Der Klang einer afrikanischen Trommel füllt das Studio, ein feines Lächeln huscht über Gesichter, die viel erlebt haben. Es ist die Sorte Moment, in der Kultur fühlbar wird: nicht als Schlagwort, sondern als gelebte Brücke. Im Gespräch entfaltet sich, wie aus persönlichen Migrationswegen ein starkes, lokales Netzwerk geworden ist – eines, das mit Tanz, Sprache, Solidarität und klarer Haltung für Menschenrechte ein Zuhause schafft. Genau darum geht es im Interview mit dem ersten Vorsitzenden Ali Kone und der Frauenbeauftragten Afou Assiata Fofana vom Verein Afrikanische Diaspora Ostfriesland e. V. – ein Gespräch, das Redaktionsleiter Georg Mahn in den Studios von „Trude Kuh“ führt.
Zwischen Ankommen und Aufbrechen: Wie aus Erfahrung Hilfe wird
Ali Kone kam im Jahr 2000 mit 16 Jahren aus der Elfenbeinküste nach Deutschland – mit wenig Deutschkenntnissen, vielen Behördenwegen und einer Lebensrealität, die erst verstanden werden muss, bevor sie gemeistert werden kann. Acht Jahre lang lebte er als Asylbewerber. Seine Erfahrung prägt bis heute die DNA des Vereins: Wer selbst die Hürden kennt, begleitet andere besser über sie hinweg. So wurde 2017 Afrikanische Diaspora Ostfriesland e. V. gegründet – mit einem klaren Fokus auf Sprache, Arbeit, Wohnung und echte Teilhabe. Sprache lernen, Arbeit finden, eine eigene Wohnung statt Gemeinschaftsunterkunft: Das sind im Alltag die großen Säulen, die neue Stabilität schaffen.
Neben Ali bringt Afou Assiata Fofana eine besondere Perspektive ein: als Frauenbeauftragte, als Mutmacherin für jene, die zunächst zögerlich sind, weil sie die Sprache noch lernen oder weil ihnen das hiesige System fremd ist. Sie begleitet zu Kursen, vermittelt, übersetzt im besten Sinne – in die Sprache des Alltags, des Vertrauens, des Dranbleibens. Das Ziel ist stets, Frauen zu befähigen, hier im neuen Umfeld souverän zu handeln, Bildung zu nutzen und sich Gehör zu verschaffen.
Kultur als Brücke: Tanz, Trommeln und „Grill and Goal“
Wenn Ali Kone von Kultur spricht, wird spürbar, dass sie im Verein nicht Verzierung, sondern Fundament ist. Tanz, Musik und gemeinsames Feiern sind kein „nice to have“, sondern das soziale Betriebssystem der Integration: Menschen kommen ins Gespräch, Vorbehalte schmelzen, Gemeinsamkeit wird konkret. Ob traditionelle Rhythmen wie beim Coupé Décalé oder das gemeinsame Trommeln mit der Djembé – die Begegnung auf Augenhöhe beginnt nicht im Formular, sondern im Miteinander.
Dazu gehört auch „Grill and Goal“, ein regelmäßiges Eventformat, das Sport, Grillen und offenen Dialog verbindet. Das Prinzip ist so simpel wie wirksam: Vereine aus der Region und neue Nachbarn begegnen sich auf dem Platz und am Grillrost, lernen Mentalitäten kennen, bauen Ängste ab. Es entsteht ein buntes Miteinander, das zeigt, wie Vielfalt im Alltag funktioniert – nicht barrierefrei, aber lösungsorientiert. In Ostfriesland ist daraus ein Format gewachsen, das Menschen verschiedenster Herkunft zusammenführt, mit deutschem Vereinssport ebenso wie mit kolumbianischen, syrischen oder afrikanischen Communities. Der Verein ist offen, divers und bewusst mehrsprachig – die Mitgliedschaft spiegelt genau das wider.
