Kerstin Kalmer und Anna Thomann vom Niedersächsischen Musikverein Börgermoor zu Gast bei „Trude Kuh“

Als die Frage in den Raum schwebt, was Titanic, Pearl Harbor, Star Trek oder Jurassic Park gemeinsam haben, ist die Antwort so schlicht wie wirkungsvoll: Ohne Musik wäre all das nur bewegtes Bild. Erst Akkorde und Töne weben Geschichten, lassen erste Tänze, erste Küsse und unvergessliche Lebensmomente im Inneren nachhallen. „Wo Worte enden, da beginnt Musik.“ Dieses Gefühl zieht sich durch das Gespräch mit der Dirigentin und Ausbilderin Kerstin Kalmer und der Ausbilderin sowie Kassenwartin Anna Thomann vom Niedersächsischen Musikverein Börgermoor aus Surwold im Landkreis Emsland. Im Studio entfaltet sich eine lebendige Erzählung von Gemeinschaft, Nachwuchsarbeit und Gänsehaut-Momenten – moderiert von Redaktionsleiter Georg Mahn.

Von der Blockflöte zur Dirigentin: Musikalische Biografien mit Herz

Kerstin Kalmer entdeckte mit sechs Jahren die Musik – klassisch mit der Blockflöte, unklassisch ohne musikalisches Elternhaus. Kreativ veranlagt und neugierig fand sie den Weg in die Blasmusik, zunächst als Ausbilderin an anderer Stelle, bevor sie 2001 zum Musikverein Börgermoor wechselte. Heute prägt sie als Dirigentin und Ausbilderin vor allem die Holzbläser – Klarinette, Saxofon, Querflöte – mit dem Anspruch, Wissen, Freude und Teamgeist zu verbinden. Anna Thomann kam im Alter von zehn, elf Jahren mit einem klaren Wunsch um die Ecke: „Mama, ich will Trompete lernen.“ Verwunderte Blicke inklusive, aber mit einem entscheidenden „Okay, dann ab zum Musikverein“. Aus dem spontanen Wunsch wurde eine Leidenschaft, die sie heute an den Nachwuchs weitergibt – und in der Kassenführung die finanziellen Leitplanken des Vereins im Blick behält.

Beide eint der Gedanke, dass Musik Heimat sein kann – ein Ort zum Abschalten und zum Zusammenkommen mit Freunden. Gerade nach langen Arbeitstagen verwandelt sich die Probe in einen Moment, der trägt. Dieses Gefühl wirkt ansteckend auf Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die im Verein mehr finden als Noten und Takte: nämlich Gemeinschaft.

Teamwork schlägt Taktstock: Wie Börgermoor Gemeinschaft baut

Im Musikverein Börgermoor wird Teamwork großgeschrieben. Anna bringt es auf den Punkt: Man kann die besten Musiker haben – wenn das Drumherum nicht passt, fehlt der Spaß. Hier hingegen steht keiner allein. Proben finden regelmäßig im Kommunikationszentrum in Surwold statt, getragen von einem Wir-Gefühl, das auch nach außen leuchtet. Das Hauptorchester vereint Generationen: Die Jüngsten sind um die 14 Jahre, der älteste Musiker spielt mit 76 frisch und mit großer Freude Tenorhorn. Das Nebeneinander der Generationen ist kein Marketing-Slogan, sondern gelebter Alltag, der sich in Auftritten und Proben ebenso widerspiegelt wie in Ausflügen und kleinen Aktionen.

Ein besonderer Baustein ist das Jugendkomitee – eine Gruppe 15- bis 16-Jähriger, die Spielnachmittage organisiert, die Anliegen jüngerer Mitglieder vertritt und den Vorstand unterstützt. So entstehen Verantwortung, Mitbestimmung und Bindung. Dazu kommen Formate wie der Instrumentenkreisel, bei dem Kinder sich quer durch die Orchesterfamilie ausprobieren können – vom Mundstück bis zur Melodie, spielerisch und ohne Druck.

Nachwuchsarbeit mit Plan: Niederschwellig, begeistert, verbindend

Ja, die Freizeitkalender sind voll: Tanzen am Dienstag, Schwimmen am Mittwoch, dazu Schule und Social Media. Trotzdem gewinnt der Verein junge Menschen – mit Freude, Gemeinschaft und klaren Strukturen. Kinder können bereits ab etwa fünf Jahren mit Blockflöte beginnen, die musikalische Theorie wird spielerisch vermittelt. Niemand muss vorab wissen, was eine Tonleiter ist: Unterschiedliche Vorkenntnisse sind willkommen, und darauf wird aufgebaut. Interessierte melden sich – ob mit konkretem Instrumentenwunsch oder einfach mit Neugier – und werden dort abgeholt, wo sie stehen.

Die Repertoirefrage ist pragmatisch und partizipativ gelöst. Als Laienorchester wählt Börgermoor Arrangements, die zu Besetzung und Niveau passen. Kerstin kennt ihre Register und sucht Verlagsfassungen mit passender Schwierigkeit. Wünsche aus dem Orchester sind willkommen: Wenn ein Sommerhit wie „Wackelkontakt“ gewünscht wird, tüftelt die Dirigentin an einer machbaren Version – und bringt sie rechtzeitig in die Saison. Klassische Märsche für Schützenfeste – das finanzielle Rückgrat vieler Spielzeiten – stehen ebenso auf dem Pult wie Pop und die Evergreens der Neuen Deutschen Welle, die Stimmung machen und zum Mitsingen einladen.

