Rose und Erwin Gutleben von Klimaschutzpaten der Gemeinde Barßel zu Gast bei „Trude Kuh“

Wenn vom Klimawandel die Rede ist, denken viele an schmelzende Gletscher, brennende Wälder oder internationale Klimakonferenzen. Große Bilder, große Politik, große Herausforderungen, die irgendwo weit weg stattfinden. Doch die Zukunft unseres Klimas entscheidet sich nicht nur auf den großen Bühnen der Welt. Sie beginnt direkt vor der eigenen Haustür. Auf dem Dach des Nachbarn, im eigenen Garten, in Vereinen, Nachbarschaften und Gemeinden, dort, wo Menschen bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam etwas zu bewegen. Genau solche Menschen sind Rose und Erwin Gutleben, die als Klimaschutzpaten in der niedersächsischen Gemeinde Barßel im Landkreis Cloppenburg aktiv sind. Sie beraten, informieren, organisieren Zukunftsabende und möchten als Bindeglied zwischen Einwohnern, Politik und Verwaltung wirken. Im Gespräch mit Redaktionsleiter Georg Mahn in den TV-Studios von „Trude Kuh“ gaben die beiden spannende Einblicke in ihre Vision und zeigten, wie aus kleinen Schritten eine große Bewegung werden kann.

Vom Buch zur Berufung: Der persönliche Weg zum Klimaschutzpaten

Für Rose Gutleben war der Auslöser ein Buch, das sie zwar zunächst zur Seite legte, dessen Gedanke aber nie ganz verschwand. Vor etwa drei Jahren begann sie intensiv zu recherchieren, welche Möglichkeiten es gibt, sich zu engagieren, ohne sich sofort an einen Verein binden zu müssen. Ihr Ziel war es, eine Initiative zu schaffen, die eng mit der Gemeinde zusammenarbeitet, anstatt gegen sie. Nach einigen Schulungen war es dann so weit: Am 25. Oktober 2024 wurden sie und ihr Mann Erwin offiziell zu Klimapaten ernannt. Erwin Gutleben, der als Architekt jahrzehntelang in der Baubranche tätig war, erlebte den Wandel im Bewusstsein für Umweltschutz hautnah. Früher, so erzählt er, spielten ökologische Aspekte bei Großprojekten kaum eine Rolle; es ging primär um Quadratmeter, Kosten und Zeitdruck. Heute beobachtet er erfreut, dass sich dies ändert. Grüne Fassaden, nachhaltige Dämmmaterialien und eine generelle Abkehr von schwer entsorgbaren Stoffen wie Styropor zeigen, dass die Baubranche im Wandel ist, auch wenn es ein langsamer Prozess ist.

Zukunftsabende und konkrete Projekte: Klimaschutz wird greifbar

Um die Bürgerinnen und Bürger direkt zu erreichen, riefen die Gutlebens den „Zukunftsabend“ ins Leben. Der erste Abend im Januar 2026 brachte rund 30 Interessierte zusammen – ein solider Anfang, wie Rose findet. Nach einer Einführung durch Vertreter der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen (KEAN) und den Bürgermeister wurden verschiedene Themenfelder wie Photovoltaik, Wärmepumpen oder die Entsiegelung von Steingärten vorgestellt. In kleinen Workshop-Gruppen konnten die Teilnehmer ihre Ideen einbringen und diskutieren, wo ihre Interessen liegen. Erwin betont, wie entscheidend es ist, die Bevölkerung auf Augenhöhe mitzunehmen, denn ohne ihre Akzeptanz und ihr Mittragen ließen sich keine Projekte verwirklichen. Es geht darum, Bewusstsein zu schaffen und ganz konkrete, umsetzbare Maßnahmen aufzuzeigen. Dazu gehören Photovoltaik-Anlagen auf dem eigenen Dach, die Installation einer Wärmepumpe oder die Schaffung von Grünflächen anstelle von versiegelten Steingärten.

Visionen für die Zukunft und die Überwindung von Hürden

Rose Gutleben wünscht sich für ihre Gemeinde vor allem mehr Offenheit für unkonventionelle Ideen. Statt eines vorschnellen „Geht nicht“ plädiert sie für Mut zum Ausprobieren und für mehr Visionen. „Warum sollen wir nicht als Erwachsene von einer schönen Zukunft für unsere Kinder und Enkelkinder träumen?“, fragt sie rhetorisch. Ein häufiges Missverständnis, mit dem die beiden konfrontiert werden, ist die Annahme, extreme Wetterereignisse habe es schon immer gegeben. Erwin erklärt geduldig, dass die Beobachtung des Klimas über die letzten 30 Jahre eine deutliche Veränderung zeige. Oftmals, so vermutet er, dient diese Haltung auch als Schutzmechanismus, um nicht aus der eigenen Komfortzone heraustreten zu müssen. Ein weiteres Argument, das oft fällt, ist der geringe Anteil Deutschlands am globalen CO2-Ausstoß. Doch die Klimapaten halten dagegen: Als hochindustrialisierte Nation haben wir eine besondere Verantwortung, und viele kleine Veränderungen summieren sich am Ende zu einem großen Ganzen. Der Weg beginnt im Kleinen: beim bewussten Konsum, bei der Mülltrennung oder der Entscheidung für recyceltes Toilettenpapier, wie Rose mit einem Lächeln erzählt.

Werde auch Du Teil der Veränderung in den Studios von „Trude Kuh“

Das inspirierende Gespräch mit Rose und Erwin Gutleben hat gezeigt, wie viel Einzelne mit Engagement und einer klaren Vision bewegen können. Wir von „Trude Kuh“ sind immer wieder beeindruckt von Menschen, die ihre Region aktiv mitgestalten und eine nachhaltige Zukunft vorantreiben. Die Klimaschutzpaten der Gemeinde Barßel sind ein wunderbares Beispiel dafür, wie aus einer Idee eine gemeinschaftliche Bewegung wachsen kann, die andere motiviert und zum Handeln anregt. Möchtest auch Du einen Verein vorstellen, der sich für eine gute Sache einsetzt und eine größere Bühne verdient? Dann bist Du bei uns genau richtig. In unserem TV-Studio von „Trude Kuh“ bieten wir Dir die Plattform, um Deine Geschichte zu erzählen und andere Menschen zu inspirieren. Unser Format Verein im Interview vorstellen ist genau dafür gemacht. Melde Dich einfach bei uns und vielleicht sitzt Du schon bald hier auf unserem Sofa. Aber nicht nur Vereine finden bei uns Gehör. Mit einer Reichweite von über 14,5 Millionen Kontakten im Monat ist „Trude Kuh“ auch der ideale Partner für Unternehmen, die ihre Botschaft wirkungsvoll platzieren möchten. Wir bieten vielfältige Werbemöglichkeiten für Unternehmen, um Deine Zielgruppe passgenau zu erreichen und Dein Unternehmen ins rechte Licht zu rücken. Egal ob Du einen Verein präsentieren oder als Unternehmen werben möchtest – wir freuen uns darauf, von Dir zu hören und gemeinsam etwas Großes zu schaffen.