Wenn die Stadtlichter verlöschen und der Regen feine Linien auf kalten Asphalt malt, bleiben manchmal nur die leisen Geschichten zurück: ein zitternder Hund im Schatten eines Supermarkts, eine Katze, die geduldig auf Futter wartet, ein verletzter Vogel, der zwischen Bäumen die Orientierung verliert. Es sind Bilder, die sich nicht aufdrängen und genau deshalb leicht übersehen werden. Doch für den Tierschutz Aurich und Umgebung sind diese Momente der Anfang einer neuen Geschichte – von Vertrauen, Zuwendung und Heilung. Bereits seit 1966 nimmt der Verein verlassene, verletzte und ausgesetzte Tiere auf, gibt ihnen Sicherheit und eine zweite Chance. Im Gespräch in den Studios von „Trude Kuh“ berichten die stellvertretende Vereinsvorsitzende Sonja Dotzauer und Tierheimleiterin Neele Kaufmann mit Herz, klaren Worten und einem realistischen Blick auf das, was jeden Tag zu tun ist. Moderator: Redaktionsleiter Georg Mahn.
Alltag im Tierheim: Zahlen, Zustände, Verantwortung
Im Tierheim Aurich leben im Durchschnitt 30 bis 50 Katzen, hinzu kommt eine Kapazität für bis zu 15 Hunde. Dazu gesellen sich gelegentlich Kleintiere wie Kaninchen; das Spektrum ist breit, die Maßnahmen individuell. Viele Tiere kommen über das Veterinäramt, oft aus problematischen Haltungen. Neele Kaufmann beschreibt Fälle aus Messihaushalten, in denen es weder Katzenklo noch Wasserschalen gibt, Tiere schlicht sich selbst überlassen sind. Wenn solche Schützlinge ankommen, ist zunächst Stabilisierung gefragt: medizinische Versorgung, Ruhe, klare Routinen und Menschen, die Zeit mitbringen. Parallel dazu bewältigt der Verein regelmäßige Spitzen – etwa in der Kittenzeit, wenn viele Jungtiere gefunden oder ausgesetzt werden. Es sind die Momente, in denen die Organisation gleichermaßen Mitgefühl und Management beweisen muss.
Zwischen Leichtfertigkeit und echter Not: Abgabegründe und ihre Folgen
Die Gründe, warum Tiere im Tierheim landen, ähneln sich an vielen Orten: Allergien im Haushalt, Umzüge mit vermeintlichen Haustierverboten, Krankheit oder wirtschaftliche Schwierigkeiten. Manche kommen schweren Herzens – andere wirken gleichgültig: ausgesetzt in Kartons bei Wind und Wetter oder nach kurzer Zeit wieder abgegeben, weil „es doch nicht passt“. Hier schlägt der Verein die Brücke zwischen Verständnis und Schutzauftrag. Denn Tierwohl hat Priorität. Wer adoptieren möchte, lernt den zukünftigen Begleiter – ob Hund oder Katze – mehrmals kennen, führt Gespräche, durchläuft Vorkontrollen. Für Hunde sind in der Regel mehrere Besuche Pflicht, manche werden zur Tagesprobe mitgenommen. Dieser Prozess kostet Zeit, schafft aber Stabilität: Je besser das Match, desto seltener Rückgaben. Sonja Dotzauer betont, dass viele Interessenten die Strenge zunächst übertrieben finden, später aber erkennen, dass sie Sicherheit bedeuten – für das Tier und für die Menschen, die Verantwortung übernehmen.
Heilung braucht Nähe: Von leisen Katzen und lauteren Hunden
Resozialisierung verläuft nicht in einer Linie. Hunde zeigen oft deutlicher, wenn ihnen Nähe fehlt – die Anlage kann dann auch arbeitsam und hörbar werden. Katzen hingegen leiden still, ziehen sich zurück und trauern, bis vorsichtige Annäherung Eis in Zuversicht verwandelt. Genau dafür hat das Team bewusste Angebote geschaffen: Gassigehen für Hunde und „Katzenstreicheln“, bei dem Freiwillige ein bis zwei Stunden ruhig im Raum sind, spielen, kuscheln und schlicht präsent bleiben. Laut Neele Kaufmann führt gerade diese stille Konstanz bei schüchternen Katzen zu erstaunlichen Fortschritten. Der Verein stützt sich auf etwa 40 Ehrenamtliche, ohne die Sommerfeste, Öffentlichkeitsarbeit oder besondere Projekte kaum zu stemmen wären. Neben den Hauptamtlichen sind sie die tragende Struktur für alltägliche und besondere Aufgaben.
