Volker Igelbrink und Ingo Efken vom Squash-Club Hasbergen e.V. zu Gast bei „Trude Kuh“

Der kleine schwarze Ball zischelt wie ein Pfeil durch die Luft, prellt an die Vorderwand, kippt plötzlich ab, setzt den nächsten Haken, und schon sprinten zwei Silhouetten hinein in die Ecke, wieder heraus, zwei Schritte zurück, ein kurzer Stopp, ein neuer Ansatz. Squash ist kein Spiel, das Zeit für Monologe lässt. Es ist Reaktion, Rhythmus, Atmung und Kopf – alles zugleich, in 9 mal 5 Metern gebündelt. Und genau dieser Puls schlägt in Haßbergen mit erstaunlicher Kraft. Der Squash-Club Hasbergen e.V. hat eine Heimat geschaffen, in der Einsteiger, Talente und Topspieler auf demselben Court ihren Weg gehen. Darüber sprachen Volker Igelbrink, erster Vorsitzender, und Ingo Efken, Jugendwart des Vereins, im „Trude Kuh“ TV-Studio – geführt wurde das Interview von Redaktionsleiter Georg Mahn.

Kleine Community, große Nähe: Warum Squash in Haßbergen funktioniert

Squash in Deutschland ist klein, die Community überschaubar – und gerade das macht den Ton. Konkurrenz ist hier freundschaftlich, Hilfe kommt notfalls aus dem Nachbarverein, und Grenzen verlaufen eher entlang der Linien an der Stirnwand als zwischen Landkreisen. „Squasher sind einfach coole Säcke“, sagt Ingo Efken und meint das so herzlich wie inklusiv. Denn in Haßbergen sitzen Sechsjährige mit über Fünfzigjährigen zusammen auf der Bank, lachen, lernen und spielen. Diese Durchlässigkeit ist kein PR-Schmuck, sondern Alltag im Club. Donnerstags trainiert eine Gruppe, in der ein dreizehnjähriger Junior und ein über sechzigjähriger Senior dieselbe Stunde teilen. Der bessere Spieler nimmt den schwächeren an die Hand – und beide gewinnen.

Dass der Club auf Nachwuchs setzt, ist keine Floskel. Rund die Hälfte der etwa 50 Aktiven sind Kinder und Jugendliche. Mehrere ausgebildete Trainer begleiten die Jüngsten vom Ballfangen bis zum ersten Aufschlag. Ingo Efken beginnt bewusst bei der Motorik: vorwärts, rückwärts, stabil stehen, Blick und Hand synchronisieren, Fang- und Wurfspiele, dann erst der Schläger. Das Court-„Wirrwarr“ aus Linien wird früh erklärt: diagonal aufschlagen, ein Fuß im Servicefeld, zwischen die markierten Bänder an der Stirnwand zielen. Regeln, die Sicherheit geben – auch dafür, dass niemand verletzt wird, wenn auf engem Raum hohe Energie freigesetzt wird. Eine Kernregel: Der Rückschläger muss freien Zugang zum Ball haben. Steht jemand im Weg, wird abgebrochen, notfalls gibt es den Punkt.

Von der Basis in die Bundesliga: Erfolg als Ergebnis langer Wege

Wenn Nachwuchsarbeit Substanz hat, zeigt sich das oben. 2026 feierte der Squash-Club Hasbergen e.V. bei der Bundesliga-Endrunde den größten Erfolg seiner Geschichte: Platz drei. Die erste Mannschaft tritt mit zwei im Verein ausgebildeten Spielern an, ergänzt um zwei Profis – anders sei man auf diesem Niveau nicht konkurrenzfähig, erklärt Volker Igelbrink. In der „zweiten Reihe“ stehen weitere Eigengewächse bereit, die den Sprung nach oben anpeilen. Das Fundament: 17 deutsche Meistertitel im Jugendbereich. Ein Verein, der Talente entdeckt, jahrelang begleitet und dann erlebt, wie es vom ersten Training bis zur großen Bühne reicht, hat seine Hausaufgaben gemacht.

Dazu gehört Ehrlichkeit. Squash ist kognitiv fordernd wie wenige Sportarten: Winkel von Seitenwänden, Tempo der Ballwechsel, Taktik in Engräumen, dazu der Gegner als permanente Variable im eigenen Spielfeld. Wer neu beginnt, braucht Geduld, Coaches mit Blick für Details und die Gelassenheit, Motorik vor Technik zu setzen. Ab einem gewissen Niveau verschieben sich die Gewichte: Athletik und Taktik werden entscheidend, die Denkarbeit hört trotzdem nie auf. Einzelsport als Erziehungsort: Wer gewinnt, gewinnt selbst; wer verliert, lernt Haltung. Efken betont, dass Messen unter Kindern normal und gesund ist – es formt Selbstwahrnehmung, Resilienz und Fairness.

