Tanja Coordes und Vanessa Rieken von Sturmflut Moormerland zu Gast bei „Trude Kuh“

Der Boden vibriert, eine Gitarre kreischt, und hunderte Köpfe nicken im Takt – dieser raue, direkte Puls der Live-Musik ist für viele weit mehr als Unterhaltung. Es ist ein Befreiungsschlag aus dem durchgetakteten Alltag, ein kraftvolles Gefühl von Gemeinschaft und gelebter Vielfalt. Genau darüber sprechen die zweite Vorsitzende Tanja Coordes und Schriftführerin Vanessa Rieken vom Verein Sturmflut Moormerland: Sie wollen mit einem eigenen Open-Air-Festival im Landkreis Leer in Ostfriesland nicht nur Bühnen bauen, sondern Brücken – zwischen Generationen, Szenen und Milieus. Das Interview wurde geführt von Redaktionsleiter Georg Mahn.

Warum ein Festival? Die Idee, die Wurzeln und die Motivation

Sturmflut Moormerland ist aus der Leidenschaft für Live-Musik und aus einem sehr konkreten Bedarf entstanden. In ländlichen Regionen dünnt das Kulturangebot spürbar aus, kleine und hochtalentierte Bands finden kaum noch Orte, an denen sie gehört werden. Für Tanja Coordes stand deshalb früh fest: Es braucht Plätze, an denen Newcomer zeigen können, was sie können. Gleichzeitig sollen lokale Vereine unterstützt werden. Vanessa Rieken, Teil des Gründungsteams aus dem vergangenen Jahr, beschreibt die Motivation als Mischung aus Tatendrang und gelebter Gemeinschaft: rausgehen, anpacken, die Region bewegen – und den Verein als fröhliches Team erleben, das zusammen etwas stemmt.

Der Start verlief laut Tanja pragmatisch und begeisterungsgetrieben: Erste Bandanfragen rollten ein, ein Kernteam formierte sich schnell, weitere Mitstreiter kamen hinzu. Aus einer Idee wuchs Dynamik. Was zunächst als eintägiges Festival gedacht war, wurde rasant größer: So viele Bands meldeten sich, dass auf zwei Tage erweitert werden musste – und am Ende drei wurden. Der Donnerstag als Warm-up, Freitag und Samstag als Haupttage. Karten sind bereits verkauft, der Vorverkauf läuft, und der Projektzug nimmt Fahrt auf.

Planung zwischen Herzblut und Handwerk: Genehmigungen, Sicherheit, Sichtbarkeit

Wo Musik ist, sind Emotionen – und dennoch lebt ein Festival von professioneller Organisation. Vanessa Rieken berichtet von Designs, Flyern, Bannern, Social-Media-Posts, Line-up-Kommunikation und all den unsichtbaren Details, die erst bei der Umsetzung sichtbar werden. Tanja Coordes ergänzt: Ein Sicherheitskonzept wurde von einer Sicherheitsfirma erstellt, Gespräche mit Gemeinde, Feuerwehr, Security und Landkreis geführt, Verkehrszeichen beantragt. Dazu kommen klassische Infrastrukturfragen wie Abwasserleitungen – ein Festival ist eben auch ein Bauvorhaben im Zeitraffer.

Besonders stolz sind beide auf die Sichtbarkeit, die sie schaffen: Bildstarke Inhalte, ein stimmiger Auftritt und ein Trailer, der zu Halloween im Garten gedreht wurde und Ostfriesland Lust auf die Premiere macht. Dass dabei jede freie Minute investiert wird, verschweigen sie nicht. Zugleich spüren sie den typischen norddeutschen Pragmatismus: Manche sind abwartend beim Ticketkauf, wollen sehen, was passiert. Spätestens wenn die 12 Meter breite Bühne steht, so die Hoffnung, springt der Funke endgültig über.

Programm mit Haltung: Love Music Hate Fascism, Familienfreundlichkeit und Barrierefreiheit

Sturmflut Moormerland setzt ein klares Zeichen: Love Music Hate Fascism. Vielfalt ist nicht nur ein Schlagwort, sondern gelebter Anspruch. Das Festival will niemanden ausgrenzen, sondern Räume schaffen, in denen alle gleichberechtigt feiern. Dazu gehört, dass Menschen mit Behinderung dank eines eigenen Podests und direkter Zufahrt zur Bühne auf Augenhöhe dabei sind – keine Sicht von weit hinten, sondern mittendrin.