Kosten, Patenschaften und Modernisierung: Warum Spenden den Unterschied machen
Die größten monatlichen Ausgaben sind Tierarztkosten – ein Posten, der wie überall deutlich gestiegen ist. Hinzu kommen Futter, Ausstattung, Renovierungen und gezielte Verbesserungen, denn ein Tierheim ist nie „fertig“, es wächst mit seinen Tieren und mit den Menschen, die helfen. Zuschüsse von Kommunen unterstützen die Grundlast, doch die Arbeit in ihrer aktuellen Qualität wäre ohne Spenden nicht möglich. Eine nachhaltige Säule sind Patenschaften: Für Hunde, die dauerhaft im Tierheim leben, und halbwilde Katzen, die auf dem Gelände versorgt werden. Patenschaften sind flexibel, beginnen bei fünf Euro im Monat, nach oben offen. Sie geben dem Verein Planungssicherheit – und den Paten die Gelegenheit, „ihr“ Tier zu besuchen, zu begleiten und persönliche Verbindung zu erleben.
Professionelle Nähe statt romantischer Klischees: Ein realistischer Job mit Herz
Tierpflege ist keine Zeitlupenszene auf Blumenwiesen, sondern tägliche, körperliche Arbeit. Neele Kaufmann spricht von Füttern, Reinigen, Tragen, Organisieren – und von dem, was rund um die Versorgung entsteht: Koordination, Gespräche, Dokumentation, Social Media. Gerade die Kommunikation nach außen hat in den letzten Jahren viel bewirkt. Sie schafft Transparenz, zeigt Fortschritte, verbindet mit Unterstützern und weckt Verantwortungsgefühl. Mehr Aufmerksamkeit bedeutet auch mehr Spenden und passgenauere Vermittlungen. Die Botschaft: Ein Tierheim ist kein trauriger Ort voller Käfige, sondern ein vorübergehendes Zuhause auf Zeit, in dem Tiere Sicherheit finden. Wer das sehen will, ist eingeladen – zum Katzenstreicheln, zum Gassigehen, zum Kennenlernen, aber auch zum Mithelfen.
Einladung an Dich: Mitmachen, vorstellen, werben – bei uns im TV-Studio von „Trude Kuh“
Wir von „Trude Kuh“ haben den Tierschutz Aurich und Umgebung in unseren TV-Studios vorgestellt, weil uns die Mischung aus Professionalität, Herz und Verlässlichkeit beeindruckt: klare Vermittlungsprozesse, behutsame Resozialisierung, starke Ehrenamtliche, flexible Patenschaften und eine transparente Öffentlichkeitsarbeit, die zeigt, wofür Spenden tatsächlich eingesetzt werden. Wenn Du mit Deinem Verein eine ebenso wertvolle Arbeit leistest und diese vorstellen möchtest, melde Dich gerne bei uns – unser „Trude Kuh“ Team produziert Formate, die bewegen, informieren und Reichweite schaffen. Wir zeichnen in unserem TV-Studio von „Trude Kuh“ auf, erreichen mit unseren Formaten über 14,5 Mio. Kontakte im Monat und bieten damit auch Unternehmen starke Sichtbarkeit. Du willst Deinen Verein im Interview vorstellen oder Deine Initiative einer großen Community näherbringen? Dann lass uns sprechen und nutze die Möglichkeit, hier direkt den ersten Schritt zu gehen: Verein im Interview vorstellen. Für Firmen und Marken lohnt sich unser Umfeld besonders: Ob regionale Präsenz oder überregionale Kampagne – wir bieten vielfältige Platzierungen, passgenaue Integration und redaktionelle Umfelder mit hoher Glaubwürdigkeit, die Deine Botschaft zielgenau tragen. Informiere Dich jetzt über unsere Werbemöglichkeiten für Unternehmen, und wenn Du einfach erstmal reinschnuppern möchtest, findest Du auf unserer Website alle Infos, Ansprechpartner und Beispiele. Wir von „Trude Kuh“ freuen uns auf Deine Geschichte, Deine Mission und Deine Idee – und darauf, sie gemeinsam groß zu machen.