Training, Teamgeist und die Sache mit den Linien

Viermal in der Woche gibt es Training für den Nachwuchs, rund 25 Kinder und Jugendliche sind derzeit dabei. Die Einheiten dauern jeweils knapp eine Stunde, organisiert und geleitet von Igelbrink und Efken, unterstützt von weiteren Helferinnen und Helfern. Die Aufteilung erfolgt nach Alter: Die Kleineren beginnen bei Efken, die Älteren arbeiten mit Igelbrink. Schon früh wird die Struktur des Spiels eingeübt. Auf den Linien liegt Ordnung: Diagonale Aufschläge aus markierten Feldern, Zielräume zwischen mittlerer und oberer Stirnwandlinie, klare Wege zum Ball und klare Verantwortung füreinander. Das schützt – und schafft Souveränität im Spiel.

Im Vereinsleben zählt der soziale Kitt. Zwei Mal gewann der Club „Das Grüne Band“, eine der wichtigsten Auszeichnungen für Nachwuchsarbeit in Deutschland. Gemeinschaft ist hier kein Appendix, sie ist Methode. Das gemeinsame Training über Generationen hinweg, das Selbstverständnis, dass stärkere Spieler Schwächere mitnehmen, und die Offenheit, Einsteiger rasch zu integrieren, zeichnen den Club aus. Wer als Kind einen Anlaufpunkt findet, bleibt oft lange – nicht nur wegen des Sports, sondern wegen der Menschen.

Rückschlag mit Rauch: Brand in der Anlage – und ein Weg nach vorn

Manche Geschichten verlaufen nicht linear. In der Woche vor dem Interview brannte die Anlage, die Squashcourts wurden schwer beschädigt, Ruß und Löschwasser machten die Plätze unbespielbar. „Ich wollte gerade zum Training fahren, da stand die Rauchwolke schon über dem Gebäude“, erzählt Volker Igelbrink. Ein Schock, aber kein Stopp. Ausweichmöglichkeiten wurden schnell organisiert, die Sanierung wird dauern, doch die Perspektive ist klar: Es geht weiter. Und vielleicht mit einem kleinen Trost: neue Courts, frische weiße Wände – ein Neustart, der auch symbolisch passt. Denn kaum etwas motiviert so sehr wie die Aussicht, nach einer Unterbrechung mit noch mehr Energie zurückzukehren.

Der sportliche Rhythmus bleibt ohnehin eng. Am 24.10. startet die Saison, zum Auftakt wartet der amtierende deutsche Meister aus Hamburg, Sportwerk Hamburg. In der Endrunde 2026 fehlte nur ein Punkt zum Finale, die Erinnerung sitzt. Solche Kanten schleifen Teams schärfer. Wer weiß, ob die Rechnung bald beglichen wird.

Nachwuchs gewinnt – auch auf der Trainerbank

Wo viele Kinder trainieren, braucht es viele Hände. Squash verlangt bei den Jüngsten eine engere Betreuung als manch andere Sportart. Das Verletzungsrisiko sinkt, wenn die Aufsicht akribisch ist, die Kommunikation stimmt, die Übungen passen. Der Engpass ist nicht neu: Trainerinnen und Trainer sind rar, Ehrenamt bindet Zeit. Efken wünscht sich mehr Nachwuchs an der Seitenlinie, damit mehr Kinder adäquat betreut werden können. Das gilt nicht nur in Haßbergen, sondern bundesweit. Vereine sind Orte, an denen Gemeinschaft gelebt und Fähigkeiten wachsen – aber sie brauchen Menschen, die diesen Raum halten.

Einladung: Werde Teil der „Trude Kuh“-Community – Dein Verein, Dein Auftritt, Deine Reichweite

Wir von „Trude Kuh“ haben mit Volker Igelbrink und Ingo Efken vom Squash-Club Hasbergen e.V. erlebt, wie Nachwuchsarbeit, Gemeinschaft und Spitzenleistung zusammengehören, wie 17 deutsche Jugendtitel, eine Bundesliga-Mannschaft und eine eng verbundene Community in Haßbergen gewachsen sind, und wie trotz des jüngsten Brandes mit Ausweichcourts und viel Zuversicht weitertrainiert wird, während am 24.10. der Saisonstart gegen Sportwerk Hamburg die sportliche Messlatte legt. Wenn Du Deinen Verein, Dein Projekt oder Deine Initiative vorstellen möchtest, dann melde Dich bei uns – wir zeichnen Deine Geschichte im TV-Studio von „Trude Kuh“ auf, mit Herz, journalistischem Blick und der Reichweite, die Du verdienst. Wir erreichen über 14,5 Mio. Kontakte im Monat, was Dir vielfältige Bühne für Sichtbarkeit, Mitgliedergewinnung und Partnerschaften bietet – und Unternehmen profitieren von starken Werbeformaten, die messbar wirken und sich nahtlos in unser Programm integrieren. Schau auf „Trude Kuh“ vorbei und sichere Dir Deinen Slot im TV-Studio von „Trude Kuh“, wenn Du Deinen Verein im Interview vorstellen willst, und entdecke unsere Werbemöglichkeiten für Unternehmen, um Deine Marke vor einem großen, relevanten Publikum zu platzieren. Wir von „Trude Kuh“ erzählen Deine Geschichte – wenn Du mit Deinem Team auf unsere Bühne willst, wenn Du neue Mitglieder suchst oder Partner gewinnen möchtest, dann lass uns gemeinsam loslegen und Deine Botschaft dorthin tragen, wo sie gehört wird.