinland ist rein ehrenamtlich. Das bedeutet, dass alle Kosten für Ausrüstung, Einsatzkleidung, Funkgeräte und die Ausbildung selbst von den Mitgliedern und durch Spenden getragen werden. Dies ist eine große Herausforderung, da spezialisierte Ausrüstung oft sehr teuer ist. Janine Wolf betont, wie oft ihre Arbeit mit der von staatlichen Organisationen verwechselt wird. Doch die Staffel ist ein gemeinnütziger Verein, der auf die Unterstützung aus der Bevölkerung angewiesen ist. Ein weiterer, sehr ernster Aspekt der Arbeit ist die psychische Belastung. Nicht jeder Einsatz endet glücklich. Die Konfrontation mit Leichenfunden ist eine Realität, auf die die Teams vorbereitet sein müssen. Einsatznachbesprechungen, der Austausch im Team und die Möglichkeit, professionelle Hilfe wie die Notfallseelsorge in Anspruch zu nehmen, sind unerlässlich, um diese Erlebnisse zu verarbeiten und langfristig einsatzfähig zu bleiben. Für die Zukunft wünscht sich Janine Wolf eine stärkere Wahrnehmung in der Öffentlichkeit und eine noch engere, unkompliziertere Zusammenarbeit mit Polizei und Feuerwehr.
Werde Teil unserer Community oder präsentiere Deinen Verein!
Wir von „Trude Kuh“ waren tief beeindruckt vom Engagement der Rettungshundestaffel Rheinland und der faszinierenden Arbeit, die Mensch und Hund hier gemeinsam leisten. Wenn auch Du Teil eines Vereins bist oder ein Projekt hast, das Du gerne einem breiten Publikum vorstellen möchtest, dann zögere nicht, uns zu kontaktieren. Gerne kannst Du Deinen Verein im Interview vorstellen und Deine Geschichte bei uns im TV-Studio von „Trude Kuh“ erzählen. Wir bieten Dir die Plattform, um Deine Botschaft zu verbreiten und neue Unterstützer zu gewinnen. Das Gespräch mit Janine Wolf und Sandra Breitenbücher hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig ehrenamtliches Engagement für unsere Gesellschaft ist. Falls Du mehr über uns und unsere vielfältigen Formate erfahren möchtest, besuche doch einfach unsere Webseite „Trude Kuh“. Dort findest Du alle Informationen zu unseren Sendungen und wie Du selbst Teil davon werden kannst. Für Unternehmen bietet unsere Plattform ebenfalls spannende Möglichkeiten. Mit über 14,5 Millionen Kontakten im Monat sind wir ein starker Partner für Deine Markenbotschaft. Entdecke die vielfältigen Werbemöglichkeiten für Unternehmen und erreiche eine große und interessierte Zielgruppe. Wir freuen uns darauf, von Dir zu hören und vielleicht schon bald Deine Geschichte zu erzählen oder Deine Marke ins Rampenlicht zu rücken.


