Geesche Neuburg von Have a Heart Namibia zu Gast bei „Trude Kuh“

Sonnenstaub über roter Erde, das Klirren von Wellblech im Wind, Kinderstimmen, die zwischen Ziegenblöken und Hundegebell die Nachbarschaft weben – und mittendrin Menschen, die Verantwortung nicht als großes Wort verstehen, sondern als tägliche, praktische Tat. Have a Heart Namibia macht dort weiter, wo Postkartenromantik endet: Sie verwandeln Tierleid in machbare Schritte, kastrieren, impfen, behandeln und erklären, bis aus unkontrollierter Vermehrung ein System wird, das Mensch und Tier schützt. Über diese Arbeit spricht Geesche Neuburg, erste Vorsitzende von Have a Heart Namibia, mit Ruhe, Klarheit und einem spürbaren Herz für die, die bleiben und helfen. Das Gespräch führte Redaktionsleiter Georg Mahn in den Studios von „Trude Kuh“.

Brückenbauer zwischen Tierärzten und Besitzern

Tierschutz in den Armutsregionen Namibias heißt vor allem: Barrieren abbauen. Viele Tierbesitzer haben weder Geld noch Zugang zu Transport oder Ankündigungen im Netz. Genau hier setzt Have a Heart Namibia an und baut eine Brücke zwischen dem Willen der Menschen, ihre Tiere gesund zu halten, und den Kapazitäten der Tierärzte, die helfen wollen, aber auch ihre Kosten decken müssen. Mobile Kliniken fahren ohne Vorankündigung in Townships, bauen am Morgen ihre Zelte auf, und bereits gegen 09:30 Uhr ist ein Einsatztag mit etwa 30 Tieren voll belegt. Die Menschen kommen, tragen ihre Hunde und Katzen geduldig in die Liste ein und warten stundenlang, weil sie wissen: Eine Kastration senkt den Vermehrungsdruck, schützt vor Krankheiten, stabilisiert das Sozialverhalten und hält Tiere näher am Zuhause. So entsteht aus einem medizinischen Eingriff ein Kreislauf der Entlastung – für Familien, die Tiere lieben, und für Tierärzte, die endlich helfen können, ohne „Einschläfern“ als einzige Option im Budgetdruck.

Kastration, Parasiten und die stille Gesundheitsrevolution

Have a Heart Namibia denkt Kastration als Gesundheitsprogramm: Jede Kastration beinhaltet auch die Behandlung gegen interne und externe Parasiten – Würmer, Flöhe, Räude und Zecken. Gerade Zeckenfieber machte in jüngster Vergangenheit massive Probleme, und die Kombination aus Kastration plus Parasitenbekämpfung erhöht die Widerstandskraft der Tiere deutlich. 2025 wurden zusätzlich rund 900 Tiere gegen Parasiten behandelt – neben fast 4000 kastrierten Tieren im selben Zeitraum. Das hat unmittelbare Folgen: weniger Leid, weniger ungewollte Würfe, weniger Übertragung von Zoonosen an Menschen. Die Tierärzte bleiben nicht im sterilen OP-Raum unsichtbar, sie arbeiten mitten in der Lebenswirklichkeit, mit vertrauten Stimmen der Besitzer in der Aufwachphase, mit Kindern, die lernen, was verantwortungsvolle Tierhaltung bedeutet, und mit einer Community, die Hilfe nicht als Almosen, sondern als gemeinsame Aufgabe wahrnimmt.

Dankbarkeit, Respekt und die Geschichten, die bleiben

Wenn Geesche Neuburg erzählt, wird verständlich, wie sehr Respekt das Projekt prägt. Auch wenn Besitzer die Rechnung nicht zahlen können, behandelt das Team sie als Kunden auf Augenhöhe. Diagnose und Therapie werden ihnen erklärt, Entscheidungen gemeinsam getroffen. Eine Geschichte bleibt besonders hängen: Eine ältere Frau, die nach einem Einbruch zurückbleibt mit einem Hund, dessen Kiefer gebrochen wurde. Ohne Kostenübernahme hätte der Tierarzt – bei allem Verständnis für seine wirtschaftliche Lage – einschläfern müssen. Durch Spenden war eine Operation möglich, die den Hund rettete und der Familie wie den helfenden Tierärzten zeigte: Sinn ihres Berufes ist, zu heilen. Solche Momente sind es, die aus Zahlen Haltung machen und aus Haltung Vertrauen. Kein Wunder, dass nach jedem Einsatztag die Anfragen explodieren: Dorfvorstehende bitten um Stopps, Besitzer schreiben „Wann seid ihr wieder hier?“, und Teams berichten von überlaufenen Listen, die zeigen, wie groß der Bedarf ist.