Auftritte, Applaus und Inklusion: Musik, die im Ort lebt

Der Jahreskalender ist verlässlich gefüllt. Los geht es mit der Erstkommunion im Ort – ruhige Töne, getragen und feierlich. In den Monaten Mai bis Juli folgt die Hochsaison mit Schützenfesten, bei denen der Verein regelmäßig spielt. Dazu kommen je nach Jahr weitere Anfragen, besonders in der Adventszeit. Fester Termin ist der Weihnachtsmarkt, den der Musikverein begleitet. Was überall gleich ist: Applaus als Seelenbalsam. Wenn Thronpaare tanzen, Menschen feiern und das Orchester spürbar Teil des Festes wird, entsteht der Moment, für den geübt wird: Gänsehaut, Lächeln, Zusammenhalt.

Dieser Zusammenhalt schließt bewusst niemanden aus. Inklusion ist gelebte Praxis, nicht Protokoll. Ein Rollstuhlfahrer spielt Tenorhorn – mit Herz und Strahlkraft, ein Magnet für Jung und Alt. Gäste und Aushilfen berichten, wie herzlich man begrüßt wird. So wird der Verein zum Ort, an dem Zugehörigkeit keine Frage von Alter, Herkunft oder körperlicher Verfasstheit ist, sondern von Freude an der Musik.

Finanzen, Westen, Wochenende: Warum Unterstützung zählt

Vereinsarbeit kostet Geld – von Kinderklarinetten für die jüngsten Lernenden bis zu neuen Westen für die wachsende und diverser werdende Besetzung. Letztere haben sich preislich nahezu verdoppelt, Lagerhaltung in großen Mengen ist keine Option. Hinzu kommen steigende Fahrtkosten und das große Ziel für den Herbst: ein Probenwochenende für alle – vom Nachwuchs bis zum Hauptorchester. Dort soll ein musikalisches Projekt erarbeitet und die Gemeinschaft weiter gestärkt werden. All das braucht Mittel. Einnahmen über Auftritte sind wichtig, aber Spenden und Partnerschaften geben Spielräume, um Nachwuchs zu fördern, Instrumente vorzuhalten und Projekte zu realisieren.

Parallel hat die Öffentlichkeitsarbeit an Bedeutung gewonnen. Websites sind gut, aber Social Media ist schneller: Zusammenschnitte von Auftritten auf Instagram sorgen für Resonanz, Sichtbarkeit und Neuanfragen. Das kostet Zeit – lohnt sich aber, weil es Menschen erreicht, die ohne Scroll-Moment nie erfahren hätten, wie viel Herz in Börgermoor schlägt.

Ausblick: Wachsen, bleiben, wiederkommen

Was wünschen sich die beiden? Anna möchte, dass alles so gut weiterläuft wie bisher, dass Menschen das Interview sehen, Lust bekommen, ein Instrument zu lernen, und einfach vorbeikommen – auch ohne Vorkenntnisse. Kerstin wünscht sich ein wachsendes Orchester, vor allem Stärkung im tiefen Register bei Tuben und Posaunen sowie im Blech insgesamt. Gleichzeitig bleibt die Tür offen für Lebenswege: Wer zum Studium fortgeht, soll sagen können, „da hatte ich eine schöne Zeit“ – und vielleicht später im sprichwörtlichen „Mittelalter“ wiederkommen. Der Verein steht dafür, dass Musik Spaß macht, verbindet und über Jahre trägt – von den ersten Tönen bis zum großen gemeinsamen Klang.

Deine Einladung in das TV-Studio und zur Reichweite

Wir von „Trude Kuh“ hatten am 2026-03-27 Kerstin Kalmer und Anna Thomann vom Niedersächsischen Musikverein Börgermoor im TV-Studio und laden Dich ein, selbst Teil dieser Bühne zu werden: Wenn Du mit Deinem Verein oder Unternehmen eine starke Geschichte hast, melden Dich bei uns – wir stellen Vereine im TV-Studio von „Trude Kuh“ vor, bringen Euch on air und vor ein monatliches Publikum von über 14,5 Mio. Kontakten, das ideale Reichweitenumfeld für Markenpräsenz, Imageaufbau und Recruiting; in diesem Gespräch ging es um musikalische Nachwuchsarbeit ab fünf Jahren mit Blockflöte, um ein Orchester, das Generationen vereint und Inklusion lebt, um Repertoire von Marsch bis Neue Deutsche Welle, Auftritte von Erstkommunion bis Weihnachtsmarkt, um Social-Media-Reichweite und um die Bedeutung von Unterstützung für Instrumente, Westen und ein Probenwochenende, und genau solche Geschichten möchten wir auch von Dir hören – starte mit einem Blick auf „Trude Kuh“ unter „Trude Kuh“, erfahre mehr über unser Setting im TV-Studio von „Trude Kuh“, sichere Dir einen Slot, um Deinen Verein im Interview vorstellen zu können, und entdecke unsere Werbemöglichkeiten für Unternehmen, denn wenn Du Deine Community stärken, Nachwuchs gewinnen oder Deine Marke groß herausbringen willst, dann sind wir Dein Partner für authentische Reichweite, starke Bilder und Geschichten, die hängen bleiben.