Ganze Städte im Ausnahmezustand, die Straßen überfüllt mit bunten Kostümen und der Duft von frischem Gebäck liegt in der Luft – wenn die fünfte Jahreszeit beginnt, scheinen sich die Feierlichkeiten auf Hochburgen wie Köln, Düsseldorf oder Mainz zu konzentrieren. Doch wer glaubt, der Norden sei ein karnevalistisches Niemandsland, der irrt gewaltig. Mitten in Niedersachsen, in der kleinsten Sprachinsel Europas, dem Saterland, wird die närrische Zeit mit Herzblut und Hingabe zelebriert. Der Karnevalsclub Sedelsberg, kurz CCS, beweist seit seiner Gründung im Jahr 1971, dass Karneval hier mehr ist als nur ein lauter Scherz. Es ist eine tief verwurzelte Tradition, die Menschen zusammenbringt, Generationen verbindet und zeigt, wie viel Kraft in einem kleinen Ort mit ganz viel Liebe stecken kann. Um mehr über dieses norddeutsche Karnevalswunder zu erfahren, begrüßte Redaktionsleiter Georg Mahn in den TV-Studios von „Trude Kuh“ den Präsidenten Joachim Tiedeken und Vizepräsident Theo Hanneken vom CCS Sedelsberg.
Mit Leidenschaft und Butter: Die Planungen für die fünfte Jahreszeit
Für den CCS ist die Zeit vor dem großen Karnevalswochenende die absolute Hochzeit. Wenn andere noch gemütlich in den Herbst starten, laufen bei den Karnevalisten die Vorbereitungen bereits auf Hochtouren. Präsident Joachim Tiedeken erklärte, dass die intensive Planungsphase Ende Oktober, pünktlich zum Rathaussturm am 11.11., beginnt. Ab diesem Zeitpunkt werden die ersten Telefonate geführt, Ideen für Büttenreden gesammelt und das Programm für die anstehenden Veranstaltungen skizziert. Dieses Jahr steht zudem das 55-jährige Jubiläum an, was besondere Planungen erfordert. Vizepräsident Theo Hanneken ergänzte, dass sich über die Jahre eine beeindruckende Routine entwickelt hat. Die Termine richten sich nach dem Rosenmontag, und die Organisation läuft mittlerweile „wie Butter“. Jeder im Team weiß genau, welche Aufgaben anstehen und wen man kontaktieren muss. Das Programm ist vielfältig und spricht alle Generationen an: Vom Seniorenkarneval über den Kinderkarneval am Sonntag bis hin zur großen Galasitzung am Samstagabend ist für jeden etwas dabei.
Vom Bühnenbau bis zum Showtanz: Ein Verein packt an
Hinter den glanzvollen Auftritten und der ausgelassenen Stimmung steckt vor allem eines: jede Menge ehrenamtliche Arbeit. Der Verein zählt rund 95 Mitglieder, von denen etwa 20 als aktive Kraft das Rückgrat der Veranstaltungen bilden. Die gesamte Woche vor dem Karnevalswochenende ist das Team im Einsatz. Der Saal im Canisius Haus wird komplett umgestaltet, Tische und Stühle werden ausgetauscht und die aufwendige Dekoration angebracht. Auch die Bühne wird zu großen Teilen selbst gebaut; lediglich drei zusätzliche Bühnenteile werden von der Gemeinde ausgeliehen. Theo Hanneken zeigte sich beeindruckt von der Kreativität und dem Engagement seiner Mitglieder, die im letzten Jahr mit neuen, selbst gestalteten Ornamenten für eine bombastische Atmosphäre sorgten. Neben dem handwerklichen Geschick sind es vor allem die künstlerischen Darbietungen, die das Publikum begeistern. Die Tanzgarde des Vereins probt monatelang für ihre Auftritte, die sowohl den klassischen Gardetanz als auch einen modernen Showtanz umfassen. Aber auch der Elferrat selbst, dem Joachim Tiedeken seit 1992 angehört, bereitet jedes Jahr einen eigenen Showact vor, der stets ein geheimnisvolles Highlight der Sitzung darstellt.
Zwischen Tradition und Zukunft: Die Herausforderungen des Ehrenamts
Obwohl die Begeisterung für den Karneval in Sedelsberg ungebrochen ist und die Veranstaltungen gut besucht sind, steht der Verein wie viele andere vor Herausforderungen. Joachim Tiedeken merkte an, dass es im heutigen digitalen Zeitalter schwieriger geworden ist, junge Menschen für das Vereinsleben zu begeistern. Während in früheren Jahrzehnten die Jugendlichen mit Feuereifer dabei waren, konkurriert das Ehrenamt heute stark mit der Anziehungskraft von Smartphones und sozialen Medien. Dennoch gibt der CCS nicht auf und versucht aktiv, Nachwuchs zu gewinnen und neue Mitglieder zu integrieren. Eine weitere Hürde sind die Finanzen. Die Kosten für Ausstattung, wie etwa die prunkvollen Kappen des Elferrats, die zwischen 300 und 400 Euro pro Stück kosten, oder die Hallendekoration sind enorm gestiegen. Ohne Spenden wäre die Durchführung der Veranstaltungen kaum möglich. Der Verein ist daher auf die Unterstützung aus der Gemeinschaft angewiesen, um diese wertvolle lokale Kulturtradition lebendig zu halten und an die nächste Generation weiterzugeben. Denn der Karneval in Sedelsberg ist, wie Theo Hanneken betont, vor allem eines: Spaß, Unterhaltung und eine Zeit ohne Stress – eine Einladung an alle, die lustige Zunft mitzugestalten.
Werde Teil der „Trude Kuh“ Community
Wir von „Trude Kuh“ waren begeistert von dem Engagement und der Leidenschaft, mit der der CCS Sedelsberg den Karneval im Saterland lebt. Das Gespräch mit Joachim Tiedeken und Theo Hanneken hat uns wieder einmal gezeigt, wie wichtig Vereine für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Pflege lokaler Traditionen sind. Sie schaffen einen Ort der Begegnung, des Lachens und der gemeinsamen Erlebnisse. Wenn auch Du in einem Verein aktiv bist und Eure Geschichte erzählen möchtest, dann zögere nicht, Dich bei uns zu melden. Nutze die Chance und stelle Deinen Verein im Interview vorstellen in unserem professionellen TV-Studio von „Trude Kuh“. Wir bieten Euch eine Plattform, um Eure Arbeit einem großen Publikum zu präsentieren. Unser breites Netzwerk ermöglicht es uns, über 14,5 Millionen Kontakte im Monat zu erreichen, was nicht nur für Vereine eine riesige Chance ist. Wir bei „Trude Kuh“ wissen, wie man Botschaften wirkungsvoll platziert. Deshalb bieten wir auch maßgeschneiderte Werbemöglichkeiten für Unternehmen, die ihre Zielgruppe punktgenau ansprechen möchten. Egal ob Du einen Verein ins Rampenlicht rücken oder Deine Firma erfolgreich bewerben willst – wir sind Dein starker Partner. Melde Dich bei uns und lass uns gemeinsam Deine Geschichte erzählen.