Hafenkatzen, Freiwillige und Logistik mit Herz

Tierschutz hört nicht am Township-Rand auf. Auch in Hafenarealen leben Streunerkatzen, deren Population sich ohne Eingriffe rasant vermehrt. Die humane Lösung ist klar: fangen, kastrieren, impfen, zurückbringen und regelmäßig füttern. Freiwilligenteams schleusen die Tiere zur örtlichen Tierklinik und wieder zurück, und Have a Heart Namibia sorgt dafür, dass aus Engagement Wirkung wird. Logistisch ist das anspruchsvoll – Material, Medikamente, Transport, Koordination –, doch mit verlässlichen Abläufen, Rabatten durch kooperierende Tierärzte und einem Netzwerk von Helfern entsteht eine stille Effizienz, die nah an den Menschen bleibt. Geesche Neuburg arbeitet heute überwiegend aus Deutschland und hält die Fäden zusammen: Kommunikation, Buchhaltung, Online-Banking, Einsatzplanung. So verbindet das Projekt lokale Tatkraft mit internationaler Unterstützung und bleibt gleichzeitig dort, wo es gebraucht wird – vor Ort, nah an Tier und Mensch.

Finanzierung, Sichtbarkeit und Mitmachen

Das Projekt finanziert sich ausschließlich durch Spenden, ohne staatliche Unterstützung aus Namibia oder Deutschland. Deshalb ist jede Hilfe entscheidend: Geldspenden ermöglichen Operationen und Medikamente, Likes, Shares und Kommentare auf Facebook und Instagram verbreiten Geschichten, die wiederum Menschen mobilisieren. Sichtbarkeit ist hier nicht Marketingfloskel, sondern Hebel für reale Hilfe. Wer einmal erlebt hat, wie schnell ein Kastrationstag gefüllt ist, versteht, dass jeder Beitrag – ob finanziell oder kommunikativ – Rückstau und Leid reduziert. Und weil Kinder eingebunden werden, wächst zugleich eine Generation heran, die Mitgefühl als Handwerk versteht, nicht nur als Gefühl.

Einladung: Dein Verein, Deine Story, Deine Bühne bei „Trude Kuh“

Wir von „Trude Kuh“ laden Dich herzlich ein: Wenn Du einen Verein führst oder ein Projekt, das Verantwortung übernimmt, dann zeig es uns – wir stellen Dich im TV-Studio vor und geben Deiner Geschichte Reichweite. In diesem Interview mit Have a Heart Namibia konntest Du mitverfolgen, wie mobile Kliniken in Townships ohne Vorankündigung ganze Tage füllen, wie Kastration und Parasitenbehandlung zusammen Mensch und Tier schützen, wie dankbare Besitzer und engagierte Tierärzte gemeinsam Lösungen schaffen und wie eine einzelne Spende am Ende über Leben entscheidet. Wenn Du Lust hast, Deine Initiative bei uns vorzustellen, findest Du alles rund um „Trude Kuh“ hier: „Trude Kuh“. Das TV-Studio von „Trude Kuh“ bietet Dir eine professionelle Bühne, auf der Dein Anliegen sichtbar wird. Wenn Du Deinen Verein im Interview vorstellen möchtest, melde Dich einfach – wir gestalten mit Dir eine Sendung, die bewegt. Und weil „Trude Kuh“ monatlich über 14,5 Mio. Kontakte erzielt, sind unsere Formate zugleich ein starkes Umfeld für die Werbemöglichkeiten für Unternehmen: Wenn Du Reichweite willst, verknüpft mit glaubwürdigen Geschichten, dann bist Du bei uns richtig. Wir von „Trude Kuh“ erzählen die Themen, die zählen – wenn auch Du eine Idee hast, die Menschen erreicht, dann lass uns sprechen, komm ins Studio und nutze die Chancen unserer Plattform.