Haltung zeigen: Solidarität, Menschenrechte und der Mut zur Öffentlichkeit
Afrikanische Diaspora Ostfriesland e. V. ist kein stiller Mitläufer. Wenn es um Menschenrechte, Solidarität und Antidiskriminierung geht, geht der Verein auf die Straße, meldet sich öffentlich zu Wort, kontert Vorurteile mit Haltung. Demonstrationen, sichtbare Präsenz bei politischen Terminen, das klare Benennen von Missständen – all das ist Teil der Vereinsarbeit. Diskriminierung, so beschreibt es Ali, sei tägliche Realität für viele Betroffene. Das mache müde, manchmal auch sprachlos. Doch genau dann helfe Solidarität: innerhalb der Community und durch Verbündete in der Nachbarschaft. Denn Diskriminierung betrifft Familien, prägt Kinder mit – und braucht deshalb Gegenstimmen, die nicht leiser werden.
Im Gespräch wird deutlich, dass die Verantwortlichen nicht für ein monolithisches „Afrika“ sprechen. Vielmehr betonen sie die Vielfalt des Kontinents und die Unterschiede zwischen Regionen und Traditionen. Die Elfenbeinküste – aus der sowohl Ali als auch Afou stammen – kennt Frauenrechte, aber auch Felder, in denen es Aufholbedarf gibt. In Deutschland stehen neue Chancen offen, aber auch neue Fragen im Raum: Wie gelingt Verständigung, wenn Sprache, Rollenbilder und Institutionen anders sind? Die Antwort des Vereins ist pragmatisch und menschlich: Zuhören, begleiten, befähigen – und Räume schaffen, in denen Begegnung möglich ist.
Zwischen Vereinsliebe und Verantwortung: Warum Unterstützung wirkt
Vereinsarbeit kostet Zeit, Herzblut – und Geld. Damit Sprachkurse, Beratungen und Begegnungsformate gelingen, braucht es Ressourcen. Der Verein sagt das offen und sympathisch: Wer helfen will, kann spenden, mitmachen, Mitglied werden. Denn jedes Event, jeder Kurs, jede vermittelnde Stunde zahlt auf ein größeres Ziel ein: eine Gesellschaft, in der Herkunft und Hautfarbe keine Hürden sind, sondern Ausgangspunkte für Neugier, Respekt und gemeinsame Projekte.
Im Studio von „Trude Kuh“ überreichte der Verein ein Zertifikat – ein symbolisches Dankeschön für die Zusammenarbeit und ein sichtbares Zeichen dafür, wie lokale Medien und Initiativen sich gegenseitig stärken können. Am Ende steht ein Satz, der haften bleibt: Die Wertigkeit eines Menschen ist unabhängig von Herkunft, Hautfarbe oder Ideologie. Musik beweist es spielerisch, Solidarität politisch, Vereinsarbeit praktisch.
Deine Einladung: Wir von „Trude Kuh“ bringen Deinen Verein und Dein Unternehmen groß raus
Wir von „Trude Kuh“ freuen uns, wenn Du nach diesem starken Gespräch mit Afrikanische Diaspora Ostfriesland e. V. Lust bekommen hast, Deinen Verein, Deine Initiative oder auch Dein Unternehmen bei uns sichtbar zu machen – denn wir begleiten Geschichten mit Herz, Haltung und Humor, fassen die wichtigsten Punkte kompakt zusammen, zeigen, wie Sprache, Kultur, Engagement und Solidarität Menschen verbinden, und öffnen Dir die Tür zu einer großen Bühne: Über 14,5 Mio. Kontakte im Monat sorgen dafür, dass Deine Botschaft gehört wird; wenn Du Deinen Verein im TV-Studio vorstellen willst, dann melde Dich bei uns über „Trude Kuh“ unter „Trude Kuh“, schau Dir unser TV-Studio von „Trude Kuh“ an, sichere Dir einen Slot, um Deinen Verein im Interview vorstellen zu können, und wenn Du als Unternehmen Reichweite, Branding und Response suchst, zeigen wir Dir gern unsere Werbemöglichkeiten für Unternehmen – so erzählst Du Deine Story mit Wirkung, wirst Teil unseres Netzwerks und erreichst genau die Menschen, die Du suchst.