Musikalisch ist das Spektrum kantig und kraftvoll: Deutschrock, Punkrock und Metal prägen die Haupttage. Als regionaler, herzlicher Einstieg kommt am Donnerstag der Shanty-Chor De Törfmuttjes aus Moormerland dazu. Kulinarisch wird es vielseitig: Gastrostände aus der Region und von weiter weg, eine Metschenke mit Honigwein-Klassikern von Rot bis Kirschbier, dazu ein großer Kinderbereich mit Hüpfburg, Spielen, Gewinnaktionen, Kinderschminken und Glitzertattoos – alles ausdrücklich familienfreundlich gedacht. Wer will, gönnt sich auch als Erwachsener ein schimmerndes Glitzermotiv, während nebenan die Gitarren das Land zum Beben bringen.

Von Newcomern bis Headlinern: Lieblingsmomente und Entdeckungen

In der Bandvielfalt liegen die großen Geschichten. Tanja Coordes schwärmt von einer noch sehr neuen Deutsch-Punk-Rock-Band namens Kein Wunder. Die Sängerin erinnert in Stimme und Art an eine ungewöhnliche Mischung aus Nina Hagen, Wir sind Helden und Fräulein Menke – ein Bild, das neugierig macht. Ultraviolett zählt zur neuen deutschen Härte und wächst rasant; Vierkant aus der Nähe wird immer erfolgreicher. Bei den größeren Namen leuchten die Augen ebenfalls: Tanzwut, Nailed to Obscurity und Crownshift aus Finnland setzen starke Akzente. Klar ist: Jedes gebuchte Act steht dem Team am Herzen, ob Hidden Gem oder großer Zugpferd-Moment.

Digitale Helfer und analoges Herz: Wie die Orga-App alles zusammenführt

Während die Bühne wächst, wächst auch die digitale Infrastruktur. Vanessa Rieken hat – augenzwinkernd als „kleines Testprojekt“ – eine App für Helfer und Orga entwickelt. Sie bündelt Bestellungen, rechnet automatisch, trackt die Getränkebestände und bietet GPS-gestützte Hilfe- und Auffinde-Funktionen. Tanja Coordes beschreibt das Ergebnis als „komplett digital ausgerüstet“ und zeigt, dass moderne Veranstaltungslogistik und Ehrenamt klug zusammengehen. Technik ist dabei kein Selbstzweck: Sie schafft Überblick, reduziert Fehler und entlastet das Team in entscheidenden Momenten.

Ausblick: Zusammenhalt, Premiere und die Bitte um Unterstützung

Am Ende ist es die Mischung, die das Festival trägt: harte Riffs und weicher Honigwein, ein lautes Line-up und leise Fürsorge, Barrierefreiheit und Kinderlachen, regionale Verbundenheit und überregionale Strahlkraft. Für Tanja Coordes steht der Zusammenhalt im Mittelpunkt. Alle sollen zusammenkommen, Kinder Spaß haben, die Premiere gelingen, die Region feiern, was engagierte Menschen möglich machen. Damit das gelingt, braucht es am Ende auch das Offensichtliche: Tickets, Teilnahme, Vorfreude. Wer Kultur lebt, kauft nicht erst, wenn die Bühne steht, sondern wird Teil der Geschichte – möglichst schon heute.

Deine Bühne in Ostfriesland: Mitmachen, vorstellen, werben – wir von „Trude Kuh“ laden Dich ein

Wir von „Trude Kuh“ freuen uns, wenn Du Deinen Verein, Deine Initiative oder Dein Unternehmen sichtbar machst und Dich meldest, wenn Du einen Verein vorstellen willst in den TV-Studios von „Trude Kuh“, denn mit über 14,5 Mio. Kontakten im Monat bieten wir enorme Reichweite und starke Werbemöglichkeiten für Firmen; die wichtigsten Punkte aus dem Gespräch mit Sturmflut Moormerland: Sie bringen vom 28.08. bis 30.08. ein dreitägiges Open-Air mit Deutschrock, Punkrock und Metal auf die Beine, setzen ein klares „Love Music Hate Fascism“-Statement, schaffen Barrierefreiheit bis zur Bühne, bieten einen großen Kinderbereich und eine regionale wie überregionale Gastro, und sie unterstützen lokale Vereine sowie Newcomer-Bands mit viel Herzblut und professioneller Orga – wenn Du für Deinen Verein oder Dein Unternehmen Sichtbarkeit suchst, schau gern direkt bei „Trude Kuh“ vorbei und entdecke unser TV-Studio von „Trude Kuh“, bewirb Dich ganz einfach, um Deinen Verein im Interview vorzustellen, und erfahre mehr über unsere Werbemöglichkeiten für Unternehmen, wir laden Dich ein: Nutz unsere Bühne, erzähl Deine Geschichte, erreiche Menschen, und lass uns gemeinsam dafür sorgen, dass Kultur, Zusammenhalt und kluge Werbung genau dort ankommen, wo sie wirken sollen.